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Veröffentlicht am 05.02.2019

Mord und Pilgerfaszination in einem Buch

Mörderischer Jakobsweg
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"Mörderischer Jakobsweg" ist ein krimineller Freizeitführer aus dem Gmeiner Verlag und erschien am 4.7.2018. Das Buch umfasst 11 Kurzkrimis und 125 Sehenswürdigkeiten und Tipps auf deutschen Pilgerwegen. ...

"Mörderischer Jakobsweg" ist ein krimineller Freizeitführer aus dem Gmeiner Verlag und erschien am 4.7.2018. Das Buch umfasst 11 Kurzkrimis und 125 Sehenswürdigkeiten und Tipps auf deutschen Pilgerwegen. Die Autorinnen sind Leila Emami, Dagmar Schmid und Fenna Williams.



Mit diesem Wanderführer öffnen sich die verschiedenen Pilgeretappen, die auch vor der eigenen Haustür liegen können. Hier finden sich Krimis, die auf Pilgerwegen spielen und die dabei gestreiften Sehenswürdigkeiten werden in einem Nummernregister näher erklärt. So lernt man neben der Einkehr zu sich oder zu Gott auch die regionalen Highlights entlang von Mosel, Lahn und Rhein kennen. Diese relativ kurzen Touren durch Hessen, Pfalz und Niedersachsen kann man mit diesem Buch näher kennenlernen. Vielleicht findet der Leser hier seine Pilgerstrecke. Die mörderischen Geschichten sind nur als literarisches Bonbon gedacht.




Pilgern auf dem Jakobsweg, damit verbinden die meisten Menschen den Camino, der in Santiago de Compostela endet. Dabei gibt es viele Pilgerwegen, "Zubringer"-Caminos, die durch Deutschland führen. Die Magie des Wanderns auf dem Jakobsweg beginnt nicht erst in Spanien, sie kann auch hier erlebt werden.

Mit ihren kurzen Krimis erklären die Autorinnen einerseits ihre Wanderslust und geben viele Besichtigungstipps ab, zeigen aber auch ihre dunkle, kriminelle Seite. Die vorgestellten Strecken sollen ohne große Vorbereitungen zu schaffen sein, hier ist der Weg das Ziel und die örtlichen Schönheiten sollte man unbedingt genießen und nicht daran vorbeipilgern.




Dank dieser kriminellen Ausflüge auf Pilgerwegen kann man die Gegend entdecken, erhält Informationen von Sehenswürdigkeiten und wird vielleicht auch ein wenig angesteckt von der Lust zu Pilgern. Es muss ja nicht unbedingt gleich böse enden wie häufig in den Geschichten der Fall.


Mir haben die 11 Krimis sehr gut gefallen, es ist für jeden Geschmack etwas dabei und die lokalen Örtlichkeiten sind dabei nicht zu übersehen. Es wird nachdenklich, emotional und meistens auch sehr böse, denn nicht alle Figuren suchen auf dieser Pilgerreise ihren seelischen Frieden.


Bitterböse, arglistig und voller Hintergedanken sind die kleinen Krimis von Leila Emami. Ich bin begeistert von dieser Autorin.

In "Die Wandernonne" wird von Gisela erzählt, die sich zum Pilgern auf ihre Rolle als Nonne vorbereiten möchte. Sie sucht Tiefenentspannung und Ruhe für diese Entscheidung und findet einen nervigen Begleiter namens Gisbert. Er scheint ihre persönliche Prüfung Gottes zu sein, jedenfalls endet die Pilgerung mit einem tragischen Ende.

In "Wohlbehütet" von Claudia Schmid erleben wir eine hilfsbereite, aber etwas aufdringliche Nachbarin namens Heitrude. Sie nötigt ihren Nachbarn Mahlzeiten, Putzdienste und anderes auf und erst im Nachhinein findet sich für dieses Verhalten eine Erklärung.

Bei Fenna Williams heißt es "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" und auch hier endet eine Pilgerreise wieder ganz anders als gedacht. Boshaft und hinterlistig, aber gut!



Dieser kriminalistische Wanderführer weckt das Interesse für eine eigene Pilgeretappe und bringt mit den erwähnten Sehenswürdigkeiten auch reichlich Ziele zur Auswahl mit. Die Krimis sorgen für ein etwas böses Hintergrund-Szenario, doch das muss sich beim eigenen Wandern ja nicht so abspielen.


Veröffentlicht am 01.02.2019

Flotter Roman dank einer wortgewandten Protagonistin

Netzgeflüster
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Im Bookshouse Verlag erscheint der Romance Titel "Netzgeflüster" von Caroline Messingfeld.


Lena ist Zahnärztin und nach Fehlschlägen in Sachen Liebe pfeift sie auf die Männer und lebt lieber allein. ...

Im Bookshouse Verlag erscheint der Romance Titel "Netzgeflüster" von Caroline Messingfeld.


Lena ist Zahnärztin und nach Fehlschlägen in Sachen Liebe pfeift sie auf die Männer und lebt lieber allein. Nach Feierabend wird sie zur Couchpotatoe, natürlich mit ihrer geliebten Schokolade. So hat sie einigen Kummerspeck angefuttert und als sie von ihrer besten Freundin eine Einladung als Trauzeugin bekommt, bemerkt sie das figürliche Dilemma. Doch Hilfe naht in Person ihrer lieben Kollegin Aylin.


Lena soll Trauzeugin bei ihrer besten Freundin werden. Das reißt sie sozusagen aus ihrem Dornröschenschlaf und mit reichlich Fitnessprogramm, weniger Schokolade und dem nötigen Schwung ihrer Kollegin Aylin bekommt Lena nicht nur ihre Figur wieder in den Griff, sondern entwickelt auch Selbstvertrauen und entdeckt, dass es doch noch nette Männer gibt.


Dank Aylin kommt Lena auf die Idee mit einem Onlinedating und merkt schnell, die Prinzen, die sie dort trifft, sind in Wahrheit gar keine. Also verlässt sie sich lieber auf das echte Leben. Wen sie dort kennenlernt, mit wem sie streitet und mit wem sie gut auskommt, das möchte ich hier nicht verraten.

Am Ende lernt sie zu sich selbst zu stehen, entwickelt mehr Selbstvertrauen und verkriecht sich nicht mehr nur in der eigenen Wohnung. Sie wird offener, empathischer und pfeift auf die Meinung anderer.

Sie ist eine sympathische, junge Frau, die beruflich erfolgreich ist, aber mit ihrer Figur und der Liebe hadert. Doch es kommt wie es kommen muss, sie verliebt sich.



Die Geschichte ist sehr flott geschrieben und besonders die Dialoge sind durch die Schlagfertigkeit und Lenas trockene Art sehr lustig. Die Charakterdarstellung ist Caroline Messingfeld sehr gut gelungen, ich habe die Personen stets vor Augen gehabt.


Trotz vorhersehbarem Verlauf hat mir dieser Roman richtig gut gefallen. Es ist der wunderbare Erzählstil, der mich durch das Buch getragen hat, die vielen überraschenden Irrungen und Wirrungen der Liebe und die herzlichen Freundschaften, die Lena entgegengebracht werden. Wenn man sieht, wie sich Lena in ihrer Persönlichkeit weiter entwickelt und offener wird, ist man auf ihrer Seite und möchte natürlich wissen, wie sie ihr Liebesleben nun gestaltet.




"Netzgeflüster" sorgt mit flotten Dialogen und einer charmanten und sehr wortgewandten Protagonistin für unterhaltsame Lesezeit. Gefühlvoll, witzig und wie eine Auszeit vom Alltag erlebt man diesen Roman. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 29.01.2019

Warmherzig und bewegend

Abendrot
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Holt ist eine Kleinstadt im Herzen Colorados. Die Menschen leben hier von der Viehzucht, so wie die alten McPheron-Brüder. Schweren Herzens müssen sie ihre Ziehtochter Victoria gehen lassen. In einem Wohntrailer ...

Holt ist eine Kleinstadt im Herzen Colorados. Die Menschen leben hier von der Viehzucht, so wie die alten McPheron-Brüder. Schweren Herzens müssen sie ihre Ziehtochter Victoria gehen lassen. In einem Wohntrailer lebt die Familie Wallace, unterstützt von der Sozialamtmitarbeiterin Rose, der elfjährige DJ kümmert sich liebevoll um seinen kranken Großvater. Egal wir hart das Schicksal hier zuschlägt, so gibt es doch noch Mitmenschlichkeit in Holt. Sie haben sich gegenseitig im Blick und versuchen, sich umeinander zu kümmern.

Holt liegt in den Weiten der amerikanischen Prärie in Colorado. Das Leben dreht sich hier hauptsächlich um Viehzucht, es ist eintönig und von harter Arbeit geprägt. Jeder lebt hier seinen eigenen Alltag und doch achtet man aufeinander, wie es in Kleinstädten üblich ist.

"Abendrot" ist die Fortsetzung von "Lied der Weite" des amerikanischen Autors Kent Haruf.
Zurück in Holt konnte ich mich gleich wieder gut einfinden und die beiden alten Brüder Raymond und Harold kamen mir wie zwei alte Bekannte vor. Sie sind Viehhalter und zeigen Menschlichkeit und es fällt ihnen schwer, von Victoria und ihrer kleinen Tochter Abschied nehmen zu müssen. Immerhin waren sie so etwas wie eine kleine Familie.


Kent Haruf schildert in seinem Buch die Lebensumstände von normalen Menschen und Familien, das harte, einfache Leben in einer amerikanischen Kleinstadt. Und wie das in Kleinstädten nun einmal so ist, man achtet aufeinander. Das soziale Miteinander zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, auch wenn einige Personen das Gegenteil an den Tag legen.

In Abendrot lernen wir neben bekannten Figuren auch neue Charaktere kennen.
Da gibt es die auf Sozialhilfe angewiesene Familie Wallace, die trotz ihrer großen Liebe für die beiden Kinder mit sich selbst nicht klar kommen und Anweisungen für ein normales Leben benötigen. Rose Tyler ist ihre zuständige Sozialarbeiterin, die ihre Aufgabe ernst nimmt und über das erforderliche Maß hinaus die Familie betreut.

Wir lernen DJ Kephart kennen, ein tougher Junge und Vollwaise. Er kümmert sich um seinen kranken Großvater, ist hilfsbereit, setzt sich für andere ein, versucht Streit zu schlichten und ist fleißig.

Inhaltlich wird durch genaue Schilderungen das Landleben beschrieben, alles dreht sich um Viehhaltung, Weidetrieb, Auktionen, Geburtshilfe und die ständige Arbeit und Sorge um die Tiere.

Wenn der Autor die Landschaft oder die Natur beschreibt, benutzt er bildhafte und sprachgewaltige Beschreibungen, die auch leicht poetisch wirken können. Doch er wird knapper und direkter, wenn er die Protagonisten sprechen lässt. So sind die Menschen hier in Holt, direkt und eher wortkarg.


Kent Harufs Schreibstil ist sehr ruhig, geradlinig, etwas melancholisch und nüchtern und lenkt trotzdem den Blick auf die Gefühle und Lebensumstände seiner Figuren. Er wertet nicht, sondern beschreibt lediglich die Menschen mit ihren zwischenmenschlichen Problemen. Kent Haruf versetzt sich gut in die Figuren hinein und bringt die tragischen Momente ihrer Schicksale deutlich zur Geltung. Ohne wertend zu werden, gibt er mit der Beschreibung der Handlung seiner Erzählung Tiefe und Gefühle mit. In Holt hat jeder mit seinen persönlichen Schwierigkeiten des Lebens zu kämpfen und doch gibt es Hilfsbereitschaft und einen Hoffnungsschimmer in dieser Einöde. Die menschliche Einsamkeit scheint hier ein besonderes Problem zu sein. Doch auch das kann überwunden werden.

Die Entwicklung der Figuren treibt Haruf immer weiter voran, sie machen ihre Erfahrungen, gute und schlechte, traurige und positive, man ist ihnen im Buch sehr nahe und erlebt alles hautnah und bewegt mit. Diese Nähe bindet mich an die Figuren und ich möchte bald lesen, wie es weitergeht in Holt und mit seinen Bewohnern.

Ich lese die Bücher von Kent Haruf immer wieder gerne und bin fasziniert von seiner Erzählweise. Er vermag es, den Charaktern sehr nahe zu kommen und ihnen in seinen Büchern Leben einzuhauchen. Warmherzig und bewegend zeigt Haruf in "Abendrot", wie wichtig ein sozialer Zusammenhalt unter Menschen ist. Es ist ein großartiges und zeitloses Buch über Menschlichkeit und Einsamkeit. Einfach lesenswert!

Veröffentlicht am 25.01.2019

Humorvoller und schonungsloser Blick auf Ernährungstrends

Egal, ich ess das jetzt!
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Anna Funck berichtet in ihrem Buch "Egal, ich ess das jetzt!" über ihre Erfahrungen mit Ernährungstrends. Das Buch erscheint 2019 im Knaur Verlag.


Anna Funck ist ehemaligen RTL-Moderatorin und Journalistin ...

Anna Funck berichtet in ihrem Buch "Egal, ich ess das jetzt!" über ihre Erfahrungen mit Ernährungstrends. Das Buch erscheint 2019 im Knaur Verlag.


Anna Funck ist ehemaligen RTL-Moderatorin und Journalistin für den MDR. Ihre Erfahrungen mit aktuellen Ernährungstrends hat sie im Alltagstest mit ihrer Familie ausprobiert. Ein Jahr lang testete sie sich durch das Angebot von Smoothies, Chiasamen, Superfoods und kohlenhydratloser Kost. Was ihr dabei gut getan hat und was man einer Selbstkasteiung gleichkommt, beschreibt sie in diesem Buch.


Intervallfasten, Superfoods, Low-Carb und Paleo sind im Moment in aller Munde. Was gibt es nicht alles für Trends? Folgt man ihnen, muss man viele Dinge im Essenplan beachten oder gleich ganz streichen. Bringt eine spezielle Ernährung eine Verbesserung des Wohlbefindens und der Fitness mit sich, eine schlanke Linie und gesundheitliche Vorteile? Sicherlich von allem etwas, doch kann und will man das wirklich? Einem Eigentest hat sich Anna Funck unterworfen.


Zunächst möchte ich den wundervollen, weil locker-humorvollen und dennoch informierenden Erzählstil von Anna Funck loben. Mit soviel Wortwitz habe ich selten ein Sachbuch zu diesem Thema gelesen und dabei so viel gelacht. Denn unter den verschiedenen selbsternannten Veganern und Co. geht es teilweise sehr verkniffen, voreingenommen und ausnahmslos ernst zu.


Nicht so bei der Autorin in ihrem Buch. Sie probiert sich durch den modernen Ernährungswahn hindurch, verzichtet auf Milch, Gluten, Zucker und auch schon mal auf Kaffee und bekommt im Alltagsleben mit ihrer Familie besonders von ihren Kindern die Machbarkeit vor Augen geführt. Denn sie möchte alle gesund und "gewusst wie" mit dem Besten versorgen und dennoch nicht nur in der Küche stehen oder die Biomärkte abklappern.


Sie öffnet ihren Lesern die Augen über die Machbarkeit mancher Trends und gibt Hintergrundwissen preis, allerdings bekommt man keinen Fahrplan an die Hand gegeben, den muss man sich schon selbst suchen im Dschungel der Trends. Dabei sollte man seine eigenen Unverträglichkeiten kennen, denn mit einem Allergieschock ist nicht zu spaßen.

Zum Beispiel kann man mit Apfelessig, wie auch schon unsere Vorfahren wussten, seinen Stoffwechsel in Schwung bringen und damit das Basen-Säuren-Verhältnis des Körpers in Ordnung bringen. Auch Sellerie, Nüsse und Avocado sind offene Geheimtipps, die man sich näher anschauen sollte.

Man muss auch nicht zwingend alle Mahlzeiten einhalten, der Verzicht auf das Frühstück ist beim Intervallfasten ein probates Mittel. Regionale Kost ist aus mehreren Gründen gut und wenn die Qualität des Leitungswassers stimmt, ist dagegen als Trinkwasser auch nichts einzuwenden.

Und ein Stückchen Schokolade oder eine andere Leckerei sollte man sich auch mal gönnen, die Seele muss man auch füttern und die wird sich vielleicht nicht mit Chiasamen abspeisen lassen. Am Ende des Buches finden sich noch ein paar Rezepte und weiterführende Literaturangaben. mit einer Sellerieunverträglichkeit fällt dort leider für mich eines weg.



Dieser Selbsttest wirft einen ehrlichen und schonungslosen Blick auf Ernährungstrends und zeigt vor allem ihre Machbarkeit im Alltag mit kleinen Kindern.

Informativ, humorvoll, sehr unterhaltsam und schonungslos ehrlich zeigt dieses Food-Diät-Tagebuch die Machbarkeit von Trends in Sachen Ernährungstrends. Wer die Vor- und Nachteile dieser Trends nicht alle am eigenen Leib ausprobieren möchte, kann hiermit von den Erfahrungen der Autorin profitieren.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Köstliche Rezepte und interessante Fakten aus der Welt der Suppen

All you need is soup
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Mit Knaur Balance gibt es seit dem Herbst 2015 ein neues Lifestyle-Label bei Droemer Knaur. In dieser Reihe geht es auch um das Thema Gesunde Ernährung.

Die Zen-Köchin Susanne Seethaler stellt in ihrem ...

Mit Knaur Balance gibt es seit dem Herbst 2015 ein neues Lifestyle-Label bei Droemer Knaur. In dieser Reihe geht es auch um das Thema Gesunde Ernährung.

Die Zen-Köchin Susanne Seethaler stellt in ihrem Kochbuch "All you need is soup - Von Bauchweh bis Fernweh - eine Suppe für jede Lebenslage" 50 Suppenrezepte vor.

Gesundes Essen ist manchmal besser als jede Medizin und bestimmte Zutaten haben durch ihre Wirkweise auch einen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Man muss nur die richtige Mischung für die eigenen Probleme kennen. Gegen Stress hilft eine vegetarische Wohlfühl-Suppe, entschlackend wirkt eine Spargelsuppe und gegen Erkältung gab es schon bei unseren Großmüttern Hühnerbrühe. Susanne Seethaler kennt sich außerdem aus in der Achtsamkeits-Küche und kreierte aus heilenden und wirkungsvollen Zutaten Suppenrezepte, die gesund, vital und glücklich machen. Was braucht man mehr als eine gute Suppe?

Wir alle kennen die positiven Effekte, die manche Lebensmittel auf die Gesundheit oder den Zustand des Körpers haben können. Ob entzündungshemmend, entschlackend oder einfach nur unser Wohlbefinden anregen, Suppen können im Rahmen der medizinischen Ernährung Körper und Geist heilen.

In acht Kapiteln widmet sich Susanne Seethaler verschiedenen Themenbereichen. Da gibt es Powersuppen, Heil- und Wellnesssuppen, Verwöhn- und Partysuppen, jahreszeitliche und Fernwehsuppen.

Dieses Kochbuch beginnt mit der Herstellung von verschiedenen Brühen.
Zu jedem Rezept gibt es einen aussagekräftigen und beschreibenden, häufig auch persönlichen Text, der die Freude an der Zubereitung spürbar macht und über die Heilkraft oder Wirkungsweise aufklärt.

Heilsuppen: Der Süsskartoffel- und Zucchinisuppe sagt man eine Anti-Krebs-Wirkung nach.

Wohlfühlsuppen: Schnittlauch-Pfannkuchensuppe, Grießnockerlsuppe und Schnibbelbohnen sind da meine Favoriten.

Jahreszeitensuppen: Kürbis-Erdnuss-Suppe

Partysuppen: Hochzeitssuppe, Chili sin carne und Gulaschsuppe.

Die Zutatenlisten sind klar umrissen, die Zubereitung wird verständlich erklärt, die Informationen über Wirkungsweise und Extra-Tipps sind hilfreich. Der zeitliche Aufwand ist völlig verschieden, einige Gemüse müssen vor den Kochen noch im Backofen gegart werden. Die naturgetreuen bunten Fotos und stimmigen Zeichnungen machen schon beim Anschauen Freude und wecken den Appetit.

Auf Nährwertangaben wird hier verzichtet, wichtiger ist, die Suppen sollen köstlich schmecken und als Verwöhnprogramm für einen gesunden Körper und eine ausgeglichene Seele sorgen.

Ob als Energielieferant, gesundheitsfördernd oder als Wohlfühlessen, hier findet garantiert jeder sein liebstes Suppenrezept.

Suppen verwöhnen im Winter mit ihrem wärmenden Effekt, sättigen mit kohlenhydratreichen Zutaten oder heilen mit bestimmten Wirkstoffen, wie Omas Haferschleimsuppe bei Bauchweh.

Wer nur auf bestimmte Ernährungstrends setzt oder eisern spezielle Diäten verfolgt, vergisst dabei eines, Körper und Seele gehören zusammen und beides man muss in einer ausgewogenen Balance halten, dann gibt es Wohlbehagen, Gesundheit und Glücklichsein.

Manchmal braucht es nicht mehr als eine leckere Suppe, um sich wohl zu fühlen. Wie man geschickt mit der Heilkraft einiger Zutaten spielend die Gesundheit fördern kann, zeigen die vielfältigen Rezepte in "All you need ist soup!"

Wohltuend, lecker und vitaminreich sind Suppen das perfekte Essen für jede Gelegenheit. Gesund durch Suppen, gewusst wie!