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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2019

Fantasy mit Herz und Humor

Fegoria
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Während einer Bergwanderung gelangt Alice durch eine Felsspalte in das märchenhafte Fegoria. Hier begegnet sie nicht nur Orks und Trollen, sondern auch Crispin, dem Thronfolger im Nebelwald, der sie sofort ...

Während einer Bergwanderung gelangt Alice durch eine Felsspalte in das märchenhafte Fegoria. Hier begegnet sie nicht nur Orks und Trollen, sondern auch Crispin, dem Thronfolger im Nebelwald, der sie sofort in seinen Bann zieht...

Fegoria ist eine fantasievolle, unterhaltsame und spannende Geschichte mit einer taffen Protagonistin. Alice ist eine kluge, selbstbewußte und neugierige junge Frau mit einem großartigen Humor. Sie lässt sich nicht leicht einschüchtern oder beeindrucken und lässt ihren Emotionen oftmals freien Lauf, was dazu führt, dass sie fluchend den Saal verlässt und die Elben sprachlos zurücklässt. Die Anziehung zwischen Alice und Crispin steht sehr im Vordergrund, wodurch der Leser zu wenig über Fegoria und seine unterschiedlichen Bewohner erfährt, da es aber eine Fortsetzung geben wird, ist dies verschmerzbar, denn die Geschichte macht einfach Spass. Es gibt fantastische Wesen, schöne Prinzen, dunkle Geheimnisse, alte Feindschaften und einen niedlichen Drachen. Der kleine Topas entwickelt sich schnell zum heimlichen Held der Geschichte, obwohl es mit Noam und Cian zwei sehr sympathischen Nebenfiguren gibt.

Alles in allem eine kurzweilige und packende Geschichte mit tollen Charakteren, viel Herz und Humor.

Veröffentlicht am 20.02.2019

Spannendes historisches Abenteuer

Roman Quest - Flucht aus Rom
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Rom, 94 nach Christus: Mitten in der Nacht stürmen Soldaten die Villa von Jubas Familie, denn Kaiser Domitian beschuldigt Jubas Eltern des Verrats. Juba und seinen Geschwistern gelingt in letzter Sekunde ...

Rom, 94 nach Christus: Mitten in der Nacht stürmen Soldaten die Villa von Jubas Familie, denn Kaiser Domitian beschuldigt Jubas Eltern des Verrats. Juba und seinen Geschwistern gelingt in letzter Sekunde die Flucht, sie wollen sich zu ihrem Onkel nach Britannien durchschlagen, doch die weite Reise ist gefährlich und die Häscher des Kaisers sind ihnen bereits auf den Fersen …

Roman Quest ist ein spannendes Abenteuer, das junge Leser ins antike Rom und Britannien entführt. Die Kinder werden von einem Augenblick auf den anderen aus ihrem behüteten Leben und Wohlstand gerissen und begeben sich auf eine beschwerliche Reise, auf der sie manch schwerwiegende Entscheidung treffen müssen. Sie machen neue Erfahrungen, wachsen über sich hinaus und klammern sich an die Hoffnung, dass sie bei ihrem Onkel endlich in Sicherheit sind.

Eine spannende und unterhaltsame Geschichte, gespickt mit historischen Fakten und lateinischen Begriffen, die junge Leser begeistern wird.

Veröffentlicht am 06.02.2019

Spannende Spurensuche

Der Tod kommt nach Mitternacht
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Als sich Joey in seiner Stammbuchhandlung das Leben nimmt, erbt Büchhändlerin Lydia dessen spärliche Hinterlassenschaften. Zu ihrer Überraschung, findet sie darunter nicht nur ein Kinderfoto von sich, ...

Als sich Joey in seiner Stammbuchhandlung das Leben nimmt, erbt Büchhändlerin Lydia dessen spärliche Hinterlassenschaften. Zu ihrer Überraschung, findet sie darunter nicht nur ein Kinderfoto von sich, sondern auch eine Reihe von Büchern, in deren zerschnittenen Seiten Hinweise versteckt sind. Eine Spur, die Lydia an den dunkelsten Punkt ihrer eigenen Vergangenheit führt...

Der Tod kommt nach Mitternacht ist kein Kriminalroman im klassischen Sinne, sondern eine spannende Spurensuche, ein Eintauchen in eine düstere Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit trügerischen Erinnerungen. Eine packende und gut konstruierte Geschichte, die zu Beginn viele Rätsel aufgibt, mit jedem Hinweis werden die Zusammenhänge etwas klarer, doch erst gegen Ende offenbart sich das ganze Ausmaß der Ereignisse.

Alles in allem ein mysteriöser und vielschichtiger Spannungsroman mit authentischen Figuren und origineller Handlung, moderat spannend, aber gut durchdacht und packend bis zum Schluss.

Veröffentlicht am 30.01.2019

Düsterer Island-Krimi

Graue Nächte
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1943 ist Island von den Amerikanern besetzt, die Lage in Reykjavik angespannt, als an einem Strand, nahe des Stadtzentrums, eine Leiche entdeckt wird. Der Mann, ein Soldat, wurde offenbar ermordet. Ein ...

1943 ist Island von den Amerikanern besetzt, die Lage in Reykjavik angespannt, als an einem Strand, nahe des Stadtzentrums, eine Leiche entdeckt wird. Der Mann, ein Soldat, wurde offenbar ermordet. Ein weiterer Mann wird in der Nähe einer Kneipe erstochen, eine Frau, die oft mit Soldaten gesehen wurde, verschwindet spurlos. Stehen die Morde und das Verschwinden der Frau im Zusammenhang? Die Kommissare ermitteln in einem heiklen Umfeld ...

Graue Nächte besticht vor allem durch eine düstere Atmosphäre. Eindringlich schildert Arnaldur Indriðason das angespannte Verhältnis von Einheimischen und Besatzungssoldaten, die Ermittlungen gestalten sich schwierig und kommen nur langsam voran, da die Menschen misstrauisch und verschlossen sind. Geschickt verschleiert Arnaldur Indriðason die Zusammenhänge, zeichnet Figuren nur grob und trennt Zeitebenen nicht klar voneinander, was den nebulösen Charakter des Kriminalfalls noch verstärkt.

Ein spannender, historischer Krimi, düster und schwermütig, der trotz ruhiger Erzählweise durch den komplexen Kriminalfall und die dichte Atmosphäre zu fesseln vermag..

Veröffentlicht am 30.01.2019

Spannender Profiler-Krimi mit Ruhrgebietscharme

Der Papiermörder
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Das Ruhrgebiet wird von einer Mordserie erschüttert. Innerhalb eines Monats sind vier Leichen in Duisburg gefunden worden, im Mund jeweils ein Zettel mit einem Gedichtvers. Als Profiler Jonathan Dawson ...

Das Ruhrgebiet wird von einer Mordserie erschüttert. Innerhalb eines Monats sind vier Leichen in Duisburg gefunden worden, im Mund jeweils ein Zettel mit einem Gedichtvers. Als Profiler Jonathan Dawson zu dem Fall hinzugezogen wird, entdeckt er, dass der Vers jeweils einen Hinweis auf die Todesart enthält, die der Mörder für sein nächstes Opfer vorgesehen hat. Dawson und sein Team ermitteln fieberhaft, um dem Täter zuvorzukommen und seine Hintergründe aufzudecken....

Der Papiermörder ist ein spannender Regionalkrimi, der die Mentalität des Ruhrgebiets sehr gut wiederspiegelt, der Ton ist mitunter rau, aber die Menschen offen und herzlich. Die Charaktere sind etwas stereotyp geraten, nichtsdestotrotz schaut man Dawson und seinem Team gerne über die Schulter, denn Uwe Rademacher mischt geschickt Zwischenmenschliches mit psychologischer Spannung. Der Kriminalfall ist gut durchdacht, rätselhaft und schlüssig.

Alles in allem ein spannender Profiler-Krimi mit sympathischem Ermittler und Ruhrgebietscharme.