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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2019

Der erste Fall von Simon Strasser

Lago Mortale
1

Simon Strasser, der ehemalige Polizei- und Gerichtsreporter, ermittelt in seinem ersten Fall. Seit Kurzem lebt er am idyllischen Ort Italies Lago d Òrta und genießt die malerische Landschaft der Region. ...

Simon Strasser, der ehemalige Polizei- und Gerichtsreporter, ermittelt in seinem ersten Fall. Seit Kurzem lebt er am idyllischen Ort Italies Lago d Òrta und genießt die malerische Landschaft der Region. Doch eines Morgens sieht er ein Segelboot auf dem See, das sehr schlecht bis gar nicht manövriert wird. Es handelt sich um die herrenlose Yacht eines bekannten Industriellen. Als er sich dem Schiff nähert, findet er den blutüberströmten Inhaber des Schiffes, Marco Zanetti, tot an Deck. Obwohl alles auf einen Unfall hin deutet, fängt Simon an auf eigene Faust zu ermitteln. Und kommt einem gut gehütetem Geheimnis auf der Spur.
Die Autorin Giulia Conti hat mit "Lago mortale" ein aus meiner Sicht ordentliches Krimi-Debüt vorgelegt. Er wurde viel Lokalkolorit gegeben und die Landschaften sowie die italienische Mentalität wurden malerisch beschrieben. Zwar gab es manchmal noch etwas Luft nach oben, doch das erwarte ich das von der Autorin in dem Folgeband.

Veröffentlicht am 01.04.2019

Konfrontation mit der Vergangenheit

Schatten der Toten
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Die beiden Vorgänger kannte ich leider nicht. Doch nichtsdestotrotz konnte ich mich recht gut in die Charaktere einfinden. Es wäre jedoch von Nutzen wenn man vorher einen bessreren Einblick hat und die ...

Die beiden Vorgänger kannte ich leider nicht. Doch nichtsdestotrotz konnte ich mich recht gut in die Charaktere einfinden. Es wäre jedoch von Nutzen wenn man vorher einen bessreren Einblick hat und die ersten beiden Bände kennt.
Judith Kepler ist Tatortreinigerin, aber als ihr Chef auf die Intensivstation muss übernimmt sie kurzerhand kurzweilig das Unternehmen. Als ein Mord geschieht findet sie sich auf der Suche nach ihrem Vater wieder, der ein international gesuchter Mann ist, und hinzu noch kriminell. Denn Judith Kepler ist die Tochter eines Doppelagenten aus der Zeit des kalten Kriegs, der unter dem Namen Bastide Larcan inzwischen als Waffenhändler tätig ist. Seine Vergangenheit hat auch Scherben in Judiths Herz hinterlassen, denn sie würde von ihm in Stich gelassen, was man auch in den Vorgängern zu lesen bekommt, falls ich das richtig verstanden habe. Ob und wie das Wiedertreffen mit ihnen abläuft wird hier nicht verraten aber es handelt sich um einen soliden Spionagekrimi, der obwohl nicht immer klar für mich war, trotzdem einen hohen Spannungsbogen verursachen konnte.

Veröffentlicht am 01.04.2019

Ein bewegender Familienroman

Worauf wir hoffen
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In diesem Roman werden die Konflikte und die Unterschiede einer indisch-stämmigen muslimischen Familie, die in Kalifornien lebt erzählt. Das Buch umfasst zwei Teile, im ersten lernen wir die Familie von ...

In diesem Roman werden die Konflikte und die Unterschiede einer indisch-stämmigen muslimischen Familie, die in Kalifornien lebt erzählt. Das Buch umfasst zwei Teile, im ersten lernen wir die Familie von Laila und Rafik kennen, die sofort nach ihrer Hichzeit nach Kalifornien ziehen und dort 3 Kinder bekommen, den Jungen Amar und die Töchter Hadia und Huda. Die Kinder werden streng nach dem schiitischen Glauben erzogen und Kopftücher wie beten gehören zu den tagtäglichen Verantwortungen. Das ist nicht immer leicht im Amerika des 21. Jahrhunderts und als die Unterschiede der Geschwister nach einigen Jahren klar zur Geltung kommen, ist der Neid und der Aufstand zwischen ihnen unvermeidlich. Am Ende ist die Familie nicht mehr dieselbe und wie es dazu kommt erzählt die Autorin poetisch durch viele Zeitebenen springend. Das Letzte hat mich beim Lesen eteas irritiert, die chronologische Reihenfolge war nicht immer akkurat sowie die vielen arabischen Begriffe waren mir fremd. Sie erzeugten einerseits eine passende Atmosphäre, jedoch wäre eine Erklärung als Fußnote wünschenswert.
Ein besonderer Familienroman der den Leser packt und einen anderen Blickwinkel auf die indische Kultur bietet.

Veröffentlicht am 04.03.2019

Düster und grausam

1793
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Wir schreiben das Jahr 1793. Eine fürchterlich zugerichtete Leiche wird in Schwedens, und konkreter in Stockholms Kloaken, von zwei Kindern aufgefunden. Der Häscher Jean Michael „Mickel“ Cardell, ein traumatisierter ...

Wir schreiben das Jahr 1793. Eine fürchterlich zugerichtete Leiche wird in Schwedens, und konkreter in Stockholms Kloaken, von zwei Kindern aufgefunden. Der Häscher Jean Michael „Mickel“ Cardell, ein traumatisierter Veterane, der seinen Arm im Krieg verloren hat, wird beauftragt die Leiche aus dem dreckigen Sumpf zu ziehen. Cecil Winge, Jurist soll den Fall lösen, der womöglich sein letzter sein wurdm das er im Endstadium an Tuberkulose erkrankt ist. Cardell soll ihm dabei helfen und beide werden so tief in die Abgründe der Menschen eintauchen, wie sie es nie für möglich gehalten haben.
Was man für den Debütroman von Niklas Natt Och Dag auf Anhieb sagen kann ist, dass er nichts für schwache Nerven ist. Schockierend und lebendig erzählt, mit dichter Recherche und einem fesselnden Inhalt geschrieben, fühlt man sich direkt ins Jahr 1793 hineinversetzt. Ein gelungender historischer Kriminalroman, wie man ihn nicht oft vor sich hat, doch Zartbesaitete aufgepasst: er enthält grausame sowie ekelerregende Szenen. Weil mir das manchmal ein wenig zu viel war, gibt es einen Punkt Abzug.

Veröffentlicht am 25.02.2019

Spannende Krimigeschichte

Der Hunger der Lebenden (Friederike Matthée ermittelt 2)
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"Der Hunger der Lebenden" ist nach "Echo der Toten" der zweite Fall für Friederike Matthée. Die Bände aber sind in sich abgeschlossen, somit kann man den Inhalt ohne Schwierigkeiten folgen selbst wenn ...

"Der Hunger der Lebenden" ist nach "Echo der Toten" der zweite Fall für Friederike Matthée. Die Bände aber sind in sich abgeschlossen, somit kann man den Inhalt ohne Schwierigkeiten folgen selbst wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Wichtige Hintergrundinformationen zu vergangenen beruflichen und privaten Ereignissen sind flüssig in die Handlung hineingeschrieben.
Zur Story: Im Juni 1947 leidet Köln an einer Hitzewelle und einer gleichzeitig schlechten Lebensmittelversorgung. Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei wird bei einem Mordfall an der ehemaligen Kriminalkommissarin Ilse Röder als Unterstützung aufgerufen. Obwohl der Fall anfangs klar scheint, da die vermeintliche Mörderin mit der Tatwaffe am Tatort angetroffen wurde zweifelt Friederike sofort an Franziska Wagners Schuld. Nun gilt es dies auch zu beweisen und das erweist sich als sehr schwierig.
Beate Sauers Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte beinhaltet spannende Charaktere und einen soliden Plot, der den Leser angenehme Lesestunden erteilt.