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Amarylie

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2019

So schön!

Deine Worte in meiner Seele
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Für mich wurde es endlich auch mal Zeit Deine Worte meiner Seele zu lesen, nachdem ich schon so lange um „Verliebt in Mr. Daniels“ geschlichen bin, denn dank der Neuauflage, bin ich nun doch dazu gekommen ...

Für mich wurde es endlich auch mal Zeit Deine Worte meiner Seele zu lesen, nachdem ich schon so lange um „Verliebt in Mr. Daniels“ geschlichen bin, denn dank der Neuauflage, bin ich nun doch dazu gekommen die Geschichte um Mr. Daniels zu lesen.

Ich weiß, dass es viel Hype um die Geschichte gab. Und aus dem Grund bin ich mit einer hohen Erwartung an das Buch heran gegangen. Enttäuscht wurde ich nicht wirklich, aber einige Kritikpunkte gibt es dennoch.

Sowohl Ashlyn als auch Daniel konnten mich als Person überzeugen. Ihre Liebe zur Literatur fand ich sehr bezaubernd. Dadurch dass beide harte Schläge vom Schicksal einstecken mussten, war es für mich sehr herzzerreißend zu lesen, wie sie versucht haben sich gegenseitig wiederaufzubauen.

Die anfängliche Liebesgeschichte der beiden wurde durch die Erkenntnis zerstört, als herauskam, dass Mr. D (Ashlyns Englischlehrer) in Wirklichkeit ihr Daniel ist. Um so herzzerreißender fand ich die verbotene Beziehung, als sie versucht haben das Richtige zu tun. Was ich persönlich aber genauso herzzerreißend fand, waren all die Briefe von der Zwillingsschwester, die mir teilweise Tränen beschwert haben.

Im Grunde haben mir alle Charaktere sehr gut gefallen. Sie hatten alle eine gewisse Tiefe, Makeln und Probleme. In dem Roman steht neben der verbotenen Liebe und der Trauer aber auch der Glaube an Gott und das gesellschaftliche Bild bzgl. des Geschlechterbildes eine wichtige Rolle. Auch wenn viele Themen angesprochen wurden, ist dabei nie etwas zu kurz geraten.

Die Wortgewandtheit von Brittainy fand ich absolut hervorragend! Wie sie mit Shakespeares Werken spielt, sie in die Geschichte einflechtet und dabei diverse Parallelen schafft, fand ich so toll. Auch fand ich viele Gedankenwege und Dialoge so extrem poetisch, dass ich mich nur so förmlich in den Schreibstil verliebt habe.

Die einzigen Kritikpunkte sind hierbei, dass mir einiges zu schnell ging, es manchmal sehr kitschig und flirty wurde. Der einzige Makel an dem Schreibstil finde ich die sexuellen Szenen. Denn obwohl Birttainy sehr gut mit Worten umgehen kann und einen eine traurige, glückliche und diverse andere Emotion entlocken kann, wirkten die sexuellen Szenen doch sehr steif. Sie waren nicht so wie die Geschichte selbst, als hätte sie Probleme damit gehabt das körperliche zwischen den Protagonisten auszudrücken.

Ansonsten konnte mich das Buch absolut überzeugen. Allein wegen ihrer Wortgewandtheit, der Liebe zu Shakespeares Werken und der poetischen Passagen, liebe ich das Buch!

Fazit

Deine Worte in meiner Seele konnte mich trotz einiger Kritikpunkte absolut überzeugen. Die Thematiken fand ich sehr toll ausgearbeitet. Auch an Emotionen fehlte es kaum und die Liebesgeschichte selbst sowie andere Gegebenheiten fand ich sehr herzzerreißend.

Veröffentlicht am 25.04.2019

Ein Klassiker in einer wunderschönen Verpackung

Der geheime Garten
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Meinung

Der geheime Garten ist eine unglaublich tolle Geschichte, die mir seit den Kindertagen immer wieder erzählt wurde, in Form von Büchern, Erzählungen oder als Film.

Damals habe ich mir den Film ...

Meinung

Der geheime Garten ist eine unglaublich tolle Geschichte, die mir seit den Kindertagen immer wieder erzählt wurde, in Form von Büchern, Erzählungen oder als Film.

Damals habe ich mir den Film mindestens ein Mal im Jahr angeschaut, so fasziniert war ich von der Geschichte um den geheimen Garten, sowie um die Geschichte der einzelnen Personen selbst. Der Blickwinkel auf den Garten sowie die einzelnen persönlichen Verbindungen dazu fand ich unheimlich toll!

Umso glücklicher war ich über die Info, dass das Buch beim Coppenrather Verlag in dem tollen Stil mit interaktiven Extras neu aufgelegt wurde, wodurch die Geschichte noch viel realer wirkte. Durch die passenden Extras (je nach den Gegebenheiten in den Kapiteln) bereitete das Verfolgen für mich der Geschichte unheimlich viel Spaß. Es war ein absolut tolles Leseerlebnis.

Der geheime Garten wird dank dem Verlag nicht nur einfach als Märchen dargeboten in Schrift und Bilder, sondern bietet auch die Möglichkeit sich selbst in die Geschichte hineinzuträumen. Man wird als Leser einfach ein Teil der Geschichte!

Ich denke die Wenigsten kennen oder kaum Einer kennt die Geschichte in dem Buch nicht, aber für die Unwahrscheinlichkeit, dass dies hier doch jemand liest, der die Geschichte noch nicht kennt, erzähle ich kurz worum es geht:

Mary ist ein Waisenkind, nachdem ihre Eltern verstorben sind. Nach dem Tod wird sie bei ihrem Onkel aufgenommen, der ein riesen Grundstück besitzt. Das Einleben fällt ihr zu Anfang recht schwer. Sie fängt nach einiger Zeit an die Gegend zu erkunden und Orte zu finden. Nachts kann Mary immer wieder Schreie durch die Wände hören, doch von wo kommen sie und von wem?
Als sie eines Tages den geheimen Garten findet und sich Zutritt dazu verschafft, beginnt für Mary ein Abenteuer, die sowohl Freude in ihr Leben bringt, als auch Freunde und Liebe sowie das Wissen um den Garten und die schöne bzw. auch traurige Geschichte, die sich wie ein Schleier über den Garten gelegt hat.

Der Schreibstil ist wunderschön, was auch mit dem altmodischen Stil zusammenhängt, der einfach dazu passt. Mary ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen, aber auch die anderen Charaktere. Dadurch, dass ich das Ende von der Geschichte und die Schicksalsschläge kenne, waren mir im Grunde alle Charaktere trotz ihrer verschrobenen Art sympathisch. Das merkwürdige Verhalten der ein oder anderen Person war dementsprechend auch nichts Neues für mich und trotz des fehlenden „Warum hat er es getan? Wieso hat er dieses und jenes gemacht oder gesagt?“, habe ich die Geschichte absolut genießen können. Ich habe mich in jede Seite verliebt. Sowohl in die detailreiche Gestaltung als auch in die Erzählung selbst.

Der geheime Garten ist meiner Meinung nach durch die Neuauflage ein Sammlerstück für Jene, die das Buch abgöttisch lieben wie ich. Es ist aber auch ein Klassiker, der für jede Altersgruppe gemacht ist. Egal ob jung oder alt, jeder kommt hier auf seine Kosten.

Fazit

Der geheime Garten ist ein Klassiker, den jeder kennen sollte und müsste. Solltest Du also die Geschichte von Mary nicht kennen, solltest Du dir dringend die Geschichte aneignen. Am Sinnvollsten wäre es, wenn Du dir die Ausgabe hier zulegen würdest, denn dadurch wird Dein Lesespaß verdoppelt, ach Quatsch sogar verdreifacht! Ein Bonus an dem Buch: Es sieht verdammt gut im Bücherregal aus.

Veröffentlicht am 20.04.2019

Große Klasse

Herzenmacher
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Meinung:
Herzenmacher ist mein erstes Buch von Akram El-Bahay, dabei ist er kein unbekannter Autor in Deutschland. Sowohl das Cover als auch der Klappentext haben mich überzeugen können und mich neugierig ...

Meinung:
Herzenmacher ist mein erstes Buch von Akram El-Bahay, dabei ist er kein unbekannter Autor in Deutschland. Sowohl das Cover als auch der Klappentext haben mich überzeugen können und mich neugierig auf die Geschichte hinter dem geheimnisvollen Cover gemacht. Es erinnerte mich witzierweise ein wenig an „Herr der Diebe“.

Herzenmacher hat Famtasy- und Märchenzüge, sodass es in meinen Augen ein modernes und düsteres Märchen ist. Mit viel Können entführt Akram Léo und den Leser in eine Parallelwelt, die voller Dunkelheit und Grausamkeit ist. Morde und Enthauptungen werden nach dem Betreten der neuen Welt Bestandteil der Grausamkeit. Trotz der brutalen Vorstellungen, wird dem Leser die dunkle Welt nicht zu grausam dargestellt, da der Roman ab 12 Jahren ist.

Léo ist ein talentierter, netter und liebenswerter Junge. Er ist mir ab der ersten Seite sympathisch gewesen. Durch seine Art hatte es mir Freude bereitet ihn bei der Reise zu begleiten. Auch die anderen Charaktere waren kreativ und interessant. Ecken und Kanten waren deutlich zu erkennen.

Fesseln konnte mich die Geschichte nach einigen Kapitel. Die Geschichte ist gut durchdacht. Die Grundidee wurde gut umgesetzt. Der Schreibstil war packend und spannend. Die Umschreibungen von bestimmten Ereignissen fand ich dabei ganz toll, absolut poetisch und zum Verlieben! Auch Botschaften und Weisheiten konnte der Autor gut in die Gegebenheiten einbinden. Ich finde man merkt ganz gut, dass Akram vor seinem Autor-Dasein Jounalist war, so gut wie er mit Worten umgehen kann.



Fazit:
Herzenmacher ist ein durch und durch gelungenes Werk. Es behandelt diverse Fragestellungen der Gesellschaft und regt einen zum Nachdenken an, verpackt in einer märchenhaften Fantasygeschichte für junge Leser.

Veröffentlicht am 15.04.2019

Mein Jahreshighlight!

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
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Meinung:
Ophelia Scale – Die Welt wird brennen ist eine verdammt gutes Debüt und Auftakt einer Reihe.

Obwohl man sich vom Klappentext schon seinen Teil zusammenreimen und denken kann, wie die Geschichte ...

Meinung:
Ophelia Scale – Die Welt wird brennen ist eine verdammt gutes Debüt und Auftakt einer Reihe.

Obwohl man sich vom Klappentext schon seinen Teil zusammenreimen und denken kann, wie die Geschichte laufen und enden wird, wird man hier komplett überrascht.

Angefangen bei der kreativen Gestaltung einer neuen Dystopie, in der die Welt wieder in die Zeit vor der technischen Entdeckung steht. Die Menschen entwickeln sich demnach zurück statt vorwärts, doch warum? Ist es so schlimm sich weiter fortbilden zu wollen, sich Wissen anzueignen, das Leben durch den technischen Fortschritt zu verbessern oder warum musste man in ferner Zukunft darauf so drastische Maßnahmen einleiten und jegliche Technologie entfernen? Der Mensch strebt von Natur aus nach seiner Weiterentwicklung, sich stehts immer mehr zu bessern und seine Gehirnzellen zu maximieren. Kann man ohne ein Ziel vor Augen noch glücklich Leben? Genau all diese Fragen werden zwischen den Zeilen gestellt und regen einen zum Nachdenken an.

Was auf den ersten Blick total schwachsinnig wirkt oder unrealistisch, wird durch logische Aussagen ins wanken gebracht. Ich wusste manchmal beim Lesen nicht mehr was ich denken soll.

Intrigen, Emotionen und Spannung gibt es hier zudem in Mengen. Nicht selten wusste ich nicht mehr wem ich trauen oder wem ich überhaupt Glauben schenken soll.
Die Wendungen und logischen Schlussfolgerungen im Roman haben mir den letzten Nerv geraubt. Aber das schlimmste war wohl das Ende an sich. Der Cliffhanger ist so bösartig aber auch so verdammt gut!

Die Protagonisten und der wunderschöne Schreibstil konnten mich ebenfalls überzeugen. Voller Ecken und Kanten zwischen Sympathie und Authentizität. Richtig toll! Auch die Beschreibung der Orte und die Technologie fand ich bildlich dargestellt.

Wie man merkt, bin ich hoch auf begeistert vom Roman. Er ist definitiv ein Jahreshighlight für mich und ich hoffe sehr, dass die Fortsetzung so leistungsstark bleibt.

Fazit:
Ophelia Scale – Die Welt wird brennen ist so verdammt gut! Wer sich immer noch nicht schlüssig ist, ob er sich das Buch zulegen soll oder es noch nicht kennt, sollte schnellstmöglich zur Buchhandlung gehen und sich dieses spektakuläre Buch kaufen!

Veröffentlicht am 10.04.2019

Reicht an Benedict Wells heran

Irgendwann wird es gut
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Meinung

Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch das Stöbern auf der Verlagsseiten. Da ich ein großer Benedict Wells Fan bin und dieser von Joey Goebel geschwärmt hat, musste ich mir das Buch einfach ...

Meinung

Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch das Stöbern auf der Verlagsseiten. Da ich ein großer Benedict Wells Fan bin und dieser von Joey Goebel geschwärmt hat, musste ich mir das Buch einfach näher anschauen. Nachdem mich der Klappentext angesprochen hatte, durfte das Buch auch bei mir einziehen.

Bei Irgendwann wird es gut handelt es sich um ein Sammelband bestehend aus insgesamt 10 Kurzgeschichten und ein Interview zwischen Benedict Wells und Joey Goebel.

Die Kurzgeschichten fand ich alle recht interessant. Sie spielten alle in Moberly statt, einer recht kleinen Stadt in Amerika.
Im Grunde ist das Hauptthema in allen Kurzgeschichten der Ausbruch aus dem tristen Alltag, weg von der Einsamkeit und hin zur Liebe und der Aufmerksamkeit. Die Einwohner versuchen auf ihre eigene Art aus ihrem Leben mehr zu machen und das ist auch vollkommen in Ordnung. Es zeigt auf, wie sehr Menschen sich nach mehr sehnen als das was ihnen der Alltag bietet. Sie wollen das was im Alltag verloren gegangen ist, wieder bekommen.
Wie in Benedicts Büchern, spielt hier also die Einsamkeit eine fundamentale Rolle, was ich toll finde. Ich liebe die Art wie die Einsamkeit hier in den Mittelpunkt gestellt und wie sehr die Emotionen für die Einsamkeit aufgebaut wird. Ich habe sie förmlich gespürt und war teilweise innerlich erdrückt davon.

Jede Geschichte existiert für sich selbst und jeder Protagonist ist etwas besonderes, denn alle haben eine andere Leidensgeschichte zu erzählen und dennoch sind die Personen irgendwie miteinander verbunden. Mir haben vor allem „Die Moral von Nerds“ und „Herzrhythmusstörungen“ gefallen, aber auch die anderen Geschichten waren lesenswert.

Das Interview am Ende hat mir gezeigt, wie zwei Autoren mit der gleichen Erzählweise sich gefunden haben. Die Chemie zwischen ihnen hatte einfach gepasst. Das Gespräch war erhellend, interessant und wissensreich.

Fazit

Wer Benedict Wells Bücher liebt, wird hier auf seine Kosten kommen, denn Joey Goebel weiß genau so gut mit dem Thema Einsamkeit umzugehen.