Ein spannendes wie ausgewoges Lese-Abenteuer..
Das Juwel der FinsternisMeinung:
In „Das Juwel der Finsternis“ entführt uns Autorin Mara Lang in eine magische Welt, in der es unglaublich viele Konflikte gibt. Im Mittelpunkt, jedoch unausgesprochen, steht die Legende eines ...
Meinung:
In „Das Juwel der Finsternis“ entführt uns Autorin Mara Lang in eine magische Welt, in der es unglaublich viele Konflikte gibt. Im Mittelpunkt, jedoch unausgesprochen, steht die Legende eines magischen Juwels. Drei Völker sind untereinander verfeindet, und ein Krieg steht kurz bevor. Der Sklavin Kea wurde eine unglaublich mächtige Gabe zuteil. Doch kann sie dem gewappnet sein, was auch immer auf sie zukommen mag? Oder wird sie doch nur der Spielball aller sein, - die einfache kleine Sklavin..
Die Charaktere sind toll beschrieben. In sich einige aber auch komplex, da man sie noch nicht vollständig einzuschätzen vermag. Die Namen waren für mich manchmal sehr schwierg in der Aussprache.
Kea macht auf mich einen unglaublich starken und zähen Eindruck. Egal wie oft sie auf die Knie gezwungen wird, sie verliert niemals ihren Stolz. Sie ist ein unglaublich starker Charakter und zeigt so gut wie nie Schwäche. Immerhin scheint sie ungebrochen und das trotz der Zeit in den Stollen.
Der Rittmeister kann ebenfalls das Leserherz erweichen und wird schleunigst als Favorit um Keas Herz gesehen. Doch kann er sich Kea nicht sicher sein. Warum nicht? Findet es am besten beim Lesen heraus und fiebert mit.
Die Handlung ist unglaublich spannend gehalten. Bei jedem Kapitelanfang bekommen wir eine kleine Einblende einer anderen Begebenheit/Zeit, und dies erweckt das Interesse mehr zu erfahren, ebenso zu spekulieren, wer welche Rolle in der Geschichte inne hat. Am Ende ist noch nichts davon wirklich eindeutig auch wenn man glaubt zu ahnen wohin es führen wird. Dieses Stilmittel der Einführung der Kapitel erinnert dezent an Autorin Mary E. Pearson und spornt den Leser an.
Ich mochte, dass die Autorin geschickt den Leser innerhalb der Geschichte unmerklich lenkte und noch nicht alles im ersten Band preisgab. Zwei Handlungen hätte ich persönlich noch hinzugefügt. Richtig von Belang für den Rest der Geschichte wären sie nicht gewesen. Sie hat nur ein wenig mehr Tiefe eingehaucht. Einige Szenen waren übrigens nichts für Weich-Besaitete.
Der Schreibstil war ansprechend und transportierte einen „mittelalterlichen Sprachgebrauch“ und sorgte für eine kühle erwartungsvolle Atmosphäre. Die Geschichte spielt nicht in einer modernen Zeit, sondern in einer Epoche in der es noch nicht all den Luxus unserer Zeit gibt.
Fazit:
Ein Fantasy Abenteuer welches den Drang weckt herauszufinden wer hinter allem steckt oder in welcher Tragweite die Charaktere mittendrin stecken. Die Fantasy Aspekte kommen neben den Spekulationen hier auch nicht zu kurz. Einfach ein spannendes wie ausgewoges Lese-Abenteuer. Es war mir eine Freude mit der Protagonistin Kea mitzufiebern und sie auf ihrer Reise zu begleiten, die noch lange nicht zu Ende ist. Noch habe ich eine Menge Fragen im Kopf zu denen ich mir Antworten im zweiten Band erhoffe. Ich kann es kaum erwarten.