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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2018

Kreisler und Roosevelt decken auf

Die Einkreisung
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Meine Meinung:
Nachdem ich auf NETFLIX entdeckt hatte, dass zu dem Buch die gleichnamige Serie erschienen ist, stand für mich fest, dass ich erst das Buch lesen wollte.

Der Wälzer spielt in New York ...

Meine Meinung:
Nachdem ich auf NETFLIX entdeckt hatte, dass zu dem Buch die gleichnamige Serie erschienen ist, stand für mich fest, dass ich erst das Buch lesen wollte.

Der Wälzer spielt in New York im Jahre 1896. Dort ist der spätere Präsident der USA, Theodore Rososevelt neuer Polizeichef.
Er kämpft gegen Spionage und Korruption. Da erschüttert ein grausamer Serienmörder die Stadt.
Es wird die grausam zugerichtete Leiche eines Strichjungen entdeckt. Roosevelt kontaktiert seinen Freund, den Psychologen Dr. Kreisler, der bereits zu dieser Zeit die Theorien von Freud vorwegnimmt.

Wichtige Helfer sind der Polizeireporter John Moore, aus dessen Sicht in Ich-Form der spannende Krimi erzählt wird und Roosevelts erste Sekretärin Sara Howard, die erste Kriminalpolizistin der Vereinigten Staaten werden möchte.
Es stellt sich heraus, dass der Mord an dem Jungen Teil einer ganzen Serie grausamer Verbrechen ist. Anhand der Hinweise und der an den Tatorten gefundenen Indizien stellen Kreisler und sein Team ein Profil des Täters zusammen. Die Daten der Morde stehen immer im Zusammenhang mit kirchlichen Feiertagen.
Schließlich kommt es zu einem dramatischen Finale. Das Buch ist hervorragend geschrieben und ein spannender historischer Thriller.

Die Protagonisten sind anschaulich und authentisch dargestellt.

Das Cover ist sehr passend und zeigt die Hauptdarsteller der Netflix Serie.

Absolut lesenswert.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Unsterblichkeit

Walkaway
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Inhalt:
Die nahe Zukunft: Der Planet ist vom Klimawandel gezeichnet, die moderne Gesellschaft wird von den Ultra-Reichen regiert und die Städte haben sich in Gefängnisse für den normalen Bürger verwandelt. ...

Inhalt:
Die nahe Zukunft: Der Planet ist vom Klimawandel gezeichnet, die moderne Gesellschaft wird von den Ultra-Reichen regiert und die Städte haben sich in Gefängnisse für den normalen Bürger verwandelt. Doch es ist auch eine Welt, in der sich Lebensmittel, Kleidung und Obdach per Knopfdruck produzieren lassen. Warum also in einem System ausharren, das die Freiheit des Menschen beschränkt? Vier ungleiche Helden machen sich auf den Weg in die Wildnis. Dort suchen sie Unabhängigkeit, Glück und Selbstbestimmung. Was sie aber stattdessen dort finden, stellt ihre ganze Welt auf den Kopf: den Weg zur Unsterblichkeit ...

Meine Meinung:
Das Buch ist mir bereits im Englischen bereits aufgefallen und umso mehr habe ich mich auf die Übersetzung gefreut.

Cory Doctorows Utopie “Walkaway” ist ein spannender Science-Fiction-Roman. Er erzählt von einer nicht mehr allzu fernen Zukunft und bietet uns jede Menge skurrile Einfälle vor einer fantasievoll erdachten Kulisse, in der düstere Visionen und handfeste Konflikte, aber auch viel Romantik, spannende gesellschaftliche Debatten und charmante technische Lösungen vorkommen.

Hubert Vernon Rudolph Clayton Irving Wilson Alva Anton Jeff Harley Timothy Curtis Cleveland Cecil Ollie Edmund Eli Wiley Marvin Ellis Espinoza oder kurz Hubert Etcetera Espinoza war mir als Protagonist sehr sympathisch, ebenso sein Freund Seth. Der Einstieg in die Geschichte hat mir sofort gut gefallen.

Bei so einem "dicken Wälzer" kommt es leider wie oftmals zu einer kleinen "Durststrecke", in welcher sich die Handlung leider etwas zieht, man den Bezug zu den Protagonisten verliert und auch die Motivation zum Lesen.

Der Schluss war allerdings wieder voller interessanter Ideen und ergab eine tolle Abrundung. Das Glossar am Ende fand ich sehr hilfreich und übersichtlich - es lohnt sich also durchaus gelegentich einen Blick darauf zu werfen.

Das Cover, des über 736 Seiten dicken Buches ist im auffälligen Orange gehalten und sticht einem sofort ins Auge.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Zelluläres Gedächtnis

Die Saat des Killers
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nhalt:
Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als sein Vater Mitchell bei einem Einsatz getötet wird. Doch der Polizist hinterlässt seinem Sohn etwas, das dessen Leben für immer verändern wird: seine Augen. ...

nhalt:
Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als sein Vater Mitchell bei einem Einsatz getötet wird. Doch der Polizist hinterlässt seinem Sohn etwas, das dessen Leben für immer verändern wird: seine Augen. Die Transplantation gelingt, und Joshua kann wieder sehen. Aber seitdem träumt er von einer einsamen Hütte, von Frauen in Todesangst, von entstellten Leichen. Joshua wird klar, dass bei dem Eingriff ein verheerender Fehler passiert ist. Eines der transplantierten Augen stammt von dem Serienmörder, der seinen Vater ermordet hat. Ohne es zu wollen, ist Joshua dem Erbe des unheimlichen Killers auf der Spur … und gleichzeitig mit ihm verbunden …

Meine Meinung:
Nach "Der Fünf-Minuten-Killer", "Der siebte Tod" und "Das Haus des Todes" war ich vom inhaltlichen und sprachlichen Können des Autors schlichtweg überzeugt.

Dies ist Paul Cleave nun auch mit seinem neusten Werk "Die Saat des Killers" gelungen.

In dem Buch geht es um eine Verbindung, die so nie hergestellt werden wollte und sich leider auch nicht so schnell wieder rückgängig machen lässt.

Hauptsächich begleiten wir in dem Buch Joshua. Joshuas Vater kommt bei einem Polizeieinsatz ums Leben und sein Wunsch war es, dass im Todesfall sein blinder Sohn Joshua seine Augen transplantiert bekommt.

"Als er auf den Boden aufschlägt, hört er nicht mehr, wie ihm sämtliche Knochen zersplittern. Fühlt nicht mehr, wie ihm die Wirbelsäule oder das Genick bricht. Er fühlt gar nichts mehr." (ZITAT)

Als Joshua mit den neuen Augen aufwacht ist er zunächst vollkommen fasziniert von der Welt, die er nun sehen kann.

Eine gute Tat, die ins Negative umschlägt. Träume, die alles verändern. Erinnerungen, die nicht die eigenen sind.

Der Nervenkitzel kommt nicht zu kurz.
Absolute Leseempfehlung meinerseits!

Veröffentlicht am 19.12.2018

Nervenkitzel

Ins Dunkel
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nhalt:
Fünf Frauen unternehmen eine Wanderung durch den australischen Busch, organisiert von ihrer Firma, ausgerüstet nur mit Kompass und Landkarte.
Tage später kommen nur vier von ihnen zurück.
Aaron ...

nhalt:
Fünf Frauen unternehmen eine Wanderung durch den australischen Busch, organisiert von ihrer Firma, ausgerüstet nur mit Kompass und Landkarte.
Tage später kommen nur vier von ihnen zurück.
Aaron Falk, Ermittler der australischen Polizei, muss die vermisste Alice Russell unbedingt finden. Sie ist seine Informantin bei einem Unternehmen, das unter dem Verdacht der Geldwäsche steht. Alice kennt nicht nur die Machenschaften der Firma, sondern auch die dunklen Geheimnisse ihrer Kolleginnen, mit denen sie unterwegs war. Die Wildnis ist unerbittlich, lange wird Alice hier nicht überleben. Doch die wahre Gefahr droht von ganz anderer Seite ...

Meine Meinung:
Dies ist nun mein zweites Buch von Jane Harper und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht.
Bereits ihr Buch "Hitze" (Aaron Falk ermittelt, Band 1) hat mich von ihrem tollen fesselnden Schreibstil faszinieren können.

Das Cover ist mit der auffallenden Glanzoptik wunderschön und sticht sofort ins Auge.
Die Kapitelaufteilung ist übersichtlich und die Kapitel haben eine tolle Länge.

Die Gefahr des australischen Busch ist allgegenwärtig. Die Spannung kommt in diesem Buch nicht zu kurz.

"Später waren sich die vier Frauen nur in zwei Dingen einig. Erstens: Niemand hatte gesehen, wie die Wildnis Alice Russell verschluckte. Und zweitens: Alice hatte eine so scharfe Zunge, dass man sich daran schneiden konnte." (ZITAT)

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Zum einen wird aus der Sicht des Ermittlers Aaron Falk erzählt und zum anderen aus der Sicht der fünf Frauen, wobei auch bei den fünf Frauen immer wieder der Blickwinkel wechselt.
Durch diesen Wechsel des Blickwinkels war es für mich als Leserin mehr als leicht, mich in die verschiedenen Charaktere hineinzuversetzen und sie besser kennenzulernen. Darüber hinaus erfährt der Leser so Stück für Stück, was sich bei den fünf Frauen wirklich abgespielt hat.

"Ins Dunkel" von Jane Harper ist ein spannender Thriller, der mich bis zum Schluss gefesselt hat. Er ist voller interessanter Charaktere und Geheimnisse, die der Leser nach und nach ergründen darf.

Veröffentlicht am 19.12.2018

100 Wörter

Vox
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nhalt:
In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!

Als die neue Regierung ...

nhalt:
In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.

Das ist der Anfang.

Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.

Aber das ist nicht das Ende.

Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.

Meine Meinung:
Das Cover:
Es gefällt mir ausgesprochen gut, da es super mit der Handlung harmoniert.

Die Protagonisten:
...sind sehr authentisch geschildert. Jean ist mir absolut sympathisch und wird als Kämpferin in dem Buch dargestellt. Sie will nicht still sein und sich den neuen Gesetzen fügen - will für ihre Familie das alte Leben und Weltbild zurück.
Die Autorin hat bei manchen Protagonisten offen gelassen, auf welcher Seite diese stehen, was ich sehr gelungen fand und zu einer packenden Handlung geführt hat.

Der Schreibstil:
...der Autorin ist flüssig und man kommt sofort in die Handlung rein und fliegt nur so über die Seiten hinweg.

Die Handlung:
...ist absolut spannend und neuartig.
Ich konnte mich gut hineinversetzen und mitfiebern.

Die Reaktion und Handlungen ihrerer Kinder fand ich stellenweise erschreckend. Zum einen, wie schnell diese sich angepasst haben und zum anderen wie weit eine Gesellschaft / Regierung Menschen in eine falsche Richtung treiben kann.

"Vielleicht ist es bei den Nazis in Deutschland genau so gelaufen, bei den Serben in Bosnien, den Hutus in Ruanda. Ich habe mir oft überlegt, wie sich Kinder in Monster vewandeln, wie sie lernen können, dass Töten richtig ist und Unterdrückung gerecht, wie sich in einer einzigen Generation die Welt auf ihre Achse drehen und in einen Ort verwandeln kann, der nicht wiederzuerkennen ist."( ZITAT)

Das Ende fand ich überaus gelungen und war teilweise unerwartet für mich.

Fazit:
Das Buch war interessant und erschreckend zu gleich. Es hat mich außerdem nachdenklich gemacht. Wie würde man selbst handeln. Wie würde ich mich fühlen, in einem Leben mit nur 100 Wörtern pro Tag.
Es zeigt die Dringlichkeit der Sprache und was wir ohne sie wären.

Ein gelungener Debütroman von Frau Dalcher.