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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2019

Berührende Geschichte mit Herz und Humor

Unter uns nur Wolken
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Tom sucht verzweifelt nach einer Pflegerin für seinen Großvater Florian. Der hat Alzheimer und lehnt jede Hilfe ab, daher wird der charmante alte Herr zum Ekelpaket, sobald Tom die Wohnung verlässt. Doch ...

Tom sucht verzweifelt nach einer Pflegerin für seinen Großvater Florian. Der hat Alzheimer und lehnt jede Hilfe ab, daher wird der charmante alte Herr zum Ekelpaket, sobald Tom die Wohnung verlässt. Doch Ani lässt sich nicht vergraulen, denn sie wurde von ihrem Freund betrogen und ist aus der gemeinsamen Wohnung geflüchtet...

Unter uns nur Wolken ist eine humorvolle und emotionale Geschichte über Familie, Liebe und Vergessen, die von ihren authentischen Figuren lebt. Tom ist erschöpft und mutlos, er fühlt sich für seinen Großvater verantwortlich, ist mit der Situation jedoch überfordert. Florian kann seine Krankheit nicht akzeptieren und ist zu stolz, um Hilfe anzunehmen. Angst und Verzweiflung lassen ihn mitunter zu einem richtigen Ekelpaket werden. Ani ist verletzt und wütend, lässt sich jedoch nicht unterkriegen und stellt sich der für sie neuen Herausforderung als Pflegerin auf eine sehr sympathische Art und Weise.

Nicht immer gelingt die Gradwanderung zwischen Tragik und Komik, nichtsdestotrotz ist Unter uns nur Wolken ein unterhaltsamer und gefühlvoller Roman mit sympathischen Figuren, der einen zum Schmunzeln bringt und das Herz berührt.

Veröffentlicht am 14.01.2019

Psychologischer Thriller

Traue niemandem
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Jo wird auf der Straße von einer Unbekannten angesprochen, die etwas verloren hat und ihr Mann wüßte Bescheid, doch Max hat keine Ahnung, wer die Frau sein könnte. Jo fühlt sich ständig beobachtet, doch ...

Jo wird auf der Straße von einer Unbekannten angesprochen, die etwas verloren hat und ihr Mann wüßte Bescheid, doch Max hat keine Ahnung, wer die Frau sein könnte. Jo fühlt sich ständig beobachtet, doch keiner glaubt ihr. Die bedrohlichen Vorfälle häufen sich, dann verwüstet jemand ihr Haus. Jo fürchtet um das Leben ihrer Tochter und flieht mit Elise...
Traue niemanden ist ein spannender Thriller über eine Mutter, die ihre Tochter um jeden Preis beschützen möchte und gleichzeitig gegen die eigenen Ängste ankämpfen muss. Jo leidet an Agoraphobie, steigert sich oft in Situationen hinein und sieht mehr in Blicken und Gesten als andere. Das macht sie zu keiner sonderlich vertrauenswürdigen Protagonistin. Man möchte ihr glauben, dass die Bedrohung real ist und fragt sich gleichzeitig, ob sie nicht übertreibt. Trotz ihrer übersteigerten Ängste sind ihre Reaktionen als Mutter nachvollziehbar, auch Max ist eine sympathische Figur, der man nicht zutraut, die eigene Familie in Gefahr zu bringen, wodurch man lange rätselt, ob die Vorfälle wirklich so bedrohlich sind, wie Jo sie empfindet.
Alles in allem ein spannender und emotionaler Thriller, der den Leser geschickt verunsichert und immer wieder an den Geschehnissen zweifeln lässt.

Veröffentlicht am 09.01.2019

Packendes Dschungelabenteuer

Mitten im Dschungel
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Mitten im Dschungel stürzt eine kleine Propellermaschine ab. Die jungen Passagiere Fred, Con, Lila und ihr kleiner Bruder Max sind nur leicht verletzt, doch der Pilot ist tot und die Kinder auf sich allein ...

Mitten im Dschungel stürzt eine kleine Propellermaschine ab. Die jungen Passagiere Fred, Con, Lila und ihr kleiner Bruder Max sind nur leicht verletzt, doch der Pilot ist tot und die Kinder auf sich allein gestellt. Wo sollen sie einen Unterschlupf und etwas zu essen finden? Und wie kommen sie aus diesem Urwald überhaupt wieder heraus? Lila kennt sich mit Pflanzen und Tieren aus und Fred hat genug Abenteuerbücher gelesen, um ein Floß zu bauen. Aber ob das zum Überleben in der Wildnis reicht?

Mitten im Dschungel klingt nach einem spannenden Abenteuerroman, doch es ist eine eher ruhige Geschichte über Freundschaft, Familie und Verantwortung. Die Kinder finden sich erstaunlich gut in der Wildnis zurecht, sind eher neugierig als verängstigt und finden schnell als Gruppe zusammen.
Es ist eine Geschichte für Entdecker und Naturliebhaber, denn die Fauna und Flora wird sehr anschaulich beschreiben. Mitten in der unberührten Natur sind die Kinder dankbar für jede Nahrung, wachsen über sich selbst hinaus und lernen Respekt und Verantwortung gegenüber der Artenvielfalt.

Fazit: Ein packendes Dschungelabenteuer und ein kreatives Plädoyer für den Erhalt des Regenwaldes.

Veröffentlicht am 09.01.2019

Humorvolle Geschichte

Der Tod ist schwer zu überleben
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Martin kann den leibhaftigen Tod sehen, mittlerweile sind er und Thanatos beste Freunde, doch sein Nachfolger möchte Martin dennoch nicht werden. Offenbar ist dies auch gar nicht mehr nötig, denn plötzlich ...

Martin kann den leibhaftigen Tod sehen, mittlerweile sind er und Thanatos beste Freunde, doch sein Nachfolger möchte Martin dennoch nicht werden. Offenbar ist dies auch gar nicht mehr nötig, denn plötzlich gibt es andere Kandidaten für den Job, zu denen eine mordlustige Studentin, ein liebenswerter Pazifist und eine trinkfeste Russin gehören. Aber ist einer von ihnen die richtige Wahl? Während das natürliche Gleichgewicht zwischen Leben und Tod immer mehr aus den Fugen gerät, muss Martin sich die Frage stellen, ob er sich wirklich vor seiner Verantwortung drücken darf...

Sebastian Niedlich erzählt gewohnt humorvoll von Lebenskrisen, Beziehungsproblemen, beruflichen Neuanfängen und einer ungewöhnlichen Männerfreundschaft. Dabei baut er Zeitgeschehen und Verweise auf reale Personen gekonnt in die Geschichte ein, was einen entweder zum Schmunzeln bringt oder über das Weltgeschehen nachdenken lässt. Denn die Geschichte schlägt durchaus mal einen ernsteren Ton an und wird zum Ende hin recht emotional, aber das Leben ist schließlich kein Pappenstiel und der Tod ein ernstes Thema, obwohl er mit Schmetterlingskescher recht sympathisch wirkt.

Fazit: Ein unterhaltsamer Roman mit originellen Figuren, schwarzem Humor und köstlichen Dialogen.

Veröffentlicht am 08.01.2019

Solider Münster-Krimi

Kälter als die Angst
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Carla Delbrück wurde grausam ermordet. Zunächst sieht alles nach einer Beziehungstat aus, doch der Ehemann beteuert seine Unschuld. Tatsächlich bekam die Tote anonyme Drohbriefe, die in Zusammenhang mit ...

Carla Delbrück wurde grausam ermordet. Zunächst sieht alles nach einer Beziehungstat aus, doch der Ehemann beteuert seine Unschuld. Tatsächlich bekam die Tote anonyme Drohbriefe, die in Zusammenhang mit einer angeblich längst aufgeklärten Bluttat stehen. Wurde Carla Delbrück Opfer eines Nachahmungstäters?

Der fünfte Fall für die sympathischen Ermittler Schneidmann und Käfer bietet Lesern der Reihe Zeit zum Durchatmen, den der Krimi ist im Vergleich zu den ersten Bänden nur mäßig spannend. Nichtsdestotrotz ist der Kriminalfall gut durchdacht und wird schlüssig aufgelöst, wenn auch zum Ende hin etwas vorhersehbar. Das Rätsel um die Drohbriefe und die Frage, wie und ob die Morde zusammenhängen, halten die Neugier des Lesers aufrecht und die unterschiedliche Perspektiven erhöhen die Spannung.

Fazit: Solider Münster-Krmi mit sympathischen Ermittlern, der gewohnt gute Krimi-Unterhaltung bietet.

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