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Veröffentlicht am 26.01.2019

Polizistin wider Willen

Tod am Aphroditefelsen
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Sophia Perikles, die Tochter des zypriotischen Botschafters in London, freut sich nach ihrem Studium auf ihre zukünftige Stelle im zypriotischen Innenministerium. Doch die aktuelle Wahl hat das politische ...

Sophia Perikles, die Tochter des zypriotischen Botschafters in London, freut sich nach ihrem Studium auf ihre zukünftige Stelle im zypriotischen Innenministerium. Doch die aktuelle Wahl hat das politische Blatt gewendet und so erfährt sie nach ihrer Ankunft auf der wunderschönen Insel, dass sie als Junior Officer in einen abgelegenen Polizeiposten ins letzte Dorf vor der Grenze zum türkischen Teil versetzt wurde. Sofia glaubt noch an einen Irrtum, aber zu ihrem Leidwesen ist die Versetzung todernst gemeint. Sie hat sich noch nicht einmal richtig von ihrem Kulturschock erholt, da stolpert sie schon in ihre erste Leiche. Und trotz ihres Widerwillens fühlt sie doch eine gewisse Berufsehre als Polizistin und sie beginnt zu ermitteln.
Trotz ihrer verwöhnten Art schließt man Sofia recht schnell ans Herz. Sie fügt sich recht schnell den Gegebenheiten und macht ganz pragmatisch das Beste daraus. Auch mit ihren begrenzten Ressourcen und dem mangelnden Vertrauen in sie als Polizistin folgt sie ihrem Instinkt und gibt sich nicht aus Bequemlichkeit mit der einfachen Lösung zufrieden.
Die Besonderheiten und die Geschichte der Republik Zypern werden im Hintergrund verständlich erläutert. Sehr liebevoll sind auch die Eigenarten und das Lebensgefühl der Einwohner dargestellt. Mir hat der lockere Schreibstil des Autors sehr gut gefallen. Der trockene Humor zog sich durch das ganze Buch und sorgte für hervorragende Unterhaltung.
Ich bekam beim Lesen sofort Fernweh und konnte Sofias Liebe zur Insel absolut nachvollziehen. Ich hoffe, es gibt bald eine Fortsetzung und ein Wiedersehen mit Sofia und den Bewohnern von Kato Koutrafas.

Veröffentlicht am 20.01.2019

Dating-App mit Folgen

Bad Bachelor
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Darcy hat nach ihrer abgesagten Hochzeit von Männern die Nase voll. Nachdem sie ihren Verlobten kurz vor der Hochzeit in flagranti erwischte, hat sie jegliches Vertrauen in die Männerwelt verloren. Ihre ...

Darcy hat nach ihrer abgesagten Hochzeit von Männern die Nase voll. Nachdem sie ihren Verlobten kurz vor der Hochzeit in flagranti erwischte, hat sie jegliches Vertrauen in die Männerwelt verloren. Ihre Freundinnen drängen sie, sich wieder in Verabredungen zu stürzen, um sich von dem Hochzeitsdebakel abzulenken. Eine Hilfe soll dabei die neue App „Bad Bachelor“ sein, auf der Frauen in New York ihre jeweiligen Dating Partner bewerten können. Dadurch soll man nicht mehr auf Womanizer hereinfallen und sinnlos seine Zeit verschwenden.
Überhaupt nicht angetan von dieser App ist Reed McMahon, der unfreiwillig die Liste der Bad Bachelor anführt. Durch die zahlreichen schlechten Bewertungen ist der Ruf des erfolgreichen Public Relation Managers in ernsthafter Gefahr. Bereits mehrere Kunden sind ihm durch die negative Publicity bereits abgesprungen.
Der Pro-Bono Auftrag für eine kleine Bibliothek soll ihn etwas ablenken. Doch dort trifft er auf Bibliothekarin Darcy, die sich dank der App ebenfalls bereits ihr Urteil über ihn gebildet hat. Trotzdem gefällt ihm die kratzbürstige Darcy, die so überhaupt nicht in sein bisheriges Beuteschema passt. Und auch Darcy kann sich trotz Vorurteilen seinem Charme nicht ganz entziehen, auch wenn er für alles zu stehen scheint, was sie zutiefst ablehnt.
Auf den ersten Blick haben die Protagonisten überhaupt keine Gemeinsamkeiten. Die Kabbeleien von Darcy und Reed sind sehr amüsant und es macht Spaß, die Annäherung der beiden Figuren im Laufe der Geschichte zu verfolgen. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Die Nebenfiguren, die in den Folgebänden ihre eigene Geschichte bekommen, werden hier bereits gut angelegt. Das macht neugierig auf die nächsten Teile.
Die Story hebt sich von den üblichen Geschichten etwas ab. Die Balance zwischen Romance und Drama ist ausgewogen, so dass es weder zu schnulzig, noch zu unglaubwürdig wird. Bis zum Happy End fühlte ich mich gut unterhalten und ich würde auch zu den weiteren Teilen nicht nein sagen.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Abgründe aller Art

Abgründe
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„Abgründe“ von Janina Huber ist eine Sammlung von zwanzig Kurzgeschichten, die querbeet durch die dunkelsten Winkel führen. Der Titel passt in diesem Fall hervorragend zu jeder einzelnen Geschichte. Die ...

„Abgründe“ von Janina Huber ist eine Sammlung von zwanzig Kurzgeschichten, die querbeet durch die dunkelsten Winkel führen. Der Titel passt in diesem Fall hervorragend zu jeder einzelnen Geschichte. Die Kurzgeschichten stammen aus den unterschiedlichsten Genres. Vom klassischen Horror bis zum emotionalen Drama ist alles dabei. Diese vielfältige Bandbreite macht die Sammlung zu etwas Besonderem. Jede Geschichte blickt auf ihre Art in Abgründe und schafft es, den Leser auf die eine oder andere Weise zu berühren. Man wird während des Lesens überrascht, wie viele Arten von Abgründen es doch gibt. Natürlich gab es einzelne Geschichten, die mir nicht unbedingt zu einhundert Prozent gefallen haben, aber trotzdem ist diese Sammlung in ihrer Gesamtheit wirklich gut gelungen.
Wer gern etwas düstere Geschichten mag, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. In dieser abwechslungsreichen Sammlung findet sicher jeder etwas nach seinem Geschmack.

Veröffentlicht am 04.12.2018

Spannende Familiensaga

Gut Greifenau - Abendglanz
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Gut Greifenau – Abendglanz ist der erste Teil der Trilogie um die Grafenfamilie zu Auwitz-Aarhayn. Das herrschaftliche Landgut der Familie ist größtenteils Schauplatz der Geschichte. Es ist 1913 und die ...

Gut Greifenau – Abendglanz ist der erste Teil der Trilogie um die Grafenfamilie zu Auwitz-Aarhayn. Das herrschaftliche Landgut der Familie ist größtenteils Schauplatz der Geschichte. Es ist 1913 und die Vorboten des 1. Weltkriegs sind bereits am Horizont zu erkennen.
Als der Patron des Hauses bei einem Unfall stirbt, wird sein Sohn Adolphis neuer Gutsherr. Nichts könnte ihn weniger interessieren. Neuerungen oder Modernisierungen, wie sein Sohn Konstantin vorschlägt, sind ihm völlig egal. Seine Frau Feodora versucht indes, die jüngste Tochter Katharina am gewinnbringendsten zu verheiraten. Katharinas Wünsche oder ihr Wohlergehen sind dabei das Letzte, woran Feodora denkt.
Nicht nur die adlige Klasse spielt im Buch eine große Rolle, sondern auch die anderen Gesellschaftsschichten. Besonders auf die Bediensteten des Gutshauses wird großes Augenmerk gelegt. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und in ihren Eigenheiten für mich authentisch dargestellt. Alle Klassen haben ihre vorbestimmten Lebensperspektiven, außerhalb derer sie keinerlei Perspektiven haben. Im Laufe der Geschichte beginnen große politische Veränderungen, die zu ersten Rissen in den Gesellschaftsschichten führen.
Der Vergleich mit Downton Abbey ist durchaus gerechtfertigt. Bereits nach den ersten Zeilen fühlt man sich als stiller Beobachter im herrschaftlichen Anwesen. Die Schicksale und die Geschichten der Figuren sind sehr bewegend und spannend. Ich kann es kaum erwarten, wie es im zweiten Teil weitergeht.
Von mir gibt es für diese interessante Familiensaga eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 27.11.2018

Alltagstaugliches Ayurveda

Mit Ayurveda gegen Stress
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„Mit Ayurveda gegen Stress“ ist eine alltagstaugliche Hilfe, wie man mit kleinen Schritten sein Leben etwas entschleunigen kann.
Man merkt beim Blick in das Buch schnell, dass die beiden Autorinnen Fachfrauen ...

„Mit Ayurveda gegen Stress“ ist eine alltagstaugliche Hilfe, wie man mit kleinen Schritten sein Leben etwas entschleunigen kann.
Man merkt beim Blick in das Buch schnell, dass die beiden Autorinnen Fachfrauen auf ihrem Gebiet sind. Sie verstehen es, die Grundlagen des Ayurveda auch für Laien verständlich und mit einfachen Worten zu erklären. Im ersten Drittel des Buches geht es zunächst hauptsächlich um Theorie. Dann folgen alltagstaugliche Erläuterungen, wie man seinen individuellen Tagesablauf entstressen kann. Die beschriebenen Yoga-Übungen sind auch für Anfänger und ohne große Vorkenntnisse geeignet.
Hilfreich fand ich das Anti-Stress-ABC, wo zu den verschiedensten Symptomen oder Beschwerden kleine Tipps zur Verbesserung gegeben werden.
Im letzten Teil gibt es einfache und schnelle ayurvedische Rezepte. Auch hier wird darauf geachtet, dass die Zubereitung nicht durch hohen Aufwand noch zusätzlichen Stress verursacht.
Jeder kann sich seine eigenen kleinen Maßnahmen zum Stressabbau aus dem ansprechend gestalteten Buch entnehmen, und individuell in seinen persönlichen Alltag einbauen.
Das Buch ist eine ergänzende Hilfe in stressigen Zeiten, und für Ayurveda-Anfänger sehr gut geeignet.