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Veröffentlicht am 17.03.2019

Es geht weiter

EDELFA UND DER TEUFEL
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Im zweiten Teil der Edelfa-Trilogie finden wir uns in der Gegenwart wieder, Edelfa, die Freunde um Lauro, Emanuele, seine Mutter, auch Edelfas Sohn und natürlich ER.

Es ist wirklich bewundernswert, wie ...

Im zweiten Teil der Edelfa-Trilogie finden wir uns in der Gegenwart wieder, Edelfa, die Freunde um Lauro, Emanuele, seine Mutter, auch Edelfas Sohn und natürlich ER.

Es ist wirklich bewundernswert, wie die Autorin mit viel Gefühl für den Piemont, wo sie ja wohnt, lebt und arbeitet, ihre Romanfiguren wie selbstverständlich dort ansiedelt.
Obwohl die Handlung nun alles andere als alltäglich ist, findet man sich sofort darin zurecht und zittert, kämpft, bangt und lacht mit.
Sehr anschaulich und bildhaft geschrieben, führt der Roman den Leser durch halb Italien, man hat nie das Gefühl, dass hier viel konstruiert wurde, es ist alles ( bis auf IHN) irgendwie vorstellbar.
Auch der Teil, als Edelfa nach Indien geht, ist teils glaubhaft, teils so fantasievoll geschrieben, dass es nicht stört. Es gehört einfach zur Handlung.
Ich bin schon total gespannt auf den Ausgang im 3. Teil.
Autor: Caroline Sesta

Veröffentlicht am 31.03.2026

Erinnerungen und Gegenwart

Melken
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Dieses Erstlingsbuch von Sanna Samuelsson kann man von zwei Seiten betrachten.
Entweder, man findet es ereignislos und langatmig, oder man liest sich die Doppeldeutigkeit mehrerer Passagen heraus.
Ellen ...

Dieses Erstlingsbuch von Sanna Samuelsson kann man von zwei Seiten betrachten.
Entweder, man findet es ereignislos und langatmig, oder man liest sich die Doppeldeutigkeit mehrerer Passagen heraus.
Ellen lebt mit Diana in einer Beziehung, die sich von Beginn an nicht richtig fühlte. Nach der Trennung fährt Ellen eher ziellos einfach weg und landet in dem Haus, in dem sie mit ihren Eltern gelebt hatte, ein Bauernhof, der nun fremden Leuten gehört, auf dem es keine Tiere mehr gibt und auch keine Landwirtschaft mehr betrieben wird.
Das Haus ist verschlossen und scheint unbewohnt, also holt sie sich den Ersatzschlüssel, der, wie früher, immer noch an seinem Platz liegt.
Zuerst hat Ellen gar nicht vor, dort zu bleiben, aber irgendwie kommt sie auch nicht mehr weg von dort. Sie liegt in ihrem ehemaligen Bett und träumt sich in die Vergangenheit zurück.
Dazu gehört in erster Linie der Stallgeruch, von dem sie stets wegkommen wollte, ihre Erinnerungen an die landwirtschaftlichen Arbeiten, die ihre Eltern und auch sie leisten mussten und doch nicht über die Runden kamen.
Und Max, ihr ehemaliger Schul- und Spielkamerad, der ebenfalls noch in der Nachbarschaft wohnt.
Er bemerkt schnell, dass sie im Haus lebt und versorgt sie mit Essen, aber die beiden kommen sich nicht wirklich näher.

Das Cover gefällt mir gut und passt zum Text.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Gedanken, die mitten ins Herz treffen

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Erika und Jan, beide 65 Jahre alt, sind für einen Urlaub, der ihre eingeschlafene eheliche Beziehung wieder aufwecken soll, in Italien.
Beim Abendessen in einem Lokal beichtet Jan, dass er schön ...

Erika und Jan, beide 65 Jahre alt, sind für einen Urlaub, der ihre eingeschlafene eheliche Beziehung wieder aufwecken soll, in Italien.
Beim Abendessen in einem Lokal beichtet Jan, dass er schön länger eine Beziehung mit einer jüngeren Frau hat.
Erika ist wie vom Blitz getroffen und reagiert dementsprechend. Sie gehört zu den Frauen, die alles wissen wollen, aber Jan erzählt nicht viel.
Als sie wieder zu Hause sind, beschließen sie, zu einer Paartherapie zu gehen. Vor vielen Jahren hatte Erika eine kurze Beziehung und damals hat die Therapie geholfen.
In Erika fahren die Gedanken Tag und Nacht Karussell, sie erinnert sich an vieles und vor allem versetzt sie sich immer wieder gedanklich in Marie, Jans Geliebte.
Von selbstverletzend bis witzig, von ironisch bis beleidigend, von zornig bis traurig reflektiert Erika unablässig die zerbrochene eheliche Gemeinschaft, für die sie alles gegeben hat.
Die Autorin Wencke Mühleisen trifft wohl für so manche betrogene Frau mitten ins Schwarze.
Das Cover verbirgt ein tiefgründiges Werk und behandelt das Thema von einer erfrischend neuen Seite.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Die Hütte

Ruf der Leere
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Dieser Roman von Daniel Alvarenga ist verstörend.
Er handelt von einem jungen Mann, Felix, der jung seine Mutter verloren hat, als diese seine Schwester gebar. Der Vater, ein Wissenschaftler ...

Dieser Roman von Daniel Alvarenga ist verstörend.
Er handelt von einem jungen Mann, Felix, der jung seine Mutter verloren hat, als diese seine Schwester gebar. Der Vater, ein Wissenschaftler durch und durch, hat nie wirklich den Durchbruch zu seinen Kindern geschafft, dafür ist genügend Geld vorhanden, um Bedürfnisse zu stillen. Felix hat einen Freund, Ben, der für ein Semester nach Australien gegangen ist und nun plant Felix eine Willkommensfeier für Ben, denn er kommt ja wieder zurück.
Am Flughafen stellt sich heraus, dass Ben nicht alleine zurückgekommen ist, in seinem Schlepptau befindet sich Bill.
Auch zu Hause war zuvor bereits Feuer am Dach, denn Felix Vater wollte unbedingt sofort etwas klären. Da war nämlich noch etwas, Felix hat sein Studium geschmissen, der Grund dafür ist Laura, eine Studien-und Seminarkollegin, mit der er befreundet war. War!
Felix meint, ein Meister darin zu sein, andere manipulieren zu können.
Und nun läuft alles völlig anders, als er dies geplant hatte.
Und zu allem Überfluß taucht seine Schwester ebenfalls in der Hütte auf, mit einem alten eigenartigen Mann, der die jugendliche Gesellschaft auffordert, einen auszusuchen, der diesen Abend überlebt.
Wer ist das? Was will er? Warum gerade Felix Party?
Denn Felix Vater ahnt bereits Schlimmes und macht sich auch auf den Weg.

Das Cover läßt eigentlich nichts Gutes ahnen.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Nach dem Tod gehts weiter......

Die Toten von nebenan
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Die Autorin Olivia Monti vermittelt ihren Lesern in diesem Buch einiges. Witzig, aber nicht ganz ohne Hintergedanken beschreibt sie, wie es Verstorbenen in der Zwischenwelt nach ihrem Tod ergehen könnte. ...

Die Autorin Olivia Monti vermittelt ihren Lesern in diesem Buch einiges. Witzig, aber nicht ganz ohne Hintergedanken beschreibt sie, wie es Verstorbenen in der Zwischenwelt nach ihrem Tod ergehen könnte. In einem Stadtteil, in dem jeder jeden noch kannte, alles von ihm wusste und man mehr oder weniger miteinander ausgekommen war, sterben nach und nach die Leute, treffen sich allerdings, ohne von den noch Lebenden bemerkt zu werden, in ihren ehemaligen Häusern und Wohnungen. Und streiten munter weiter. Bis ein gewisser Herr Tober auftaucht und ihnen viel verspricht, aber wenig hält.

Zuerst wird er verehrt und umschwärmt, aber nach und nach gibt es immer mehr Betroffene, die ihm weder glauben, noch ihn noch mögen.

Denn er hat total unangenehmen Einfluss auf die Verstorbenen.

Das Cover zeigt Herrn Tober als Fernsehstar.........

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