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Veröffentlicht am 23.09.2016

Hat mich etwas enttäuscht

Goddess of Poison - Tödliche Berührung
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Inhalt:
Twylla ist die Tochter der Sündenesserin im Königreich Lormere (siehe englischer Titel der Originalausgabe). Eigentlich sollte sie diese Rolle von ihrer Mutter irgendwann einmal übernehmen. Doch ...

Inhalt:
Twylla ist die Tochter der Sündenesserin im Königreich Lormere (siehe englischer Titel der Originalausgabe). Eigentlich sollte sie diese Rolle von ihrer Mutter irgendwann einmal übernehmen. Doch dazu kommt es nicht, denn sie wird von der Königin an den Hof geholt, wo sie als Gottgleiche Daunen verehrt wird, die Inkarnation der Tochter der Göttin Naeht und des Gottes Daeg. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, Verurteilte durch Berührung hinzurichten, denn ihre Haut ist giftig. Und eines Tages soll sie den Kronprinzen heiraten und an seiner Seite regieren. Doch eine Dreiecksliebesgeschichte und diverse Intrigen versuchen dies zu verhindern. Ja, Twylla selbst beginnt irgendwann, an ihrer Bestimmung zu zweifeln …

Meine Meinung:
Ich hatte mich sehr auf den Debütroman der Engländerin Melinda Salisbury gefreut, da mich das Cover gleich fasziniert hat, und die Kurzbeschreibung schien mir sehr spannend. Man hätte aus diesem aufregenden Stoff ein tolles Buch machen können. Leider ist der Autorin das nicht gelungen - zumindest, was mich betrifft. Die ersten ca. 200 Seiten musste ich mich zum Lesen zwingen, denn die Geschichte plätschert nur lustlos vor sich hin. Es passiert kaum etwas, alles spielt sich auf einem sehr begrenzten Raum ab, nämlich dem Schloss von Lormere.

Twylla fungiert als Ich-Erzählerin, was ich normalerweise sehr gerne mag. Doch ihre Art zu erzählen, war mir viel zu emotionslos und trocken. Hier ein Beispiel von S. 258:

„Als er eine übertriebene Verbeugung markiert, verliere ich endgültig die Fassung und breche in Tränen aus. Ich würde alles geben für seinen Trost, aber er bietet mir keinen. Er steht vor mir und sieht mitleidslos zu, wie ich weine.
Als keine Tränen mehr kommen und er sich immer noch nicht vom Fleck bewegt hat, bleibt mir nur noch, mich von ihm abzuwenden.“

Wenn ich das lese, empfinde ich … gar nichts. Hier kommen einfach keine Gefühle bei mir an. Ich konnte dadurch praktisch keine Beziehung zu der Protagonistin aufbauen.

Der Roman ist eigentlich recht fantasievoll und wartet mit vielen bisher nicht da gewesenen Elementen auf, wenn man einmal davon absieht, dass „Der Rattenfänger von Hameln“ hier fast 1:1 nacherzählt wird. Im nicht-deutschen Sprachraum kommt das vielleicht besser an. Leider ist der Großteil der Geschichte aber auch ziemlich vorhersehbar. Erst gegen Ende konnte Salisbury mich durch eine unerwartete Wendung überraschen.

Ich fürchte, das Buch wird keinen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen, sodass es eher fraglich ist, ob ich den 2. Band lesen werde.

★★★☆☆

Herzlichen Dank an den bloomoon Verlag und an vorablesen für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 17.09.2016

Plätschert relativ lustlos vor sich hin

Mit Liebe gewürzt
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Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (31. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596031962
Originaltitel: Deep Dish
Preis: 9,99 €

Plätschert relativ lustlos vor sich ...

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (31. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596031962
Originaltitel: Deep Dish
Preis: 9,99 €

Plätschert relativ lustlos vor sich hin

Inhalt:

Gina Foxtons Kochsendung im Regionalfernsehen droht das Aus. Da bekommt sie die Chance, sich in einem Duell um einen Sendeplatz bei einem nationalen Fernsehsender zu beweisen. Ihr Gegner ist der Naturbursche Tate Moody. Die beiden müssen nicht nur richtig gut kochen, sondern sich auch gegen ihre Produzenten und andere Herausforderungen durchsetzen.

Meine Meinung:
Leider konnte mich Mary Kay Andrews mit ihrem neuesten Roman von Anfang an nicht wirklich begeistern. Zwar ist der Schreibstil, wie von ihr gewohnt, sehr flüssig und leicht zu lesen. Man muss nicht groß mitdenken und kommt leicht in die Geschichte hinein. Viele Dialoge, die zum Teil auch ein wenig humorvoll sind, lassen den Roman sehr lebendig wirken. Und doch passiert lange Zeit nicht viel. Die Geschichte plätschert ohne Überraschungen und ohne Höhepunkte vor sich hin. Nach der ersten Hälfte kommt für ca. 50 Seiten Spannung auf, um dann wieder zu verpuffen. Hier wurde eine ganze Menge Potenzial verschenkt.

Die Protagonisten Gina und Tate waren mir beide nicht besonders sympathisch. Sie ziemlich zickig, er schnippisch, beide in ihrem Verhalten nicht immer konsequent. So wird Tate mal als Frauenheld dargestellt, dann wieder ist er zu schüchtern. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es lange dauert, bis die beiden sich verlieben. Und leider kommt dieses Verlieben fast ohne romantische Gefühle aus. Hier findet man keine Schmetterlinge im Bauch, kein Herzklopfen, das einen als Leserin schwindlig macht. Ich weiß, dass Mary Kay Andrews das auch wesentlich besser kann!

Es gibt einige Szenen, durch die ich mich ziemlich veräppelt fühlte und die mir das Lesen vergällt haben. Einmal will Gina zum Beispiel einen Kürbis mehrere Monate außerhalb der Saison auf dem heimischen Markt kaufen. Sollte eine Profiköchin nicht wissen, wann was zu bekommen ist? Vor allem, wenn sie den Anspruch hat, frisch und regional zu kochen. Wenn man nur durch solche Ungereimtheiten etwas Spannung aufbauen kann, ist das Grundgerüst der Handlung wohl nicht sehr genial.

Was mir allerdings gut gefallen hat, ist der Blick hinter die Kulissen der Fernsehshows. Hier werden Tricks gezeigt, mit denen dort gearbeitet wird. Man erkennt, dass sehr vieles, was der Zuschauer zu Hause in seinem Wohnzimmer präsentiert bekommt, nur Schein ist.

Ebenfalls finde ich gut, dass im Anhang vier Rezepte zu finden sind, die Gina und Tate im Lauf des Buches beschreiben. Allerdings hätte es mir noch besser gefallen, wenn es nicht nur vier, sondern alle erwähnten Rezepte wären. Einiges davon hörte sich schon recht interessant an, sodass ich es gerne nachkochen würde. Im Buch kamen die Beschreibungen dafür aber zu kurz.

Fazit:
„Mit Liebe gewürzt“ hält leider nicht, was der Titel verspricht. Weder ist viel von Liebe zu spüren noch hat der Roman genug Würze. Er plätschert relativ lustlos und vorhersehbar vor sich hin. Die knapp 500 Seiten Text lassen sich allerdings locker lesen. Wer’s ohne viel Anspruch mag, ist hier auf jeden Fall richtig.

★★★☆☆

Herzlichen Dank an den Fischer-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Protagonisten sind überhaupt nicht mein Fall

Diesmal für immer
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Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (25. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596195510
Originaltitel: Baby be mine
Preis: 9,99 €

Die Protagonisten sind überhaupt nicht ...

Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (25. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596195510
Originaltitel: Baby be mine
Preis: 9,99 €

Die Protagonisten sind überhaupt nicht mein Fall

Inhalt:

Meg lebt mit ihrem Freund Christian und ihrem einjährigen Sohn Barney in Frankreich. Sie könnte glücklich sein, doch trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, das ihr das Leben schwermacht: Barney ist das Kind des weltberühmten Rockstars Johnny Jefferson. Doch weder Johnny noch Christian wissen das. Meg muss eine Entscheidung treffen.

Meine Meinung:
„Diesmal für immer“ ist die Fortsetzung von „Du bist mein Stern“. Allerdings muss man den 1. Band nicht unbedingt gelesen haben. Ich kenne ihn nicht und hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir irgendwelche Vorkenntnisse fehlen würden. Was man für das Verständnis der Beziehungen zwischen den Protagonisten wissen muss, wird hier noch einmal wiederholt.

Paige Toon entführt uns in die Welt der Schönen, Reichen und Berühmten. Diese Welt wird so dargestellt, wie man sie sich als Laie vorstellt, mit Alkohol, Drogen, Geld und Skandalen. Das Buch ist in einer einfachen Sprache flüssig geschrieben, die Handlung in sich logisch aufgebaut.

Und doch konnte mich die Geschichte überhaupt nicht erreichen. Mir waren sowohl Christian als auch Johnny dermaßen unsympathisch und ich konnte nicht mal ansatzweise nachvollziehen, was Meg an den beiden findet. Beide behandeln sie wie den letzten Dreck und führen sich wie die größten Idioten auf. Und Meg lässt sich das einfach gefallen und versinkt in Selbstmitleid und jammert vor sich hin. Ehrlich, mir ging das schon nach ein paar Seiten ziemlich auf die Nerven. Auch wie sie wie eine Glucke über den kleinen Barney wacht, war mir einfach zu extrem.

Mehr als drei Sterne sind da leider nicht drin. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich dieses Genre normalerweise nicht lese. Das ist mir einfach zu oberflächlich. Wer sich aber für Promi-Klatsch und -Tratsch interessiert, ist hier genau richtig und wird das Buch bestimmt mögen.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Er läuft und läuft und läuft ...

Am Ende aller Zeiten
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Broschiert: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Tor (25. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596037049
Originaltitel: The End of the World Running Club
Preis: 14,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Er ...

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Tor (25. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596037049
Originaltitel: The End of the World Running Club
Preis: 14,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Er läuft und läuft und läuft …

Inhalt:

Edgar ist ein ganz normaler durchschnittlicher Mann. Er lebt mit Frau und zwei kleinen Kindern in Edinburgh, versucht sich vor der Verantwortung zu drücken, wo es nur geht und rettet sich lieber in den Alkohol anstatt mal die Windeln zu wechseln. Kurz: Er hat sein Leben satt.

Als ein Asteroidenschauer auf die Erde niedergeht und die Britischen Inseln mehr oder weniger komplett verwüstet, beginnt Ed ums Überleben und um seine Familie zu kämpfen. Bei der Evakuierung wird er von den anderen getrennt und muss sich zu Fuß 500 Meilen weit quer durchs Land schlagen, wenn er sie wiedersehen will, und das innerhalb von drei Wochen.

Meine Meinung:
Anfangs hatte ich große Probleme mit dieser Geschichte. Ed ist ein total langweiliger und unsympathischer Mensch, den ich im richtigen Leben nicht unbedingt zu meinen Freunden zählen würde. Und deshalb war es mir auch ziemlich egal, wie es ihm ergeht, ob er irgendetwas schafft oder nicht. Auch die häufigen Zeitsprünge halfen mir nicht gerade, leicht in die Geschichte hineinzufinden. Mit der Zeit ging es dann aber.

Nach der Kurzbeschreibung hatte ich eine hochspannende Story erwartet. Die habe ich leider nicht bekommen. Die erste Hälfte des Buches empfand ich als sehr zäh und nichtssagend. Die Handlung erschien mir oft sehr unglaubwürdig. Der Niedergang der Zivilisation ging mir definitiv zu schnell, und unsere Helden kamen doch immer wieder ganz gut durch. Hier hätte ein wenig mehr Dramatik nicht geschadet.

Mir scheint aber, Adrian J Walker wollte hier gar keinen Endzeitthriller abliefern, sondern einen Entwicklungsroman. Sein Hauptaugenmerk lag gar nicht auf dem postapokalyptischen Setting, sondern auf dem Laufen. Hierüber wird so viel philosophiert. Für Jogger, Marathonläufer usw. ist das Buch womöglich interessanter als für mich.

Schließlich kam ab ca. der Hälfte des Buches doch noch etwas Schwung in die Geschichte. Es passierten unvorhersehbare Dinge, die dann auch für große Spannung beim Lesen sorgten, sodass ich ab hier das Buch richtig genießen konnte.

Leider konnte mich der Schluss dann wieder nicht überzeugen. Es blieben für mich am Ende einfach zu viele Fragen offen.

★★★☆☆

Vielen Dank an den Fischer Verlag und LovelyBooks für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gut zu lesen, aber nicht gerade mitreißend

Aller Liebe Anfang
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Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (22. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596196418
Preis: 9,99

Gut zu lesen, aber nicht gerade mitreißend

Inhalt:
Stella lernt ...

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (22. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596196418
Preis: 9,99

Gut zu lesen, aber nicht gerade mitreißend

Inhalt:

Stella lernt Jason im Flugzeug kennen, später heiraten sie, bekommen eine Tochter und ziehen in eine Stadtrandsiedlung. Jason ist beruflich viel unterwegs, Stella mit dem Kind allein. Nur ihre Arbeit als Krankenpflegerin, wo sie drei Patienten stundenweise in deren Zuhause betreut, holen sie ein bisschen aus der Lethargie heraus. Als eines Tages ein Fremder klingelt und einfach mit ihr reden will, beginnt ein Albtraum.

Meine Meinung:
Wirklich begeistern konnte mich Judith Hermann leider nicht. Das Buch ist gut zu lesen, wenn auch der Schreibstil eher an einen Grundschüler erinnert. Einfache Sätze, viele Aufzählungen. Fragesätze ohne Fragezeichen. Dies führt dazu, dass man wie durch eine Wattehülle auf die Protagonisten und ihr Handeln schaut, alles wirkt gedämpft und farblos.

Sicher wird dadurch Stellas Leben gut charakterisiert, denn genau so empfindet sie es wohl: farblos. Selbst als sie es dann mit einem Stalker zu tun bekommt, ändert sich daran nichts. Stella entwickelt Angst vor dem Fremden, doch auch die Angst wirkt farblos und nicht wirklich greifbar. Die Sache eskaliert, doch als Leser beobachtet man alles nur aus weiter Ferne, so wie auch Stella trotz allem sehr distanziert wirkt.

Eigentlich hätte man die Geschichte auf wenigen Seiten erzählen können, es passiert nämlich nicht sehr viel. Wahrscheinlich muss man den Großteil dessen, was Judith Hermann uns sagen will, zwischen den Zeilen suchen. Ich habe mich redlich bemüht, aber trotzdem nicht viel gefunden.

Mehr als der Stalker scheint Stella ihre allgemeine Unzufriedenheit zu schaffen zu machen. Sie hat eigentlich alles, Mann, Kind, Haus, Anerkennung im Beruf – und doch fehlt ihr anscheinend etwas. Schade, dass sie sich im Verlauf des Romans nicht weiterentwickelt und am Ende so unzufrieden wie zuvor ist.

★★★☆☆