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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2019

Der bisher schwächste Teil der Reihe

Skulduggery Pleasant - Folge 11
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Inhalt:
Walküre hätte wirklich einen geeigneteren Babysitter finden können als ausgerechnet Omen Darkly. Nur für ein paar Stunden sollte Omen auf
Walküres kleine Schwester aufpassen. Aber als Walküre ...

Inhalt:
Walküre hätte wirklich einen geeigneteren Babysitter finden können als ausgerechnet Omen Darkly. Nur für ein paar Stunden sollte Omen auf
Walküres kleine Schwester aufpassen. Aber als Walküre und Skulduggery nach Hause kommen, ist Alison verschwunden. Cadaverous Gant, Walküres alter Feind, hat sie entführt und will um 12 Uhr ihr Leben beenden. Natürlich werden sie alles versuchen, um Alison zu retten. Aber es sind nur neun Stunden bis Mitternacht!

Meinung:
Ein Portal zur Parallelwelt hat sich geöffnet und scharenweise strömen die sterblichen Flüchtlinge aus der anderen Dimension in unsere Welt. Dies stellt die Zauberergemeinschaft vor neue Probleme.
Skulduggery und Walküre sind weiterhin auf der Suche nach Abyssinia und haben daher eigentlich alle Hände voll zu tun. Als Walküres Eltern sie bitten auf ihre Schwester Alison aufzupassen, kommt Walküre daher die Idee Omen als Babysitter zu engagieren. Doch dies hat fatale Folgen.

Ein neues Abenteuer rund um Skulduggery und Walküre ist immer ein wahrer Spaß. Doch erstmals in der langen Geschichte dieser phänomenalen Reihe, konnte mich die Geschichte nicht so ganz überzeugen.

Dies liegt zuerst einmal daran, dass der Klappentext von Dingen spricht, die erst auf der zweiten CD, also bei gut der Hälfte des Buches passieren. So kommt es, dass ich mich während des Hörens von CD 1 doch mehrmals arg gelangweilt habe. Die sonst so witzigen und spritzigen Dialoge gibt es zwar auch hier, dennoch fehlte mir ein wenig der rote Faden. Zudem plätschert die Geschichte vor sich hin, ohne das wirklich etwas herausragendes passiert.
Auf der zweiten CD läuft Derek Landy dann endlich wieder zu seiner gewohnten Form auf. Es wird spannend, es wird actionreich und es geht zur Sache.

Wie bereits im Vorgänger ist Omen Darkley mein absoluter Lieblingscharakter. Und ich hoffe sehr, dass Derek Landy noch großes mit ihm vorhat. Aber auch Walküres kleine Schwester Alison, ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Ansonsten gibt es wieder jede Menge Nebencharaktere mit sehr skurrilen Namen. Mir fällt es stellenweise doch sehr schwer die ganzen Namen richtig zuzuordnen.

Rainer Strecker liefert auch in diesem Hörbuch wieder eine klasse Arbeit ab. Ich mag seine vielschichtige Stimme. Er passt einfach wie die Faust aufs Auge zu den Geschichten von Derek Landy und ich kann mir ein Hörbuch über Skulduggery Pleasant ohne Rainer Strecker einfach nicht mehr vorstellen.

Fazit:
Leider der für mich mit Abstand schwächste Skulduggery Band. Die Geschichte plätschert auf CD 1 vor sich hin. CD 2 ist da schon deutlich besser und gewohnt spannend, actionreich und unterhaltsam. Ich hoffe sehr, dass Derek Landy in seinem nächsten Band rund um den Skelettdetektiv sich nicht in Nebensächlichkeiten verrennt, sondern es wieder schafft, eine spannende Geschichte zu schreiben.
3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.01.2019

Zu wenig Fokus auf dem Hauptthema

Daniel Is Different
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Inhalt:
Schule, Hausaufgaben, Freunde, Football – Daniel ist ein stinknormaler Teenager. Nicht besonders gut im Football, nicht besonders beliebt, intelligenter als gut für ihn ist, aber normal. Bis auf ...

Inhalt:
Schule, Hausaufgaben, Freunde, Football – Daniel ist ein stinknormaler Teenager. Nicht besonders gut im Football, nicht besonders beliebt, intelligenter als gut für ihn ist, aber normal. Bis auf seine Ticks, von denen niemand weiß, die ihn zwingen, stundenlang Lichtschalter zu drücken, bestimmte Zahlen und Fugen zwischen Bodenplatten zu meiden und ihn den Schlaf kosten. Ist er verrückt? Das darf niemand wissen! Schließlich ist er verliebt, und Mädchen stehen wohl eher nicht auf Verrückte, oder? Da spricht ihn auf einmal die irre Sara an, das Mädchen, das eigentlich nicht redet. Sara will, dass er ihr bei der Suche nach ihrem vermissten Vater hilft. Und sie weiß mehr über Daniel, als er vor sich selbst zugeben möchte …

Meinung:
Von außen wirkt Daniel wie ein normaler Teenager. Er hat einen besten Freund, ist gut in der Schule und spielt Football. Was jedoch niemand weiß ist, dass Daniels Leben von Ticks durchzogen ist. Abends führt er stundenlang ein "Programm" durch, damit er in Ruhe einschlafen kann. Bestimmte Zahlen lösen in ihm Angstzustände und Panikattacken aus. Wie soll Daniel so jemals ein Mädchen ansprechen?

Auf dieses Buch bin ich dank einiger begeisterter Meinungen aufmerksam geworden. Das Buch steht schon seit längerem bei mir im Regal und daher entschied ich mich dazu es als Hörbuch zu hören, da ich es lesetechnisch leider in nächster Zeit nicht untergebracht hätte. Im Nachhinein weiß ich nicht, ob dies eine gute Idee war, da ich die Hörbuchumsetzung leider nicht so gut gelungen fand.

Dies lag zu großen Teilen daran, dass Daniel ein eigenes Buch schreibt. Im Buch an sich wird dies bestimmt durch eine andere Schriftart oder ähnliches kenntlich gemacht. Im Hörbuch wurde man aber leider nicht wirklich darauf hingewiesen, dass nun die von Daniel erdachte Geschichte beginnt. Das zusätzliche Problem war hierbei noch, dass Daniels selbstgeschriebene Geschichte und seine Lebensgeschichte bis zu einem gewissen Punkt recht gleich verlaufen. So kam es, dass ich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen wurde und gegrübelt habe, ob es sich hierbei um Daniels Lebensgeschichte oder die fiktive Geschichte handelt.

Philipp Schepmann hat als Hörbuchsprecher dennoch gute Arbeit geleistet. Mit seiner ruhigen und angenehmen Art verkörperte er Daniel für mich auf hervorragende Art und Weise. Seine Stimme nahm mich auf besondere Art gefangen.

Die Geschichte über Daniel, der unter Zwangsstörungen leidet, hat mir gut gefallen. Ich fand es furchtbar faszinierend, was Daniel alles tun muss, damit er nicht unter Panikattacken leidet oder gar in ein psychisches Loch fällt. Umso bemerkenswerter fand ich es, dass Daniel seine Zwänge vor seiner Familie und seinen Freunden geheim halten kann. Dies stelle ich mir ganz schön schwierig vor. Ein wenig unrealistisch auch, denn Daniel absolviert jeden Abend ein 1,5 stündiges "Programm" in dem er unter anderem ständig das Licht an und ausknipsen muss. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass dies seiner Familie in all den Jahren nie aufgefallen ist.

Ein weiterer Kritikpunkt war für mich das Thema Football. Ich selbst bin sehr sportbegeistert und schalte den Fernseher meistens nur an, wenn Sport läuft. Daher mag ich auch beschriebene Sportarten in Büchern sehr gerne. Leider war das bei "Daniel is different" anders. Die ausführlichen Beschreibungen zum Thema Football fingen an mich zu nerven und ich fühlte mich etwas gelangweilt.

Ein Highlight der Geschichte ist für mich das Mädchen Sara, welches Daniel nach und nach besser kennenlernt. Auch sie ist besonders begabt und leidet ebenfalls unter einem Tick. Sara ist ein Außenseiter an der Schule und Daniel möchte zu Anfang nicht großartig mit ihr gesehen werden. Nach und nach wird die Beziehung zwischen den Beiden jedoch immer intensiver.

In dem Buch gibt es auch einen kleinen Kriminalfall. Zwar ahnt der Hörer frühzeitig, in welche Richtung das Ganze gehen wird, dies war jedoch kein Problem. Denn die Geschichte ist nicht darauf ausgelegt großartig zu überraschen. Das muss sie auch gar nicht, da das Thema Zwangsstörungen und eigene Wahrnehmung eine zentrale Rolle in dieser Geschichte spielen.

Fazit:
Ich habe wirklich lange über die Bewertung nachgedacht, da ich die Themen Zwangsstörung, Andersartigkeit und zu seinen Fehlern zu stehen wirklich interessant fand. Jedoch hat sich der Autor in meinen Augen in zu vielen Dingen verloren. So rücken neben dem großen Thema Zwangsstörung auch ein Kriminalfall, Football und eine eigene erdachte Geschichte sehr in den Mittelpunkt. Ich hätte mir etwas weniger von allem gewünscht und mehr Fokus auf das eigentliche Hauptthema.
Ich vergebe sehr, sehr gute 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 29.11.2018

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Dance. Love. Learn. Repeat.
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Inhalt:
Phoebe:
Endlich an der Uni. Endlich geht das echte Leben los. Ihre Mitbewohnerinnen sind total nett, einen Job hat sie auch schon und angeblich findet man auf der großen Erstsemesterparty Freunde ...

Inhalt:
Phoebe:
Endlich an der Uni. Endlich geht das echte Leben los. Ihre Mitbewohnerinnen sind total nett, einen Job hat sie auch schon und angeblich findet man auf der großen Erstsemesterparty Freunde fürs Leben. Ob damit wohl Luke gemeint ist? Luke, der heißeste Typ aus ihrer alten Schule. Luke, der sich nicht an sie erinnern kann.
Luke:
Eigentlich hat er nicht erwartet, dass alles so anders sein würde. Und sich so fremd anfühlt. Luke weiß nicht so richtig, was er will. Soll er sich von seiner Freundin trennen oder nicht? Soll er sich von den bescheuerten Jungs aus seiner Fußballmannschaft distanzieren oder nicht? Soll er Phoebe daten oder nicht?

Meinung:
Phoebe schwärmt schon seit Ewigkeiten für Luke. Und als sie erfährt, dass sie gemeinsam auf die gleiche Uni gehen werden, wird sie total nervös und hibbelig. Dabei hat Luke Phoebe bisher gar nicht richtig wahrgenommen. Doch alles ändert sich auf der Erstsemesterparty als die beiden per Zufall ins Gespräch kommen und feststellen, dass da mehr zwischen ihnen ist.

Liest man sich den Klappentext durch, dann denkt man sich wahrscheinlich zwangsläufig, dass es sich hier um eine x-beliebige Liebesromanze an der Uni handelt, untermalt mit einer Prise Humor. Dies bekommt man zwar auch, dennoch verläuft die Geschichte etwas anders ab, als ich dies noch zu Beginn erwartet habe.
Dies fand ich zum einen gut, da es für Abwechslung sorgt, zum anderen mochte ich nicht wie manche Personen sich verändert oder gehandelt haben.

Lucy Ivison und Tom Ellen haben dabei einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil. Die Geschichte wird jeweils aus der Sicht von Phoebe und Luke erzählt und so ist man als Leser hautnah dabei um ihre Gefühle und Gedanken besser einordnen zu können.

Die beiden Autoren berichten viel aus dem Unialltag und dem Leben als Erstsemester. Freundschaften werden geknüpft, neue AGs wie die Quidditch-AG ausprobiert und natürlich gefeiert.
Mir war es allerdings oftmals zu viel Alltag. Die Autoren verlieren sich stellenweise zu sehr in Nebensächlichkeiten, die ziemlich aufgebauscht wurden. Ich hätte mir hier einen zügigeren Handlungsverlauf gewünscht.

Was mir gut gefallen hat, sind die Nebencharaktere der Geschichte. Gerade Phoebes neugewonnene Freundinnen Negin und Frankie sorgten bei mir für einige Lacher. Eine Szene, in der eine Grubenlampe eine wichtige Rolle spielt, hat mir fast Tränen in die Augen getrieben, so sehr musste ich lachen.

Nicht so richtig warm geworden bin ich allerdings mit Luke. Er befindet sich in einer schwierigen Phase, da er sich von seiner Langzeitfreundin getrennt hat und versucht Fuß an der Uni zu fassen. Vieles was ihm an seiner alten Schule spielerisch gelungen ist, klappt hier leider nicht. Von daher konnte ich seine Situation durchaus nachvollziehen. Dennoch konnte ich seine Reaktionen an gewissen Punkten der Handlung dennoch nicht gutheißen.

Fazit:
Für mich war dieses Buch leider nichts Halbes und nichts Ganzes. Auf der einen Seite hatte ich wirklich ein paar herrlich lustige Stunden mit Phoebe und ihren Freunden verbracht. Auf der anderen Seite war es mir zu viel Unialltag und auch mit Luke konnte ich nicht ganz so viel anfangen.
Von mir bekommt die Geschichte daher sehr gute 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 28.11.2018

Skurriler Humor und eine Handlung die die ein oder andere Wendung parat hält

Modermoor Castle – Die Jagd nach dem verschwundenen Löffel
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Inhalt:
Ein Wikinger auf dem Schulgelände?
Ein Werwolf auf dem Dachboden?
Ein Geschichtslehrer, der plötzlich nicht mehr langweilig ist?

Mufford und sein Freund Sponge sind Schüler von Modermoor Castle, ...

Inhalt:
Ein Wikinger auf dem Schulgelände?
Ein Werwolf auf dem Dachboden?
Ein Geschichtslehrer, der plötzlich nicht mehr langweilig ist?

Mufford und sein Freund Sponge sind Schüler von Modermoor Castle, der Schule für die nicht besonders hellen Kinder aus nicht besonders reichem Hause – und einiges an Kummer gewohnt! Doch in letzter Zeit treten hier selbst für ihren Geschmack etwas zu viele Seltsamkeiten auf. Vor allem, als plötzlich der silberne Löffel, eine wertvolle Schulinsignie, gestohlen wird. Wenn sich der Dieb nicht findet, werden den Schülern die Weihnachtsferien gestrichen! Das darf auf keinen Fall passieren, beschließen die zwei, und tauchen ein in das haarsträubendste Rätsel, das Modermoor Castle, dieses finster-trostlose Ungetüm von Schule, je gesehen hat!

Meinung:
Mufford und sein bester Freund Sponge sind Schüler des schaurigen Internats Modermoor Castle, welches für nicht besonders helle Kinder aus reichem Hause erschaffen wurde. Als eines Tages der silberne Schullöffel, eine wertvolle Schulinsignie, gestohlen wird, machen sich Mufford und Sponge an die Arbeit um dem Dieb das Handwerk zu legen.

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen gehalten habe, war ich sofort hellauf begeistert. Der Klappentext klang nach einer lustigen Geschichte und auch die Illustrationen im Buch hatten es mir sofort angetan.

So wird nicht nur der Autor gleich auf der ersten Seite humorvoll beschrieben "Allen Versuchen ihn zu stoppen zum Trotz, hat er dieses Buch geschrieben und illustriert. Die zuständigen Behörden wurden alarmiert." Sondern auch die Lehrer und Schüler werden auf den nächsten Seiten nett illustriert und dem Leser auf lustige Art vorgestellt. Dabei fand ich es etwas unglücklich, dass die Nachnamen der Schüler und Lehrer nicht übersetzt wurden. Für einige Kinder dürfte so der Wortwitz, den der Autor z. B. bei Mr. Luckless gewählt hat, nicht auffallen.

Chris Priestley hat einen sehr besonderen Humor. Jeder Leser sollte für sich selbst feststellen, ob er diesen mag oder nicht. Am besten ist es daher einen Blick in die Leseprobe hineinzuwerfen. Ich für meinen Teil musste teilweise wirklich laut lachen, teilweise war mir der Humor aber doch zu skurril.

Und nicht nur der Humor ist skurril, auch die Geschichte ist teilweise abgedreht und überspitzt. Mir hat es vor allen Dingen gut gefallen, wie die Story sich im Laufe des Buches entwickelt. Viele anfängliche Szenen ergeben im Verlauf der Handlung plötzlich einen ganz anderen Sinn. Dies fand ich super!

Der Spannungsbogen ist für mich hierbei auch perfekt für die jungen Leser gespannt. Er baut sich immer weiter auf und man fiebert mit, wie sich das Rätsel denn nun auflösen wird.

Die Geschichte ist für Kinder ab 10 Jahren empfohlen und diese Altersangabe sehe ich als genau richtig an. Wie oben bereits nur erwähnt, könnten manche Kinder, aufgrund fehlender Übersetzung, gewisse Wortwitze nicht verstehen.

Fazit:
Chris Priestley hat einen sehr skurrilen Humor. Dies spiegelt sich nicht nur in seinen Witzen, sondern auch in der Geschichte wider. Daher empfehle ich jedem, erst in die Leseprobe hineinzulesen, ob man hiermit klarkommt. Für mich war es stellenweise etwas zu abgedreht, an anderen Stellen konnte ich aber wieder herzhaft lachen.
Ansonsten erwartet den Leser ein spannendes Rätsel darüber, wer denn nun eigentlich den silbernen Schullöffel geklaut hat.
Sehr gute 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 28.11.2018

Leider nur durchschnittliche Fantasy

Die Krone der Dunkelheit
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Inhalt:
Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya ...

Inhalt:
Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.

Meinung:
Prinzessin Freya ist die angehende Königin des Landes Thobria. Doch anstatt sich auf ihre zukünftige Aufgabe vorzubereiten, setzt Freya alles dadran ihren Zwillingsbruder Talon zu finden. Dieser wurde vor einigen Jahren entführt und es fehlt jede Spur von ihm. Freya setzt, die in Thobria strengstens verbotene, Magie ein um zu erfahren wo Talon sich befindet. Sie erfährt, dass dieser sich auf der anderen Seite der Mauer im Land der Seelie und Unseelie befindet. Den Menschen ist es strengstens verboten dieses Land zu betreten, doch dies hält Freya nicht von ihrer Suche nach ihrem Bruder ab.

Gleich der Klappentext konnte mich aufgrund der spannend klingenden Handlung total in seinen Bann ziehen. Auch die Aufmachung des Buches hat mir sehr gefallen. So gibt es eine Landkarte gleich zu Beginn zu bestaunen und ein Personenglossar ist ebenfalls vorhanden. Worüber ich mich besonders gefreut habe ist die Tatsache, dass nach gut 1/3 des Buches es plötzlich Zeichnungen über die wichtigsten Charaktere zu bestaunen gibt. Ich fand dies richtig klasse, da ich zu diesem Zeitpunkt des Buches nicht´damit gerechnet habe.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen. Laura Kneidl nimmt sich Zeit und bringt uns Kapitel für Kapitel die verschiedenen Charaktere näher. So kommt es, dass man als Leser in die Sichtweisen von Freya, Larkin, Ceylan, Kheeran und Weylin eintaucht. Ich fand es etwas schade, dass wir diese Sichtweisen nicht aus der Ich-Perspektive sondern aus der Erzähler-Perspektive verfolgen.

Natürlich sind Parallelen zu "Das Reich der sieben Höfe" oder "Game of Thrones" nicht von der Hand zu weisen. Dennoch habe ich diese nie als zu extrem empfunden. Laura Kneidl hat viele eigene tolle Ideen in die Geschichte eingebunden und so der Handlung ihren eigenen Stempel aufgedrückt.

Bis gut zur Hälfte des Buches war ich wirklich von der Geschichte überzeugt. Doch dann passieren Dinge die mir nicht mehr so gut gefallen haben. Die Geschichte entwickelt sich in eine Richtung, die leider nicht nach meinem Geschmack war.
Besonders störend empfand ich dabei die Entwicklung und die Entscheidungen vom Fae Prinz Kheeran. Ich fand es zwar toll, dass er nicht der typische angehende König ist, der in seiner Rolle total aufgeht. Dennoch fand ich ihn größtenteils zu verweichlicht und egoistisch. Gerade sein Verhalten gegen Ende des Buches war für mich nicht immer nachvollziehbar.
Leider wurde ich auch nicht so wirklich mit Prinzessin Freya warm. Und ihr Part nimmt doch einen recht großen Teil der Geschichte ein.

Ein weiterer größerer Kritikpunkt ist für mich, dass die Geschichte doch einige Längen aufweist. Dadurch das viel aus der Erzähler-Perspektive berichtet wird, stehen die wörtliche Rede und die persönlichen Gespräche nicht so im Fokus wie ich es sonst gewohnt bin. Laura Kneidl legt viel Wert darauf Orte, Dinge und Gegebenheiten ausführlich zu beschreiben. Für mich war dies größtenteils doch etwas zu detailliert.

Fazit:
Nach den ersten 150 Seiten war ich begeistert. Doch dann wandelte sich meine Begeisterung leider in Ernüchterung und teilweise Langeweile um. Auch gefiel mir der Verlauf der Handlung, ab einem bestimmten Punkt, nicht mehr so wirklich und ein gewisser Fae Prinz raubte mir den ein oder anderen Nerv. Dennoch ist die Geschichte sehr fantasievoll gestaltet und weiß durchaus zu unterhalten.
Von mir gibt es daher sehr, sehr gute 3 von 5 Hörnchen.