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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2019

Job oder Liebe

Bad Boss (New York Bachelors 2)
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Remi hat nach ihrem Umzug nach New York ihre Karriereträume als Ballerina eigentlich begraben. Sie gibt Stunden in einem Studio für Ballettfitness. Dort trifft sie auf den attraktiven Wesley, der seine ...

Remi hat nach ihrem Umzug nach New York ihre Karriereträume als Ballerina eigentlich begraben. Sie gibt Stunden in einem Studio für Ballettfitness. Dort trifft sie auf den attraktiven Wesley, der seine kleine Nichte zum Unterricht begleitet.
Wesley ist sofort von Remi verzaubert. Er stammt aus einer einflussreichen New Yorker Ballettfamilie und erkennt sofort Remis Potential. Für seine eigene innovative Ballettshow am Broadway sucht er noch eine Hauptdarstellerin. Remi wäre genau die Richtige. Aber das würde heißen, dass die berufliche Beziehung über seinem privaten Interesse an Remi stehen muss.
Dies ist der zweite Teil der Reihe um die „Bad Bachelor“ App. Wesley hat mit seinen Bewertungen zwar nicht genau das gleiche Problem wie Reed im ersten Teil, aber trotzdem beeinflussen sie seine geschäftlichen Kontakte negativ. Vorkenntnisse zum ersten Teil sind nicht zwingend erforderlich, aber sie sind definitiv hilfreich.
Remi und Wesley sind sympathische Protagonisten. Die Nebenfiguren kennt man größtenteils aus dem ersten Teil. Der Schreibstil liest sich leicht und locker, wobei ich manchmal bei den sehr speziellen Ballettbegriffen etwas ins Stocken geriet. Das ist auch der Punkt, wo es von mir kleine Abstriche gibt. Balletterfahrene Leser haben hier sicher keine Probleme, aber mir ging es manchmal zu sehr ins Detail.
Insgesamt hat mir die Fortsetzung der Reihe gut gefallen. Ich fand den zweiten Teil etwas schwächer als den ersten Band, aber umso mehr freue ich mich auf die Fortsetzung, in der es dann endlich um Annie, die Verursacherin des ganzen Chaos, geht.

Veröffentlicht am 14.04.2019

Grausiges Geheimnis

Blutritual
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Kommissar Gustaf Ohlsen vermisst seine Tochter. Das letzte Handysignal der jungen Journalistin kam aus dem kleinen norddeutschen Ort Greiderheide. Dort war sie offenbar einer heißen Story auf der Spur. ...

Kommissar Gustaf Ohlsen vermisst seine Tochter. Das letzte Handysignal der jungen Journalistin kam aus dem kleinen norddeutschen Ort Greiderheide. Dort war sie offenbar einer heißen Story auf der Spur. Der krankgeschriebene Ermittler miete sich im Ort ein, um auf eigene Faust nach seiner Tochter zu suchen. Gleichzeitig mit ihr gilt eine weitere junge Frau aus dem Ort als vermisst. Mit Hilfe von Anika Bartelsen vom LKA recherchiert Ohlsen, ob es einen Zusammenhang gibt. Noch während er vor Ort ist, gibt es weitere mysteriöse Unfälle und Todesopfer. Auch ihm wird unmissverständlich klar gemacht, dass er aus Greiderheide verschwinden und seine Nachforschungen bleiben lassen soll.
Ab der ersten Zeile beherrscht eine unterschwellige Spannung die Story. Alte Aberglauben und Mythen treffen auf reale Bedrohungen. Man kann sich das düstere Greiderheide und seine Bewohner bildlich vorstellen. Der Schreibstil liest sich gut und die Geschichte fesselt den Leser von Anfang an. Gänsehaut ist an einigen Stellen garantiert. Man wird ein paar Mal in die Irre geführt und dann von einer Wendung überrascht. So bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende oben.
Mir hat der düstere Krimi gut gefallen und ich empfehle ihn gern weiter.

Veröffentlicht am 14.04.2019

Amüsante Intrige

Skandal in Mayfair
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Der Skandal in Mayfair beginnt zunächst nur im kleinen Rahmen. Ausgelöst wird er durch die junge Debütantin Honor Cabot. Aus einer Laune heraus gerät sie in ein Vergnügungsetablissement für Herren, wo ...

Der Skandal in Mayfair beginnt zunächst nur im kleinen Rahmen. Ausgelöst wird er durch die junge Debütantin Honor Cabot. Aus einer Laune heraus gerät sie in ein Vergnügungsetablissement für Herren, wo sie dem berüchtigten Frauenhelden George Easton beim Kartenspiel 100 Pfund abnimmt.
Als ihr Stiefbruder August heiraten will, gerät Honor in Panik. Ihre kranke Mutter, sie und ihre drei Schwestern sind auf den im Sterben liegenden Stiefvater angewiesen. Wenn sein Nachfolger und Erbe heiratet, steht den Cabot Frauen die Abschiebung ins einsame Landleben bevor. Honor will die Heirat unbedingt verzögern und hält es für eine gute Idee, George Easton dafür einzuspannen, der Verlobten ihres Stiefbruders schöne Augen zu machen, damit sie sich die Sache nochmal überlegt. Doch statt ihrer zukünftigen Schwägerin, findet Honor immer mehr Gefallen an dem attraktiven Geschäftsmann ohne Vermögen und adligen Stand.
Die Protagonistin ist einerseits eine taffe junge Frau, die gern ihren eigenen selbstbestimmten Weg gehen will. Andererseits scheint sie manchmal doch noch eine naive und selbstbezogene Debütantin zu sein. Ihre Lebenslust und ihre Beharrlichkeit, um ihr Glück auch gegen die üblichen Konventionen zu finden, sind aber beeindruckend.
George Easton ist ein sympathischer Charakter, der gegen die Naturgewalt Honor aber keine Chance hat. Beide balancieren auf dem schmalen Grad der gesellschaftlichen Akzeptanz.
Die Reise in die Vergangenheit mit Julia London konnte mich auf jeden Fall mitreißen. Der Schreibstil liest sich locker und flüssig. Die Protagonisten sind unterhaltsam, und es macht Spaß, ihre Annäherung mitzuverfolgen. Die Chemie des augenscheinlich ungleichen Paares passt genau.
Fazit: „Skandal in Mayfair“ ist ein durchaus gelungener historischer Liebesroman, der amüsante Lesestunden bietet.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Unterhaltsamer Schlagabtausch

My Dearest Enemy
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Daisy und Lukas sind seit frühester Kindheit Lieblingsfeinde und konkurrieren um so ziemlich alles. Damit sind nicht nur die beiden beschäftigt, sondern sie halten ihre gesamte Umgebung auf Trab. Das hat ...

Daisy und Lukas sind seit frühester Kindheit Lieblingsfeinde und konkurrieren um so ziemlich alles. Damit sind nicht nur die beiden beschäftigt, sondern sie halten ihre gesamte Umgebung auf Trab. Das hat sich auch mit 28 Jahren noch nicht geändert, als Daisy nach ihrem Studium in ihre Heimatstadt Hamilton zurückkehrt, um die örtliche Hausarztpraxis zu übernehmen. Zu ihrem Entsetzen hat ihr Erzfeind Lukas nach seinem Medizinstudium genau den gleichen Plan. Und so findet sie sich mit Lukas in einer Art Praxisgemeinschaft wieder. Das kann Daisy natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Also muss ein neuer Plan her, wie sie sich die Praxis als Alleinherrscherin sichern kann, und Lukas das Feld als Verlierer verlässt.
Leider ist Lukas definitiv kein schmächtiger Teenager mehr und Daisy wird immer mehr von seinem attraktiven Äußeren abgelenkt. Auch wenn sie es sich nicht eingestehen will, kann sie dem alten Konkurrenzkampf auf einmal ganz neue Seiten abgewinnen.
Mit „My Dearest Enemy“ ist R. S. Grey ein witziger und sehr unterhaltsamer Roman gelungen, der jede Menge Spaß macht beim Lesen. Der Kleinkrieg zwischen den beiden Protagonisten ist überaus amüsant, vor allem aber die krampfhaften Bemühungen Daisys, die Oberhand zu behalten. Die Dialoge sind originell und frech und haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Der lockere Schreibstil der Autorin passt ausgezeichnet zur Geschichte.
Daisy stolpert von einer aberwitzigen Situation in die nächste, und es dauert lange, ehe ihr ein Licht bezüglich Lukas aufgeht. Der Weg dorthin ist aber so unterhaltsam und einfallsreich, dass es beim Lesen nie langweilig wird.

Mir hat die Story sehr gut gefallen und ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert. Das Buch eignet sich hervorragend für leichte Lesestunden und zur Erheiterung zwischendurch. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Unverhoffte Erbschaft

Das kleine Café im Gutshaus
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Nachdem aus ihren Zukunftsplänen auf Malta nichts geworden ist, da sich ihr Freund Anton beziehungstechnisch umorientieren wollte, kehrt Lara McDonald zurück in ihre kleine Heimatstadt im Herzen Schottlands. ...

Nachdem aus ihren Zukunftsplänen auf Malta nichts geworden ist, da sich ihr Freund Anton beziehungstechnisch umorientieren wollte, kehrt Lara McDonald zurück in ihre kleine Heimatstadt im Herzen Schottlands. Im örtlichen Café findet Lara kurzfristig einen Job und hofft, dass sie ihr Hobby Backen dort mit einbringen kann. Ihre zickige Chefin Kitty macht ihre Träume jedoch schnell zunichte. Im Café lernt Lara Lord Hugo Carmichael kennen, den Besitzer von Glenlovett Manor. Der alte Mann ist von Lara und ihren Backkünsten verzaubert. Zu ihrer großen Überraschung vererbt er ihr das Atelier seiner verstorbenen Schwiegertochter im herrschaftlichen Gutshaus, damit sie dort ihr eigenes Café eröffnen kann. Nicht jeder in der Familie Carmichael ist davon begeistert. Sein Enkel Vaughan gibt Lara deutlich zu verstehen, was er von dem Testament und von einer Öffnung des Grundbesitzes für die Öffentlichkeit hält. Aber Lara gibt nicht gleich auf, sondern versucht, die Familie charmant von ihren Plänen zu überzeugen.
Nach dem Lesen dieses Buches hat man auf jeden Fall in erster Linie Hunger. Die Beschreibung der gebackenen Leckereien des Cafés macht wohl jedem Appetit.
Lara ist ein sehr sympathischer Charakter, der wohl die meisten für sich einnehmen wird. Ihr Gegenpart Vaughan trägt seine guten Seiten anfangs noch eher versteckt mit sich herum.
Mir haben die Nebencharaktere in diesem Buch sehr gut gefallen. Die ausgeflippte Mutter Laras und ihre beste Freundin sind einfach herrlich.
Der Schreibstil liest sich locker und leicht. Die Geschichte verspricht amüsante Lesestunden und lässt den Leser kurz dem Alltag entfliehen.
Da Ende war mir persönlich zu schnell und zu einfach gestrickt, so dass es von mir hier kleine Abstriche gibt.
Zusammenfassend handelt es sich um eine vorhersehbare, aber unterhaltsame Geschichte mit netten Charakteren.
Ein Rezeptteil im Anhang wäre phänomenal gewesen.