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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2016

Nett, aber nicht mein Humor

Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt
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Ich muss gestehen, dass ich bei "Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt" zunächst einmal sehr skeptisch war, da ich nicht genau wusste, was mich hier genau erwartet. Dadurch waren zum Glück auch ...

Ich muss gestehen, dass ich bei "Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt" zunächst einmal sehr skeptisch war, da ich nicht genau wusste, was mich hier genau erwartet. Dadurch waren zum Glück auch meine Erwartungen nicht allzu hoch, denn letztendlich muss ich leider sagen, dass das Buch doch einige Schwächen besitzt.

Humor ist zum Glück immer Geschmacksache und es gibt sicherlich viele Leser, die den Humor in diesem Buch sehr zu schätzen wissen, mein Problem ist jedoch, dass mich Sebastian Schnoy leider nicht zum Schmunzeln bringen konnte. Zwar besitzt der Autor einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt und dazu viele interessante Themen zusammen bringt, allerdings sollte es zwischen dem Buch und mir wohl einfach nicht so sein.

Dennoch ist das Werk nicht schlecht, denn Dimitris Geschichte rund um das liebe Geld ist durchaus interessant und bietet viele doch recht erschreckend authentische Momente, allerdings war "Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt" nicht zwingend das, was ich in meiner Freizeit gerne lese.

Dennoch: Wer bereits die ersten Werke von Sebastian Schnoy gelesen hat, der sollte auch diesem Buch eine Chance geben.

Veröffentlicht am 17.09.2016

Nettes Zusatzmaterial

Life will never be the same
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Nachdem ich schon sämtliche bereits veröffentlichte Werke von Anna Todd gelesen habe, war ich schon sehr auf das Fanbuch "Life will never be the same again" gespannt, welcher vom Heyne Verlag herausgegeben ...

Nachdem ich schon sämtliche bereits veröffentlichte Werke von Anna Todd gelesen habe, war ich schon sehr auf das Fanbuch "Life will never be the same again" gespannt, welcher vom Heyne Verlag herausgegeben wurde. Hier war ich besonders gespannt darauf, ob vielleicht noch das ein oder andere Detail erfahre, das bislang in der "After"-Reihe möglicherweise untergegangen ist.

Nun, eingefleischte Fans der Reihe erhalten hier nur wenig neue Informationen, dafür aber mehr oder weniger eine kleine Auffrischung der ersten vier Bände, was doch immerhin auch schon etwas ist. Die einzelnen Fakten werden schön aufgelistet, sodass man alles auf einen Blick erhält, allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die ich nicht zwingend gebraucht hätte.

Ich finde es an sich immer schön, wenn es sogenannte Fan-Guides gibt, bei denen man noch näher an die Reihe herankommen kann, was jedoch irgendwelche Fan-Fotos, wie z.B. die Tattoos von Leserinnen oder auch deren Fingernägel hier in diesem Buch zu suchen haben, muss ich nicht wirklich verstehen. Gleiches gilt leider auch für die Lesereise durch Deutschland von Anna Todd. An sich ganz interessant, hat aber - bis auf die Tatsache, dass sie dort aus der Reihe vorgelesen hat - nichts großartig mit dem Buch zu tun, sodass ich auch dies nicht zwingend gebraucht hätte.

Schön finde ich dagegen, dass hierbei auch Leseproben von "After passion", "Before Us" und "Nothing More" enthalten sind, denn so können besonders Leser, die noch nicht alle Bände gelesen haben, hier einen kleinen Einblick in das Geschehen erhalten. Da ich jedoch bereits die kompletten Bände gelesen habe, habe ich diese persönlich nicht mehr gelesen.

Manches mag hier sicherlich auf den ersten Blick recht belanglos wirken, wie z.B. Selfies mit Anna Todd, allerdings muss ich sagen, dass mir ein enthaltenes Interview mit Anna Todd sehr gut gefallen hat. Auch der gesamte Aufbau des Buches ist sehr gut gelungen, da dieser sehr übersichtlich ist und auch oftmals interessante - wenn auch nicht neue - Fakten und Zitate aufgelistet werden.

Kurz gesagt: Eingefleischte Fans der Reihe, die bereits jedes Buch gelesen haben, werden hier vielleicht nicht mit neuen Informationen über Hardin und Tessa überschüttet, allerdings fand ich den Aufbau von "Life will never be the same" doch recht ansehnlich. Ich fand es bis auf einige Ausnahmen interessant, ob dieses allerdings für Fans ein absolutes Muss ist, sollte wohl jeder Fan für sich selbst entscheiden.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nette Geschichte mit einigen Schwächen

Nothing more
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Nachdem ich bereits die Geschichte von Hardin und Tessa in insgesamt fünf Banden mit Spannung verfolgt habe, war ich schon sehr neugierig auf "Nothing More", wo es zum ersten Mal um Landon geht. Meine ...

Nachdem ich bereits die Geschichte von Hardin und Tessa in insgesamt fünf Banden mit Spannung verfolgt habe, war ich schon sehr neugierig auf "Nothing More", wo es zum ersten Mal um Landon geht. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch, allerdings musste ich mir schnell eingestehen, dass die Geschichte dann doch schwächer als die bisherigen Bände ist.

Landon war an sich schon immer ein Charakter, der vom ersten Band einfach nur da war und als bester Freund von Tessa in Erscheinung trat. Dieser ist einfach nur nett und vertrauenswürdig, besaß bislang allerdings kaum Ecken und Kanten, sodass ich Landon bislang zwar immer auf den ersten Blick sympathisch fand, er mir jedoch fremd blieb. Ich habe gehofft, dass sich dies mit "Nothing More" ändern wird, allerdings war dies nur selten der Fall, denn Landon ist leider nur nett und somit ist seine Geschichten stellenweise recht belanglos.

Dabei weiß ich noch nicht einmal, ob man Anna Todd dabei tatsächlich einen großen Vorwurf machen kann, denn sie hat einfach nur Landons Verhalten von Anfang bis Ende konsequent durchgezogen. Hätte er sich nun vom vierten Band bis hierhin enorm in die andere Richtung entwickelt, wäre es nicht glaubwürdig gewesen. So ist es allerdings der Fall, dass sich die Geschichte zwar an sich wieder einmal recht flüssig und leicht ließ, mir allerdings dieses "WOW"-Gefühl gefehlt hat.

So gern ich Landon auch gemocht hätte, das Problem ist, dass man ihn auch weiterhin nicht ausreichend kennen lernt. Zwar lernt man mehr über seine Gedanken- und Gefühlswelt kennen, allerdings dreht sich dabei enorm viel im Kreis, sodass Landon oftmals auf der Stelle blieb und keine Weiterentwicklung spürbar ist.

Auch die Liebesgeschichte, die in diesem Buch thematisiert wird, will für mich nicht so richtig passen, denn Landon habe ich nie in einer Dreiecksgeschichte gesehen, da dies absolut nicht zu ihm passt und mir diese auch stellenweise zu gewollt erschien. Dazu kommen immer wieder Details über ihn zum Vorschein, die ihn alles andere als zum leidenschaftlichen Lover machen, sondern eher zu einem netten Jungen, der allerdings immer in der zweiten Reihe tanzt und nie wirklich großartig auffällt. Gleiches gilt leider auch für seine Exfreundin Dakota, aber auch für Nora. Diese sind in der Geschichte oftmals einfach nur da, ohne jedoch wirklich Eindruck zu hinterlassen.

Dennoch ist hier nicht alles schlecht, denn die Geschichte konnte mich trotz seiner Schwächen und Belanglosigkeiten über weite Strecken unterhalten, denn ich liebe einfach den Stil von Anna Todd und würde wohl auch bedrucktes Toilettenpapier von ihr lesen, falls das nötig wäre. Dazu besitzt die Geschichte auch tatsächlich eine Art von Humor, ob dies jedoch so geplant war, sei mal dahin gestellt, denn oftmals sind hier so viele unfreiwillig komische Szenen vorhanden, dass ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Das Cover ist dagegen wieder einmal wunderschön und wirkt sehr edel, dazu passt es hervorragend zu den anderen Bänden, sodass es ein toller Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls in Ordnung und war mit ein Auslöser, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Nothing More" ist genauso wie Landon selbst: Nett, aber oftmals viel zu belanglos. Zwar ist hier nicht alles schlecht und die Geschichte konnte mich durchaus stellenweise unterhalten, allerdings hat mir leider der erhoffte "WOW"-Effekt gefehlt. Dennoch: Für echte Fans von Anna Todd ist auch dieses Buch ein absolutes Muss.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hier wäre weniger mehr gewesen

Miss you
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An "Miss You" scheiden sich ja derzeit die Geister, denn die einen lieben dieses Buch, die anderen hegen eher eine Abneigung. Da ich mal wieder neugierig war, wollte ich dem Buch trotz kleinerer Skepsis ...

An "Miss You" scheiden sich ja derzeit die Geister, denn die einen lieben dieses Buch, die anderen hegen eher eine Abneigung. Da ich mal wieder neugierig war, wollte ich dem Buch trotz kleinerer Skepsis eine Chance geben und habe es fast in einem Rutsch gelesen.

Nun, in einem Rutsch durchlesen klingt ja eigentlich zunächst positiv, denn dies ist immerhin ein Zeichen dafür, dass sich die Geschichte leicht und schnell lesen lässt. Dennoch besitzt die Geschichte aber auch einige Schwächen, sodass ich ehrlich gesagt auch nach dem Lesen noch nicht so richtig weiß, was ich von der Geschichte halten soll.

Auf der einen Seite fand ich die Liebesgeschichte in diesem Buch wirklich schön, allerdings war es mir insgesamt zu viel Drama und die Steine, die einem immer wieder in den Weg gelegt werden, zu künstlich aufgebaut. Da reicht es nicht, dass Tess und Gus einen Schicksalsschlag hinnehmen müssen, sondern es muss gleich gefühlt eine ganze LKW-Ladung sein. So muss sich Tess gleich mit mehreren Problemen auseinandersetzen, die alle aufeinander aufbauen, denn nicht nur ihre geliebte Mutter ist gestorben und ihr Vater schwer alkoholkrank, sondern sie hat auch noch eine autistische Schwester, sodass quasi alles an ihr hängen bleibt und sie sich um sie kümmern muss.

An sich hat die Autorin die Geschichte gut erzählt, aber mir persönlich waren das zu viele Probleme und zu viele Momente, die die Figuren beeinflusst haben. So bekommt man zwar den Eindruck, dass sich die Figuren, allen voran Tess, stets weiterentwickeln, allerdings hätte ich mir eine leichtere und unbeschwertere Geschichte gewünscht.

Das Cover ist schlicht, aber dennoch durchaus schön anzusehen und passt für mich hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung verrät in diesem Fall nicht allzu viel, sodass man nicht genau weiß, was hier einen erwartet und man sich somit überraschen lassen muss, was ich jedoch vollkommen in Ordnung finde.

Kurz gesagt: "Miss You" ist an sich eine hochemotionale Geschichte mit interessanten Figuren, allerdings gab es mir hier auch zu viel Drama und zu viele Probleme, sodass man sich als Leser schon fast von all den Sorgen erschlagen fühlt. Hier wäre weniger weitaus mehr gewesen, sodass ich die Geschichte zwar an sich ganz nett fand, sie mich allerdings nicht vollends überzeugen konnte, was ich ein wenig schade finde.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gute Geschichte mit einigen Schwächen

Vor dem Fall
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"Vor dem Fall" von Noah Hawley klang im Vorfeld nach einer spannenden und ereignisreichen Geschichte, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe. Dennoch waren meine Erwartungen nicht allzu ...

"Vor dem Fall" von Noah Hawley klang im Vorfeld nach einer spannenden und ereignisreichen Geschichte, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe. Dennoch waren meine Erwartungen nicht allzu hoch angesetzt, was letztendlich auch gut war, denn das Buch bringt leider die ein oder andere Schwäche mit sich.

Dies beginnt leider schon beim Schreibstil. Im Grunde genommen liest dieser sich streckenweise sehr angenehm und durch die vielen Erzählstränge lernt man auch die Figuren und deren Sichtweisen gut kennen. Problem ist jedoch, dass die Geschichte oftmals viel zu langatmig ist und man hier gut und gerne mindestens fünfzig Seiten hätte weglassen können.

Auch mit den Figuren hatte ich meine Probleme. Diese sind zwar an sich stellenweise gut ausgearbeitet und man kann sich stellenweise auch ihre Leben hineinversetzen, allerdings muss man sich auch darauf einstellen, dass hier alles sehr patriotisch abläuft, was ich doch letztendlich auch als einfallslos empfunden habe.

Die Idee, dass hier das Leben der Menschen nach einem Flugzeugabsturz genauer durchleuchtet wird und dabei auch die ein oder andere Intrige aufgedeckt wird und man einen genauen Blick hinter ihre Kulissen erhält, fand ich dagegen sehr interessant, denn hier erkennt man, dass es nicht immer das ist, wie es auf dem ersten Blick scheint. Ebenfalls interessant sind die Ermittlungen, die wegen dem Absturz laufen, denn hier steht zunächst nicht fest, ob es sich um einen Anschlag oder gar nur menschliches Versagen handelt.

Man kann somit sagen, dass die Geschichte definitiv nicht schlecht ist, nur hätte man hier die Geschichte insgesamt etwas besser gestalten können, indem man auf Klischees verzichtet und den Figuren mehr Tiefe einverleibt hätte. Dies ist sehr schade, denn wären diese Kritikpunkte etwas besser ausgefallen, hätte ich richtigen Spaß an der Geschichte haben können.

Das Cover ist für mich jetzt nicht zwingend der größte Hingucker, geht allerdings vollkommen in Ordnung, da es es sich hierbei um keinen Totalausfall handelt. Die Kurzbeschreibung hat mir dagegen gut gefallen und mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Vor dem Fall" ist sicherlich keine schlechte Geschichte und kann einen durchaus in den Bann ziehen. Mein Problem war jedoch der oftmals zu langatmige Schreibstil und die Figuren, die mir zu klischeehaft dargestellt wurden. Hier hätte deutlich mehr drin sein können, sodass ich die Geschichte nur als nett, aber nicht sonderlich spektakulär bezeichnen kann.