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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2018

Langatmig ...

Walkaway
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Der Klappentext dieses Buches klingt sehr spannend: Eine Welt im Überfluss und Menschen, die ihrem Gefängnis entkommen wollen. Klasse. Doch leider entspricht das Buch überhaupt nicht meinen Erwartungen. ...

Der Klappentext dieses Buches klingt sehr spannend: Eine Welt im Überfluss und Menschen, die ihrem Gefängnis entkommen wollen. Klasse. Doch leider entspricht das Buch überhaupt nicht meinen Erwartungen. Das Gefängnis, also die Städte, entsprechen einer nicht allzu fernen Zukunft unserer realen Städte. Vieles ist hoch technologisiert und einfache Arbeiten werden von Maschinen oder künstlichen Intelligenzen/ Robotern übernommen. Die Arbeitslosenzahl ist hoch und das Geld gering. So ist es nicht verwunderlich, dass für viele der Walkaway attraktiv ist. So auch für die Helden.
Der Walkaway ist aber ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt habe. Natürlich liegt es nahe aus verlassenen Gebäuden und Fabriken die Materialien für neue Gebäude zu nutzen. Aber die Art und Weise, wie aus diesen Dingen Kleidung und insbesondere Nahrungsmittel hergestellt werden, entzieht sich völlig meiner Vorstellungskraft.
Interessant finde ich allerdings die Mentalität der Walkaways. Ihre Grundgedanken sind sehr gemeinschaftlich: jeder gibt sein bestes und erwartet nichts. Natürlich gibt es auch immer Menschen, die ein Belohnungssystem einführen wollen, die Vergleiche anstellen oder sich an die Spitze anderer stellen wollen, doch der Konsens der Gruppe ist in den meisten Fällen überzeugend und harmonisch. Beeindruckend.

Jedes Kapitel ist in Unterkapitel unterteilt, sodass es eine Aneinanderreihung von verschiedenen Geschichten ist, die alle zusammen gehören und zeitlich in einer Reihenfolge stattfinden, aber immer einen anderen Fokus haben. So lernt man im ersten Kapitel die Helden kennen, im zweiten etwas über den Walkaway und im Dritten ist die Unsterblichkeit das erste mal Thema, wozu ich nichts weiter sagen möchte, und so weiter.
Alles in allem ist dieses Buch recht langatmig und doch fesselnd, weil man wissen möchte, wie es im Walkaway weiter geht. Es ist ein umfangreiches Buch, und damit meine ich nicht die Seitenanzahl. Doch der Überfluss, in dem die Walkaways Leben, macht für mich einfach keinen Sinn und daher gefällt mir das Buch nicht.

Veröffentlicht am 10.12.2018

Ich habe das Buch abgebrochen, weil ...

From Ashes - Herzleuchten
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„[…] und ich war wieder einmal so dankbar, dass ich ihn hatte. Meinen Felsen. Er linderte all meine Schmerzen, wenn er mich nur festhielt, auch die in meinem Herzen.“ (S.80)

Achtung, Spoiler! Ich meine ...

„[…] und ich war wieder einmal so dankbar, dass ich ihn hatte. Meinen Felsen. Er linderte all meine Schmerzen, wenn er mich nur festhielt, auch die in meinem Herzen.“ (S.80)

Achtung, Spoiler! Ich meine es ernst, diese Rezension ist nicht spoilerfrei!

Ich habe dieses Buch angefragt, weil ich den Schreibstil der Autorin mag und ich bisher einige Bücher dieser Reihe gelesen habe. Es ist nicht wirklich eine Reihe, die die Geschichte weiter führt, sondern eher eine Reihe, in der Charaktere aus den anderen Büchern immer mal wieder drin vor kommen, und wenn nur so am Rande. Jedenfalls deswegen habe ich dieses Buch bekommen und angefangen zu lesen.
Cassidy ist junge Frau, die ihr Päckchen im Leben zu tragen hat. Aber ihr bester Freund Tyler kümmert sich rührend um sie und rettet sie aus ihrer Misere. Und dann trifft sie auf Gage, Tylers Cousin. Soweit die Dreiecksbeziehung. Und jetzt komme ich zu dem spoilernden Teil und dem Grund, warum ich das Buch nicht weiter gelesen habe.

Wenn ich jemanden mag, dann sage ich dieser Person das. Und wenn ich mich doch erst jemand anderem anvertraue und diese Person mir irgendwelche Sachen erzählt, die widersprüchlich zu meinen Gefühlen oder Wahrnehmungen sind, frage ich nach oder rede mit meinem Loveinterest. Gage, Cassidy und Tyler nicht. Alle Gefühlsdinge gehen über Tyler, weil er die Verbindung zwischen Cassidy und Gage ist. Und dass Tyler seine eigenen Interessen verfolgt, ist schnell klar. Das ist also mein Kritikpunkt Nummer Eins, der mich an den meisten Liebesromanen stört: Die Charaktere reden nicht miteinander.
Aber es geht noch weiter, und das ist der Punkt, an dem es mir gereicht hat. Cassidy und Gage haben einen romantischen Abend verbracht, und schon mischt Tyler sich wieder ein und macht alles kaputt. Beide hören nur halbe Sätze und denken sich, dank Tyler, den Rest und reden wieder Monatelang nicht mehr miteinander. Alles spitzt sich im Auszug von Gage zu, und endlich sieht Ty seine Chance bei Cassidy. Er erpresst sie. Emotional. Entweder wir werden ein Paar oder sind nicht mehr beste Freunde. Nach allem, was sie durchgemacht hat. Nach allem, was er für sie getan hat. Nach allem, wie er sich um sie gekümmert hat, seit ihrem sechsten Lebensjahr und und und. Ich war fassungslos. Was das Fass so richtig zum Überlaufen gebracht hat, war ihre Reaktion, denn sie ist darauf eingegangen. Zum Haareraufen.
Es kommt wie es kommen muss, es eskaliert. Und die Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

Versteht mich nicht falsch, das Buch ist sicherlich romantisch und schön, aber ich kann mich mit den Charakteren nicht anfreunden. Und deswegen habe ich das Buch abgebrochen. Es ist einfach immer wieder das Gleiche und mir fehlt der Nervenkitzel.

Veröffentlicht am 06.03.2026

Hat mich nicht abgeholt

Verrat der Schwäne
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Ich habe bereits ein anderes Buch von dieser Autorin aus dem Arctis-Verlag gelesen und habe es geliebt. Deswegen habe ich bei diesem Buch wohl nicht so genau den Klappentext gelesen. Doch das ist gar nicht ...

Ich habe bereits ein anderes Buch von dieser Autorin aus dem Arctis-Verlag gelesen und habe es geliebt. Deswegen habe ich bei diesem Buch wohl nicht so genau den Klappentext gelesen. Doch das ist gar nicht der Grund, warum ich bei 112 Seiten abgebrochen habe.

Odile tritt im Theater auf, doch so richtig Kontakt zu den anderen Darstellern hat sie nicht. Sie hat sowieso eine andere, größere Aufgabe. Ihr Vater, der Zauberer Regnault, möchte die Magie retten, dazu soll Odile in die Rolle der Kronprinzessin Marie schlüpfen und die verzauberte Krone stehlen. Doch bei ihrer Mission geht etwas schief, der amtierende König wird ermordet, und Odiles Bruder wird als Schuldiger eingesperrt.

Ich bin mit Odile kein Stück warm gewonnen, weder als sie selbst, noch in ihrer Rolle als Marie. Sogar ihr Bruder, der sie fünf Jahre nicht mehr gesehen hat, hat sie sofort durchschaut. Wie er das geschafft hat, wird allerdings nicht erklärt.
Odile gibt sich keine große Mühe, Marie zu verkörpern. Obwohl sie Schauspielerin ist und Marie von früher kennt, vergisst sie, dass mehr dazu gehört, als nur wie Marie auszusehen. Ihre Intrigen am Hofe wirken aufgesetzt, künstlich, und ihre Versuche, an den Prinzen heranzukommen, ebenso. Dieser Prinz ist eine Katastrophe, der Weltenbau kaum vorhanden und der Schreibstil ermüdend. So habe ich nach 26% abgebrochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2025

viel zu chaotisch

Daughter of Chaos - Die Lüge der Götter
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Ich habe das Buch nach 199 Seiten abgebrochen.

Danae ist ein wildes Mädchen, das nicht nur Kämpfen bei ihrem Vater gelernt hat, sondern auch lieber wild durch die Wellen schwimmt. Doch das ist nicht das, ...

Ich habe das Buch nach 199 Seiten abgebrochen.

Danae ist ein wildes Mädchen, das nicht nur Kämpfen bei ihrem Vater gelernt hat, sondern auch lieber wild durch die Wellen schwimmt. Doch das ist nicht das, was von einer Frau auf ihrer Insel erwartet wird. Ihre Schwester ist dagegen die perfekte Frau, und sie wird bald einen wohlhabenden Händerlssohn heiraten, obwohl sie nur eine arme Fischerstochter ist.
Doch bei dem Fest zu Ehren der Demeter geht alles schief und Danaes Schwester verschwindet. Als sie Tage später zu Füßen der Demter-Statue wieder auftaucht, glauben alle zunächst an ein göttliches Zeichen. Nur Danae erinnert sich an den Schatten mit den roten Augen.

Dieses Buch ist anstrengend. Zunächst gibt es eine sehr lange Vorlaufzeit, bis überhaupt irgendwas aus dem Klappentext geschieht. Nicht mal die Prophezeiung wurde bis Seite 199 erwähnt, geschweige denn, dass sich irgendwelche mysteriösen Kräfte zeigen. Nachdem es also dann zur Flucht von der Insel kommt, stolpert Danae von einer Katastrophe zur nächsten und entkommt immer nur ganz knapp und durch Zufall. Als dann die ersten neo-Pronomen aufgetaucht sind, habe ich das Buch beiseite gelegt.

Daughter of Chaos habe ich in einer Leserunde gelesen und ich war die erste, die aufgegeben hat, aber nicht die letzte. Die Meinungen meiner Mitleser decken sich in etwa mit meinem ersten Eindruck. Anscheinend dauert es noch eine ganze Weile länger, bis Herakles überhaupt auftaucht und die permanente Flucht findet kein Ende.
Dabei war der Prolog interessant und ich wollte direkt weiterlesen. Es sollte eben nicht sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

ich weiß nicht, warum ich das Buch bekommen habe

Air
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„Das Leben war voller Sorgen, aber auch nicht wirklich.“ (Erster Satz)

Ich habe dieses Buch ohne Absender, Notiz oder Widmung zugeschickt bekommen und weiß nicht warum. Nichts an diesem Buch spricht mich ...

„Das Leben war voller Sorgen, aber auch nicht wirklich.“ (Erster Satz)

Ich habe dieses Buch ohne Absender, Notiz oder Widmung zugeschickt bekommen und weiß nicht warum. Nichts an diesem Buch spricht mich an: dem Cover hätte ich in freier Wildbahn nicht mal einen Blick gegönnt, dementsprechend hätte ich es nicht in die Hand genommen, um den Klappentext zu lesen. Der ist im übrigen ziemlich nichts sagend und ebenso wenig ansprechend.

Anhand meines Blogs sollte leicht ersichtlich sein, welche Literatur ich bevorzuge. Dennoch hat mir irgendjemand dieses Buch geschickt. Also habe ich begonnen Air zu lesen, um den Grund dafür herauszufinden.

Der erste Satz hat die Stimmung für das Buch schon gesetzt, und so ging es fleißig weiter. Der Autor verliert sich in Details und Beschreibungen, die keinen wirklichen Sinn ergeben. Vielleicht wurde er ja nach Wörtern bezahlt.
Es gibt zwei Protagonisten: Paul, ein Inneneinrichter, der zurückgezogen auf den Orkney-Inseln lebt; Ildr, eine alte weise Frau im Körper eines neunjähriges Mädchen mit Muskeln aus Stahl.
Paul lebt anscheinend in der modernen Welt, denn er kommuniziert via Mail und genießt den Luxus von Arbeitsorten auf der ganzen Welt.
Ildr dagegen ist ein neunjähriges Mädchen, deren Mutter vor einem Jahr am Gelben Fieber gestorben ist, und die im Wald mit Pfeil und Bogen Wild jagen geht. Sie „spannte die Sehne zwischen Zeige- und Mittelfinger, hob die rechte Hand zum Auge und wartete.
Stundenlang konnte sie so ausharren, […]“ (S. 22) Niemand kann eine Sehne stundenlang gespannt halten, am allerwenigsten ein kleines Mädchen. Aber vielleicht nehme ich das auch zu genau.
Während Paul also Brot kauft und sich auf den Weg nach Norwegen zu einem lukrativen Job macht, trifft Ildr einen Mann, mit ihrem Pfeil, und anstatt in Panik zu verfallen, baut sie eine Trage und zieht ihn durch den Wald in ihr Haus. Dort versorgt sie ihn, wie eine weise Heilerin, und trägt ihn mehr, als das er selber läuft, wie ein starker Mann. Was ist das für ein Mädchen?

Nach 70 Seiten habe ich aufgegeben. Immerhin 30%! Der Schreibstil ist sehr bildhaft, fast schon ausufernd in den Beschreibungen, und so nichts sagend. Die Gespräche zwischen Ildr und dem Mann erfolgen in Stichpunkten, statt in wörtlicher Rede. Es gibt Gedankensprünge und Themenwechsel, die so abrupt sind, daß ich zwei mal nachlesen mußte, ob ich einen Satz übersprungen habe. Der Grund, mir dieses Buch zu schicken, erschließt sich mir nicht. Ich bin irritiert. Vom Inhalt des Buches und den Umständen, wie es mich erreicht hat. Danke für nichts!