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Veröffentlicht am 08.03.2019

Spannende Geschichte und Charaktere mit mehr Tiefe, als man zunächst glaubt

Elfenkrone
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Nichts in ihrem Leben entwickelt sich nach ihren Vorstellungen, aber Jude ist eine Kämpferin. Gegen ihren Willen hat sie sich an das Leben im Reich der Elfen gewöhnt. Es ist ihr Zuhause und hier ist auch ...

Nichts in ihrem Leben entwickelt sich nach ihren Vorstellungen, aber Jude ist eine Kämpferin. Gegen ihren Willen hat sie sich an das Leben im Reich der Elfen gewöhnt. Es ist ihr Zuhause und hier ist auch ihre neue Familie. Der Mörder ihrer Eltern hat sie und ihre Schwestern wie seine eigenen Kinder aufgezogen und diesem mächtigen Mann möchte Jude sich nun beweisen.
Sie ist den Elfen in fast jeder Hinsicht unterlegen, nur können sie und ihre Zwillingsschwester Taryn lügen, und die Elfen eben nicht. Aber Jude ist es wichtig, zu zeigen, dass sie nicht schwach ist. Während ihr Zwilling eher still und die ältere Halbschwester Vivi rebellisch ist, möchte Jude mehr wie die Elfen sein und sich ihnen nicht unterlegen fühlen, sondern an ihrer Seite stehen.
Sie fürchtet sich nicht und die Demütigungen anderer füttern nur ihren Zorn und ihren Kampfgeist, sodass sie sich schnell Feinde macht und sich selbst in Gefahr bringt.

Was ich an diesem Buch gar nicht mochte, waren die jugendlichen Elfen rund um Prinz Cardan, die Jude das Leben zur Hölle machen. Bösartige und gleichzeitig kindische Streiche machen diese Gruppe aus und das fand ich einfach lästig. Vor allem zwischen den vielen Intrigen wirkten diese schon lächerlich.

Man konnte, wenn man die eigentlich offensichtlichen Details nicht ignoriert hat, verschiedene Motive mancher Charaktere entdecken, aber es war schon sehr schwer, die Charaktere in Gut und Böse einzuteilen, denn manche warteten nur auf die richtige Gelegenheit, um zuzuschlagen, während Andere nur ihre Liebsten beschützen wollen und nur dafür über Leichen gehen. Und manchmal hatte man nie wirklich über das Leben dieser Person nachgedacht, das vielleicht viel komplizierter war als auf dem ersten Blick. Aber auf jeden Fall steckte immer mehr hinter der Geschichte, als man zunächst ahnte und das gab der Geschichte Tiefe und Spannung!

Ein, zwei Dinge habe ich schon lange vorhergesehen und doch gehofft, dass es anders kommt. Andere Punkte wiederum konnten mich wirklich überraschen! Das Buch war insgesamt wirklich spannend und abgesehen von einigen oberflächlichen Handlungen und Entwicklungen hat es mir wirklich gut gefallen.

Fazit
Mir hat "Elfenkrone" wirklich gut gefallen! Spannende Geschichte, Charaktere mit mehr Tiefe, als man zunächst glaubt und eher nebensächliche Kritikpunkte. Ich freu mich auf mehr!

Veröffentlicht am 08.03.2019

Charmantes Pärchen und sogar eine spannende Liebesgeschichte!

Weil es Liebe ist
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Holland ist schon beinahe ein Stalker, so wie sie Calvin, den sie zunächst heimlich "Jack" nennt, beobachtet. Sie schwärmt für den talentierten Straßenmusiker und hört ihm einfach so gerne zu. Nach kleinen ...

Holland ist schon beinahe ein Stalker, so wie sie Calvin, den sie zunächst heimlich "Jack" nennt, beobachtet. Sie schwärmt für den talentierten Straßenmusiker und hört ihm einfach so gerne zu. Nach kleinen Zwischenfällen kommt es dazu, dass sie zusammen wohnen, aber es ist viel mehr als das und auch ein wenig komplizierter. Es war aber eine sehr skurrile Situation und schon recht unrealistisch, dass die beiden sich drauf einlassen, doch diese verrückten, wagemutigen Charaktere? Sie riskieren es.

Holland hat einige Unsicherheiten, denn sie ist nicht gerade erfolgreich und hatte gleichzeitig so viele Träume. Im Moment hält sie sich aber nur mit der Hilfe ihrer Onkel über Wasser und ist dann auch bereit, sich für ihre geliebten Verwandten in diese kuriose Lage zu begeben. Doch sie hat ja auch selbst Interesse an Calvin und daher kann sie diesem verrückten Drang nicht widerstehen.
Bei Calvin weiß man nicht genau, was durch seinen Kopf geht, aber er ist sehr charmant und ein wirklich schnuckliger Typ. Dazu musiziert er mit solcher Leidenschaft, dass er alle verzaubert und vor allem Holland ist absolut hingerissen von ihrem schönen Gitarrist.

Die beiden sind ein sehr witziges, niedliches Pärchen und dieses Buch hatte den Humor, den ich an den Büchern des Autorinnen-Duos so schätze. Das Buch war auf jeden Fall ziemlich unterhaltsam und teilweise auch ziemlich spannend, wenn Calvin und Holland zusammen ihre Prüfungen durchstehen.

An einigen Stellen war es zwar Genre-typisch vorhersehbar, aber es war meistens nicht zu übertrieben und daher hat es mir trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Die Leidenschaft zur Musik und auch die Entwicklung von Hollands Charakter spielen eine Rolle, aber das ist vor allem eine Liebesgeschichte und die war einfach gut gelungen. Die beiden und ihre Geschichte konnten mich absolut verzaubern.

Fazit
"Weil es Liebe ist" hat mir mit dem charmanten Pärchen und der tatsächlich spannenden Liebesgeschichte sehr gut gefallen! Ich freu mich wie immer auf weitere Titel der Autorinnen.

Veröffentlicht am 28.02.2019

Ein gelungener Abschluss, auch wenn ich mir mehr gewünscht hätte

Brave – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
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Ivy hat sich nach ihrem unfreiwilligen Aufenthalt in den Fängen des Winterprinzen ganz schön verändert. Sie ist ziemlich gereizt, angriffslustig und stößt die meisten von sich. Alles verständlich, denn ...

Ivy hat sich nach ihrem unfreiwilligen Aufenthalt in den Fängen des Winterprinzen ganz schön verändert. Sie ist ziemlich gereizt, angriffslustig und stößt die meisten von sich. Alles verständlich, denn sie hat die Hölle durchgemacht.
Und sie will wieder so sein wie früher, hat aber Angst, dass sie nie wieder dorthin zurückkann. Bisher war sie die taffe Kämpferin, aber nun ist als Zielscheibe versuchen so viele Leute, sie aus der Gefahr rauszuhalten, die vom Winterprinzen ausgeht. Allen voran Ren, der ihr kaum noch Freiraum gibt. Die Situation zwischen den beiden ist ziemlich angespannt, weil Ren viel von ihr verlangt, doch Ivy wird alles etwas zu viel.
Ren war hier leider nicht mein Favorit, denn im Gegensatz zum charmanten Krieger wird er hier mehr zum Mann an Ivys Seite, sodass alles andere etwas vernachlässigt wird.

Tink war wieder ein ziemlich witziges - wenn auch gelegentlich etwas nerviges - Highlight. Er hat eine furchtbar große Klappe und ungeahnte Talente, die einen durchaus zum Lachen bringen.

Man bekam mehr und mehr vom Leben der Fae, Halblinge und anderen Wesen zu sehen und das mochte ich schon, schließlich ist das ein Fantasy-Roman und da will ich auch etwas geboten bekommen. Der Fokus lag aber eher auf Ivy und ihrer Entwicklung als auf der Magie der Welt und daher waren sie eher eine Kulisse als richtig Charakter zu bekommen.
Zum Schluss kamen einige interessante Wendungen, von denen ich eine schon habe kommen sehen, doch der Rest war doch sehr gelungen und hat mich überrascht. Das Ende hatte schon noch einiges zu bieten, das die Sache abrunden könnte. Und doch hab ich das Gefühl, das Potenzial sei nicht ganz ausgeschöpft worden und und als würde noch etwas fehlen. Von mir aus könnte noch ein Buch kommen, das noch mal richtig reinhaut.

Fazit:
"Brave" hat mir als Abschluss der Dilogie wirklich gut gefallen, aber insgesamt ist es nicht an meine hohen Erwartungen vom ersten Buch rangekommen. Nicht meine Lieblingsreihe der Autorin, auch wenn die Trilogie mir schon gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 22.02.2019

Kommt an Wicked nicht ran!

Torn – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
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Ich habe mich jahrelang auf dieses Buch gefreut und da war eigentlich schon klar, dass ich zu hohe Erwartungen haben würde.

Es knüpft nahtlos an das Ende von Wicked an, wo Ivy zuletzt eine ziemlich schockierende ...

Ich habe mich jahrelang auf dieses Buch gefreut und da war eigentlich schon klar, dass ich zu hohe Erwartungen haben würde.

Es knüpft nahtlos an das Ende von Wicked an, wo Ivy zuletzt eine ziemlich schockierende Entdeckung gemacht hat. Sie steckt in einem ziemlichen Dilemma, weil der Orden den Halbling sucht, um die Katastrophe abzuwenden und obwohl Ivy sie eigentlich unterstützen möchte, will sie nicht sterben und muss deswegen ihr großes Geheimnis für sich behalten.
Und das belastet sie ganz schön, vor allem wenn sie an Ren denkt, weil er schon einen Halblingsfreund verloren hat und sie ihm das nicht erneut antun möchte. Und sie hat furchtbare Angst um ihre Beziehung zu Ren, dem sie ihr Herz geöffnet hat.

Dieses Buch handelt von der Suche nach dem Halbling und de Apokalypse-Baby, das der Prinz mit diesem zeugen möchte. Ich hatte mir in der Hinsicht etwas anderes vorgestellt, doch der Prinz erweist sich sehr schnell als unheimlicher, ekliger Psycho, so wie es angekündigt wurde.

Ich mochte das Gefühlschaos und auch der Humor gefiel mir wieder gut. Ivys "Haustier", der Brownie Tink war zwar etwas nervig, aber auch sehr witzig. Und auch wenn das Buch wieder sehr spannend war, fand ich, dass doch sehr wenig passiert ist. Die Wendungen konnten mich teilweise nicht überraschen, weil man Varianten davon schon woanders gelesen hat und sie hat kommen sehen.
An den Vorgänger kommt es nicht ran!

Fazit
Obwohl ich "Torn" teilweise spannend und auch unterhaltsam fand, kommt es nicht an "Wicked" heran und ich hoffe, der letzte Teil schöpft sein Potenzial noch mal aus!

Veröffentlicht am 04.02.2019

Sehr viel Liebesgeschichte, aber doch ziemlich gut

Der Klang der Täuschung
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Ihre harte Kindheit in Venda hat Kazi zu einer Überlebenskämpferin mit vielen Tricks und Kniffen gemacht. Obwohl sie jung ist, hat sie schon lange einen Ruf, der ihr Respekt einbringt. Sie hat geschickte ...

Ihre harte Kindheit in Venda hat Kazi zu einer Überlebenskämpferin mit vielen Tricks und Kniffen gemacht. Obwohl sie jung ist, hat sie schon lange einen Ruf, der ihr Respekt einbringt. Sie hat geschickte Finger und auch ein cleveres Köpfchen. Sie ist schon ziemlich abgehärtet, hat aber auch einen weichen, hoffnungsvollen Kern, der sie sehr sympathisch macht.
Als ihre Mission sich anders entwickelt als erwartet, improvisiert sie gekonnt. Sie bleibt auch im leidenschaftlichsten Moment ziemlich professionell, ist aber immer mit Herz bei der Sache.

Jase muss nach dem Tod seines Vaters furchtbar viel Verantwortung übernehmen, für seine Familie, ihr Reich und ihre Leute. Und gerade läuft es nicht gut dort, weil Torsfeste von den anderen Königreichen nicht anerkannt wird und das führt immer mal wieder zu Ärgernissen. Und er hat auch nicht alles unter Kontrolle, wie es hätte sein sollen, denn es gibt viele Feinde, die es auf ihr Land und auf ihre Macht abgesehen haben.
Er ist sehr stolz auf seine Familiengeschichte und verteidigt seine Leute mit Leib und Seele. Doch ich hätte auch etwas mehr von ihnen erwartet. Für eine Familie, die wie eine Adelsfamilie oder wie die Mafia agiert, waren sie oft sehr leichtsinnig und vorschnell. Ich hätte mir da mehr Intrigen gewünscht!

Umgehauen hat mich das Buch nicht, weil es mir zu viel Liebesgeschichte war und alles andere eher so am Rand geschah. Mir gefiel die Charakterentwicklung und das World-Building rund um Torsfeste, aber es hätte gern etwas mehr Spannung geben können, vor allem bei diesem Seitenumfang. Die wirklich großen, weltbewegenden Geheimnisse wurden einfach in das nächste Buch verschoben und das hier war eher ein seichtes Jugendbuch, das Potenzial verschwendet hat.
Die Liebe zwischen den Beiden fand ich aber teilweise schon in Ordnung. Sie kommen sich sehr schnell näher, und dann können sie nicht mehr ohne einander. An manchen Stellen fand ich sie echt liebenswert, an anderen war es mir etwas zu viel.

Fazit:
Ich hatte bei "Der Klang der Täuschung" schon viel Spaß und mochte sowohl die Protagonisten als auch die Liebesgeschichte. Ich hätte mir aber mehr Biss, mehr Intrigen und mehr Spannung einer anderen Art gewünscht.

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