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Feliz

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Veröffentlicht am 04.02.2019

Ein würdiger Abschluss der Reihe

The Banker (San Francisco Hearts 3)
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Das Cover passt zu den vorherigen Teilen der Reihe, allerdings wirkten die Cover der anderen Teile aus irgendeinem Grund edler und hochwertiger. Das liegt möglicherweise daran, dass die anderen Teile einen ...

Das Cover passt zu den vorherigen Teilen der Reihe, allerdings wirkten die Cover der anderen Teile aus irgendeinem Grund edler und hochwertiger. Das liegt möglicherweise daran, dass die anderen Teile einen Teil der Berufszugehörigkeit zeigten und hier einfach ein Mann in Hemd abgebildet ist. Dies könnte auch zu jedem anderen Young Adult Roman passen können.

Die Geschichte steht den anderen Teilen allerdings in nichts nach: Lennon will endlich ihren Onlinehandel für Sexspielzeuge verwirklichen und braucht dafür unbedingt einen Geldgeber. Da ihr Bruder ihr seinen Chef Jasper nicht vorstellen will, muss sie ihn auf eigene Faust treffen. Als sie ihm dann aber bei einem Speed Date gegenübersitzt, muss sie sich plötzlich entscheiden, ob sie lieber den Mann oder das Geld will...

Lennon kenne ich schon aus den anderen Teilen und auf sie war ich aufgrund ihrer ungewöhnlichen Art am meisten gespannt. Whit und Thalia leben im Großen und Ganzen ein relativ normales Leben, bei Lennon sieht das ein wenig anders aus. Sie ist einfach ein spannender Charakter, bei dem man nie weiß, was sie als nächstes tut. Aus diesem Grund fand ich die Konstellation zwischen ihr und Jasper auch so spannend. Sie ist eher wild und will sich nicht binden, während er seinem Sohn gegenüber Verantwortung übernehmen muss. Das sollte eigentlich zueinander passen, das tut es aber doch auf wunderbare Art und Weise, das es sowohl glaubhaft als auch spannend zu sehen ist. Auch wenn ich Lennon schon vorher mochte, habe ich sie, ähnlich wie ihre Familie, nicht so richtig ernst genommen. Doch sie tut viel, um ihr Geschäft aufbauen zu können, weiß aber schon von Anfang an, dass sie Jasper nicht ausnutzen will. Diese Stärke in ihren Handlungen finde ich bewundernswert und es macht sie zu einem glaubhaften Charakter, mit dem man mitfiebert und dem man unbedingt ein Happy End wünscht.

Alles in allem ist das Buch durch den angenehmen Schreibstil und die starken, ungewöhnlichen Charaktere ein würdiger Abschluss der Reihe.

Veröffentlicht am 02.02.2019

Alles Unnütze, das man als Fußballfan wissen sollte

Eier, wir brauchen Eier!
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Das Buch von 11Freunde ist jetzt kein typisches Buch, es werden vielmehr witzige Anekdoten zu verschiedenen Themen erzählt, die einen als Fan immer wieder zum Lachen bringen. Es ist natürlich nicht so, ...

Das Buch von 11Freunde ist jetzt kein typisches Buch, es werden vielmehr witzige Anekdoten zu verschiedenen Themen erzählt, die einen als Fan immer wieder zum Lachen bringen. Es ist natürlich nicht so, dass man das Buch in einem Zug durchlesen muss, weil es so unglaublich spannend ist. Es ist aber ein angenehmer Zeitvertreib. Die Anekdoten sind im typischen Stil von 11Freunde geschrieben und tragen zu einem hohen Spaßfaktor bei. Manchmal fehlen allerdings ein bisschen die Hintergründe zu den kleinen Geschichten, sodass man nicht immer alles hundertprozentig verstehen kann.

Alles in allem ein witziges Buch mit Anekdoten, die gleichermaßen unterhaltsam und interessant sind.

Veröffentlicht am 01.02.2019

Spannendes Setting, angenehme Geschichte

American Royals - Verbunden mit dir
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Das Cover ist nichts Besonderes, auch wenn es bei näherem Hinsehen deutlich edler erscheint als auf den ersten Blick. Trotzdem hätte ich es nicht weiter beachtet, wenn ich es im Laden gesehen hätte.

Mit ...

Das Cover ist nichts Besonderes, auch wenn es bei näherem Hinsehen deutlich edler erscheint als auf den ersten Blick. Trotzdem hätte ich es nicht weiter beachtet, wenn ich es im Laden gesehen hätte.

Mit der Geschichte verhält es sich ähnlich wie mit dem Cover: Sie ist einen zweiten Blick wert. Maddie will einfach nur die Welt verbessern, das ist aber gar nicht so leicht, wenn man die Tochter des Präsidenten ist und sich gerade auf einer Polizeiwache befindet. Zur Strafe muss sie Sozialstunden ableisten und das ausgerechnet bei Jake, dem Sohn der Vizepräsidentin. Dieser ist seit einem Kriegseinsatz nicht mehr der perfekte Vorzeigesohn und nicht gerade begeistert, dass er nun Maddie an der Backe hat. Doch nach und nach merken die beiden, dass sie mehr füreinander empfinden, aber für die beiden kann es kein Happy End geben oder?

Ich mochte den Schreibstil von Anfang an sehr gerne, er ist angenehm und leicht, sodass man man das Buch gut in einem Zug lesen konnte. Dennoch sticht er nicht unbedingt heraus.

Das Setting fand ich von Anfang an spannend, weil es mal etwas Anderes war. Maddie als eine Art moderne Prinzessin als Tochter des amerikanischen Präsidenten, die sich in den Sohn der größten Gegnerin ihres Vaters verliebt. Maddie war mir von Beginn an sympathisch. Ich hatte eigentlich eine verwöhnte Prinzessin erwartet, die einfach nur aus Spaß Blödsinn macht, doch sie hat gute Gründe. Sie versucht Welpen zu befreien, die getötet werden sollen und wird dabei erwischt. Sie hat ein gutes Herz und will einfach etwas Positives bewirken. Aus diesem Grund sieht sie die Sozialstunden auch als etwas Positives an und stürzt sich mit vollem Elan in die Arbeit. Auch Jake mochte ich richtig gerne. Man merkt ihm noch immer an, wie sehr er unter seinem Kriegseinsatz zu leiden hat und dass das Verhalten seiner Mutter bei der Verarbeitung nicht gerade hilfreich ist. Er ist von Anfang an sehr verschlossen, doch Maddies fröhliches Wesen schafft es, innerhalb kürzester Zeit ihn aus seinem Schneckenhaus zu holen.
Auch die Thematisierung von PTBS und deren dramatischen Auswirkungen, auf dich ich nicht weiter eingehen will, um nicht zu spoilern, war teilweise sehr berührend und emotional. Dennoch war mir das Ende zu perfekt und der Funke bei den Charakteren sprang nicht so richtig über.

Alles in allem mochte ich die Geschichte, weil der Schreibstil angenehm und flüssig war, dennoch habe ich nicht so richtig mitgefiebert und die Geschichte blieb nicht so richtig im Gedächtnis.

Veröffentlicht am 30.01.2019

Für mich der schwächste Teil der Reihe

Die letzte erste Nacht
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Das Cover passt natürlich hervorragend den anderen zwei Teilen und fügt sich somit perfekt in die Reihe ein. Auch die Covermodels passen gut zu Trevor und Tate.

Trevor hat sich geschworen auf Tate aufzupassen, ...

Das Cover passt natürlich hervorragend den anderen zwei Teilen und fügt sich somit perfekt in die Reihe ein. Auch die Covermodels passen gut zu Trevor und Tate.

Trevor hat sich geschworen auf Tate aufzupassen, seit er sie kennen gelernt hat. Auf keinen Fall hätten sie miteinander im Bett landen sollen, doch beide können das Prickeln zwischen ihnen nicht ignorieren. Trevor kann es allerdings nicht zulassen, ihr zu nahe zu kommen, hat Tate doch das Ziel, endlich herauszufinden, wie ihr Bruder starb. Dies muss Trevor allerdings um jeden Preis verhindern, ist sie seinem Geheimnis doch schon viel zu nahe gekommen.

Der Schreibstil ist wie bei jedem Buch von Bianca Iosivoni wunderbar leicht und flüssig, sodass die Seiten von Anfang an nur so dahin fliegen. Sie schafft es ab der ersten Seite, dass man in die Geschichte eintauchen kann und vollkommen mit Tate und Trevor mitfiebern kann.

Ich mag die Charaktere von Tate und Trevor unglaublich gerne. Sie sind sich so ähnlich, dass sie einfach dauernd aneinander geraten müssen. Dennoch merkt man in jeder ihrer Auseinandersetzungen schon die Funken zwischen den beiden, sodass man sich einfach wünscht, dass die beiden endlich aufhören, gegen ihre Gefühle anzukämpfen. Ich konnte die Gründe von Trevor durchaus verstehen, weiß er ja von Anfang an, dass er den Tod von Tates Bruder verschuldet hat und dass Tate dessen Umstände unbedingt aufklären will. Genau diese Geschichte ist leider auch, was mich nicht so ganz zu fesseln vermag. Man weiß im Prinzip schon von Anfang an, dass Trevor etwas mit Jamies Tod zu tun hat und dass das das Problem in deren Beziehung werden wird. Das hat für mich einen Großteil der Spannung genommen, weil man schon viel zu genau wusste, was passieren würde.

Alles in allem war mir die Story in diesem Teil viel zu vorhersehbar, das wird allerdings durch die gut gestalteten Charaktere und den wunderbaren Schreibstil ausgeglichen, sodass mich das Buch durchaus zu fesseln wusste, wenn auch nicht zu begeistern.

Veröffentlicht am 29.01.2019

Wenn selbst perfekte Menschen Fehler machen

Flawed – Wie perfekt willst du sein?
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Das Cover des Hörbuches bzw. des Buches gefällt mir ausgesprochen gut, schon alleine aufgrund dem harmonischen Zusammenspiel der Farben. Aber auch der Kreis als mathematisches Symbol des Perfekten passt ...

Das Cover des Hörbuches bzw. des Buches gefällt mir ausgesprochen gut, schon alleine aufgrund dem harmonischen Zusammenspiel der Farben. Aber auch der Kreis als mathematisches Symbol des Perfekten passt hervorragend zur Geschichte Celestines.
Diese ist schließlich der Inbegriff der Perfektion: Sie ist hübsch, ein Genie in Mathe und hat in Art den perfekten Freund. Doch in der Welt, in der Celestine North lebt, kann ein kleiner Fehler schon dazu führen, dass man aus der Gesellschaft ausgestoßen wird und einen Fehler begeht auch die perfekte Celestine. Sie hilft im Bus einem sogenannten Fehlerhaften sich auf einen Platz zu setzten, weil er an seinem Husten fast erstickt. Menschen, die als fehlerhaft verurteilt wurden, haben eine schwere moralische Verfehlung begangen und wurden aus diesem Grund mit einem Brandmal gekennzeichnet. Zudem werden sie durch diverse Regeln aus der Gesellschaft ausgeschlossen und man darf Fehlerhaften beispielsweise keine Hilfe leisten. Genau dies hat Celestine mit ihrem Mitleid dem fehlerhaften Mann gegenüber allerdings getan. Nun besteht die Gefahr selbst als Fehlerhafte gebrandmarkt werden, aber das wird Richter Craven, der Vater ihres Freundes Art und der Vorsitzender der Gilde, die für diese Verurteilungen zuständig sind, nicht zulassen oder?
Ich höre eigentlich eher selten Hörbücher, weil ich einfach viel lieber selbst lese und dadurch auch schneller bin. Zudem habe ich meistens Schwierigkeiten mich einfach nur aufs Zuhören zu konzentrieren. Da ich jetzt aber ein paar Tage krank war und mich irgendwie beschäftigen musste, wollte ich etwas hören, das ich schon gelesen habe, damit ich dabei auch abschalten kann. Ich war dann im Endeffekt aber doch mehr gefesselt als ich es gedacht hätte. Die Stimme von Merete Brettschneider hat mir unglaublich gut gefallen, weil sie es verstanden hat, meine Aufmerksamkeit zu fesseln und gleichzeitig genug Raum für eigene Interpretationen im Buch gelassen hat.
Auch die Idee der Geschichte hat mir hervorragend gefallen. Die Welt hat sich durch die Einrichtung einer Institution, die moralisches Fehlverhalten ahndet, komplett verändert, weil nun jeder den Anspruch hat, sich perfekt zu verhalten, so wie es auch Celestine zu Beginn der Geschichte tut. Die Erklärungen zu dieser Welt fand ich unglaublich spannend, deswegen fehlte mir auch zu Beginn keinesfalls die Spannung, obwohl an Handlung tatsächlich eher wenig passiert. Was mich neben der manchmal ein wenig ungeschickt formulierten Sätzen noch gestört hat, war an manchen Stellen das Verhalten Celestines. Zu Beginn ist sie die perfekte, angepasste Tochter, die vollständig nach den Regeln der Gilde und der Gesellschaft lebt ohne diese zu hinterfragen. Sie hinterfragt keine Entscheidung dieser Regeln und bricht plötzlich alle diese, um einen fehlerhaften Mann zu schützen. Dieses Verhalten kann ich sogar noch verstehen, weil sie hier einfach nur logisch handelt. Dass sie später aber ihre "Verfehlung" zugibt und trotzdem nicht an die Konsequenzen denkt, lässt sie in meinen Augen echt naiv und weltfremd wirken, was nicht so ganz zu ihrem restlichen Verhalten passen will.

Alles in allem habe ich das Hörbuch, obwohl ich die Geschichte schon kannte, innerhalb kürzester Zeit durchgehört und war ein weiteres Mal von dieser dystopischen Welt gefesselt.