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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2019

Wunderschön

Die Schneeschwester
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Julian hat Heiligabend Geburtstag. Er liebt diesen Tag, nicht nur wegen seinem Geburtstag, nein - er liebt Weihnachten. Doch dieses Jahr ist die Familie in Trauer, denn seine Schwester ist gestorben. Weihnachten ...

Julian hat Heiligabend Geburtstag. Er liebt diesen Tag, nicht nur wegen seinem Geburtstag, nein - er liebt Weihnachten. Doch dieses Jahr ist die Familie in Trauer, denn seine Schwester ist gestorben. Weihnachten scheint auszufallen. Doch eines Tages begegnet Julian Hedwig und Julian schöpft Hoffnung auf ein schönes Weihnachtsfest. 

Maja Lunde hat hier eine sehr gefühlvolle Geschichte geschrieben. Hier wird die Trauer der Familie so gut dargestellt, daß sie unter die Haut geht. Aber die Geschichte handelt auch von Hoffnung und der Liebe innerhalb einer Familie. Dies alles ist sehr bewegend und man muß schon hartgesotten sein, wenn man hier nichts empfindet. Da die Geschichte in 24 Kapitel eingeteilt ist, eignet sich das Buch natürlich als buchiger Adventskalender. Allerdings muß man dich stark zusammenreißen, damit es wirklich bei einem Kapitel pro Tag bleibt. Denn eigentlich möchte man das Buch in einem Zug lesen. Angereichert mit wunderhübschen Zeichnungen ist dieses Buch ein kleines Meisterwerk!

Veröffentlicht am 17.01.2019

Spannung

Mörderische Renovierung
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A. und Niamph ziehen in das Haus, das A. nach dem Tod des letzten Sohnes der Wells geerbt hat. Dieser letzte Sohn sprang, freiwillig oder unfreiwillig?, aus einem geschlossenen Fenster. A. und Niamph durchforsten ...

A. und Niamph ziehen in das Haus, das A. nach dem Tod des letzten Sohnes der Wells geerbt hat. Dieser letzte Sohn sprang, freiwillig oder unfreiwillig?, aus einem geschlossenen Fenster. A. und Niamph durchforsten das Haus, in dem es spuken soll. Und tatsächlich hat S. plötzlich schlechte Träume. 

Dieses Buch ist interessant geschrieben. Die Handlung ist erzählt durch Tagebucheinträge, Briefe sowie Aufnahmen von Kameras und Tonaufnahmen. Besonders spannend sind die verschlüsselten Nachrichten, die eine ganz eigene Spannung erzeugen. Dies ist zwar gewöhnungsbedürftig, macht aber nach einer Eingewöhnungsphase richtig Spaß und ist mal etwas total anderes. Gespannt wartet man auf die Lösung des Falles, für die man bis zum Schluß warten muß.

Veröffentlicht am 16.01.2019

Sehr gelungen

Flucht in die Schären
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Mina wird von Ihrem Ehemann Andreis schwer mißhandelt, fast verliert sie ihr Leben dabei. Doch sie hat Angst davor, ihn anzuzeigen - er könnte sich böse rächen. Doch Andreis steht schon unter Beobachtung ...

Mina wird von Ihrem Ehemann Andreis schwer mißhandelt, fast verliert sie ihr Leben dabei. Doch sie hat Angst davor, ihn anzuzeigen - er könnte sich böse rächen. Doch Andreis steht schon unter Beobachtung von Staatsanwältin Nora Linde. Seine Aktivitäten im Drogenmillieu sind nicht mehr im Verborgenen. Mina flüchtet mit ihrem Sohn in ein Frauenhaus - und Andreis setzt alles daran sie zu finden. 

Auch dieser nun schon 9. Band der Serie besticht durch einen hohen Spannungsbogen, der das ganze Buch durchzieht. Die Autorin schafft es auch, die Charaktere, vor allem Mina, gekonnt darzustellen. Man erlebt ihre Gefühle und vor allem ihre Ängste hautnah und kann sich gut in sie versetzen. Das Thema ist hart - aber gut in einem Buch verpackt worden.

Veröffentlicht am 15.01.2019

Gelungener Auftakt

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
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Kommissarin Hornby wacht nach dem Austernfest auf der Nordseeinsel Doggerland betrunken neben ihrem Chef auf. Zur selben Zeit wird die Exfrau ihres Chefs in ihrem Haus erschlagen. Hornby muß ermitteln, ...

Kommissarin Hornby wacht nach dem Austernfest auf der Nordseeinsel Doggerland betrunken neben ihrem Chef auf. Zur selben Zeit wird die Exfrau ihres Chefs in ihrem Haus erschlagen. Hornby muß ermitteln, da ihr Chef dies nicht darf. 

Dieses Buch hat mir sehr gefallen. Der fiktive Ort Doggerland, gelegen in der Nordsee, ist eine Insel, die, genau wie Rungholt, vor tausenden von Jahren verschwand. Dies als Schauplatz zu nehmen hat mir sehr gut gefallen. Doggerland wird hier bestens beschrieben, so daß man eine genaue Vorstellung von der Umgebung bekommt. Auch die Charaktere gefallen gefallener mir gut. Sie sind in ihrem Wesen breit gestreut und vielseitig. Dieser Serienauftakt brilliert durch Spannung, die tatsächlich durchhält - man liest dieses flüssig und spannend geschriebene Buch sehr zügig und mit viel Freude.

Veröffentlicht am 15.01.2019

Ein unbekanntes Kapitel

Die verlorene Schwester
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Bern im Jahre 1968. Als der Vater stirbt, nimmt die Fürsorge Marie und Lena der kranken Mutter weg. Die Schwestern werden getrennt und als Verdingkinder in Familien gegeben. Marie verliebt sich, wird schwanger. ...

Bern im Jahre 1968. Als der Vater stirbt, nimmt die Fürsorge Marie und Lena der kranken Mutter weg. Die Schwestern werden getrennt und als Verdingkinder in Familien gegeben. Marie verliebt sich, wird schwanger. Doch man nimmt ihr das Kind weg. Auch als sie längst unabhängig ist, denkt sie ständig an ihre Schwester und ihr Kind. Sie forscht nach - und eine Spur führt sie nach München 

Ich muß zugeben, daß ich noch nie etwas über Verdingkinder gehört hatte. Umso erschreckender ist die Tatsache, daß dies noch gar nicht lange her ist. Das Thema ist hier sehr gut vermittelt worden und man liest mit Erstaunen. Die Autorin nimmt den Leser hier gefangen - durch ihren Stil wird sowohl das Thema als auch die Charaktere nahe gebracht. Man liest und kann es kaum glauben.