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Veröffentlicht am 25.02.2019

Versteckter Schatz

Das Herz der Harpyie
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Die 17-jährige Milena hat seltsame Träume: Sie träumt, dass sie eine vogelhafte Kreatur ist und jedes Mal stirbt jemand in ihrem Traum. So träumt sie auch eines Tages von einem Jungen, der ermordet wird. ...

Die 17-jährige Milena hat seltsame Träume: Sie träumt, dass sie eine vogelhafte Kreatur ist und jedes Mal stirbt jemand in ihrem Traum. So träumt sie auch eines Tages von einem Jungen, der ermordet wird. Doch statt wie bei den anderen Malen seine Seele aus dem Körper zu reißen, nimmt sie die eines anderen. Am nächsten Tag muss Milena dafür bezahlen: Sie ist in Wirklichkeit eine Harpyie und hätte die Seele des jungen Mann - John - eigentlich in die Unterwelt führen müssen. Nun ist es ihre Aufgabe John zu töten, sonst muss jemand anderes bezahlen ...


"Das Herz der Harpyie" ist eins dieser Bücher, die auf meinen Wunschzettel wandern, dann wieder gelöscht werden, dann sieht man sie in der Buchhandlung, plötzlich sind sie wieder auf de WuLi und so weiter. Ich bin froh, dass ich das Buch dann doch noch angefragt habe, denn sonst hätte ich echt was verpasst ...

Die Idee hinter dem Buch ist sehr interessant. Harpyien sind ja Wesen aus der griechischen Mythologie, die die Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt führen sollen. Milena weiß nichts davon, bis sie eben eine falsche Seele abliefert und dafür die Rechnung erhält: Aello, die "Königin" der Harpyien, bestraft sie und sie muss nun dafür sorgen, dass John ins Grab beißt. Doch das ist nicht alles, denn John, der seinen Eltern bei archäologischen Ausgrabungen hilft, hat auch gerade mit den Göttern zu kämpfen. Er wusste bis vor kurzem ebenfalls nicht, dass es eine Familienfehde zwischen der Abkömmlingen des Ares und die des Thanatos gibt - und John gehört zu den letzteren.
Mehr will ich gar nicht mehr zur Story sagen.
Die Autorin hat es geschafft die griechische Mythologie in Deutschland zu "verwurzeln" und es klingt nicht mal bescheuert! Das hat mich positiv überrascht.

Die Charaktere waren ganz nett, aber ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mit Milena warm zu werden. Keine Ahnung, woran das genau lag, aber John fand ich gleich viel sympathischer.

Das einzige, das ich negativ ankreiden muss, ist, dass mir die Liebesgeschichte ein bisschen zu schnell ging. Es ist keine Insta-Love, das heißt, die Charaktere sehen sich nur einmal und sind schon halb verheiratet, aber es geht schon ein bisschen zu schnell.

Es gibt am Ende noch ein paar offene Fragen und ich hoffe sehr, dass vielleicht eines Tages noch ein Band erscheint.


Das Cover ist der Wahnsinn! Besonders, da mir erst so spät aufgefallen, dass da neben dem Raben noch ein Mädchen auf dem Cover zu sehen ist ...


Ich glaube Leser, die gerne Bücher mit mythologischen Einflüssen lesen, könnten das Buch ganz gut finden. Besonders da auch Götter zu Wort kommen, die nicht so bekannt sind. Thanatos kommt ja nur selten vor ...


Die Idee ist gut, ich hab das Buch gern gelesen, aber das mit der Liebesgeschichte hätte ein bisschen länger dauern dürfen ... Ansonsten echt top!

Veröffentlicht am 10.02.2019

Super, aber etwas zu kurz

IM − Great Priest Imhotep 2
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Imothep bekommt es mit Harugo Misora zu tun, der einen tiefen Groll auf den Hohepriester hegt, weil seine ganze Familie von einem Magai ermordet wurde. Dadurch denkt Im an seine Vergangenheit zurück. An ...

Imothep bekommt es mit Harugo Misora zu tun, der einen tiefen Groll auf den Hohepriester hegt, weil seine ganze Familie von einem Magai ermordet wurde. Dadurch denkt Im an seine Vergangenheit zurück. An seine Vergangenheit mit dem jungen Prinzen Djoser, der wegen ihm ein schreckliches Schicksal erleiden musste ...


Ja! Band 2 von Im und seinem Kampf gegen die Magai ist endlich erschienen! Band 1 hat mir ja megagut gefallen und da war es klar, dass ich Band 2 auch unbedingt lesen muss.

Band 1 endete ja mit einem fiesen Cliffhänger - wie gut, dass die Band 2 nur zwei Monate später erschienen ist.

Für mich war überraschend, dass wir in diesem Band schon erfahren, wie Magai entstanden sind und warum Imothep diese jagen muss beziehungsweise jagen will. Die Geschichte um Im und Djoser ist wirklich toll; die ägyptische Geschichte und die Mythologie wurden innovativ verändert.
Ich kann nur betonen, wie absolut genial ich den Mix aus Mythologie, Action und Humor finde. Momentan zählt "Im" zu meinen liebsten laufenden Shonen-Mangas neben "My Hero Academia" und "The Seven Deadly Sins".

Mein einziger Kritikpunkt an Teil 2: Dieses Mal gibt es als "Zusatz" den Rohentwurf des Manga. Die eigentliche Storyline ist schnell zu Ende un dann kommt schon der Zusatz, der sich über gut ein Drittel des Bandes zieht. Der Band ist also relativ "dünn".


Ich kann den Manga wirklich nur empfehlen! Es ist ein toller Fantasy-/Action-Manga, der zwar einem alten Schema folgt, aber zumindest einige neuen Ideen mit sich bringt.


Die Story ist nach wie vor toll; aber der Manga ist dieses mal echt dünn - wenn man die eigentliche Storyline bedenkt. Deshalb muss ich einen halben Stern abziehen.

Veröffentlicht am 24.07.2018

Eine meiner Lieblingsreihen!

Verlockung des Mondes
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Uilleam MacRieve - meist nur mit seinem Nachnamen angeredet - musste schon viel in seinen 900 Jahre andauernden Leben mitmachen: Als Kind wurde er von einem böse Sukkubus mißbraucht, was nicht nur seine ...

Uilleam MacRieve - meist nur mit seinem Nachnamen angeredet - musste schon viel in seinen 900 Jahre andauernden Leben mitmachen: Als Kind wurde er von einem böse Sukkubus mißbraucht, was nicht nur seine Psyche beschädigt, sondern auch seine halbe Familie ausgelöscht hat. Jahrhunderte später gerät er durch einen Hinterhalt in die Hände des Ordens, die ihn bei Bewusstsein auf schreckliche Art quälen.
Nun, vollkommen gebrochen, will er seinem Leben ein Ende bereiten, aber da erfährt er, dass die Tochter des Mannes, der den Orden anführt, als Sklavon versteigert wird. Bei der Auktion muss er aber feststellen, dass sie, Chloe, seine vom Schicksal bestimmte Gefährtin ist.



Nun sind wir bei Band 12 der Reihe angekommen und meine Begeisterung für die Reihe tut nach wie vor keinen Abriss!
Die Lykae in Kresley Cole's Bücher sind zwar nicht meine Lieblinge (bis auf Garreth aus Band 8), aber trotzdem ist und bleiben die Mythianer meine Lieblingsbuchreihe.
Das liegt an der Mischung aus teils seltsamen Humor, Spannung, Erotik und auch Romantik, die leider ab und zu ein bisschen zu sehr ins Kitschige abdriftet. Was mir auch noch besonder gut gefällt, ist, dass alte Bekannte - allen voran die durchgeknallte Nix, immer wieder auftauchen.

Auch Uilleam, Will oder MacRieve, wie man ihn auch immer nennen will, ist ein alter Bekannter. Er tauchte schon mal in den Büchern auf, die sich näher mit dem Orden beschäftigten. Was man da allerdings nicht mitbekam, war, wie gebrochen der Lykae damals schon war. Er ist seit seiner Kindheit traumatisiert und hat seine Bestie, die ihn als Werwolf zeichnet, nicht wirklich unter Kontrolle.
Wegen der Folter des Ordens, will Will sich umbringen, aber sein Zwillingsbruder Munro erzählt ihn von der Auktion. Mit dem Mädchen könnte Will endlich Rache nehmen und vielleicht ein bisschen zur Ruhe kommen.
Ich weiß, es ist ein bisschen krank, weil Chloe ja wirklich unschuldig ist, aber Munro liebt seinen Zwilling über alles, so dass er nicht möchte, dass sein letzter lebender Verwandte in den Tod geht.
Chloe ist eine Sterbliche, allerdings merkt man bald, dass sie vielleicht doch nicht soo sterblich ist, wie angenommen. Sie ist Profi-Fußballspielerin, das ist echt mal eine nette Abwechslung, und daher weiß sie auch nichts über die Machenschaften ihres Vaters.
Sie wird von Hexen versteigert und dann von Will entführt, da er seine Gefährtin sofort erkennt. Am Anfang scheint es ganz gut zwischen den beiden zu laufen, bis Chloe sich verändert ...

Dieses Mal hat die Story eine interessante Wendung, die ich mir nicht einmal vorstellen hätte können. Es taucht ein neuer Gegenspieler auf, der wohl für viel Trubel sorgen wird.
Und der Epilog mit Munro! Es wird das Lykae-Verwandlungs-Thema vom Spin-Off aufgegriffen.
Aber der nächste Band handelt jetzt einmal von Thronos und Lanthe und ich bin mir sicher, dass das ganz großartig wird. Vielleicht auch mein neuer Lieblingsteil?



Das Cover zeigt nicht wirklich Will, aber das ist ja egal. Es passt zu den anderen, macht sich gut im Regal, aber der Inhalt steht sowieso für sich alllein.



Natürlich wieder für alle Kresley Cole Fans ein MUSS! Jedoch kann man mit diesem Teil nicht mehr wirklich quer einsteigen.




Obwohl wir schon bei Band 12 sind, gibt es noch viele überraschende Wendungen. Der Humor ist wie immer ganz Kresley Cole und die Spannung ist nach wie vor da.
Natürlich könnte man sagen, dass sich Elemente aus den anderen Büchern immer wieder wiederholen, aber über das kann man hinweg sehen ;)

Veröffentlicht am 16.11.2025

Ich mochte es

House of the Beast
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„House of the Beast“ ist eine düster-romantische Fantasy mit starker Atmosphäre, eindrucksvollen Götter-Mythen und einer komplexen Protagonistin. Alma kämpft zwischen Rache, Macht und Verlangen – besonders ...

„House of the Beast“ ist eine düster-romantische Fantasy mit starker Atmosphäre, eindrucksvollen Götter-Mythen und einer komplexen Protagonistin. Alma kämpft zwischen Rache, Macht und Verlangen – besonders in ihrer intensiven, gefährlich-schönen Bindung zu Aster. Der Stil ist bildhaft, manchmal etwas pathetisch, weshalb ich mich schon bei der Leseprobe etwas durchkämpfen musste. Am Ende hat aber die Geschichte von Alma und Aster mich von sich überzeugen können!
Zwischendurch gerät das Tempo etwas ins Stocken, da der Plot sich an manchen Stellen Zeit lässt. Trotzdem bleibt die Geschichte emotional packend und steigert sich zu einem eindrucksvollen Finale.
Ein gutes Buch für die kalten Herbsttage für alle, die ein bisschen mehr Gothic Romance lesen wollen.
Oder die einfach wieder mal Lust auf einen Fantasy-Einzelband haben!

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Fesselnde Fantasy, ABER

A Dance of Lies
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Ein atmosphärisch dichter Reihenauftakt, der mit höfischen Intrigen, moralischen Konflikten und einer gebrochenen Heldin punktet. Die Geschichte fesselte mich, auch wenn sie in manchen Passagen etwas an ...

Ein atmosphärisch dichter Reihenauftakt, der mit höfischen Intrigen, moralischen Konflikten und einer gebrochenen Heldin punktet. Die Geschichte fesselte mich, auch wenn sie in manchen Passagen etwas an Tempo einbüßte, weshalb ich dann doch länger als beabsichtigt mit dem Leben gebraucht habe ...
Aber erst mal: Worum geht es?
Vasalie war einst eine gefeierte Tänzerin am Hof von König Illian, bis ein Mordanschuldigung sie stürzte und sie zwei Jahre im Kerker verbringen musste. Ihr Körper und Geist tragen die Narben dieser Zeit. Nun erhält sie vom König ein Angebot: Sie soll als Spionin fungieren und die Versammlung der Königreiche infiltrieren – dafür winkt die Freiheit. Doch der Preis ist hoch: Mit jedem Auftrag rückt sie tiefer in ein Netz aus Lügen, Verrat und Schatten der Vergangenheit. Zwischen Illian und dessen Bruder Anton entspinnt sich ein Spiel aus Macht, Geheimnissen und einer verbotenen Anziehung, aber dann gibt es noch jemand anderen, der sich Vasalie nähert ...
Vasalie ist keine klassische „perfekte Heldin“. Ihre physischen und psychischen Wunden machen sie verletzlich – aber auch umso stärker und nachvollziehbarer. Ihr innerer Konflikt, ihr Ringen um Freiheit und moralische Entscheidungen sind zentrale, berührende Elemente, ABER ich fand es dennoch zu "schnell" wie ihr Körper und Geist nach der Entlassung wieder funktioniert haben.
Es gibt Wendungen und Enthüllungen, die nicht immer offensichtlich sind – oft weiß man nicht, wem man trauen kann. Diese Ungewissheit trägt stark zur Spannung bei, ähnlich wie bei der Romantik: Die Liebesgeschichte ist kein dominantes Element (zumindest im ersten Band), sondern baut sich langsam auf und man weiß lange nicht, ob und wen Vasalie anziehend findet – was dem Gesamtbild gut tut.
ALLERDINGS ist die Geschichte dadurch auch langsam. Wie viele andere empfand ich den Mittelteil als etwas schleppend, besonders wenn es um innere Monologe oder Beschreibungen geht. Die Handlung kommt nicht immer gleich zügig voran.

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