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Veröffentlicht am 19.12.2018

Aufmerksamkeit trifft auf Rache

Geständnisse
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Inhalt:
Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, ...

Inhalt:
Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner - weder Kind noch Erwachsener - ungeschoren davonkommt.

Meine Meinung:
Aufgeteilt ist dieses tolle Buch in die Kapitel "Der Heilige", "Der Märtyrer", "Die Wohlmeinende", "Der Suchende", "Der Gläubige" und "Der Evangelist". Jedes dieser Kapitel ist von einem ganz hervorrangenden flüssigen Schreibstil gesprägt.
Mit den asiatischen Namen hatte ich anfänglich allerdings ein paar Probleme hinsichtlich der Geschlechterzuordnung und ich konnte diese mir auch nur schlecht einprägen.

Die Story beginnt ungewöhnlich anders und wirkt dadurch sehr verlockend. Die Lehrerin Moriguchi beginnt mit einem Monolog aus mehreren Geständnissen, z.B. Warum ihre Klasse über einen längeren Zeitraum täglich Milch bekommen hat, Warum sie als Lehrerin aufhört und dass der Vater ihrer Tochter AIDS hat.
Es wirkt wie eine Standpauke der anderen Art.

In ihrer Aufzählung von Geständnissen schockt sie auch mit der Anschuldigung, dass ihre Tochter nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, sondern ermordet wurde.

"Und es stimmt, dass mein Ausscheiden aus dem Lehrberuf mit Manamis Tod zu tun hat. Aber es stimmt auch, dass ich unter anderen Umständen wahrscheinlich weiter unterrichtet hätte, um meine Schuld abzubüßen und mich von meiner Trauer abzulenken. Warum also habe ich beschlossen zu kündigen? Weil Manamis Tod kein Unfall war. Sie wurde ermordet, und zwar von Schülern aus dieser Klasse." (ZITAT)


Bereits nach diesem Kapitel war ich wirklich gefesselt. Diese Spannung hat sich durch das weitere Aufdecken von Wahrheiten aus verschiedenen Blickwinkeln verstärkt.

Es geht in "Geständnisse" um Taten, welche durch die Suche nach Aufmerkamkeit und Beachtung getätigt wurden und um Rache. Es geht um Schwache, die von Schwächeren manipuliert werden.


"Schwache Menschen suchen sich noch schwächere Menschen als ihre Opfer. Und denen, die zum Opfer geworden sind, bleibt oft nichts anderes übrig, als die Qual zu ertragen oder sie durch den Tod zu beenden." (ZITAT)

Das Ende bildet einen großartigen Abschluss und eine tolle Abrundung durch ein unerwartetes Ende.


Das Cover, welches mit dem blutenden Apfel schlicht gehalten wurde, gefällt mir ausgesprochen gut.

Dieses Buch hat mich absolut überraschen und begeistern können - deshalb auch eine große Leseempfehlung meinerseits!

Veröffentlicht am 19.12.2018

Four-Monkey-Killer-Taskforce

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten
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Inhalt:
5 Jahre, unzählige Opfer und ein Serienkiller, der auch nach seinem Tod nicht ruht...
Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann ...

Inhalt:
5 Jahre, unzählige Opfer und ein Serienkiller, der auch nach seinem Tod nicht ruht...
Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann wird er dir ein Ohr des Opfers in einem weißen Geschenkkarton schicken. Daraufhin ein Auge, dann die Zunge. Du kannst versuchen, ihn zu stoppen, aber du wirst es nicht schaffen. Denn er ist der Four Monkey Killer, und er kennt kein Erbarmen. Du kannst nur hoffen, dass er nicht weiß, wer du bist, und dass er es nie erfährt …

Meine Meinung:
Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn. Spannung pur! Absolute Leseempfehlung meinerseits. Ihr werdet dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können.

Cover:
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Es wirkt geheimnisvoll und düster und ohne die Story dahinter weiß man nicht recht, was es mit dem Monkey/Affen auf sich hat.

Kapitel:
Die Aufteilung ist hervorragend und sehr übersichtlich. Der Sprung zwischen Gegenwart und Vergangenheit (Tagebuch des Killers) ist absolut gelungen und fesselnd.

Protagonisten:
Diese sind absolut hervorragend beschrieben und authentisch dargestellt worden.
Die Gespräche zwischen Nash und Porter haben mich des öfteren zum Schmunzeln gebracht. Einfach top!

»Ich hab gesagt, du fährst, und nicht, du spielst mit meinen Reifen Grand Theft Auto.« Porter sah ihn finster an.
»Ich hab ’nen 88er Ford Fiesta. Hast du eine Ahnung, wie sich das anfühlt? Die Demütigung jedes Mal, wenn ich einsteigen und die quietschende Tür zuziehen und dieses Unding von einem Vierzylindermotor anwerfen muss? Der klingt wie ein elektrischer Bleistiftanspitzer. Ich bin ein Mann, ich brauch so was von Zeit zu Zeit. Lass mir doch den Spaß.« (ZITAT)
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»Du musst die Karte durch das Dingsda ziehen«, wies Nash ihn an.
»Das Dingsda? Wie zum Teufel bist du Polizist geworden?«
»Entschuldigung, dass ich heute nicht meinen Wir-lernen-jeden-Tag-ein-neues-Wort-Kalender konsultiert habe«, entgegnete er. »Das Kartenlesegerät. Das aussieht wie ein Kreditkartenlesegerät.«
»Schon verstanden, Einstein.« (ZITAT)

Porter ist mit bis zum Ende sehr ans Herz gewachsen. Sein Kampfgeist war spürbar und echt.

Inhalt:
Ich bin super in die Geschichte gekommen und aufgrund des flüssigen hervorrangenen Schreibstils bin ich nur so über die Kapitel geflogen.
Es beginnt aktionreich und mir gefällt die Vorgehensweise der Ermittlungen sehr gut. Ebenso geht es auch emotional in der Geschichte zu, nämlich um Porters Privatleben.
Der 4MK kennt kein Erbamen und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Können Sie das Opfer retten und den Killer fangen?

(Vorsicht SPOILER - wer hier nicht wissen will, was es mit den Affen auf sich hat - bitte überspringen)
Die Four Monkeys werden auf eine Darstellung auf dem Tsho-gu-Schrein im japanischen Nikko zurückgeführt; drei der Affen kauern dort als Schnitzarbeit über dem Eingang. Der erste hält sich die Ohren zu, ein zweiter die Augen, und der dritte hat beide Hände vor den Mund geschlagen. Verkürzt stellen sie das geflügelte Wort »Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen« dar, wobei hier ein wesentlicher Teil der Bedeutung verloren gegangen ist. In jahrtausendealten Schriften heißt es nämlich vielmehr: »nichts Schlechtes oder Böses sehen« oder »über das Böse hinwegsehen«. »Nichts Böses hören«. Und »nichts Böses sagen«. Der oft vergessene vierte Affe steht für »nichts Böses tun«.

Besonderheit:
Der Ermittlungsstand wird aktualisert mit all den Aufgaben der Ermittler dargestellt. Die Idee finde ich absolut super und habe ich so in noch keinem Thriller vorfinden können.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Absolut berührend!

Für immer ist die längste Zeit
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nhalt:
Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie – ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional ...

nhalt:
Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie – ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional unaufgeräumten Ehemann Brady – herab. Ohne Maddy sind sie schon in einfachen Dingen der Alltagsorganisation überfordert. Jetzt drohen sie an der Frage nach dem Warum zu zerbrechen. Maddy muss etwas tun. Doch ihre Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits sind begrenzt – sie ist ja auch neu hier.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich zu Tränen gerührt, denn die Story ist absolut ergreifend und bewegend und wird mir sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben.

"Ich spüre durchaus, dass es mit der spirituellen Welt mehr auf sich hat, als ich im Moment erfasse, aber ich sehe keinen Weg dorthin. Für mich gibt es nur Raum und Zeit. Dass ich mich selbst hierher versetzt habe, macht es noch viel quälender. Ich finde erst Frieden, wenn ich alles für meine Familie gerichtet habe." (ZITAT)

Der Schluss ist absolut rührend und gelungen und hat das Buch perfekt abgerundet.

Die Kapitelaufteilung sowie die Covergestaltung hat mir ausgesprochen gut gefallen. Das Buch regt definitv zum Cover-Kauf an.

„Wenn die Welt es dir schwermacht, nimm dir ein Buch und geh in eine andere.“ (ZITAT)

Das Buch ist sehr emotional, wie zu Beginn erwähnt und es geht hierbei um Trauerbewältigung und wie man sich auch vorher schon mit dem (frühzeitigen Tod) auseinandersetzt.
Die unterschiedlichen Sichtweisen (Wechsel zwischen den Protagonisten Madeline, Eve und Brady) fand ich sehr gelungen und hat so die Geschichte und die Entwicklung intensiviert. Desweiteren gefiel die Vorstellung, dass die verstorbene Person in der Lage ist, seine zurückgelassene Familie auf eine bestimmte Art und Weise zu lenken. Madeline flüstert ihrem Mann und ihrer Tochter ständig Gedanken ein, damit sie auf eine bestimmte Art reagieren.

Der Schreibstil ist absolut großartig - ein sehr gelungenes Debüt der Autorin und eine Geschichte, die ich definitiv weiterempfehle!

Veröffentlicht am 19.12.2018

12 Schicksale

Strafe
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Inhalt:
Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind?
Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch "Strafe" zwölf Schicksale.

Meine Meinung:
Dies ist mein zweites Buch ...

Inhalt:
Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind?
Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch "Strafe" zwölf Schicksale.

Meine Meinung:
Dies ist mein zweites Buch von Ferdinand von Schirach und nach "Schuld" konnte er mich nun auch mit "Strafe" absolut begeistert. Jede der zwölf Geschichten musste ich nachwirken lassen, da mich alle wirklich gepackt und bestürzt zurückgelassen haben.

Er zeigt in diesem Buch, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind.
In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Menschen, die keinen Ausweg mehr sehen und dann so handeln. Er schildert seine Geschichten nüchtern und ohne zu verurteilen.

"Ich dachte an die Menschen, die ich verteidigt hatte, an ihre Einsamkeit, ihre Fremdheit und ihr Erschrecken über sich selbst." (ZITAT)

Diese Geschichten machen sprachlos - der Autor braucht nicht viele Worte um mit seinen Kurzgeschichten genau das zu erreichen, was er möchte.

Absolute Leseempfehlung meinerseits.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Sabu Barisha

Elefant
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Inhalt:
Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat. ...

Inhalt:
Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte daraus eine weltweite Sensation machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der die Geburt des Tiers begleitet hat, ist der Meinung, etwas so Besonderes müsse versteckt und beschützt werden.

Meine Meinung:
Ja, in diesem Buch geht es tatsächlich um einen kleinen rosaroten Elefanten, der im Dunkeln leuchtet und hinter dem wirklich viele Leute her sind. Zum Glück hat der kleine Elefant genug Beschützer.

"Schoch war nie religiös gewesen, aber vor seinem Absturz hatte er
durchaus daran geglaubt, dass es etwas gab, was seine Wahrnehmung und sein Vorstellungsvermögen überschritt. Eine höhere Wirklichkeit und vielleicht auch eine höhere Macht." (ZITAT)

Das Buch ist herzerwärmend, einzigartig und wirklich fesselnd, was nicht zuletzt an dem hervorragenden Schreibstil und dem auffallendem Cover liegt.

Die Protagonisten sind mir im Laufe des Buches auch sehr ans Herz gewachsen und die rasante Verfolgungsjagd hat sogar einiges an Spannung mit ins Buch gebracht.

Mit "Elefant" hat der Erfolgsautor Martin Suter eine aktuelle und relevante Thematik für einen hübschen Roman mit märchen­haften Zügen gewählt. Dass er dafür die Gen­techno­logie – ein unendlich komplexes Minen­feld voller ethischer und mora­lischer Grund­satz­fragen – auf wenige plakative Aspekte reduziert, ist legitim, denn ihm geht es in erster Linie um gefällige Unter­haltung vor ernstem Hinter­grund.

"Als Mediziner sah Reber natürlich auch die Vorteile der Möglichkeit, Erbgut zu entschlüsseln und zu verändern. Man konnte zum Beispiel
Genfunktionen ausschalten, die Alzheimer auslösten oder Krebs oder den Alterungsprozess oder andere Geißeln der Menschheit.
Aber es bedeutete ebenfalls, dass man das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen umgestalten konnte. Man konnte sie designen." (ZITAT)

Absolut Leseempfehlung meinerseits.