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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2019

Spannungsroman mit einer guten Mischung aus Spannung und Emotionen

Das namenlose Mädchen
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Inhalt:
Ein fünfjähriges Mädchen wird verlassen auf der Straße aufgefunden . Die Kleidung ist mit Blut bespritzt, allerdings ist es nicht ihr eigenes Blut. In einem benachbarten Haus werden 3 Leichen ...

Inhalt:
Ein fünfjähriges Mädchen wird verlassen auf der Straße aufgefunden . Die Kleidung ist mit Blut bespritzt, allerdings ist es nicht ihr eigenes Blut. In einem benachbarten Haus werden 3 Leichen gefunden. Sind die Eltern dabei? Das Mädchen kommt in eine Pflegefamilie und Hauptprotagonistin Dalia nimmt sich ihr an und setzt alles daran, um ihre Eltern ausfindig zu machen.

Meine Meinung:
Vom Genre her würde ich das Buch der Gattung Spannungsroman zuordnen.
Autorin Jacqueline Sheehan beschreibt mit sehr viel Fingerspitzengefühl die Lage eines kleinen Mädchens, welches seine Familie verloren hat und auf sich gestellt ist. Das wurde alles sehr gefühlvoll und einfühlsam beschrieben. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch der Plot wusste mich zu begeistern.
Der Spannungsbogen hätte meiner Meinung nach durchaus noch etwas mehr sein können. Das Buch beginnt direkt mit viel Spannung. In der Mitte kamen für mich etwas Längen ins Buch. Gegen Ende ist die Spannung dann wieder etwas gestiegen.
Auf jeden Fall handelt es sich hier um ein Buch mit einer sehr ernsten und zu Herzen gehenden Thematik. Auch auch die Umsetzung hat mich sehr gut überzeugen können.
Fazit: Ein sehr emotionales Buch, welches eine gute Mischung aus Spannung, Gefühl und Emotionen bietet!

Veröffentlicht am 02.02.2019

Solider Krimi, der mich gut unterhalten hat

Schwarze Seele
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Nach „Harte Landung“ ist dies ist der zweite Band der Krimiserie um die deutsch-irische Kommissarin Patsy Logan, die jetzt in München ermittelt. Beide Bände sind aber in sich abgeschlossen, so dass sie ...

Nach „Harte Landung“ ist dies ist der zweite Band der Krimiserie um die deutsch-irische Kommissarin Patsy Logan, die jetzt in München ermittelt. Beide Bände sind aber in sich abgeschlossen, so dass sie unabhängig voneinander gelesen werden können.

Der Plot spielt in München. Ein toter Ire wird in einem Schwabinger Bach gefunden. Ist er ertrunken oder war er schon vor dem Ertrinken tot? Alles deutet auf letzteres hin, so dass Patsy mit den Ermittlungen anfängt. Doch bald schon gibt es die nächste Leiche…

Mir gefällt der Schreibstil von Ellen Dunne sehr gut. Sie spielt mit den Worten, schreibt mit vielen Metaphern und erzeugt so immer Bilder vor Augen. Diese ausgeprägte Metaphorik sorgt bei mir für viel Unterhaltung und Spaß beim Lesen.

Für einen Krimi könnte meiner Meinung nach noch etwas mehr Spannung vorhanden sein, aber der Schwerpunkt liegt nicht unbedingt nur auf dem Kriminalfall, sondern die Autorin baut ihn ihren Krimis immer sehr viel Zwischenmenschliches mit ein. So geht es beispielsweise hier in diesem Band auch immer wieder um den Kinderwunsch von Patsy und ihre Hormonbehandlung, sowie um das Verhältnis zu ihrem Ehemann. Man merkt richtig, wie sich diese Probleme auch auf die Ehe auswirken.

Aber trotzdem des nicht ganz so hohen Spannungsbogens war man beim Lesen sehr lange im Ungewissen gelassen worden, wer denn nun der Mörder ist. Und ich muss gestehen, dass ich mit meiner Vermutung falsch lag. Dies spricht auf jeden Fall auch für den ausgefeilten Plot. Am Ende ist die Spannung auch noch etwas angestiegen, so dass ich mich nicht mehr bremsen konnte und das Buch in einem Rutsch fertig lesen musste.

Alles in allem ein solider und gut zu lesender Krimi, der mir gute Leseunterhaltung geboten hat!



Veröffentlicht am 12.01.2019

Spannend mit kleinen Abstrichen

Vier.Zwei.Eins.
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Der Titel „Vier. Zwei. Eins“ bezieht sich darauf, dass es um 4 Menschen (das Paar Laura und Kit, sowie Beth und James), 2 Wahrheiten und 1 Lüge geht. Es geht außerdem um eine Vergewaltigung und die Frage, ...

Der Titel „Vier. Zwei. Eins“ bezieht sich darauf, dass es um 4 Menschen (das Paar Laura und Kit, sowie Beth und James), 2 Wahrheiten und 1 Lüge geht. Es geht außerdem um eine Vergewaltigung und die Frage, ob es wirklich eine Vergewaltigung war, um den damit verbundenen Strafprozess und auch um Rache, psychische Probleme und um die Sonnenfinsternis. Das Buch selbst ist von den Abschnitten her auch in die Phasen der Sonnenfinsternis eingeteilt. Das fand ich sehr schön gelöst!

Es wechselt immer die Sichtweise, aus der berichtet, wird zwischen den beiden Hauptprotagonisten Laura und Kit. Außerdem wird auch aus zwei verschiedenen Zeitebenen berichtet. Manche Abschnitte sind aus der Gegenwart. Sie wechseln immer ab mit Rückblenden in die Vergangenheit. So nach und nach erfährt man was vor 15 Jahren geschah. Lange wird man aber im Ungewissen gelassen, wer nun die Wahrheit sagt, und wem man trauen kann. Eine Auflösung gibt es erst kurz vor Ende, und so viel kann ich sagen: Die Auflösung war für mich eine Überraschung.

Eigentlich lässt sich das Buch gut lesen. Es hat für mich etwas gedauert, bis Spannung aufgekommen ist. Von daher gab es für mich auch einige Längen, insbesondere am Anfang. Da hätte man etwas kürzen können, ohne dass inhaltlich etwas verloren gegangen wäre.

Das Buch lebt für mich von der Irreführung der Leser und der Unsicherheit, wer denn nun die Wahrheit sagt. Von daher passt auch der Titel, der sich auf 2 Wahrheiten und eine Lüge bezieht richtig. Insgesamt eine gute und spannende Leseunterhaltung für die ich 4 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Mehr Komödie als Krimi, aber sehr unterhaltsam!

Nur Gisela sang schöner
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Bei „Nur Gisela sang schöner“ handelt es sich um einen Regionalkrimi oder auch Dorfkrimi aus dem Saarland.

Dorfpolizist Jupp hat in seinem Berufsalltag nicht wirklich viel mit Kriminalfällen zu tun. Als ...

Bei „Nur Gisela sang schöner“ handelt es sich um einen Regionalkrimi oder auch Dorfkrimi aus dem Saarland.

Dorfpolizist Jupp hat in seinem Berufsalltag nicht wirklich viel mit Kriminalfällen zu tun. Als seine Frau Inge die Nachbarin tot in der Badewanne findet, deutet alles auf einen Selbstmord hin, zumal es sogar einen Abschiedsbrief gibt. Nur Inge und Jupp glauben nicht, dass es Selbstmord war und so fängt Jupp an zu ermitteln.

Das Buch ist ausgesprochen humorvoll und witzig geschrieben und lebt mehr von Wortwitz und Situationskomik als von Spannung. Es ist also eher Komödie als Krimi. Von daher liest sich das Buch sehr unterhaltsam.

Anfangs habe ich mich richtig dafür begeistern können. Im späteren Verlauf des Buches war es mir dann manchmal doch etwas zu skurril. Dafür kam gegen Ende noch etwas mehr Spannung rein. Der Ausgang war nicht vorhersehbar und hat mich überrascht. Das hat mir dann wieder sehr gut gefallen.

Vom Schreibstil her ist das Buch gut zu lesen. Stellenweise sind einige Begriffe in saarländischem Dialekt aufgeführt, aber dann in kursiver Schrift in Hochdeutsch übersetzt (was aber meiner Meinung nach gar nicht nötig gewesen wäre).

Über Ausdrücke wie „Wittnä Justen“ habe ich wirklich herzhaft lachen müssen.

Insgesamt hat mich das Buch mit kleinen Abstrichen gut unterhalten und ich vergebe dafür 4 Sterne.

Veröffentlicht am 19.10.2018

Humorvoll geschrieben und unterhaltsam

Hauptkommissarin Diederike Dirks / Friesenlohn
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Hauptkommissarin Diederike Dirks ermittelt in diesem Band im Falle eines toten Porschefahrers, der zwar an einen Baum gerast ist, aber schon vorher schwer verletzt war.
Zugleich geht es um 6 Personen, ...

Hauptkommissarin Diederike Dirks ermittelt in diesem Band im Falle eines toten Porschefahrers, der zwar an einen Baum gerast ist, aber schon vorher schwer verletzt war.
Zugleich geht es um 6 Personen, die an einer Bushaltestelle einen Koffer mit 300000 Euro finden und sich dieses Geld aufteilen. Nachdem eine dieser Personen ermordet aufgefunden wird, stellt sich heraus, dass sie sich alle in Gefahr befinden. Wie das Ganze zusammenhängt verrate ich natürlich nicht, das sollte jeder selbst lesen.
Es gibt bereits einige Vorgängerbände um die Ermittlerin Diederike Dirks, die ich nicht kenne. Trotzdem bin ich gut in den Krimi hinein gekommen, ohne dass ich das Gefühl hatte, dass mir etwas Vorwissen fehlen würde. Man kann also alle Bände sehr gut einzeln lesen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Es kommt auch recht schnell Spannung auf. Allerdings hätte es für meinen Geschmack insgesamt gesehen noch etwas mehr Spannung sein können. Besonders gefallen hat mir der humorvolle Schreibstil des Autors, der absolut witzig und unterhaltsam zu lesen ist. Stellenweise waren manche Szenen auch etwas überspitzt und skurril dargestellt, aber mir gefällt dieser Humor.
Es gab aber trotzdem auch Szenen, die etwas zu unglaubwürdig und nicht so ganz nachvollziehbar waren. Dies betrifft insbesondere die Eingangsszene, dass man 300000 Euro findet und dann einfach unter sich aufteilt, zumal man sich total fremd war.
Sehr gespannt war ich auf die Auflösung. Und ich muss sagen, am Ende hat mich der Autor sogar noch richtig überrascht. Alle Fäden wurden am Ende gut zusammengeführt.
Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Regionalkrimi. Es hat Spaß gemacht ihn zu lesen und ich vergebe 4 Sterne