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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2018

Tolles Kochbuch zu glutenfreier Ernährung!

Herzhaft backen ohne Mehl
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Dieses von Anja Donnermeyer liebevoll zusammengestellte Kochbuch ist ein Must-Have für alle Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf eine glutenfreie Ernährung achten müssen sowie für alle Fans von ...

Dieses von Anja Donnermeyer liebevoll zusammengestellte Kochbuch ist ein Must-Have für alle Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf eine glutenfreie Ernährung achten müssen sowie für alle Fans von leckerer, abwechslungsreicher Küche.

Eindrucksvoll beweist die Autorin, dass glutenfreie Ernährung nicht als "Belastung und Einschränkung in der Ernährung" gesehen werden muss - im Gegenteil! Ein Blick in die Rezepte der herzhaften Leckereien, die wohl strukturiert in die Themenbereiche "Quiches", "Pizza und Kuchen" sowie "Fingerfood und andere Kleinigkeiten" unterteilt sind, lässt erkennen, dass sämtliche Zutaten für die Zubereitung ohne Weiteres in jedem Supermarkt erhältlich sind. Die Anleitungen sind zudem so unkompliziert gestaltet, dass sie mühelos nachvollzogen und ausgeführt werden können.

Bereits die ansprechenden Bilder der Gerichte ließen mir das Wasser im Munde zusammenlaufen und ich wurde nicht enttäuscht. Mit diesem Buch lassen sich in Windeseile köstliche Kreationen zaubern! Die informative Einleitung enthält praktische Tipps sowie eine Lebensmittelübersicht zur Orientierung. In der Innengestaltung der aufklappbaren Coverseiten befindet sich ein besonderes Schmankerl: hier wird eine Vielzahl von verschiedenen Boden-Kreationen präsentiert, die beliebig mit den Rezepten variiert werden können - so ist Abwechslung garantiert und die Experimentierfreude wird geweckt!

Fazit: Leichte und schnelle Zubereitung von schmackhaften Gerichten, die obendrein noch gesund sind.

Veröffentlicht am 06.12.2018

Inspirierender Ratgeber zum Thema Glück und Lebensfreude

Entdecke dich selbst und finde dein Glück
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Dieser kleine, aber feine Ratgeber enthält eine wertvolle Gedankensammlung, aus der jeder Leser Anregungen für seinen Alltag ziehen kann. Wie gelingt es uns, emotionalen Ballast abzuwerfen? Was können ...

Dieser kleine, aber feine Ratgeber enthält eine wertvolle Gedankensammlung, aus der jeder Leser Anregungen für seinen Alltag ziehen kann. Wie gelingt es uns, emotionalen Ballast abzuwerfen? Was können wir verändern, um ein noch erfüllteres Leben zu führen, weniger fremdbestimmt zu sein? Wie können wir uns in Gelassenheit üben?

Liebevoll hat Diana Hochgräfe in sehr persönlichem Ton eine „Anleitung zum Glücklichsein“ zusammengestellt, die sowohl bekannte Zitate rund ums Thema „Wohlfühlen“ als auch praktische Anregungen und Tipps für den Alltag beinhaltet.

Neben Einleitung und Nachwort enthält das Büchlein drei große Leseabschnitte, die in viele einzelne Gedankenansätze unterteilt sind. So widmet sich beispielsweise ein Themenbereich gänzlich den sieben Energiezentren unseres Körpers („Chakren“) und deren Heilung/Stärkung.

Durch das außergewöhnliche Design des Buches, das neben abgerundeten Ecken auch mit zweifarbiger Schrift aufwartet, wirkt das Werk - zusätzlich zu seinem inspirierenden Inhalt - äußerst hochwertig und eignet sich ebenso hervorragend als Geschenk wie zur Eigenlektüre. Die pinkfarbenen Illustrationen sowie die leuchtend pinkfarbene Schrift erwecken bereits beim Lesen ein Gefühl der Leichtigkeit und haben einen positiven Einfluss auf die Stimmung.

Auch das farbenfrohe Cover - speziell das abgebildete Motiv - finde ich treffend gewählt, da Schmetterlinge schließlich seit jeher mit Wandel (vom Kokon zum Falter) und Neubeginn assoziiert werden.

Veröffentlicht am 06.12.2018

Über den Mut, auf sein Herz zu hören

Deine Stimme in meinen Träumen
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Joanna Martins gefühlvoller Roman, der vor der traumhaften Naturkulisse Kanadas spielt, hat mich schwer begeistert! Ich hatte die Möglichkeit, „Deine Stimme in meinen Träumen“ als eBook zu lesen und überlege ...

Joanna Martins gefühlvoller Roman, der vor der traumhaften Naturkulisse Kanadas spielt, hat mich schwer begeistert! Ich hatte die Möglichkeit, „Deine Stimme in meinen Träumen“ als eBook zu lesen und überlege nun ernsthaft, mir zusätzlich noch das Taschenbuch zu kaufen, weil es mir einfach SO GUT gefallen hat!

Als Christine der Großstadt Stuttgart den Rücken kehrt, um der Liebe wegen in ihren idyllischen kleinen Heimatort Schutzingen zurückzuziehen, ahnt sie noch nicht, dass ereignisreiche Wochen vor ihr liegen und dass sie sich bald in einem Abenteuer wiederfinden wird, welches ihr Leben für immer verändern wird... Um ihrer verstorbenen Großmutter den letzten Wunsch zu erfüllen, soll Christine deren Jugendliebe aufspüren - ausgerechnet in Kanada, am anderen Ende der Welt! Christines bodenständiger Freund Stefan ist alles andere als begeistert von ihren Reiseplänen, doch für Chrissi steht fest: sie muss auf ihr Herz hören. Diese Chance, ihrer geliebten Oma noch ein letztes Mal nahe zu sein, will sie auf keinen Fall verstreichen lassen.

Bereits das wunderschöne Cover lädt zum Träumen ein, zeugt von Naturverbundenheit und Sehnsucht und ist - ebenso wie der Buchtitel - im Hinblick auf die Handlung hervorragend gewählt worden.

Der Einstieg in die Geschichte ist fantastisch gelungen und hebt sich damit deutlich von anderen Romanen dieses Genres ab, in denen entweder zunächst lang und breit der Hauptcharakter vorgestellt wird, ehe die Handlung ins Rollen kommt oder in denen man als Leser gleich ins Geschehen hineinkatapultiert wird, ohne dass man sich bisher überhaupt eine Meinung zu den Hauptfiguren hatte bilden können. - Hier jedoch ist es die perfekte Balance. Logisch nachvollziehbar wird die Handlung aufgebaut und ist durch und durch stimmig. Von Anfang an habe ich mich direkt in Christine hineinversetzen können, mit der die Autorin solch eine liebenswerte und herzliche Hauptfigur erschaffen hat, dass man nicht nur mit ihr mitfiebert, sondern am liebsten die Reise vor Ort mit ihr miterleben möchte. Alle Charaktere brillieren durch liebevoll detaillierte Beschreibungen, die ihnen Tiefe verleihen und ihre Handlungen und Ansichtsweisen äußerst verständlich erscheinen lassen. Insbesondere Christines Großmutter Elisabeth, die von den Lesern nur durch die von ihr verfassten Briefe sowie durch Christines Erinnerungen wahrgenommen wird, verkörpert einen bedeutenden emotionalen Part. Besonders gefallen hat mir, dass darauf verzichtet worden ist, einen „bösen Nebencharakter“ als Rechtfertigungsgrundlage aufzubauen - allzu oft liest man ja von einem betrügerischen Freund, fiesen Chef, lieblosen Vater etc. auf dessen Verhalten die Hauptprotagonistin dann entsprechend reagiert. Gekonnt hat J. Martin eine Geschichte kreiert, die gänzlich ohne einen Buhmann auskommt und hat dadurch eine lebensnahe Situation erschaffen; schließlich entwickeln sich auch im echten Leben die Dinge manchmal "einfach so".

Begeistert haben mich die mühelos in die Geschichte eingewobenen Naturbeschreibungen Kanadas; ich konnte förmlich den Kiefernduft der saftig grünen Wälder riechen, den Eichhörnchen beim Spielen zusehen und gebannt vor der Schönheit eines glasklaren Sees stehen. Schon lange ist Kanada ein Wunschziel auf meiner Reiseliste, doch nach diesem Werk bin ich noch mehr beflügelt, dieses Land unbedingt bereisen zu wollen!

Die Authentizität setzt sich ebenso in den Dialogen fort; die Wortwahl ist stets klar und passt sich perfekt an die jeweilige Situation an. Insgesamt ist der ohnehin flüssige Sprachstil sehr gelungen und emotional ansprechend; insbesondere die Briefe Elisabeths haben mich tief bewegt. Wenn aneinandergesetzte Worte wie hier solch eine geballte Wirkung haben, dass sie den Leser berührt zurücklassen, ist das ganz große Schreibkunst. Obwohl Elisabeths Sehnsüchte sich nie erfüllt haben und sie ihr Leben lang unter Herzschmerz gelitten hat, ist dies kein schwermütiger Roman über verpasste Chancen. Vielmehr überwiegt ein Gefühl der Leichtigkeit, ein Wunsch, das Leben zur Gänze auszukosten und auf seine Intuition zu vertrauen.

Die junge Hauptfigur blüht nach und nach zu einer selbstbestimmten, mutigen Frau auf, die es wagt, für ihre Wünsche einzustehen. Ist das Ende vorhersehbar? Schon, aber das hat der Lektüre keinerlei Abbruch getan - im Gegenteil, ich habe ungeduldig darauf hingefiebert!

Allen Lesern von Frauenromanen, Kanada-Fans (und solchen, die es werden wollen) sowie allgemein Liebhabern von Wohlfühlliteratur kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen! Mir hat es sehr viel Freude bereitet und ich werde es definitiv auch in Zukunft wieder und wieder lesen.

Veröffentlicht am 02.12.2018

Der perfekte Reiseführer! Auf nach London!

London MM-City Reiseführer Michael Müller Verlag
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Dieser informative Reiseführer ist ein Must-Have für jeden London-Besuch! Das angenehme Format des Buches ist ideal für unterwegs. Unterhaltsam begeistert Autor Ralf Nestmeyer die Leserschaft für die Weltmetropole ...

Dieser informative Reiseführer ist ein Must-Have für jeden London-Besuch! Das angenehme Format des Buches ist ideal für unterwegs. Unterhaltsam begeistert Autor Ralf Nestmeyer die Leserschaft für die Weltmetropole an der Themse - eine Stadt der Traditionen sowie des immerwährenden Wandels.

In 18 verschiedenen, kreativ zusammengestellten Rundgängen/Touren ist von Sightseeing-Klassikern bis hin zu hippen Szenevierteln und Kultur-Erlebnissen alles enthalten, was das Herz eines jeden London-Touristen höher schlagen lässt. Jede Tour ist übersichtlich strukturiert und beinhaltet zudem viele praktische Tipps und persönliche Empfehlungen des Autors, zu finden unter der Rubrik „mein Tipp“.

Viele interessante Hintergrundgeschichten geben Aufschluss über die jeweilige Stadtregion, insbesondere den geschichtlichen Aspekt. Bereits zweimal hat sich in der Vergangenheit das Stadtbild Londons drastisch gewandelt: 1666 zerstörte der Große Brand von London vier Fünftel der Stadt; viele Jahre später wurden während des Zweiten Weltkrieges über eine Million Häuser durch Luftangriffe zerstört.

Die Rubrik „London im Kasten“ gibt Aufschluss über eine Vielzahl an Zusatzinformationen, von Details zu Jack the Ripper bis hin zu den Filmkulissen der berühmten Harry Potter-Filmreihe.

Erfreut habe ich festgestellt, dass die Informationen nicht als stichwortartige Aneinanderreihung wiedergegeben werden. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und ansprechend gehalten, stets sehr detailliert. Es hat mir sehr gefallen, dass der Autor hierbei kein Blatt vor den Mund nimmt: hervorragender Service oder eine abwechslungsreiche Speisekarte werden gebührend erwähnt, aber auch überteuerte Restaurants werden entsprechend ausgewiesen. Weitere allgemeine, für Touristen nützliche Hinweise sind inkludiert, wie z.B. der Tipp, dass es in gewissen Cafés „keine Toiletten“ gibt.

Bereits das Cover ist ein Eyecatcher: es besticht nicht nur durch seine auffällige pinke Farbe, sondern vor allem durch die moderne und witzige Bildwahl. - Im Gegensatz zu einer Vielzahl anderer Reiseführer wird hier nicht eine (weltweit) bekannte Sehenswürdigkeit Londons zum gefühlten 100. Mal in Szene gesetzt. Stattdessen steht die Abbildung eines Touristenpaares im Fokus. Das Pärchen ist unterwegs auf Entdeckungstour und studiert den öffentlichen Stadtplan. Das T-Shirt des Mannes wird vom Union Jack geziert, der Nationalflagge des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Was mir (als begeisterte Städtetouristin) besonders gefällt, ist das Gefühl, welches diese Abbildung erweckt: man träumt sofort davon, auch selbst London zu erforschen.

Der Anhang wartet u.A. neben einer herausnehmbaren Stadtkarte mit einem Speiselexikon sowie ausgewählten Literaturtipps auf - für alle, die sich auch mit ihrer (Reise-)Lektüre auf London einstimmen möchten. Da ich es liebe, zu lesen, kann ich letzteres Feature nicht genügend loben, einfach großartig!

Der perfekte Reiseführer!

Veröffentlicht am 30.11.2018

Ein Muss für Fans von historischen Romanen und Familiensagas à la Downton Abbey

Das Palais Reichenbach
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Berlin, 1926. In der ostdeutschen Metropole pulsiert das kulturelle Leben. Die Schrecken des Ersten Weltkrieges verblassen langsam, sind nicht mehr omnipräsent. Es ist eine neue Zeit angebrochen, in der ...

Berlin, 1926. In der ostdeutschen Metropole pulsiert das kulturelle Leben. Die Schrecken des Ersten Weltkrieges verblassen langsam, sind nicht mehr omnipräsent. Es ist eine neue Zeit angebrochen, in der es gilt, das Leben zu feiern und an erdrückenden Konventionen zu rütteln. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist tiefer denn je und das mittellose Volk begehrt auf: es verlangt die Enteignung des Adels.
Dramatische Zeiten liegen vor der vornehmen Familie Reichenbach und am Ende des Jahres 1926 wird nichts mehr so sein, wie es einmal war.

Autorin Josephine Winter hat ein mitreißendes historisches Werk erschaffen, das mich restlos begeistert hat! Bereits das wunderschöne, in warmen Goldtönen gehaltene Cover sprüht vor glamourösem Esprit und die Abbildung weckt die Neugier darauf zu erfahren, auf welche Weise das Schicksal der elegant gekleideten jungen Dame mit dem imposanten Stadtpalais zusammenhängen mag. Sowohl die exquisite Schriftart des Buchtitels als auch die dekorativen Ornamente am Rande des Covers erinnern an schillernde Filmplakate und erzeugen einen hochwertigen Eindruck. Vage tauchen Bilder der aus dem Jahre 2013 stammenden Verfilmung des großen F. Scott Fitzgerald Klassikers „The Great Gatsby“ vor dem inneren Auge auf.

Im Fokus des Romans steht das Klassensystem der Weimarer Republik, welches am Beispiel der hochverschuldeten Fürstenfamilie Reichenbach, die mit aller Macht an ihrem distinguierten Ruf festzuhaltenden versucht, eindrucksvoll beschrieben wird. Jedes Familienmitglied hat eine andere Vorstellung davon, wie das finanzielle Desaster am besten abzuwenden sei. Familienoberhaupt Fürst Paul, der an das Ehrgefühl der Bürger/innen appellieren möchte, sieht sich zudem mit einem aufbegehrenden Sohn konfrontiert: Prinz Fridolin befürwortet die Ansichten der (antisemitischen) Deutschnationale Volkspartei, erhofft sich durch deren Unterstützung eine Rückkehr zur Monarchie - unabhängig davon, was diese Entwicklung für seinen besten Freund, den Juden Levi, bedeuten mag. Fürstin Juliane hingegen setzt alles daran, ihre drei Kinder vorteilhaft zu verheiraten - wahre Liebe ist ein Luxus, den sich die Familie nicht leisten kann und es müssen Opfer gebracht werden. Dies gilt auch für die Angestellten des Hauses, deren Essensrationen rigoros gekürzt werden bei gleichzeitiger Erhöhung des Arbeitspensums eines jeden Individuums. Einzig Prinz Georg und Prinzessin Ina leben unbekümmert in den Tag - so scheint es. Allerdings verbirgt jeder von ihnen ein Geheimnis, das die ungeschriebenen Gesetze der damaligen Gesellschaft aus den Fugen heben und für einen Eklat sorgen könnte.

Die leider so oft mit historischen Romanen einhergehende Langatmigkeit eines Werkes bleibt hier gänzlich aus, stattdessen wird die Spannung gekonnt bis zum Schluss aufrechterhalten. Spielerisch lässt die Autorin mit detaillierten Beschreibungen und authentischen, zeitgerechten Dialogen die Goldenen Zwanziger Jahre in der Weltstadt Berlin auferstehen und verzaubert mit tiefgründigen, emotional ansprechenden Charakteren. Besonders den sanftmütigen Prinzen Georg sowie die frisch verliebte Prinzessin Ina habe ich aufgrund ihrer Liebenswürdigkeit und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuerungen sofort ins Herz geschlossen. Auch die elegante Dame des Hauses, Fürstin Juliane, ist mir nach und nach auf ganz eigensinnige Weise ans Herz gewachsen. Bemerkenswert hierbei ist nicht nur, dass die Leserschaft sich mühelos in die Gedankengänge der liebevoll gestalteten Protagonisten/innen hineinversetzen kann, sondern auch, dass J. Winter großen Wert darauf gelegt hat, neben dem Schicksal der privilegierten Familie ebenso das Lieben und Leiden des Hauspersonals mit gleicher Sorgfalt und emotionaler Intensität zu schildern. Witzige Nebencharaktere, die zum Teil in bester Berliner Mundart brillieren, tragen angenehm zum Gesamteindruck der Geschichte bei. Als ehemalige Einwohnerin Berlins hat es mich gefreut, über vertraute Straßenzüge und Plätze zu lesen. Einen bedeutenden Nebenspielplatz der Handlung nimmt das inzwischen leider zerstörte Künstlerlokal “Das Romanische Café“ ein, das einst als Anlaufstelle für Künstler/innen (und solche, die es werden wollten) galt.
Die Autorin scheut sich nicht, gewisse Fragen unbeantwortet zu lassen und die Phantasie der Leser/innen anzuregen. Die Sprache ist klar und die kunstvoll ineinander verflochtenen Handlungsstränge ergänzen sich zu einem wohlstrukturierten Gesamtwerk.

Den überaus flüssigen Schreibstil kann ich nicht genügend loben - selten habe ich einen historischen Roman gelesen, bei dem trotz erschütternder Schicksalsschläge und überraschender Wendungen ein Gefühl der Leichtigkeit überwiegt - das Leben geht weiter, weil es eben muss und weil es nicht anders kann; dies spiegelt sich auch in der bildreichen Wortwahl wider, die keine dauerhafte Tragik zulässt, sondern vielmehr das Leben und die Liebe zelebriert.

Fazit: Das Werk hat mich positiv beschwingt, ergriffen und faszinierter denn je mit dieser interessanten Epoche zurückgelassen. Ein Roman über Liebe, Loyalität, Familie und Freundschaft. Ganz großes Kino - besser geht es nicht! Zweifelsohne zählt „Das Palais Reichbach“ fortan zu meinen Lieblingswerken, daher gibt es eine uneingeschränkte und begeisterte Leseempfehlung von mir!

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