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Veröffentlicht am 13.03.2019

Ich hatte mir deutlich mehr erhofft

Wie du mir
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Die junge Comedian Dana Diaz lernt nach einem Auftritt die IT-Spezialistin Amanda kennen. Im Verlauf ihrer Unterhaltung stellt sich heraus, dass beide Frauen wiederholt Opfer von Belästigungen und Missbrauch ...

Die junge Comedian Dana Diaz lernt nach einem Auftritt die IT-Spezialistin Amanda kennen. Im Verlauf ihrer Unterhaltung stellt sich heraus, dass beide Frauen wiederholt Opfer von Belästigungen und Missbrauch waren und das bisher stillschweigend hingenommen haben. Doch das soll sich nun ändern. Amanda schlägt einen Pakt vor: Dana soll sich an den Peinigern von Amanda rächen und im Gegenzug übt Amanda Vergeltung an den Männern, die Dana in der Vergangenheit belästigt haben. Eigentlich hält Dana diese Rachepläne für einen Scherz. Doch schon bald zeigt sich, dass Amanda es ernst meint - todernst!

Amy Gentrys Thriller ist in der Ich-Perspektive, aus der Sicht der Comedian Dana, geschrieben und behandelt ein brandaktuelles Thema. Der Plot, dass zwei Frauen sich gegen die Belästigungen wehren und gemeinsam auf einen Rachefeldzug gehen, lässt auf ein spannendes Leseerlebnis hoffen, bei dem brisante und aktuelle Probleme angesprochen werden. Doch diese Hoffnung ist leider etwas trügerisch, denn Spannung und Nervenkitzel, also das, was einen Thriller ausmacht, sucht man über weite Teile der Handlung vergeblich. Denn das Geschehen plätschert zunächst träge vor sich hin.

Am Anfang lernt man die Hauptprotagonistin Dana näher kennen. Obwohl man durch die gewählte Erzählperspektive ja quasi in ihrer Haut steckt, fällt es nicht immer leicht, sich auf sie einzulassen oder ihre Gedanken nachzuvollziehen. Man beobachtet das Geschehen deshalb eher distanziert. Danas Berufsalltag als Comedian nimmt großen Raum ein. Die ausschweifenden Erklärungen sollen wahrscheinlich dafür sorgen, dass Dana lebendiger wirkt und dass man sich besser in sie hineinversetzen kann, doch das funktioniert nicht richtig, denn durch die langatmigen Beschreibungen tritt die Handlung auf der Stelle und wirkt sehr zäh. Das ändert sich auch erst spät. Etwa 100 Seiten vor Schluss wird endlich Fahrt aufgenommen und die bisher vermisste Spannung stellt sich langsam ein.

Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und deshalb habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn die Inhaltsangabe ließ mich auf einen spannenden Inhalt hoffen. Leider vergeblich - denn durchgehende Spannung, Nervenkitzel und das Gefühl, in den Sog der Ereignisse zu geraten, stellten sich bei mir nicht ein. Auf mich wirkte die Handlung über weite Teile zäh und langatmig. Mit den Protagonisten konnte ich mich ebenfalls nicht identifizieren, denn ich habe sie eher distanziert betrachtet. Zum Ende hin gab es glücklicherweise noch etwas Spannung und ein paar unverhoffte Wendungen. Deshalb kann ich mich gerade noch zu einer Bewertung von drei knappen Sternen hinreißen lassen.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Ich hatte mir etwas mehr erhofft

Allee unserer Träume
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Berlin in der Nachkriegszeit: Die Stadt liegt in Trümmern und die Regierung der DDR hat den Bau einer Prachtstraße beschlossen. Deshalb sind unterschiedliche Architekten dazu aufgefordert worden, sich ...

Berlin in der Nachkriegszeit: Die Stadt liegt in Trümmern und die Regierung der DDR hat den Bau einer Prachtstraße beschlossen. Deshalb sind unterschiedliche Architekten dazu aufgefordert worden, sich mit ihren Entwürfen an der Planung zu beteiligen. Der jungen Architektin Ilse Schellhaas gelingt es ebenfalls, ihre Pläne vorzustellen. Am Bau dieser Straße mitzuwirken, ist Ilses großer Traum. Denn sie möchte Wohnungen für die einfachen Leute bauen und ihnen damit das Leben leichter und ein wenig komfortabler machen. Zu Ilses großer Überraschung findet die Regierung Gefallen an ihren Plänen. Doch die anderen Mitbewerber, die ausschließlich männlich sind, zweifeln Ilses Ideen und ihr Können an. Und als dann noch ein Architekt den Raum betritt, den Ilse aus ihrem früheren Leben kennt, droht ihr Traum zu platzen, bevor er überhaupt begonnen hat. Denn dieser Mann kennt ein Geheimnis aus Ilses Vergangenheit, das sie um jeden Preis wahren möchte.

Im Zentrum dieser fiktiven Geschichte, in die allerdings historische Begebenheiten in die Handlung eingeflochten werden, steht die junge Architektin Ilse Schellhaas. Das Buch startet 1932. Im Prolog erlebt man einige Szenen aus Ilses Kindheit. Die eigentliche Handlung startet dann allerdings 1950, wobei es immer wieder Rückblicke in Ilses Vergangenheit gibt. Die Erzählung ist in einzelne Kapitel unterteilt, die mit dem entsprechenden Handlungsort und der Jahreszahl gekennzeichnet sind. Dadurch fällt es leicht, den Überblick zu behalten. Außerdem gibt es am Anfang des jeweiligen Kapitels immer eine knappe Zusammenfassung von den Ereignissen, die nun erzählt werden. Diese kurze Vorschau soll sicher neugierig machen, wirkt allerdings manchmal auch recht störend, da sie nicht nur den Lesefluss hemmt, sondern bereits einiges verrät, das man lieber selbst, ohne diese Vorkenntnisse, entdeckt hätte.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und dadurch erwacht die Vergangenheit zum Leben. Manchmal meint man sogar fast, den Staub, der auf den Trümmern liegt oder auf der Baustelle verursacht wird, zu spüren und kann deshalb gut in diese Geschichte eintauchen.

Ilse ist eine sympathische Protagonistin, die ihren Weg geht und für ihre Träume und Ideale einsteht. Das macht sie allerdings nicht überall beliebt, wie sie schon bald feststellen muss. Die Handlung ist durchgehend interessant und deshalb verfolgt man gerne, was das Schicksal für Ilse vorgesehen hat. Durch die kleine Vorschau am Anfang der Kapitel und einige ziemlich detaillierte Ausführungen, wirkt die interessante Erzählung allerdings stellenweise etwas langatmig, aber durchaus lesenswert.

Im Großen und Ganzen habe ich mich beim Lesen dieser fiktiven Geschichte gut unterhalten. Nicht weniger - aber leider auch nicht mehr! Die kurzen Zusammenfassungen vor den einzelnen Kapiteln haben meinen Lesefluss gehemmt und mir ein wenig die Vorfreude auf den kommenden Abschnitt genommen, da man dann schon grob wusste, was nun passieren wird. Obwohl mir Ilse sehr sympathisch war, blieben die anderen Charaktere für mich eher blass, sodass ich sie eher distanziert betrachtet habe. Dennoch fand ich die Erzählung durchaus interessant und lesenswert. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb drei von fünf möglichen Sternchen.

Veröffentlicht am 23.01.2019

Für mich hätte es etwas spannender sein dürfen

Jetzt gehörst du mir (Ein Marina-Esposito-Thriller 8)
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Innerhalb kurzer Zeit werden in Colchester drei Männerleichen gefunden. Sie alle haben nicht nur große Ähnlichkeit mit DI Phil Brennan, sondern tragen eine Tarotkarte bei sich, auf der Phils Name vermerkt ...

Innerhalb kurzer Zeit werden in Colchester drei Männerleichen gefunden. Sie alle haben nicht nur große Ähnlichkeit mit DI Phil Brennan, sondern tragen eine Tarotkarte bei sich, auf der Phils Name vermerkt ist. Der Verdacht liegt nahe, dass Phils Stalkerin, die Frau, die der verstorbenen Fiona Welsh ähnelt und ihren Namen nutzt, zurück ist. Phil muss nach Colchester, um die Lage vor Ort in Augenschein zu nehmen. Doch dort trifft er nie ein.....

Nach "Entrissen", "Der Stalker", "Stirb mein Prinz", "Jäger", "Morgen früh, wenn du willst", "Du sollst nicht leben" und "Er will dein Herz", ist dieser Band bereits der achte Fall für Phil Brennan und Marina Esposito. Obwohl man den aktuellen Ereignissen wahrscheinlich auch dann folgen kann, wenn man noch keinen Band der Reihe gelesen hat, ist es dieses Mal nicht empfehlenswert, ohne Vorkenntnisse einzusteigen. Denn es gibt einige Rückblicke in vergangene Fälle, die man einfach besser in Zusammenhang bringen kann, wenn man die Vorgeschichte kennt. Außerdem könnten die eingestreuten Informationen sonst die Spannung verderben, falls man die Vorgänger dann doch noch lesen möchte.

Der Einstieg in den Thriller gelingt mühelos, denn bereits die ersten Seiten wecken das Interesse an der Handlung. In diesem Teil der Reihe erfährt man einiges aus dem Leben der Frau, die Phil stalkt und sich als Fiona Welsh ausgibt. Nach und nach schaut man hinter ihre Fassade und bekommt einen Eindruck davon, warum sie so auf Phil fixiert ist. Das ist aber nur ein Handlungsstrang, denn aus wechselnden Perspektiven betrachtet man sowohl die Ermittlungen der Kollegen aus Colchester, die alles daran setzen sollten, Phils Aufenthaltsort herauszufinden und dabei von Imani unterstützt werden, als auch Marina Espositos Bemühungen ihren Ehemann zu finden, und bekommt außerdem einen Einblick, wie Phils Gefangenschaft verläuft.

Durch die häufig wechselnden Perspektiven, die oft an entscheidenden Stellen stoppen, gerät man relativ früh in den Sog der Handlung. Dramatische Szenen, bei denen man allerdings nicht zu zartbesaitet sein sollte, unterstützen diese Wirkung. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen lebhaft vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen. Doch leider kann die früh aufgebaute Spannung nicht durchgehend gehalten werden, denn irgendwann stellt sich das Gefühl ein, dass man auf der Stelle tritt und das es nicht richtig voran geht. Dadurch wirken Teile der Handlung langatmig und wenig spannend. Zum Ende hin steigt die Spannung dann allerdings wieder an, obwohl das große Finale dann doch etwas enttäuschend wirkt.

Ich habe bisher alle Bände der Reihe gelesen und die ersten Fälle geradezu verschlungen. Doch bereits "Er will dein Herz" konnte mich dann nicht mehr ganz so stark begeistern. Dennoch war ich natürlich gespannt auf diesen Teil, da ich unbedingt erfahren wollte, was es mit Phils Stalkerin auf sich hat. Über weite Teile war die Spannung für mich deutlich spürbar und mein Interesse an den Hintergründen entsprechend groß. Doch leider konnte dieser Band mich nicht durchgehend fesseln, da er für meinen Geschmack stellenweise etwas zu langatmig war und das Finale auf mich eher enttäuschend wirkte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb drei von fünf Sternchen. Eine Leseempfehlung für Fans der Reihe spreche ich aber dennoch aus, da man hier alles über die Stalkerin und ihr Motiv erfährt.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Durchhalten lohnt sich!

Die Elemente des Todes
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Der True-Crime-Thriller "Die Elemente des Todes" beruht auf einer wahren Begebenheit. Claus Cornelius Fischer und Axel Petermann, der als Ermittler mehrere spektakuläre Mordfälle aufgeklärt hat und als ...

Der True-Crime-Thriller "Die Elemente des Todes" beruht auf einer wahren Begebenheit. Claus Cornelius Fischer und Axel Petermann, der als Ermittler mehrere spektakuläre Mordfälle aufgeklärt hat und als einer der besten Profiler Europas gilt, gewähren einen hautnahen Einblick in eine brutale Mordserie. Namen, zeitliche Abläufe und Orte wurden zwar geändert, doch das eiskalte Grauen der Morde nicht.

Beim Einstieg wird man sofort mit der Selbstbeschreibung des Täters konfrontiert, der sich nicht für einen Mörder hält, sondern meint, dass er es spüren kann, wenn jemand nicht mehr leben möchte. Fassungslos liest man zunächst diese Selbsteinschätzung und findet sich danach im Sommer 1996, mitten in den Ermittlungen, wieder. Die Zuordnung der unterschiedlichen Charaktere, mit denen man es plötzlich zu tun hat, verläuft am Anfang nicht ganz mühelos. Hier muss man wirklich konzentriert lesen, um die Übersicht zu bekommen. Außerdem springt man in den Zeiten vor und zurück. Das wird zwar vor dem Beginn des jeweiligen Zeitsprungs mit einer entsprechenden Überschrift kenntlich gemacht, dennoch hemmen diese Sprünge zunächst stellenweise den Lesefluss.

Der Schreibstil wirkt recht nüchtern und gelegentlich sogar etwas holprig. Deshalb verläuft der Einstieg anfangs etwas zäh. Doch nach und nach gerät man in den Sog der grausamen Morde und mag manchmal kaum glauben, was man dort liest. Allzu zartbesaitet sollte man allerdings nicht sein, da es Einblicke in tiefste menschliche Abgründe gibt, die umso grausamer wirken, da man immer im Hinterkopf hat, dass dies nicht der Fantasie des Autorenduos entsprungen ist, sondern auf einer wahren Mordserie basiert.

Kriminalhauptkommissar Kiefer Larsen verbeißt sich förmlich in den Fall. Er setzt alles daran, den Täter zu überführen, obwohl dieser anscheinend alle Eventualitäten bedacht hat. Larsen lernt man im Verlauf der Handlung besser kennen. Er wirkt sehr sympathisch, dennoch hemmen seine privaten Hintergründe, die recht detailliert beschrieben werden, oft den Lesefluss und lassen die aufgebaute Spannung abflachen. Bei diesen Abschnitten gerät man gelegentlich in Versuchung, sie nur zu überfliegen, damit man zum eigentlichen Fall zurückkehren kann. Dieser hat es wirklich in sich und zum Ende steigt die Spannung enorm an.

Dieser True-Crime-Thriller konnte mich nach einem etwas zähen Beginn doch noch überzeugen. Zunächst hatte ich meine Schwierigkeiten mit den vielen verschiedenen Akteuren, den ständigen Zeitsprüngen und dem etwas ausufernd erzähltem privaten Hintergrund des Hauptermittlers. Doch nach und nach geriet ich in den Sog der Ereignisse und konnte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Durchhalten hat sich für mich definitiv gelohnt. Dennoch vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala "nur" drei von fünf Sternchen, da es mir etwas zu lange gedauert hat, bis bei mir der Funke übergesprungen ist.

Veröffentlicht am 17.10.2018

Nicht hochspannend, aber durchgehend interessant

Das falsche Grab
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Der Entomologe Dr. Klaas Hansen befasst sich bei seiner Forschungsarbeit mit Bienen. Denn Bienen haben einen leistungsstarken Geruchssinn und können innerhalb kurzer Zeit trainiert werden. Hansens Forschung ...

Der Entomologe Dr. Klaas Hansen befasst sich bei seiner Forschungsarbeit mit Bienen. Denn Bienen haben einen leistungsstarken Geruchssinn und können innerhalb kurzer Zeit trainiert werden. Hansens Forschung soll beweisen, dass Bienen ähnlich oder sogar besser, als Spürhunde eingesetzt werden können. Bei einem morgendlichen Experiment sollen die Bienen vorher vergrabene Leichenteile aufspüren. Nach kurzer Zeit führen sie Hansen tatsächlich zu einem bestimmten Ort im Wald. Das Experiment scheint zu funktionieren, denn Hansen findet tatsächlich eine Leiche! Dumm daran ist nur, dass es sich nicht um ein Leichenteil handelt, das vorher zu diesem Zweck vergraben wurde, sondern um einen unbekannten Mann. Obwohl Ermittlungsarbeit nicht zu seinem Arbeitsgebiet zählt, gerät Hansen in den Sog der Ereignisse....

Der Einstieg in diesen Krimi gelingt mühelos, da man Hansen bei seinem morgendlichen Experiment beobachtet und sich damit ohne langatmiges Vorgeplänkel mitten im Geschehen befindet. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Neben den aktuellen Ereignissen gibt es außerdem einen Handlungsstrang in der Vergangenheit, der 17 Jahre zuvor startet. Zunächst kann man beim Lesen keine Verbindung ziehen, doch im weiteren Verlauf verknüpfen sich die Stränge.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb problemlos in den Krimi eintauchen. Die Charaktere wirken lebendig und ihre Handlungen nachvollziehbar. Dr. Klaas Hansen ist ein Protagonist mit Ecken und Kanten und wirkt dabei sehr sympathisch. Durch den eindrucksvollen Einstieg wird das Interesse an der Handlung sofort geweckt. Man möchte unbedingt erfahren, was es mit der Leiche auf sich hat. Alles erscheint sehr rätselhaft. Man kann eigene Ermittlungen anstellen, doch zunächst ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Auch wenn sich beim Lesen keine echte Spannung einstellt, da das Geschehen eher gemächlich dahinplätschert, kommt keine Langeweile auf. Zum Ende hin steigert sich die Spannung allerdings enorm, doch leider wird das große Finale dann ein wenig abrupt abgebrochen und klingt mit einem erklärenden Epilog aus.

Krimis sind ja meine absoluten Favoriten und die Idee, dass Bienen zum Aufspüren trainiert werden und dabei gleich eine echte Leiche entdecken, hat mich sofort gereizt. Der angenehm lesbare Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich von Anfang an mitten im Geschehen war. Die Spannung habe ich beim Lesen, zugegebenermaßen, etwas vermisst, doch gelangweilt habe ich mich nicht, da die Nebenhandlungen auf mich durchgehend interessant wirkten. Das Ende wirkte auf mich zwar schlüssig, kam allerdings, für meinen Geschmack, ziemlich abrupt. Im Epilog habe ich zwar alles erfahren, was für die Auflösung nötig war, doch irgendwie wirkte das Ende dadurch auf mich zu schnell abgehandelt. Trotzdem würde ich mich über ein Wiedersehen mit dem sympathischen Dr. Klaas Hansen und seinen Bienen freuen.