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Mianna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2019

Öde

Siebzehnter Sommer
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Angelina erlebt mit 17, kurz bevor sie auf das College wechselt, einen Sommer, der alles verändert. Sie lernt Jack kennen und verliebt sich zum ersten Mal.

Die Autorin hat diesen Roman 1942 in Amerika ...

Angelina erlebt mit 17, kurz bevor sie auf das College wechselt, einen Sommer, der alles verändert. Sie lernt Jack kennen und verliebt sich zum ersten Mal.

Die Autorin hat diesen Roman 1942 in Amerika erstmalig veröffentlicht. In dieser Neuauflage wird der Roman Jahrzehnte später einem modernen Publikum eröffnet. Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen.

Die Geschichte spielt in einer kleinen Stadt in Amerika, wahrscheinlich um 1940. Angelina hat mehrere Schwestern, eine Hausfrau als Mutter und einen Vater, der für seinen Job durch die Gegend reist. Für Angie eröffnet sich eine neue Welt, die Unsicherheiten hervorbringt.

Inhaltlich geht es um die wachsende Zuneigung zwischen den Beiden, schwierige zwischenmenschliche Situationen, Dynamiken in Kleinstädten zu dieser Zeit, die gesellschaftlichen Normen und das Erwachsen werden.

Die Geschichte besteht vor allem aus Landschaftsbeschreibungen und zwischenmenschlichen Beobachtungen. Es fehlt an Spannung. Die Erzählung wirkt eintönig und langatmig. Das Lesen ist anstrengend, nicht wegen der Sprache, sondern wegen der Detailiertheit mit der die Umgebung und die Gedanken von Angie beschrieben werden.

Jack und Angie, ihre Familie und andere Charaktere werden interessant beschrieben, entwickeln jedoch keinen großen Reiz. Beim Lesen bekomme ich das Gefühl selbst bei brütender Hitze in der Gegend zu sein und den Schmetterlingen beim Fliegen zuzusehen. Letztendlich passiert nicht viel.

Interessantes Zeitzeugnis aus der amerikanischen Einöde um 1940, erzählerisch eintönig und anstrengend.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Schwache Geschichte und Umsetzung

Das gefälschte Siegel
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Vor langer Zeit wurde der Dämonenherrscher in einer Schriftrolle gebannt und seitdem von den Steinernen Wächtern geschützt. Doch das Siegel ist gebrochen und so macht sich der Prinzensohn mit seinen Begleitern ...

Vor langer Zeit wurde der Dämonenherrscher in einer Schriftrolle gebannt und seitdem von den Steinernen Wächtern geschützt. Doch das Siegel ist gebrochen und so macht sich der Prinzensohn mit seinen Begleitern auf den gefährlichen Weg zur Magierin, um ihre Welt zu retten.

Maja Ilisch beginnt in ihrem ersten Band der Neraval-Sage mit einer Roadstory. Die Geschichte ist mit ihren fantastischen Elementen interessant, die Idee eines Weltuntergangs bzw. der Gefahr von Außen jedoch bekannt.

Der Prinzensohn und seine Weggefährten lernen sich kennen, ihre Vorgeschichten werden beschrieben und ihre Persönlichkeitmerkmale. Die inneren Konflikte der einzelnen Charaktere und deren Konflikte miteinander bekommen viel Raum. Dies ist zu Beginn auch interessant, da die Personen so unterschiedlich sind und sich mit ihren Stärken und Schwächen zeigen. Ihre Gefühle und Gedanken sind nachvollziehbar und lassen sich gut nachempfinden. Alle Vier hadern mit ihrem Leben, scheinen so haltlos. Das macht sie anfänglich sympathisch, jedoch nicht unbedingt glaubwürdig.

Das Lesen wird mit der Zeit zunehmend mühevoll, die Reisenden wirken anstrengend und merkwürdig. Im Laufe der Geschichte wird scheinbar endlos auf ihren Schwächen herumgeritten, sie wirken wenig glaubwürdig, zermürben sich gegenseitig. Ihre Interaktionen sind nicht immer gut nachzuvollziehen, wirken nichtig und albern. Bis zum Ende bleibt unklar, ob von einem von ihnen Gefahr ausgeht. Dies ist eindrücklich und bedrückend. Die Reise zieht sich stark in die Länge, obwohl inhaltlich nicht viel geschieht.

Von der anfänglich spannenden Geschichte bleibt zum Ende hin wenig übrig. Zu viele Nichtigkeiten.

Veröffentlicht am 25.11.2018

Langatmig

Sowas kann auch nur mir passieren
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Georgina ist 30 Jahre alt und hat gerade ihren Job verloren und ihren Freund mit einer Anderen erwischt. Ihr Leben ist ein einziges Chaos und nicht mal ihre Familie hält was von ihr.

McFarlane hat in ...

Georgina ist 30 Jahre alt und hat gerade ihren Job verloren und ihren Freund mit einer Anderen erwischt. Ihr Leben ist ein einziges Chaos und nicht mal ihre Familie hält was von ihr.

McFarlane hat in ihrem Roman das chaotische Leben einer jungen Frau beschrieben. Die angekündigte Liebesgeschichte kommt dabei zu kurz. Stattdessen geht es um Georgina's früheren Job, die Kündigung, Kindheitserlebnisse, die Geringschätzung ihrer Familie und ihre Ziellosigkeit. Der Inhalt passt insgesamt gut zum Buchtitel.

Sprachlich ist der Roman eher gewöhnlich, sieht man von den übertriebenen Ausdrücken Georgina's ab. Der Text liest sich leicht verständlich. Es entsteht wenig Spannung, der Roman hat viele Längen. Es geht zu viel um Nebensächlichkeiten. Zudem sind die Entwicklungen leicht vorher zu sehen und der Inhalt eher seicht.

Enttäuschend. Seicht mit vielen Längen.

Veröffentlicht am 13.10.2018

Übertrieben konstruierte Geschichte

Man muss auch mal loslassen können
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Charlotte, Wilma und Jessy sind ihrer Leben müde. Es gibt nichts wofür es sich zu Leben lohnt. Als sie sich in einer Beratungsstelle begegnen, beschließen sie ihre Leben gemeinsam zu beenden. Doch letztendlich ...

Charlotte, Wilma und Jessy sind ihrer Leben müde. Es gibt nichts wofür es sich zu Leben lohnt. Als sie sich in einer Beratungsstelle begegnen, beschließen sie ihre Leben gemeinsam zu beenden. Doch letztendlich kommt alles ganz anders. Sie werden sogar noch in einen Tankstellenüberfall involviert.

Die Autorin Monika Bittl hat sich große Mühe gegeben, drei unterschiedliche Frauen in scheinbar ausweglosen Situationen darzustellen. Alle drei sind auf ihre Art sympathisch, jedoch eher oberflächlich beschrieben und zu konstruiert. Es ist schwer nachzuvollziehen, wie die drei darauf kommen, dass der letzte Ausweg der „Freitod“ sein soll. Es geht um Verzweiflung und Orientierungslosigkeit, jede der drei Lebenslagen für sich ist mit existenziellen Fragen verbunden. Bittl ist es gelungen Gemeinschaft als Lösung für existenzielle Notlagen darzustellen und gibt ihrem Roman damit eine lebensbejahende Aussage.

Als ob dies inhaltlich nicht schon genug wäre, geht es nebenbei um gesellschaftliche Umbrüche, konkret um linke und rechte Gruppierungen, die Abgrenzung zwischen Afd und anderen Parteien. Der Autorin wirkt zu angestrengt dabei diese beiden bedeutenden und umfangreichen Themen irgendwie unterzubringen. Letztendlich kommen beide Themen dabei zu kurz.

Das Lesen des Buches ist anstrengend. In dem Versuch die Charaktere möglichst realistisch darzustellen und voneinander abzugrenzen hat Bittl es übertrieben. So fällt Jessy mit ihrer anstrengenden und übertriebenen Ausdrucksweise auf, sagt ständig „holy shit“ und „Son of a Bitch“. Der Roman ist wenig unterhaltsam, trotz vereinzelter Situationskomik und schwarzem Humor. Das Buch hat viele Längen, die Handlung ist platt und vorhersehbar. Am Ende wird alles gut, gleichzeitig verliert das Buch dabei seine Aussagekraft.

Insgesamt eine stark konstruierte Geschichte, in der zu viel untergebracht wurde. Langatmig, flach und wenig unterhaltsam.

Veröffentlicht am 27.09.2018

Wenig überzeugend

Ich komme mit
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Zwei Menschen begegnen sich und werden wider Erwarten zu Freunden. Die alte Frau Vita und der junge krebskranke Lazy wohnen im gleichen Haus. Doch es braucht Jahre bis sie sich tatsächlich begegnen. Beide ...

Zwei Menschen begegnen sich und werden wider Erwarten zu Freunden. Die alte Frau Vita und der junge krebskranke Lazy wohnen im gleichen Haus. Doch es braucht Jahre bis sie sich tatsächlich begegnen. Beide sind des Lebens müde und so machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem Lebenssinn.

Der Titel des Buches „Ich komme mit“ kommt so lapidar daher. Ganz anders ist der Inhalt – tiefgreifend, schwerwiegend und nachdenklich. Das ist wohl auch etwas was das Buch ausmacht. Einerseits der schwerfällige Inhalt und andererseits der banale Unterton, der alles etwas bekömmlicher macht. Jedoch nicht ganz, das Lesen des Textes ist anstrengend. Hinzu kommt die fehlende Spannung, da sich die Geschichte vorhersehbar entwickelt.

Die Autorin hat in ihrem Roman einen bemerkenswerten Schreibstil. In klaren, fast nüchternen Worten schildert sie die umgebenden Situationen. Diese Teile lassen sich relativ gut lesen. Die Dialoge zwischen Vita und Lazy sowie deren Gedanken sind dagegen sehr philosophisch. Diese Teile haben eine poetische Form. Zeitweise wirkt der Text wie ein einziges, kein Ende nehmen wollendes, langes Gedicht. Die Sätze machen nachdenklich und sind sprachlich speziell, sie brauchen Zeit um verstanden zu werden. Diese Zeit gibt es jedoch nicht. Die Sätze reihen sich ohne Unterbrechung aneinander, sodass der Reiz den Text einfach zu überfliegen groß wird. Schade bei dem wertvollen Inhalt.

Die Hauptfiguren sind interessant und wirken sympathisch. Der schwarze Humor ist toll und macht die Tragik der Geschichte deutlicher. Die Autorin geht auf das Seelenleben der Beiden ein, lässt sie monologisieren und sie im Dialog miteinander über das Leben nachdenken. Beide wirken lebensmüde und einsam. Die Stimmung der Beiden ist gut spürbar und die meisten Gedanken lassen sich gut nachvollziehen.

Insgesamt ist dieser Roman wenig überzeugend. Vorhersehbare Geschichte, anstrengender Sprachstil und übermäßig philosophischer Inhalt. Das berührende Thema mit dem tollen schwarzen Humor kommt dabei zu kurz.