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Veröffentlicht am 05.02.2019

Ein fesselndes Buch, welches man nicht aus der Hand legen kann

Warum ?
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Die Bankangestellte Melanie Steiner wird bei einem missglückten Überfall durch den Einzeltäter vergewaltigt und Zeuge der Tötung eines (ihr nahestehenden) Kollegen.
Und als ob dies nicht bereits genug ...

Die Bankangestellte Melanie Steiner wird bei einem missglückten Überfall durch den Einzeltäter vergewaltigt und Zeuge der Tötung eines (ihr nahestehenden) Kollegen.
Und als ob dies nicht bereits genug Material für ein Buch ergäbe, wird mit Lesefortschritt immer deutlicher, dass es nicht nur ein „einfacher“ Bankräuber war, sondern ein „Psycho“, der Melanie weiterverfolgt und was für ihren Genesungsprozess zu zusätzlichen Hürden führt. Ein Glück, das ihr ein liebender Mensch zur Seite steht.
Dieses Buch begeistert mich mit dem Konzept, die Gedanken und Gefühle zu versuchen zu ergründen. Die Tat nimmt dabei recht wenig Raum ein – es wird vielmehr darauf Wert gelegt, zu belichten, wie die einzelnen Betroffenen versuchen, das Erlebte zu verarbeiten. Dabei kommen sowohl Opferseite, als auch (die verschrobenen) Täteransichten zur Sprache.
Gerade beim Opfer sind es viele Aspekte, mit denen versucht wird sich auseinanderzusetzen, was ich im ersten Moment gar nicht so gesehen hätte. Jedoch ist alles sehr gut und nachvollziehbar beschrieben, so dass ich mich gut in Melanie und ihre Gefühlswelt hineinversetzen konnte.
Das Buch las sich für mich sehr gut und verständlich – dementsprechend zügig hatte ich es auch ausgelesen. Die Schilderungen sind für mich stimmig und gut überlegt. Einige kleine Rechtschreibfehler sollten in der nächsten Auflage ausgebessert werden. Von meiner Seite kann ich dafür eine Leseempfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Historischer Stoff in einer guten Geschichte erzählt

Vespasian: Das Tor zur Macht (1 MP3-CD)
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Der Geschichte zu folgen war für mich anfänglich ob der vielen unbekannten Ortschaften und fremden Namen doch etwas schwierig, aber nachdem ich mich nach längerem Anhören „eingewöhnt“ habe, konnte ich ...

Der Geschichte zu folgen war für mich anfänglich ob der vielen unbekannten Ortschaften und fremden Namen doch etwas schwierig, aber nachdem ich mich nach längerem Anhören „eingewöhnt“ habe, konnte ich der Geschichte und Handlung gut folgen. Trotzdem fordert dieses Hörbuch die ganze Aufmerksamkeit. Obwohl ich Hörbücher sehr oft im Auto höre und dabei mit der Aufmerksamkeit nie Probleme habe, musste ich bei diesem Hörbuch manchmal den Track nochmal zurückzappen. An dem Sprecher liegt es definitiv nicht, denn Erich Wittenberg gelingt es hervorragend, die einzelnen Personen mit unterschiedlichen Stimmfärbungen bzw. Sprachfacetten wiederzugeben, dass man fast glauben mochte, es handelt sich um mehrere Sprecher.
Die Story die viele geschichtliche Informationen enthält ist sehr spannend und gibt meines Erachtens das Geschehen (wenn oft auch sehr brutal) realistisch wieder. Dabei bestimmen Intrigen und Verrat das Geschehen.
Ein – wie ich finde - sehr interessantes Hörbuch, mit vielen geschichtlichen Informationen, was Lust auf die Fortsetzung macht! Jedoch ist dies keine seichte Unterhaltung, welche man „nebenbei“ hören kann.

Veröffentlicht am 12.10.2018

Geschickt verwobenes Verwirrspiel – leider mit offenem Ende

Er weiß, wer du wirklich bist - The Secret
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Was mit dem Schicksal und der Suche nach der verdeckten Ermittlerin Bridget Reid beginnt, wird zu einem sehr geschickt verwobenen Verwirrspiel verschiedener Spuren in ein Familiengeschäft aus Kriminalität, ...

Was mit dem Schicksal und der Suche nach der verdeckten Ermittlerin Bridget Reid beginnt, wird zu einem sehr geschickt verwobenen Verwirrspiel verschiedener Spuren in ein Familiengeschäft aus Kriminalität, Unterdrückung, Kaltherzigkeit und Brutalität.
Bridget ermittelt Undercover im Prostituierten-Milieu und muss ansehen wie zwei ihrer Kolleginnen sowie ein Freier brutal ermordet werden. Schnell wird ihr klar, dass die Killer es auf sie abgesehen haben und sie offenbar aufgeflogen ist. Nach einer recht abenteuerlichen Flucht die in einem Fluss endet, wird sie halbtot aufgefunden und von einem Unbekannten, zu dem sie sich seltsam hingezogen fühlt und der viel von ihr zu wissen scheint, gefangen gehalten, aber (relativ) gut behandelt. Nach und nach dämmert ihr, das ihr verworrener Zustand durch Medikamente hervorgerufen wird und hofft nach dieser Erkenntnis bei klarerem Verstand einen Ausweg zu finden.
Hat man nach der kurzen Zusammenfassung auf der Buchrückseite den Eindruck, die Hauptakteurin sei Bridget, erfährt man rasch, das sie nur der Grund ist, warum Beamten DS Imogen Grey und DS Adrian Miles ermitteln. Ein jeder der beiden hat sein Päckchen zu tragen, und ist letztendlich in das Netz der Fährten stärker verwoben, ohne es anfänglich zu ahnen. Imogen tut sich sehr schwer Vertrauen aufzubauen und mit ihrem alten Partner Sam Brown zu kooperieren, der sie als einzige Chance sieht Bridget aufzuspüren. Doch Sam gibt sie den Grund für ihre Verletzung und hält ihn für einen Verräter. Nur schwer gelingt es ihm, sie zur Suche nach Bridget zu gewinnen, hatte sie sich doch extra von Plymouth nach Exeter versetzen lassen um ihm aus dem Weg zu gehen.
Das Buch besticht durch die Trennung in drei Abschnitte – das aktuelle Geschehen in Exeter, der Rückblick zu den Handlungen in Plymouth und die zum Teil sehr nüchterne, aber erschreckende Sichtweise eines Jungen auf das abartige Geschäft seines Vaters, der ihn als Handlanger erkoren hat und nun versucht durch die Schaffung eigener (Greuel)Taten für sich einen positiven Ausgleich zu finden. Er denkt er sei schlauer und schaffe es dadurch, sich von seinem Vater abzugrenzen – jedoch ist er dadurch keinen Deut besser.
Durch diese Dreiteilung fügt sich allmählich Puzzleteil zu Puzzleteil und der Leser bekommt eine Ahnung, wer für was verantwortlich ist. Gleichzeitig wird die Spannung sehr hoch gehalten – ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen, da ich wissen wollte, wie es weiter geht.
Etwas ernüchternd (und zu rasch) war für mich das relativ offene Ende. Eine Lösung im Stil des Buches hätte den Lesegenuss nicht zerstört. Da es sich jedoch bereits um den zweiten Teil dieser Reihe handelt, lässt sich somit auf eine Fortsetzung hoffen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Zäh und langatmig

Tannengrab - Karla Sommerfeld ermittelt
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Kommissarin Karla Sommerfeld ist entsetzt als das Nachbarskind einen Knochen aus dem Wald mitbringt. Während das Mädchen fest daran glaubt einen Wildschweinknochen gefunden zu haben, vermutet Karla Schlimmeres. ...

Kommissarin Karla Sommerfeld ist entsetzt als das Nachbarskind einen Knochen aus dem Wald mitbringt. Während das Mädchen fest daran glaubt einen Wildschweinknochen gefunden zu haben, vermutet Karla Schlimmeres. Und tatsächlich werden an der Fundstelle die sterblichen Überreste einer jungen Frau ausgegraben, welche vor fünf Jahren verschwandt.
Prinzipiell verspricht die Vorschau eine spannende Story, jedoch ist dieses Buch mehr als enttäuschend.
Für mich plätschert, trotz des schrecklichen Fundes und Schicksals Marias die Handlung ohne richtige Tiefe dahin. Dies wird durch die doch recht eintönige monotone Stimme der Sprecherin noch verstärkt. Bis zur Hälfte des Buches hat nicht wirklich etwas von den Schilderungen einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und auch das sich regelrecht von Ereignissen überschlagene kurze Ende ist in meinen Augen nicht wirklich gelungen. Mich konnte dieses Buch nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Zähe Handlung

Station 22. Wo bist du sicher?
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Die 22jährige Ida ist Krankenschwester auf einer Station mit psychisch Kranke. Plötzlich verschwindet eine Patientin - und Ida hat dazu ihre eigene Theorie. Sie selbst ist jedoch auch stark vorbelastet ...

Die 22jährige Ida ist Krankenschwester auf einer Station mit psychisch Kranke. Plötzlich verschwindet eine Patientin - und Ida hat dazu ihre eigene Theorie. Sie selbst ist jedoch auch stark vorbelastet und als ein weiteres Mädchen vermisst wird, muss sie sich ihren eigenem Trauma stellen...
Was sehr spannend klingt wirkt bereits auf den ersten Seiten verstörend und zusammenhanglos. Das Ida mehrere Probleme hat, wird rasch klar, die Ursache und damit verbundenen Zwangshandlungen klären sich nur mühsam. Immer wieder dringt eine Vermutung in den Vordergrund um dann von relativen Belanglosigkeiten überdeckt zu werden. Mehrere Erzählstränge laufen parallel, aber fügen sich zum Ende nur sperrig zusammen. Die Wendung zum Schluss ist unerwartet und überraschend, jedoch wiegt das die gesamte zähe Handlung nicht auf.

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