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Veröffentlicht am 02.01.2019

Dreiecksliebesgeschichte hätte nicht sein müssen

Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen
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Inhalt:
Glaubt Mila an Liebe auf den ersten Blick? Im Zug nach Paris trifft sie einen alten Mann, der ihr diese Frage stellt. Mila ahnt noch nicht, was er längst weiß: Paris wird in ihr eine uralte Fähigkeit ...

Inhalt:
Glaubt Mila an Liebe auf den ersten Blick? Im Zug nach Paris trifft sie einen alten Mann, der ihr diese Frage stellt. Mila ahnt noch nicht, was er längst weiß: Paris wird in ihr eine uralte Fähigkeit wecken. Eine Gabe, mit der sie in ihren Geschichten die Wirklichkeit umschreiben kann. Und tatsächlich, als sie am Bahnhof auf den geheimnisvollen Nicholas trifft, scheint er direkt ihren Geschichten entsprungen. Doch auch Nicholas beherrscht die Gabe der Fabelmacht - und er hat ebenfalls über Mila geschrieben. Ein Kampf der Geschichten um die einzig wahre Liebe entbrennt. Und Mila und Nicholas sind mitten drin.

Meinung:
Die 17-jährige Mila setzt sich nach einem Streit mit ihrer Mutter kurzerhand in einen Zug nach Paris und fährt zu ihrer Freundin. Im Zug unterhält sie sich mit einem Mann, der etwas geheimnisvoll wirkt, aber Mila macht sich keine weiteren Gedanken darüber. Am Bahnhof angekommen, trifft sie auf den wahnsinnig gutaussehenden Nicholas, der ganz genauso wie der Nicholas aus ihren selbst geschriebenen Geschichten aussieht. Ist das Zufall? Beide merken, dass dieses Aufeinandertreffen etwas Besonderes sein muss. Denn auch Nicholas weiß sofort, dass Mila das Mädchen ist, über das er seit Jahren schreibt.

Kurze Zeit später erfährt Mila, was die Fabelmacht ist und dass sie diese Macht besitzt. Doch sie ist nicht die Einzige mit dieser Macht und schon bald geht eine spannende Jagd mit vielen unterschiedlichen Schauplätzen in Paris los, in dem die bereits geschriebenen Geschichten von Mila und Nicholas eine große Rolle spielen. Auch Eric, ein neu gewonnener Freund von Mila, macht durch seine Hilfe und Unterstützung die Geschichte erst zu dem, was sie ist.

Ich war sofort mitten in der Geschichte des Buches und konnte mich sehr gut in die beiden Protagonisten Mila und Nicholas hineinversetzen. Die Handlung an sich ist sehr interessant und gut umgesetzt worden. Ich habe die ganze Zeit mit den Figuren mitgefiebert und mit viel Freude die spannende Jagd durch Paris verfolgt. Denn auch die weiteren Figuren, die in der Geschichte dabei sind, finde ich gut gelungen und sehr charismatisch.

Mir gefielen auch die vielen bereits angesprochenen unterschiedlichen Schauplätze. Besonders spannend ist die Handlung auch durch die verschiedenen Sichtweisen, aus der die Geschichte erzählt wird. Ich finde es immer super, wenn eine Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird und am Ende alles zusammenläuft. Aufgrund dieser Erzählweise erfährt man auch erst Stück für Stück mehr über Nicholas und die Spannung der ganzen Geschichte bleibt erhalten.

Eine kleine Schwäche hat das Buch für mich allerdings. Die Dreiecks-Liebesgeschichte zwischen Mila, Nicholas und Eric ist teilweise etwas langatmig beziehungsweise ist sie für mich manchmal etwas zu sehr im Vordergrund. Ich hätte stattdessen lieber etwas mehr über die Fabelmacht gelesen.

Fazit:
Ich finde die Geschichte insgesamt sehr gut! Die Spannung bleibt über das ganze Buch aufrechterhalten und ich habe auf jeder Seite mitgefiebert. Das überraschende Ende führt dazu, dass man unbedingt auch Band 2 lesen möchte, um zu wissen, wie es weiter geht.
Ich vergebe aufgrund meines Kritikpunktes sehr gute 4 von 5 Pinguinen!

Veröffentlicht am 02.01.2019

Handlung stereotyp, Charaktere etwas blass, ansonsten top

Catwoman – Diebin von Gotham City
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Inhalt:
Selina Kyle war die jüngste und gefürchtetste Straßendiebin von Gotham City – bis sie vor zwei Jahren verhaftet wurde. Nun kehrt sie unerkannt als mysteriöse Millionärstochter zurück. Während sie ...

Inhalt:
Selina Kyle war die jüngste und gefürchtetste Straßendiebin von Gotham City – bis sie vor zwei Jahren verhaftet wurde. Nun kehrt sie unerkannt als mysteriöse Millionärstochter zurück. Während sie tagsüber als Partygirl Holly den Männern – allen voran ihrem verteufelt attraktiven Nachbarn Luke Fox – den Kopf verdreht, plant sie des Nachts den größten Coup aller Zeiten. Doch dann droht ihr Gefahr von unerwarteter Seite: Ein maskierter Unbekannter ist fest entschlossen, Selinas illegalen Aktivitäten den Garaus zu machen, und nimmt die Verfolgung auf. Ein faszinierendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Was Selina nicht weiß: Ihr Widersacher ist kein anderer als Luke Fox.

Meinung:
Selina Kyle hat als Jugendliche die Straßen von Gotham City als Diebin unsicher gemacht, bis sie verhaftet wurde und die Stadt verlassen hat. Nun zwei Jahre später kommt sie zurück. Selina hat einen großen Plan und setzt diesen mit viel Kalkül und Gerissenheit um. Schnell müssen die Mächtigen und Reichen von Gotham City eingestehen, dass mit dieser Katze nicht zu spaßen ist.

Als großer Fan von Sarah J. Maas habe ich mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut. Zwar kann man ihre bisherigen Reihen nicht mit diesem Buch vergleichen, dennoch habe ich großes erwartet. Zwar wurde ich nicht wirklich enttäuscht, dennoch muss ich nach dem Lesen feststellen, dass ich einfach mehr erwartet habe.

Der Einstieg gefiel mir dabei noch sehr gut, da wir eine Selina kennenlernen, die für ihre Schwester alles tun würde und in den dunklen Gassen von Gotham City ums Überleben kämpft. Sie zeigt Gefühle und lässt Emotionen zu.
Zwei Jahre später ist diese Selina eine knallharte Powerfrau geworden, die bereit ist alles für ihren Plan zu tun. Mir blieb hier stellenweise das menschliche auf der Strecke.

Wem Batman nicht fremd ist, der wird auch mit vielen Charakteren in diesem Buch etwas anfangen können. So tauchen z. B. Poison Ivy, Harley Quinn und der Joker auf. Ich fand dies richtig klasse. Auch Gotham City wird so dargestellt wie man es aus den Comics und Filmen kennt: Glamour gegen Armut und jede Menge Korruption.

Es passiert wahnsinnig viel in diesem Buch. Die Handlung ist sehr dynamisch und actionreich. Normalerweise bin ich ein riesiger Fan von temporeichen Geschichten. Bei diesem Buch hat mich jedoch gestört, dass die Handlung zu blass und nichtssagend blieb. Es entwickelt sich das typische Katz- und Mausspiel, welches man aus diversen Superheldencomics gewöhnt ist. Mir passierte einfach zu wenig Relevantes für die Geschichte und ich fühlte mich stellenweise gelangweilt.
Dazu kommt, dass auch die Charaktere leider viel zu oberflächlich und blass geblieben sind. Weder zu Selina noch zu Luke konnte ich eine engere Beziehung aufbauen.

Ich finde es total schade, dass mich diese Geschichte nicht in ihren Bann ziehen konnte. Gerade weil "Wonder Woman", der erste Band der Superhelden-Serie, ein wahres Jahreshighlight für mich war.

Fazit:
Catwoman hat leider nicht ganz das gehalten, was ich mir erhofft habe. Mir fehlte die Tiefe bei den verschiedenen Charakteren und auch die Handlung war mir etwas zu stereotyp und ohne Emotionen. Sarah J. Maas hätte hier in meinen Augen einfach mehr aus der Geschichte machen können. Das geniale Ende hat dann für mich noch einmal einiges herausgerissen.
Sehr knappe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.01.2019

Indische Mythologie verzaubert den Leser

Das Geheimnis des Schlangenkönigs (Kiranmalas Abenteuer 1)
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Inhalt:
Kiranmala glaubt nicht an Geschichten über Prinzessinnen und eine Welt voller Magie, wie ihre Eltern. Bis Ma und Baba an Kirans 12. Geburtstag plötzlich weg sind. Und im Vorgarten ein Rakkhosh ...

Inhalt:
Kiranmala glaubt nicht an Geschichten über Prinzessinnen und eine Welt voller Magie, wie ihre Eltern. Bis Ma und Baba an Kirans 12. Geburtstag plötzlich weg sind. Und im Vorgarten ein Rakkhosh steht, ein sabbernder, hungriger Dämon. Als wäre das nicht genug, klopfen auch noch zwei Prinzen an Kirans Tür, die sie unbedingt retten wollen. Zu dritt machen sie sich auf die Reise in eine andere Dimension, um zwischen geflügelten Pferden und sprechenden Vögeln Kirans Eltern zu befreien. Denn Kiran ist eine Prinzessin – und es gibt Magie!

Meinung:
Kiranmala findet ihre Eltern merkwürdig, behandeln diese sie doch wie eine Prinzessin. Dabei wohnt die Familie in einem normalen Haus in New Jersey und Kiran geht wie alle anderen Kinder zur Schule. Auch über die Geschichten von Rakkoshs und anderen Monstern, die sie von ihren Eltern erzählt bekommt, kann Kiran nur schmunzeln. Alles verändert sich jedoch an ihrem zwölften Geburtstag. Ihre Eltern verschwinden und plötzlich stehen zwei Prinzen vor Kirans Haustür und ein Rakkosh greift die Drei an. Können die Geschichten ihrer Eltern vielleicht doch wahr sein?

Seit der Kuss der Tiger Reihe von Colleen Houck bin ich ein riesiger Fan der indischen Mythologie. Schon seit geraumer Zeit wünsche ich mir mehr Fantasybücher die diese Mythologie behandeln. Daher habe ich mich riesig gefreut, als ich von diesem Buch gehört habe.

Als Fan der indischen Mythologie bin ich auch voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Die Autorin baut wahnsinnig viele Elemente und Märchen aus ihrer Kultur in diese Geschichte ein. So erfährt der Leser, was sich hinter einem Rakkoshi verbirgt oder was es mit der Legende der Halbbrüder Lalkamal und Neelkamal auf sich hat. Auch der ewig Witze reißende Vogel Tuntuni wird einem näher gebracht.
Am Ende des Buches warten dann auch noch einige Anmerkungen der Autorin zu ihrer Kultur und den verschiedenen Märchen, die in Indien erzählt werden, auf den Leser. Auch ein Verweis auf weitere bengalische Märchen ist gegeben.

Auf dem Buchrücken wird dieses Buch mit den Büchern von Rick Riordan verglichen. Dieser Vergleich ist durchaus schlüssig, gibt es doch jede Menge mythologische Elemente und jede Menge Action und Rasanz. Dennoch sollte dem Leser auch bewusst sein, dass diese Geschichte für Kinder ab 11 Jahren geschrieben wurde.
Dies merkt man dem Buch an einigen Stellen auch an.

Etwas womit ich zu Anfang etwas Schwierigkeiten hatte war der Humor. Stellenweise war mir dieser zu gewollt und zu in Szene gesetzt. Es wirkte ein wenig so, als wollte die Autorin auf Teufel komm raus für eine lustige Stimmung sorgen. Zum Glück legt sich dies mit dem voranschreiten der Geschichte.

Und diese kann sich wirklich sehen lassen, denn Kiran und die beiden Prinzen erleben jede Menge magische Abenteuer, müssen viele Gefahren bestehen und begegnen einigen magischen Wesen. So kam es, dass ich mehr und mehr in der Geschichte versank.

Fazit:
Jede Menge Magie und indische Kultur werden dem Leser hier geboten. Man taucht ein in eine Welt voller Monster, Prinzessinnen und sprechenden Vögeln. Kinder werden jede Menge Spaß mit dieser abwechslungsreichen Geschichte haben. Mir als Erwachsener war es stellenweise zu kindlich - was man dem Buch natürlich nicht zum Vorwurf machen kann. Auch musste ich mich an den etwas erzwungen wirkenden Humor gewöhnen.
Ich vergebe daher 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 29.11.2018

Magisches Hörerlebnis für junge Mädchen

Sternenfreunde - Maja und der Zauberfuchs
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Inhalt:
Die 9-jährige Maja begegnet im Wald einem zutraulichen kleinen Fuchs. Zu ihrer Freude kann sie mit ihm sprechen, denn er ist ein Sternentier. Er wurde aus der Sternenwelt zu den Menschen entsandt, ...

Inhalt:
Die 9-jährige Maja begegnet im Wald einem zutraulichen kleinen Fuchs. Zu ihrer Freude kann sie mit ihm sprechen, denn er ist ein Sternentier. Er wurde aus der Sternenwelt zu den Menschen entsandt, um mithilfe eines Kindes, das an Magie glaubt, Gutes zu tun und Böses zu bekämpfen. Und schon bald wartet das erste große Abenteuer auf die beiden Sternenfreunde ...

Meinung:
Maja ist neun Jahre alt und begegnet eines Tages im Wald einem sprechenden Fuchs. Der Fuchs stellt sich als Jazinto vor, ist ein magisches Wesen und stammt aus der Sternenwelt. Er wurde von den anderen Tieren ausgeschickt um in der Menschenwelt seinen Sternenfreund zu finden und mit diesem Gutes zu vollbringen und das Böse zu bekämpfen.

Aufmerksam auf diese Reihe bin ich Dank dem bezaubernden und sehr niedlichen Cover geworden. Auch der Klappentext klang vielversprechend, denn welches Kind träumt nicht davon ein magisches Tier an seiner Seite zu haben? Daher war meine Neugierde geweckt und ich tauchte in die Welt der Sternenfreunde ein.

Zu Beginn erfährt der Leser, dass die Gemeinschaft der magischen Tiere eine Gruppe bestehend aus acht jungen Tieren in die Menschenwelt schickt, damit diese ihre Sternenfreunde finden. Danach schwenkt die Geschichte zur neunjährigen Maja um, die in der Schule ein klein wenig unglücklich darüber ist, dass sie nicht mit ihren beiden besten Freundinnen in eine Klasse geht. Maja ist ein liebes Kind. Und ich denke, viele Kinder können sich sehr gut mit ihr identifizieren. Zu Maja stoßen noch ihre beiden besten Freundinnen Lottie und Sita dazu, die das Dreiermädchengespann perfekt abrunden. Im Laufe der Handlung finden auch Lottie und Sita ihren eigenen Sternenfreund.

Die Geschichte ist perfekt für Mädchen im Alter von 8 Jahren geeignet. Ich bin mir sicher, dass sie bei vielen Kindern in dieser Altersgruppe gut ankommen wird, denn die Vorstellung von einem eigenen Sternenfreund ist schon sehr faszinierend. Zudem bietet die Handlung Spannung, eine Portion Humor und eine besondere Freundschaft zwischen den Mädchen.

Etwas schade empfand ich es, dass die Geschichte etwas braucht um richtig Fahrt aufzunehmen. Erst im letzten Drittel kristallisiert sich der „Bösewicht“, den es zu bekämpfen gilt, heraus. Der Showdown ist der Altersklasse entsprechend angepasst und nicht zu dramatisch für die jungen Leser.

Shandra Schadt hat eine angenehme Stimme und gleich ab der ersten Minute fühlt sich der Zuhörer wohl. Ich habe gerne ihrer Stimme gelauscht, auch wenn ich mir manchmal mehr Unterschiede zwischen den einzelnen Tieren und Menschen gewünscht hätte. Auch die musikalische Untermalung bringt noch mehr magisches Flair in die Geschichte.

Fazit:
Der erste Band der Sternenfreunde ist ein magisches Hörerlebnis für jüngere Leser. Denn welches Kind träumt nicht davon einen magischen Begleiter an seiner Seite zu haben? Auch einen Bösewicht gibt es in diesem Buch zu bekämpfen, doch leider taucht dieser erst gegen Ende der Geschichte auf. Von mir bekommen Maja und Jazinto 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 29.11.2018

Magisch, lustig und eine aufopferungsvolle Protagonistin bieten jede Menge Hörspaß

Charlie Broom. Wie fängt man eine Hexe?
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Inhalt:
Charlie zieht mit ihrer Familie in ein altes Cottage auf dem Land. "Die Neue" in der Schule zu sein, findet sie furchtbar, denn sie kann kaum sprechen, ohne zu stottern. Vielleicht kann ihr ja ...

Inhalt:
Charlie zieht mit ihrer Familie in ein altes Cottage auf dem Land. "Die Neue" in der Schule zu sein, findet sie furchtbar, denn sie kann kaum sprechen, ohne zu stottern. Vielleicht kann ihr ja eine Hexe helfen? Charlie macht sich auf die Suche und lernt die geheimnisvolle Agatha kennen. Als eine Mitschülerin plötzlich ihre schöne Singstimme verliert, beschließt Charlie, ihr zu helfen. Dazu muss sie all ihren Mut zusammennehmen.

Meinung:
Charlies Familie hat im Dorf Broomwood ein altes und vor allen Dingen baufälliges Cottage von der verstorbenen Großtante geerbt. Daher zieht die Familie von der Großstadt London in das beschauliche Dorf. Für Charlie ist dies eine riesige Umstellung und auch der Start in der neuen Schule ist alles andere als einfach. Denn Charlie hat das Problem, dass sie, sobald sie aufgeregt oder nervös wird, anfängt zu stottern. Dies ist für einige Schüler natürlich ein gefundenes Fressen. So beschließt Charlie, dass es doch das einfachste wäre ihr stottern einfach wegzuhexen. Doch wo bekommt man auf die Schnelle eine Hexe her?

Auf dieses Buch bin ich durch Zufall aufmerksam geworden. Das Cover sah süß aus, die Hörprobe konnte mich überzeugen und auch der Klappentext klang vielversprechend. So hatte ich mich schnell dazu entschlossen Charlie bei mir einziehen zu lassen.

Etwas schade finde ich es, dass diese Geschichte bisher doch eher ein Geheimtipp zu sein scheint. Denn weder im Internet noch in der Buchhandlung bin ich über Charlie Broom gestolpert. Das finde ich sehr schade, denn diese tolle Geschichte verdient so viel mehr Aufmerksamkeit. Charlie ist ein liebenswürdiges Mädchen, das ihren Platz im Leben sucht. Gerade ihr Sprachproblem und das viele Stottern machen es ihr schwer unter gleichaltrigen Kindern Fuß zu fassen. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen, wie Abie Longstaff diese Andersartigkeit von Charlie thematisiert. Kinder in diesem Alter können nun mal gemein zu Außenseitern sein und dies bekommt auch Charlie zu spüren.

Umso schöner ist es zu sehen, wie Charlie ihr Leben selbst in die Hand nimmt und versucht etwas gegen ihr Stottern zu tun. Da in ihrer Familie jeder selbst sein Päckchen zu tragen hat, kommt Charlie auf die Idee ihr Stottern wegzuhexen. Nun stellt sich natürlich die Frage, wo man eine Hexe findet. Nach etlichen verworfenen Ideen, kommt Charlie auf den Gedanken (dank Hänsel und Gretel) nach einem Häuschen im Wald zu suchen. Und so kommt es, dass sie dort der geheimnisvollen Agatha begegnet.

Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet, aber auch Erwachsene Leser kommen auf ihre Kosten. Durch die spannende Handlung fiebert man mit Charlie mit und hofft sehr, dass sie ihre Probleme bewältigen kann. Hier kommen gerade Fans des Magischen auf ihre Kosten. Dabei hat es mir sehr gut gefallen, dass Charlie nicht nur um ihre eigene Probleme besorgt ist, sondern sich auch für ihre Mitschülerin Suzy einsetzt.

Sprecherin dieses Hörbuches ist Julia Meier. Mit ihrer angenehmen Stimme brachte sie mir Charlie und ihre Probleme deutlich näher. Auch die Sprachprobleme von Charlie hat sie super dargestellt und ich freue mich schon sehr auf einen zweiten Teil mit ihr als Sprecherin. Denn schon der Titel „Wie verhext man einen Wolf“ klingt nach einer unterhaltsamen Geschichte.

Fazit:
Charlie Broom ist ein ganz besonderes Mädchen, welches nicht nur versucht ihre eigenen Probleme zu lösen, sondern auch die ihrer Mitschülerin Suzy, obwohl sie diese kaum kennt. Das Setting rund um das Thema Hexen und Magie zog mich schnell in seinen Bann und ließ mich, dank der tollen Sprecherin Julia Meier, eine sehr schöne Zeit mit Charlie verbringen. Schade, dass diese Geschichte noch so unbekannt ist, denn sie hat definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient.
4 von 5 Hörnchen.