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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2019

Ein unerwarteter Feind

Das DC-Universum vs. Masters of the Universe
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Während Hordak Eternia überrennt werden He-Man und Teela von Eve-Lynn überraschend zur Erde gebracht. Dort verfolgt Skeletor einen üblen Plan, der nicht nur die Erde, sondern auch Eternia ins Verderben ...

Während Hordak Eternia überrennt werden He-Man und Teela von Eve-Lynn überraschend zur Erde gebracht. Dort verfolgt Skeletor einen üblen Plan, der nicht nur die Erde, sondern auch Eternia ins Verderben stürzen wird. He-Man will sich mit den DC-Helden verbünden, doch durch einen perfiden Plan werden die Guten gespalten. Nur Batman und John Constantine bezweifeln, was sie gesehen haben.

Ein interessantes Cross-Over, wenn ich auch die Positionierung des Sonderbandes in der He-Man-Reihe etwa fragwürdig finde. Sie wirkt etwas chaotisch, da auf den ersten Band eine unabhängige Kurzgeschichtensammlung folgt und zwischen dem dritten und vierten diese Sondergeschichte eingeschoben wurde. Trotzdem fesselt auch dieses Abenteuer.

Anfangs wirkt der Band für Neulinge in der DC-Welt etwas überfrachtet. Unzählige Charaktere, die sich kaum zu irgendeiner Gruppe zuordnen lassen, fluten die Panels. Als Einzelhelden sind Superman, Batman, Spiderman usw. natürlich bekannt, aber wer jetzt zur Justice League, Justice League Black oder zu jemand ganz anderem gehört, ist erstmal schwer zu durschauen. Obwohl diese Zuordnungen nicht einfach sind und die Zahl der Protagonisten erschlägt, liegt hier ein sehr interessantes und rundes Abenteuer vor mit einer sehr originellen und unerwarteten Grundidee. Bis zur letzten Seite wird der Leser in Atem gehalten.

Dass man sich in dieser neuen Comicreihe vom ursprünglichen He-Man-Universum weit entfernt, ist schon in den ersten Bänden deutlich geworden. Das bedeutet nicht nur, dass man vertraute Konzepte vermisst, sondern auch, dass man immer wieder neu überrascht und mitgerissen wird. Jetzt ist buchstäblich alles möglich und darauf basiert der Spannungsbogen.

Als besonderen Bonus wartet dieser Comicband mit dem neuübersetzten Wiederabdruck des ersten Comics von 1982, in dem sich He-Man und Superman zum ersten Mal begegnen. He-Man ist noch weit von seinem Charakter aus der Fernsehserie der 80er Jahre entfernt. Trotzdem erkennt man deutlich, dass er einige Züge der frühen Version übernommen hat.

Der Bonuscomic rundet den Sonderband perfekt ab und sorgt dafür, dass er von mir 4 ½ Sterne verdient. Für Fans der Masters of the Universe und Fans des DC-Universums beste Unterhaltung. Doch Vorsicht: Wer diesen Band durch hat will die fehlenden Reihen der anderen Helden unbedingt lesen!

Veröffentlicht am 14.02.2019

Eine spannende Sinclair-Folge zum mitfiebern und schmunzeln

John Sinclair - Brandmal
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Eine Reihe mysteriöser Selbstentzündungen führt John Sinclair von London über Deutschland nach Rumänien. Sein alter Freund Will Malmann weiß, dass der Verdacht, dass es sich bei den Opfern um Vampire handelt ...

Eine Reihe mysteriöser Selbstentzündungen führt John Sinclair von London über Deutschland nach Rumänien. Sein alter Freund Will Malmann weiß, dass der Verdacht, dass es sich bei den Opfern um Vampire handelt nicht von der Hand zu weisen ist. Auch der bekannte Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke wird hinzugezogen, der kurzentschlossen auf eigene Faust zu ermitteln beginnt. Alle Spurenführen nach Rumänien, tief in die düstere Vergangenheit der Blutgräfin.

Die siebte Folge der Sonderedition hat alles, was das Herz eines Sinclair-Fans begehrt: Spannung, Mystery und Witz. Mit Mark Benecke tritt ein Charakter auf, der John Sinclair noch einmal Originalität verleiht. Gewohnt verlustreich verläuft die Geschichte, sodass man sich mit Sympathien an die wenigen Charaktere halten muss, deren Überleben gesichert ist. Besonders witzig ist der Schluss gestaltet, der zwischen zwei Schauplätzen hin- und herspringt. Bevor man davon richtig genervt ist, löst sich die Geschichte zum Glück auf.

Leider diesmal ohne Outtakes oder sonstige Extras liegt hier auf 3 CDs ein umfangreiches John Sinclair-Abenteuer vor, mit allen Stärken und Schwächen der Serie. Eine tolle Soundkulisse mit schönen Schockeffekten verleiht der Geschichte den letzten Schliff.

Veröffentlicht am 27.01.2019

24 Weihnachtlich-winterliche Geschichten

Weihnachten! 24 Geschichten mit Tilda Apfelkern, Snöfrid und vielen anderen
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Das Warten auf Weihnachten wird mit diesem Buch wunderbar versüßt. Mit Schmachtls bekannten Charakteren von Tilda Apfelkern über Snöfrid bis zu Juli Löwenzahn erlebt man schöne winterlich-weihnachtliche ...

Das Warten auf Weihnachten wird mit diesem Buch wunderbar versüßt. Mit Schmachtls bekannten Charakteren von Tilda Apfelkern über Snöfrid bis zu Juli Löwenzahn erlebt man schöne winterlich-weihnachtliche Abenteuer – mal im Hasenbau und mal bei den Wichteln. Doch auch andere hübsche Märchen und Gedichte zur Weihnachtszeit kann man hier entdecken, alle von Schmachtl eigenhändig illustriert.

Das Buch lässt sich nicht aus der Hand legen. Es ist schwer sich an die Regel nur ein Kapitel pro Tag zu lesen zu halten. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu schmökern. Ich liebe die Geschichten von Andreas Schmachtl! Sie sind niedlich, witzig und gemütlich. Die zauberhaften durchgehend farbigen Illustrationen sind nur das Tüpfelchen auf dem I. Einem Weihnachts-Sonderband kann ich sowieso nicht widerstehen und dieser hier ist wieder äußerst gelungen. Die Weihnachtszeit wird mit diesem Buch besonders schön!

Eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 09.12.2018

Werwölfe in den Minen

Point Whitmark - CD / Tief in den nördlichen Minen
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Ein friedlicher Schulausflug nach Madison Falls wird zu einer schauerlichen Flucht vor Werwölfen mit rotglühenden Augen. Doch handelt es sich wirklich um mythische Kreaturen? Zumindest verhält sich der ...

Ein friedlicher Schulausflug nach Madison Falls wird zu einer schauerlichen Flucht vor Werwölfen mit rotglühenden Augen. Doch handelt es sich wirklich um mythische Kreaturen? Zumindest verhält sich der Ranger Clark sehr verdächtig und als die drei Freunde Jay, Tom und Derek von einem merkwürdig gekleideten Mann angegriffen werden, sind sie nicht mehr zu halten.

Schauerliche Ereignisse und erstaunliche Wendungen machen dieses Hörspiel zu einem tollen Hörerlebnis. Der Mystery-Faktor wird diesmal gut ausgebaut bevor er sich wie üblich „realistisch“ auflöst. In dieser Folge ist das Ende allerdings etwas unglaubwürdig. Der Spannungsbogen wird aber perfekt aufgebaut und gehalten.

Auch diese Point Whitmark-Folge erzählt eine spannende, geheimnisvolle Geschichte. Man folgt den drei Detektiven nur zu gerne in die düsteren Minen. Auch akustisch sind die Gruseleffekte perfekt inszeniert. Das Spiel mit dem Werwolf-Motiv lockt den Hörer immer wieder in den Fantasy-Modus, aber man kann sich darauf verlassen, dass sich alles als viel zu realistisch entpuppt. Diese Gewissheit nimmt der Geschichte weder die Spannung noch den Spaß.

Veröffentlicht am 09.12.2018

Mord in einem verschlossenen Zimmer

Hercule Poirots Weihnachten
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Auf ein fröhliches Familienleben hat Simeon Lee noch nie wert gelegt. Umso überraschter sind seine Kinder über die Einladung zu einem großen Familienweihnachten. Simeon macht sich einen Spaß daraus, sofort ...

Auf ein fröhliches Familienleben hat Simeon Lee noch nie wert gelegt. Umso überraschter sind seine Kinder über die Einladung zu einem großen Familienweihnachten. Simeon macht sich einen Spaß daraus, sofort wieder mit Beleidigungen und Provokationen Unruhe in das angespannte Familientreffen zu bringen. Als er am Weihnachtstag ermordet wird, hat Hercule Poirot ein ganzes Haus voller Verdächtiger.

Der zugeknöpfte, belgische Detektiv mit Stil ermittelt auch an Weihnachten, obwohl mir die weihnachtliche oder auch nur winterliche Atmosphäre hier viel zu kurz kam. Die Geschichte hätte auch zu jeder anderen Jahreszeit spielen können. Der Aufbau des Kriminalromans hat mir allerdings gefallen. Die Charaktere waren jeder auf seine Art suspekt und vielschichtig. Besonders mochte ich, dass der Leser tatsächlich mit raten konnte. Alle notwendigen Hinweise sind im Text versteckt – auch wenn Agatha Christie es wie üblich meisterhaft schafft den Leser in die Irre zu führen. Am Ende waren mir die Enthüllungen aber etwas zu viel. Eine Verschwörung in der Verschwörung in der Verschwörung und im Grunde irrelevant – selbst für den Spannungsaufbau. Das kostet das Buch den fünften Stern zusammen mit der fehlenden Weihnachtsatmosphäre.

Agatha Christie-Krimis bieten immer wieder tolle Unterhaltung. Man kann es sich mit ihnen richtig gemütlich machen, mit raten und mit Hercule Poirot amüsiere ich mich immer.