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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2016

Raffiniert und vielschichtig. Ein total spannender Krimi!

Wintertod
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Nachdem mir der erste Fall mit Arne Larsen sehr gut gefallen hat, habe ich mich schon lange auf den Nachfolger gefreut und war gespannt, ob dieser meine Erwartungen erfüllen würde. Und das hat er! „Wintertod“ ...

Nachdem mir der erste Fall mit Arne Larsen sehr gut gefallen hat, habe ich mich schon lange auf den Nachfolger gefreut und war gespannt, ob dieser meine Erwartungen erfüllen würde. Und das hat er! „Wintertod“ toppt sogar noch das Debüt!


Der Winter bekommt Berlin gerade so richtig in seinen Griff, da wird auf einem alten, nicht mehr genutzten Friedhof die Leiche einer Frau entdeckt. Hauptkommissar Arne Larsen, der gerade nach Berlin gewechselt hat und seine Kollegin Mayla Arslan stehen vor keiner leichten Aufgabe. Gilt es doch zunächst die Identität der Toten zu klären und dazu gibt es kaum verwertbare Spuren. Parallel dazu lernt man Lea Zeisberg kennen. Die Lehrerin fürchtet sich regelrecht vor ihren Schülern und ein dramatisches Ereignis in ihrer Vergangenheit gibt auch allen Anlass dazu. Doch dann erreicht Lea ein Hilferuf einer Schülerin. Und auch bei Arne geht es weiter. Eine weitere Leiche wurde gefunden…

„Wintertod“ ist nach „Ein dunkler Sommer“ der zweite Fall für Arne Larsen. Doch dieses Mal ermittelt der Hauptkommissar nicht in Schleswig-Holstein, sondern hat nach Berlin gewechselt. Die Bände lassen sich übrigens unabhängig voneinander lesen. Wintertod reflektiert zwar manche Ereignisse aus „Ein dunkler Sommer“, aber man muss das Buch nicht unbedingt vorher gelesen haben.

Erzählt wird die Handlung zunächst abwechselnd aus der Sicht Arnes und Leas. Später kommt noch ein weiterer Handlungsstrang hinzu, der von Ereignissen im Jahr 1979 in der ehemaligen DDR berichtet. Die Handlungsstränge sind total unterschiedlich und immer wieder fragt man sich, wie dies alles später zu einer abgerundeten Geschichte werden soll. Der Autor lässt hier den Leser wirklich lange im Dunkeln tappen, aber gerade das hat mir sehr gut gefallen. So bleibt die Geschichte spannend bis zum Schluss. Und gerade das Ende hält dann noch eine Überraschung parat.

Thomas Nommensen hat einen sehr raffinierten, aber auch total flüssigen Erzählstil. Damit hat er einen komplexen und spannenden Krimi geschaffen, der schon fast Züge eines Thrillers hat. Viele Dinge werden im Verlauf der Handlung oft nur kurz angerissen oder angedeutet. Erst im späteren Verlauf erfährt man als Leser mehr und mehr Details. Das macht natürlich neugierig und erhöht unglaublich die Spannung. Doch auch so war ich von Beginn an von dem Buch gefesselt.

Die Themen sind vielschichtig. Mobbing, Gewalt in der Schule, aber auch in der Familie und den daraus resultierenden Ängsten. Sehr sympathisch auch wieder der Protagonist Arne Larsen. Er folgt auch mal seiner Intuition und folgt nicht immer dem korrekten Dienstweg. Damit hat er anfänglich Schwierigkeiten und muss sich mit seinen Vorgesetzten auseinandersetzen. Auch privat gibt es Neuerungen, doch diese nehmen einen geringen Teil der Handlung ein.

Insgesamt ein sehr spannender und fesselnder, aber auch tiefgründiger Krimi. Totale Leseempfehlung mit fünf Sternen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannendes und fesselndes Leseerlebnis

Der Todesprophet
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Seit einem Auslandsaufenthalt in Äthiopien bei dem Ben Weidner einen Mann töten musste, um selbst zu überleben, leidet der Journalist unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Immer wieder kommt ...

Seit einem Auslandsaufenthalt in Äthiopien bei dem Ben Weidner einen Mann töten musste, um selbst zu überleben, leidet der Journalist unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Immer wieder kommt es zu Flashbacks und Blackouts und Ben kann sich nicht erinnern. Einer Therapie hat er sich bisher verweigert und so verliert er nicht nur seinen Job, sondern auch die Beziehung zu seiner Frau Nicole geht in die Brüche und die gemeinsame achtjährige Tochter Lisa geht immer mehr auf Distanz.
Durch Zufall findet Ben die Leiche von Tamara, die brutal ermordet wurde. Tamara hatte Ben erst am Abend zuvor über seinen Freund Viktor kennengelernt. Hinweise deuten darauf, dass Ben als Täter in Frage kommt. Doch Ben hat wieder mal wieder einen seiner Blackouts und kann sich an die vergangene Nacht nicht erinnern. Kommt er als Täter wirklich in Frage?
Doch nicht nur das! Schon kurz darauf wird eine weitere Frau auf dieselbe Art und Weise ermordet aufgefunden. Und wieder gerät Ben in den Fokus der Polizei…

Es war meine erste Begegnung mit einem Thriller aus der Feder von Chris Karlden, aber bestimmt nicht die letzte. Der Schreibstil des Autors hat mich total überzeugt und stellenweise sogar an den Fitzek erinnert. Gleich zu Beginn knistert es gehörig vor Spannung. Und diese Spannung zieht sich durch das ganze Buch. Es beginnt ein Verwirrspiel, das es in sich hat. Man weiß nicht, was man glauben soll. Ist Ben vielleicht doch der Täter und kann sich einfach nicht erinnern, weil er eben mal wieder einen Blackout hatte? Oder ist alles ein großes abgekartetes Spiel? Doch wer steckt dahinter? Viele Wendungen und falsche Fährten machen das Ganze zu einem rasanten und fesselnden Leseerlebnis.

Die Kapitel sind angenehm kurz und enden oft mit einem Cliffhanger. Die Perspektiven wechseln und dabei kommt auch der Täter zu Wort. Authentische und gut ausgearbeitete Charaktere, die zu überzeugen wissen. Atmosphärisch dicht, das Ende ist überraschend, aber auch stimmig.
Für mich war „Der Todesprophet“ spannende Unterhaltung vom Feinsten, die ich sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hochspannendes Abenteuer

Das Gold des Meeres
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Das einst so glanzvolle Handelshaus der Fleurys steht kurz vor dem Ruin. Eine Verkettung von Unglücken, aber auch Unfähigkeit haben dazu geführt. Remys Sohn Michel hatte das Familienunternehmen erfolgreich ...

Das einst so glanzvolle Handelshaus der Fleurys steht kurz vor dem Ruin. Eine Verkettung von Unglücken, aber auch Unfähigkeit haben dazu geführt. Remys Sohn Michel hatte das Familienunternehmen erfolgreich weitergeführt. Doch seit seinem Tod ruht das Schicksal nun in der Hand seiner Geschwister Balian und dessen Zwillingsschwester Blanche. Hochverschuldet scheint die letzte Rettung nun in einer Fahrt ins weit entfernte Gotland zu liegen, um dort Waren zu handeln. Ein weiter Weg von mehreren Monaten liegt vor ihnen. Begleitet von vier Kaufmännern begeben sich die Geschwister auf eine gefährliche Reise. Ein großes Abenteuer beginnt, das so manchen Schicksalsschlag bereithält und sie vor viele Herausforderungen stellen wird.
Es ist bereits der dritte Teil dieses historischen Spektakels. Man kann das Buch aber auch ohne Vorkenntnisse der beiden Vorgänger „Das Salz der Erde“ und „Das Licht der Welt“ lesen. In der Klappenbroschur befinden sich eine ausführliche Ahnentafel und eine Landkarte. Zudem gibt es ein hilfreiches Personenregister und Erläuterungen damals gebräuchlicher Ausdrücke und Gegenstände.
Wieder sind weitere Jahre vergangen Und war Remy noch der Protagonist des Vorgängerbandes „Das Licht der Welt“ so ist er mittlerweile schon alt geworden und nur noch Randfigur. Seine Kinder Michel, Balian und Blanche sind die sympathischen Protagonisten.
Daniel Wolf schreibt sehr flüssig und spannend. Man verfolgt atemlos die waghalsige Reise von Balian und Blanche. Immer wieder vom Pech heimgesucht, schaffen sie es dann doch durch einen glücklichen Moment dem Schicksal zu trotzen. Ganz großes Kopfkino entsteht dabei. Die Figuren wirken unglaublich lebendig und man kann sich sehr gut in die Zeit des Mittelalters hineinversetzen. Man merkt, dass der Autor sehr gut recherchiert hat und bekommt so manche Information über diesen Zeitabschnitt. Zudem werden fiktive und historisch belegte Personen miteinander vermischt, sodass man auch noch ein bisschen Geschichtswissen mitbekommt.

Insgesamt wieder ein bunter und hochspannender Historienroman. Man ist richtig ans Buch gefesselt. Daher freut es mich sehr, dass bereits am vierten Band gearbeitet wird.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Absoluter Volltreffer in Sachen Thriller

I Am Death. Der Totmacher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 7)
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In der Nähe des Los Angeles International Airport wird eine junge Frau tot aufgefunden. Das Opfer wurde auf brutalste Weise misshandelt. Bei dem Opfer handelt es sich um eine junge Frau, die Tage zuvor ...

In der Nähe des Los Angeles International Airport wird eine junge Frau tot aufgefunden. Das Opfer wurde auf brutalste Weise misshandelt. Bei dem Opfer handelt es sich um eine junge Frau, die Tage zuvor verschleppt worden war. Bei der Obduktion findet sich in ihrer Kehle ein Zettel mit einer Botschaft: ICH BIN DER TOD.
Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia nehmen die Ermittlungen auf. Doch schon kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden. Der Täter ging bei der Tötung auf ganz andere Weise vor und dennoch findet sich erneut dieselbe Botschaft: ICH BIN DER TOD.
Zudem sucht der Täter den Kontakt zur Polizei, insbesondere Robert Hunter wird in einem Brief vom Täter persönlich herausgefordert. Schafft Robert Hunter

Es ist bereits der siebte Fall für das Duo Robert Hunter und Carlos Garcia. Seit dem Kruzifix-Killer bin ich ein großer Fan von Chris Carter. Dieser beschreibt brutale Szenen sehr ausführlich und spart auch nicht mit blutigen Details. Was mich jedoch immer wieder überrascht ist die Tatsache, dass er es erneut geschafft hat sich selbst zu toppen. Ein megaspannende Jagd nach einem Serienkiller.
Die Handlung beginnt mit der Entführung des ersten Opfers. Und von da ab ist man wie gefesselt von dem Buch. In einem atemberaubenden Tempo geht es weiter. Dabei wechseln die Perspektiven zwischen denen der Ermittler, der Opfer, aber auch der des Täters. Dieser hält zusätzlich den elfjährigen Ricky gefangen, den er jedoch nur als „Wurm“ bezeichnet. Allein was dieser Junge aushalten muss, geht schon ziemlich an die Grenze.

Hochspannung pur, für mich wieder ein absoluter Volltreffer in Sachen Thriller. Von Chris Carter kann man gar nicht genug bekommen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Melodie des Todes

Totenlied
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Jane Rizzoli? Maura Isles? Nein, die beiden werden Sie in diesem Buch nicht finden. Dennoch ist es eine ebenso spannende wie mysteriöse Geschichte,

Doch worum geht es eigentlich?
Die amerikanische Violinistin ...

Jane Rizzoli? Maura Isles? Nein, die beiden werden Sie in diesem Buch nicht finden. Dennoch ist es eine ebenso spannende wie mysteriöse Geschichte,

Doch worum geht es eigentlich?
Die amerikanische Violinistin Julia Ansdell bringt von einer Romreise ein altes Notenbuch mit Zigeunerweisen mit. Darin enthalten ist ein sehr komplizierter Walzer, den Julia zuhause nachspielen will. „ Incendio“ – „das Feuer“, so lautet der Titel. Doch dann geschieht etwas Unfassbares. Die sonst so friedfertige dreijährige Tochter Lily scheint sich beim Klang der Melodie zu verändern und attackiert sogar ihre Mutter. Geht von dem Lied etwas Bösartiges aus?
Ärzte und Psychologen sind ratlos. Doch Julia will dem Ursprung des Liedes ergründen und reist erneut nach Italien…

„Totenlied“ ist ja nicht der erste stand-alone außerhalb der Rizzoli/Isles-Reihe. Doch hier schlägt Tess Gerritsen eine völlig neue Richtung ein.

Das Buch besteht eigentlich aus zwei Handlungssträngen. Zum einen wird die Geschichte Julias in der Gegenwart erzählt, während der zweite uns die Geschichte von Lorenzo und seiner Familie näherbringt. Lorenzos Geschichte geht weit zurück bis zum ersten Weltkrieg, der Hauptteil jedoch spielt während des zweiten Weltkriegs.
Lorenzo ist ein hochbegabter Violinist. Er probt ein gemeinsames Duett mit Laura, der Tochter von Professor Balboni, der ein Freund seines Großvaters ist. Die beiden ergänzen sich nicht nur in der Musik prächtig und so entwickelt sich eine kleine Liebesgeschichte. Doch leider kommt alles anders…
Die Geschichte ist sehr fesselnd geschrieben und durch den ständigen Wechsel der Erzählperspektiven zwischen Julia und Lorenz knistert es ganz gewaltig. Aber die Geschichte ist auch eine traurige Geschichte, die das Leben einer Familie aufzeigt.

Tess Gerritsen ist eine begnadete Erzählerin. Und auch die Bezeichnung Thriller ist absolut berechtigt. Ich habe das Buch in einem Stück durchgelesen, da ich so fasziniert war von der Geschichte. Eine Geschichte, die mich sehr berührt hat und die mir noch lange nachgehen wird. Dieses Buch vergisst man nicht so leicht.