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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2019

gute Fortsetzung

Lord of Shadows
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Was mir gefallen hat?

Im zweiten Teil "Der dunklen Mächte"-Trilogie gibt Cassandra Clare dem Leser jede Menge neue Rätsel auf. Die magische Welt gerät nach und nach an einen Abgrund und die Heldinnen ...

Was mir gefallen hat?

Im zweiten Teil "Der dunklen Mächte"-Trilogie gibt Cassandra Clare dem Leser jede Menge neue Rätsel auf. Die magische Welt gerät nach und nach an einen Abgrund und die Heldinnen und Helden wissen kaum mehr als wir. Emma und Julian erkennen, dass Ehrlichkeit so manches einfacher macht und sind gemeinsam auf der Suche nach einer Lösung für ihre Probleme.
Schön auch, dass jede Menge bekannte Gesichter aus Vorgängerromanen ein Gastspiel haben und die Reihen der Autorin langsam zusammenwachsen. Am Ende wird es richtig spannend und man freut sich tatsächlich auf den dritten Teil.

Was mir nicht so gefallen hat?

Wie einigen anderen Lesern war auch mir das Liebeskarussell zu voll und es drehte sich in einem irrwitzigen Tempo, so dass man schon mal die eigentliche Bedrohung aus den Augen verlieren konnte. Dadurch wurde das Buch an manchen Stellen etwas langatmig. Bei 800 Seiten ist so was ja immer gefährlich. Es hätte also durchaus 100 Seiten kürzen sein dürfen ohne an Handlung zu verlieren.

Fazit:

Guter zweiter Band mit marginalen Schwächen der neuigierig auf Teil drei macht.

Veröffentlicht am 13.03.2019

Düster und sehr politisch

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens
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Oliver Bottini ist ein Garant für politische und
gesellschaftspolitische Krimis. Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens deckt
beide ab. Der Roman spielt zu weiten Teilen in Rumänien, welches unter den ...

Oliver Bottini ist ein Garant für politische und
gesellschaftspolitische Krimis. Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens deckt
beide ab. Der Roman spielt zu weiten Teilen in Rumänien, welches unter den europäischen
sicherlich eines der armen Länder ist. Dennoch gibt es auch hier die ganze
Bandbreite an menschlichen Abgründen. Mord und Todschlag, Korruption, Betrug,
Erpressung. Das Buch schöpft aus dem Vollen und ist dabei düster und spannend.

Die rumänischen Kommissare haben, wie ihre Kollegen auf der ganzen
Welt, mit privaten Problemen und Unzulänglichkeiten zu kämpfen und müssen dennoch
einen Mordfall aufklären und dabei, auch wie überall, gegen die Windmühlen der
Vorgesetzten und der politischen Machthaber ankämpfen.

Besonders interessant ist an diesem Setting, dass die
ökologischen und wirtschaftlichen Straftaten zwar den westlichen gleichen und
dennoch schienen sie mir dramatischer und lebensbedrohlicher für Mensch und
Natur. In Rumänien, wo die Korruption noch zur Tagesordnung gehört und der
Einzelne kaum gegen die Mächtigen ankommt, sind integre Ermittler noch mehr
eine Wohltat als in unseren heimischen Gefilden.

Fazit: Düster und sehr politisch. Kein Mainstream-Krimi.
Mich erinnerte Bottini man wieder sehr an Friedrich Ani. Im positiven Sinne.

Veröffentlicht am 13.03.2019

es geht spannnend weiter

Palace of Silk - Die Verräterin
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Wie erhofft, geht es ausgesprochen spannend weiter. In Paris tauchen einige neue Charaktere auf, die ausgesprochen unterhaltsam und überraschend sind. Der König aber vor allem Madam Hiver geben ...


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Wie erhofft, geht es ausgesprochen spannend weiter. In Paris tauchen einige neue Charaktere auf, die ausgesprochen unterhaltsam und überraschend sind. Der König aber vor allem Madam Hiver geben jede Menge Rätsel auf und sind für die ein oder andere Überraschung gut. Rea hat auch hier alle Hände voll zu tun sich zu behaupten, denn auch hier ist für die Magdalenen nicht alles eitel Sonnenschein. Und dann kommt auch Robin an den französischen Hof und das Beziehungskarusell dreht sich weiter.

Mir gefällt der Schreibstil und die Idee einfach sehr gut und auch der zweite Band hat mich nicht enttäuscht. Für Rea hätte ich mir noch ein bisschen mehr Veränderungen gewünscht und dass sie endlich ihren eigenen Weg findet und sich nicht von anderen in eine Richtung dirigieren lässt. Und das Liebeswirrwarr ist schon ziemlich undurchsichtig und übertönt alles andere. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend und ich freue mich schon sehr auf das Finale.

Veröffentlicht am 26.02.2019

unterhaltsam

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
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Arthur Conan Doyle hat eigentlich seinen bekanntesten Helden getötet, damit er endlich frei von seinem Alter Ego leben kann. Aber die Leute lieben Sherlock Holmes und sind ihm deshalb Gram. Als der Autor ...

Arthur Conan Doyle hat eigentlich seinen bekanntesten Helden getötet, damit er endlich frei von seinem Alter Ego leben kann. Aber die Leute lieben Sherlock Holmes und sind ihm deshalb Gram. Als der Autor nach einiger Zeit in einen Mordfall verwickelt wird und mit Hilfe seines Freundes Bram Stoker eigene Ermittlungen beginnt, stellt er fest, dass es ihm durchaus hilft, der Erfinder des berühmtesten Detektives der Welt zu sein. Und er verfällt auf die Idee, sich wie sein erfundener Held durch Analyse der Fakten der Auflösung des Falles zu nähern.
Aber da gibt es auch noch die Geschichte des Sherlock-Fans Harold, der gut 100 Jahre später auf die Veröffentlichung des letzten, lange verschollenen, Tagebuches von Arthur Conan Doyle hofft. Ein mysteriöser Todesfall scheint dies zu verhindern und er macht sich mit einer jungen Journalistin ganz im Stile seines Idols Sherlock Holmes ebenfalls auf die Suche nach der Wahrheit.

Graham Moore erzählt zwei Geschichten in diesem Buch, die nur marginal miteinander zu tun haben aber im Kosmos des großen Sherlock Holmes spielen. Der Esprit und die Energie des großen Detektives durchdringen die zwei Handlungsstränge und sowohl Doyle als auch Harold versuchen ihm nachzueifern und mit ähnlichen Mitteln des Geistes die Täter zu schnappen.

Ich schätze Moore seit seinem Drehbuch zu „Imitation Game“ und dem Roman „Die letzten Tage der Nacht“. Der vorliegende Roman „Der Mann, der Sherlock Holmes tötete“ ist wohl ein Frühwerk des Autors.

Moore hat einen anspruchsvollen aber dennoch gut zu lesenden Erzählstil und die Idee, reale und erfundene Personen in eine Detektivgeschichte zu verstricken, finde ich einfach schön. Man erfährt auch so einiges über den Autor Arthur Conan Doyle, das damalige London und den Sherlock-Kult, der Weltweit noch immer in diversen Clubs sehr intensiv betrieben wird.

Ich gebe zu, ich bin kein ausgesprochener Sherlock-Fan sondern mehr ein Moore-Fan. Wenn ich das Buch als Krimi sehe, dann fand ich ihn nur mäßig spannend und nicht besonders trickreich. Es gab eine zufriedenstellende Auflösung beider Plots aber ich denke mal, das Krimigenre ist nicht die literarische Heimat des Autors. Die Teile, die allerdings von Doyle als Menschen mit all seinen Facetten und Fehlern handelten, die waren der wirkliche Genuss für mich. Hier fühlte ich mich an den Edison aus „Letzte Tage…“ erinnert. Hier sollte Graham Moore in kommenden Romanen den Schwerpunkt setzen. Denn tatsächlich ist das reale Leben solcher Personen in einer Art biografischem Roman genau das, was Moore glänzend beherrscht. Hier freue ich mich auf weitere Werke.

Fazit: Solider unterhaltsamer Roman mit Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 29.01.2019

Doggerland

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
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Maria Adolfsson ist eine neue Autorin. Doggerland Fehltritt ihr erster Roman, der auf Deutsch erschienen ist.

Was mir gefallen hat:

- Das Cover ist eigentlich nicht spektakulär, zeigt wie in nordischen ...

Maria Adolfsson ist eine neue Autorin. Doggerland Fehltritt ihr erster Roman, der auf Deutsch erschienen ist.

Was mir gefallen hat:

- Das Cover ist eigentlich nicht spektakulär, zeigt wie in nordischen Krimis gewohnt eine Landschaft. Aber die Farbgestaltung sticht ins Auge. Eine tolle schwarz-weiße Optik mit einem knalligen Titel. Super.

- Die Art, wie die Autorin erzählt, ist gut lesbar und für Freunde des etwas ruhigeren Krimis, der sich Zeit nimmt für die Geschichte.

- Man fühlt sich in einem Land zwischen nordischer Landschaft und englischem Flair. Durch die Schaffung eines imaginären Landes hat die Autorin Freiheiten, die sie auf interessante Art und Weise gestaltet.

- Bis zum Finale weiß der Leser nicht, wer der Täter ist. Es bleiben keine Fragen offen.



Was mir nicht so gefallen hat:

- Es mangelt der Story zeitweise etwas am nötigen Drive, der den erfahrenen Krimileser bei der Stange hält.

- Es hätte gerne ein bisschen mehr Action sein dürfen.

- So richtig warm bin ich mit der Kommissarin noch nicht geworden. Ich kann sie nach diesem ersten Band nicht richtig einschätzen. Auch die Beziehung zu ihrem Chef hätte noch mehr Konflikt-Potential gehabt. Ich hoffe mal darauf im zweiten Teil.

- Die Auflösung war beim Lesen nicht zu erraten und kam sehr überraschend.


Der zweite Doggerland-Band kommt noch in diesem Jahr. Mal schauen, ob die Autorin sich noch steigern kann.