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Veröffentlicht am 03.03.2019

Eine bezaubernde Geschichte

Ein Tropfen vom Glück
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Rezension - Ein Tropfen vom Glück

Ein Septemberabend in einem Pariser Mietshaus. Der Zufall führt Hubert,
dessen Familie das Haus einst bauen ließ, mit Magalie, Julien, und Bob zusammen.
Sie verbringen ...

Rezension - Ein Tropfen vom Glück

Ein Septemberabend in einem Pariser Mietshaus. Der Zufall führt Hubert,
dessen Familie das Haus einst bauen ließ, mit Magalie, Julien, und Bob zusammen.
Sie verbringen den Abend über einer Flasche Château Saint-Antoine 1954,
die sie in Huberts Keller gefunden haben. Doch am nächsten Morgen ist nichts mehr wie zuvor.
Sie finden sich im Paris von 1954 wieder, wo sie nicht nur Dalí, Truffaut, Piaf und andere begegnen.
Ein außergewöhnliches Wochenende liegt vor ihnen, das ihrer aller Leben ordentlich
durcheinanderwirbeln wird.

Der Autor hat eine bezaubernde Art zu schreiben.
Sein Schreibstil ist wie ein Eintritt in eine andere Welt.
Es macht sehr viel Spaß mit den Charakteren in ein längst vergangene
Zeit zu reisen und das Frankreich der 50er Jahre zu erleben.
Atmosphärisch dicht und sehr detailgetreu werden die Erlebnisse
wieder gegeben. Man hat das Gefühl direkt mit vor Ort zu sein.
Eine bezaubernde Geschichte ohne jeglichen Kitsch und eine Story die zeitweise an
die fabelhafte Welt der Amélie – erinnert.
Voller Melancholie für Vergangenes aber auch absolut zeitgemäß.

Veröffentlicht am 27.02.2019

Zwei Frauen im Schatten der Macht

Rheinblick
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Deutschland im November 1972, zwei Frauen im Schatten
der Macht. Hilde Kessel, die Wirtin des Rheinblicks
und Sonja Engel die junge Logopädin.
Bei Hilde trifft sich alles, was einen politischen Namen
hat ...

Deutschland im November 1972, zwei Frauen im Schatten
der Macht. Hilde Kessel, die Wirtin des Rheinblicks
und Sonja Engel die junge Logopädin.
Bei Hilde trifft sich alles, was einen politischen Namen
hat und nach der letzten Bundestagswahl kann sich Hilde
nicht mehr dem politischen Ränkespiel entziehen.
Sonja hingegen muss sich um einen berühmten Patienten
kümmern. Sie kämpft um die Stimme von Willi Brandt.
Nach einer Operation muss er diese schonen. Das ist
schwerst Arbeit, denn wem von seinem Politiker Freunden
kann er noch trauen?
Beide Frauen sind erpressbar. Verrat ist die gültige Währung.

Brigitte Glaser hat hier einen unglaublich dichten Roman geschaffen.
Ihr gelingt es mühelos, den Leser in die Geschichten einzubinden.

Einerseits geht es um die politische Lage der Bundesrepublik.
Aber auch um die politische Intrige die in der Politik existiert.
Um Macht, Bosheit, Heimtücke und Hinterlist.
Das vielschichtige Frauenbild wird wunderbar dargestellt.
Das war ja in den 1970er Jahren noch ein ganz anderes.
So ganz nebenbei wird dann auch noch der Mord an einem Heilsarmeemädchen
aufgeklärt.
Das alles wird zu einem Roman mit der neueren deutsche Geschichte verbunden.
Die 70er Jahre leben wieder auf.
Eine richtig schöne und vor allem interessante Zeitreise.
Die Charaktere sind sehr lebendig und echt.
Die Schreibweise ist fließend und mitreisend.
Auch der Kölsche und Bönnsch Dialekt kommt nicht zu kurz.
Ein sehr gut recherchiertes Buch über die politische Lage Deutschlands und auch über die Rolle der Frau in den 70er Jahren.
Eine unbedingte Leseempfehlung.
Darauf einen Dujardin...

Veröffentlicht am 20.02.2019

Aufruhr in Augsburg

Das Spätzle-Syndikat
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Aufruhr in Augsburg. Der Wäschemann ist unterwegs.
Der klaut der Damenwelt die schönsten
Dessous aus den Schränken. Dann passiert auch noch ein Mord. Ein Mann wird mit einem Spitzen-BH erdrosselt.
Ein ...

Aufruhr in Augsburg. Der Wäschemann ist unterwegs.
Der klaut der Damenwelt die schönsten
Dessous aus den Schränken. Dann passiert auch noch ein Mord. Ein Mann wird mit einem Spitzen-BH erdrosselt.
Ein neuer Fall für Elsa Dorn mit einem sehr delikaten Mordwerkzeug.
Handelt es sich hier wirklich nur um Sex Spielchen wie Elsas Chef behauptet?

Elsa beschließt den Ex-Polizisten und Privatermittler
Sven Schäfer einzuweihen.

Der zweite Band dieser Reihe besticht auch wieder
durch seinen Humor.
Elsa Dorn muss sich wie immer gegen die Männerwelt behaupten.
Das macht sie sehr souverän und es macht Spaß zusammen mit ihr zu ermitteln.
Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Pointiert, witzig und mit viel Situationskomik.
Die Charaktere sind sehr lebensecht beschrieben.
Elsa Dorn ist eine sehr sympathische Frau,
die so herrlich unkonventionell den Fall aufklärt.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum überraschenden Ende erhalten.
Dieser Schwaben Krimi lebt nicht nur durch seinen Lokalkolorit , sondern auch durch seine liebenswerten Figuren.
Ein wirklich mörderischer Spaß.

Veröffentlicht am 05.02.2019

Wunderbar erzählt

Auf nach irgendwo!
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Das Cover ist wunderschön und sehr verlockend.
Verspricht eine leichte Reisegeschichte.
Nach den ersten Seiten wird aber sehr
schnell klar, das hier doch etwas mehr dahinter steckt.
Die Autorin hat eine ...

Das Cover ist wunderschön und sehr verlockend.
Verspricht eine leichte Reisegeschichte.
Nach den ersten Seiten wird aber sehr
schnell klar, das hier doch etwas mehr dahinter steckt.
Die Autorin hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Der Schreibstil ist wunderschön, einfühlsam und intensiv.
Der Roman spielt in zwei Zeitebenen und springt immer wieder zurück
in die 1960er Jahre.
Simone Veenstra schafft es, das man sich mit den Charakteren sehr verbunden fühlt.
Man hat auch das Gefühl direkt vor Ort zu sein, mitzureisen.
Alles ist sehr gut recherchiert und wunderbar erzählt.
Es macht Spaß die beiden auf dieser Reise zu begleiten.
Zu erleben wie aus der lockeren Bekanntschaft langsam eine Vertrautheit wird.
Das Wichtigste im Leben ist und bleibt die Familie.
Das ist die Botschaft dieses warmherzigen Romans.
Dieser Roman ist wirklich wie ein kleiner Urlaub.

Veröffentlicht am 28.01.2019

Braune Seilschaften

Der Hunger der Lebenden (Friederike Matthée ermittelt 2)
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Köln im Sommer 1947.
Frederike Matthee von der weiblichen Polizei hilft
bei der Untersuchung an dem Mord einer ehemaligen
Kollegin. Es gibt bereits eine Tatverdächtige. Die
beteuert aber ihre Unschuld. ...

Köln im Sommer 1947.
Frederike Matthee von der weiblichen Polizei hilft
bei der Untersuchung an dem Mord einer ehemaligen
Kollegin. Es gibt bereits eine Tatverdächtige. Die
beteuert aber ihre Unschuld. Frederike fängt an ihr
zu Glauben und ermittelt in alle Richtungen.
Sie kommt immer Tiefer in den braunen Sumpf der
NS-Zeit. Zum Glück hat sie Richard Davies
an ihrer Seite. Davies ist bei der Royal Military Police
und hält sich dienstlich in Köln auf. Ein Deutscher Jude
der mit einem Kindertransport nach England verschickt wurde.


Dies ist der zweite Band. Wer den ersten nicht gelesen hat,
kommt mühelos klar.
Viel Lokalkolorit und ein sehr gutes Hintergrundwissen machen diesen Krimi
zu einem Leseerlebnis.
Die sehr unschöne und anstrengende Nachkriegszeit wird wunderbar
beschrieben.
Das Leiden der Menschen wird schonungslos wiedergegeben.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Der Autor schafft es spielend historisches mit dem erdachten zu verbinden.
Alles wird sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Durch die wunderbare Schreibweise fällt es nicht schwer sich zurechtzufinden.
Man hat das Gefühl direkt vor Ort zu sein.
Auch die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und sehr lebensnah.
Man lebt und leidet mit Ihnen.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum überraschenden Schluss erhalten.
Eine unbedingte Leseempfehlung.