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Veröffentlicht am 16.04.2019

Mein Herz schlägt für diese Geschichte

Wo mein Herz schlägt
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Als Claire’s Herz den Dienst versagt bricht eine Welt für die junge Frau in sich zusammen. Es ist ein Kampf, den sie nicht allein bewältigen kann und doch kommt der erlösende Anruf, dass es ein Herz für ...

Als Claire’s Herz den Dienst versagt bricht eine Welt für die junge Frau in sich zusammen. Es ist ein Kampf, den sie nicht allein bewältigen kann und doch kommt der erlösende Anruf, dass es ein Herz für sie geben soll.

Szenewechsel. Ein zurückgelassenen Bruder, eine Witwe und ein kleines Mädchen. Eine Pension auf der kleinen Insel Lundy, die einmal der Traum eines besonderen Mannes war. Als Will gehen musste, hinterließ er ein Loch, das nur schwer zu stopfen ist.

Der eine stirbt, während ein anderer lebt und Rose Bloom hat es in ihrem neuen Roman “Wo mein Herz schlägt” geschafft, dass diese zwei Welten aufeinander prallen und eine Explosion der Emotionen hervor ruft.

Als Claire sich dazu entschließt die Familie ihres Spenders zu besuchen, ist ihr noch nicht einmal annähernd bewusst, was das für ihre Zukunft bedeuten wird. Doch die Wahrheit zu erzählen ist wirklich schwer. Vor allem, wenn die Menschen ihr nicht alle so offen und lebensfroh entgegen treten, wie es die quirlige Scarlet zum Beispiel tut. Claire muss sich ganz schön anstrengen und schafft es dabei selbst wieder ein bisschen aus ihrem Schneckenhaus raus zu kommen. Auf Lundy findet sie nicht nur ein Stück zu sich selbst zurück, Claire führt auch noch andere zurück ins Leben. Ihre Art ist so positiv, dass man die junge Frau nur ins Herz schließen kann. Man kommt nicht drum herum sie zu mögen.

Der grummelige Pensionsbesitzer Grant ist zwar eine Augenweide, aber seine düstere Aura und seine Wortkargheit machen ihn nicht gerade zum Liebling Nummer 1. Die Pension geht so langsam vor die Hunde, an Zuvorkommenheit oder Luxus ist der Holzfällertyp nicht interessiert und er verschanzt sich lieber hinter seiner dicken Mauer. Doch wirft man einen Blick in seine Augen, trifft selbst den Leser durch die detaillierte Beschreibung der Autorin, der verzehrende Schmerz in seinem Innern. Ich war tief erschüttert und bekam Gänsehaut in so mancher Situation.

Natürlich ist die Handlung ein wenig vorhersehbar, was man sich aber vorher schon denken kann. Ich Wobei muss allerdings sagen, dass Rose Bloom mich im letzten Drittel sogar nochmal richtig überrascht und auch schockiert hat. Daher war das nicht weiter tragisch. Es ist plötzlich so eine dramatisch heftige Spannung da, dass man das Buch zu Ende lesen muss. Ohne es weg zu legen. Am besten sofort!!!

Und dann ist da dieses Gefühlschaos und man leidet mit beiden Charakteren so heftig mit, weil man als Leser halt beide Seiten nachvollziehen kann. Aber auch der leichte, freche Humor der Autorin findet seine Szenen und lockert das Ganze auf. Die Dialoge brachten mich so manches Mal zum schmunzeln, da Grant halt so ein richtiger Sonnenschein ist und Claire sich einen Spaß daraus macht ihn zu ärgern und zu necken. Es war echt amüsant.

Für mich ist “Wo mein Herz schlägt” eine sehr berührende, tiefgründige Geschichte, die ein wenig vorhersehbar ist. Mich hat das nicht wirklich gestört, da die Emotionen völlig vom Hocker reißen und ich geahnt habe, worauf ich mich einließ. Haltet die Taschentücher bereit!

Veröffentlicht am 07.04.2019

Ich bin absolut hingerissen!

Cenuşă - Asche zu Asche
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Darja, eine junge Frau mit dem Mut einer Löwin und technomagischer Begabung begegnet dem Todesboten Leonid in einer sehr prekäen Situation. Ihrer Hinrichtung. Mit einer genialen Finte entkommt sie ihren ...

Darja, eine junge Frau mit dem Mut einer Löwin und technomagischer Begabung begegnet dem Todesboten Leonid in einer sehr prekäen Situation. Ihrer Hinrichtung. Mit einer genialen Finte entkommt sie ihren magischen Peinigern und auch der Tod guckt erstmal doof aus der Wäsche. Mit sowas hat er überhaupt nicht gerechnet.

Darja ist mit ihrem frechen Mundwerk, ihrer scharfsinnigen, gewitzten Art und ihrem liebevollen Wesen eine echte Herausforderung für den Tod. Sie entkommt ihm nicht nur einmal und ruft eine eigenartige Faszination hervor. Leonid ist dafür einfach nur entwaffnend und anziehend. In einer ruhigen, ungewöhnlichen Art und Weise, ohne das selbst zu steuern. Ich mochte beide total!

Die Schreibweise von Stefanie Mülsteph ist fesselnd, leicht und humorvoll. Ich hatte die Novelle innerhalb einer guten Stunde förmlich weg gesuchtet und mich köstlich amüsiert. Auch wenn es schwer ist auf so wenigen Seiten Tiefe zu erschaffen, hat Stefanie Mülsteph es in meinen Augen geschafft, trotzdem plastische, authentische Protagonisten zu erschaffen und sogar den wenigen Nebencharakteren ein wenig Tiefe zu verleihen. Die Handlung ist spannend und schnell überblickt, aber es passte gut und hätte sogar nur ein Teil einer großen Geschichte sein können. Ich hätte gerne mehr und hab mich nie gelangweilt.

“Cenuşă” ist eine knackige Kurzgeschichte voller knisternder Begegnungen zwischen einer jungen Frau, die nur einen wichtige Menschen beschützen möchte und dem Tod, der nur seine Pflicht erfüllen will und dabei etwas findet, was er längst vergessen hat. Zarte Emotionen, toller schwarzer Humor und ein Steampunksetting vom Feinsten – die perfekte Mischung. Ich bin begeistert.

Veröffentlicht am 07.04.2019

Anders, aber genial!

Das Reich der sieben Höfe – Frost und Mondlicht
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Ok. Ja, der vierte Band ist definitiv anders. Wenn ihr hier ein Buch voller typischer Maas-Action erwartet habt, seid ihr schief gewickelt. Denn die gibt es schlichtergreifend nicht. Hier wird kein neues ...

Ok. Ja, der vierte Band ist definitiv anders. Wenn ihr hier ein Buch voller typischer Maas-Action erwartet habt, seid ihr schief gewickelt. Denn die gibt es schlichtergreifend nicht. Hier wird kein neues Abenteuer aufgerollt und ich könnte mir vorstellen, dass viele Leser enttäuscht sind, aber ich…. Ich bin begeistert! Und ich kann euch auch ganz genau erklären warum.

Normalerweise ist eine Reihe nach so einem heftigen Finale, wie es beim dritten Band “Sterne und Schwerter” der Fall war, Schluß. Ende. Finito. Wir können uns unseren Teil denken, der Fantasie freien Lauf lassen von “Sie reiten himmelhochjauchzend in den Sonnenuntergang und sind alle bis an ihr Ende wunschlos glücklich ” bis hin zu “Jeder stirbt.” Es bleibt uns überlassen.

Dieses Mal ist es aber nicht so. Sarah J. Maas zeigt uns einen Weg, ein paar Nuancen einer neuen Richtung, möglicher neuer Bücher, aber vor allem zeigt sie uns manchmal verträumt und atemberaubend schön, und manchmal schonungslos ehrlich, was solch ein immenser Krieg wirklich aus unseren liebsten Charakteren macht. Wie das Sozialleben danach überhaupt funktioniert nach den erlittenen Qualen.

Da sind die erschaffenen Schwestern Elain und Nesta, welche beide riesige Anpassungsprobleme haben und ihren Seelengefährten schlicht und ergreifend aus dem Weg gehen. Wobei die eine alles ignoriert und die andere besoffen durch die Gegend vö..elt.

Da ist Mor, die immer noch in den Ketten ihrer ganz eigenen Hölle liegt und ihre Wünsche noch gar nicht offen ausleben kann.

Der Schattensänger mit dem sehnsüchtigen Blick, dessen größter Wunsch nie in Erfüllung gehen wird und der das noch nicht einmal weiß.

Da sind die zurückgelassenen Seelengefährten… Lucien weiß nicht mehr wo sein Zuhause ist und flüchtet. Cassian steht einem Aufstand gegenüber, dessen Umfang er noch gar nicht erfassen kann, dabei liegt sein Augenmerk dich immer auf dieser Faemit dem eiskalten Killerblick.

Aber da sind auch die schönen Seiten. Amren, die noch unter ihnen weilen darf und nun ein kleines, eigenartiges Stück vom Glück erleben kann.

Und natürlich Rhysand und Feyre. Meine Lieblinge. Sie haben Träume und Wünsche, kämpfen jeder mit ihren eigenen brutalen Dämonen und Schatten der Vergangenheit. Aber diese Verbindung wird noch mal so intensiviert und zeitweise kurz in den Vordergrund gestellt, dass ich einfach nur emotional echt berührt war. Ich kann und möchte euch darüber nicht mehr erzählen. Aber wer auch gerne einen Blick auf die Welt nach dem Kampf gegen Hybern werfen möchte, wer noch einmal in die tiefe Liebe, die Seelenverwandschaft von Rhys und seiner liebsten Feyre eintauchen will, und wer sich die kleine Vorschau auf die nächsten Bücher vom “Reich der sieben Höfe” anschauen möchte, der ist hier genau richtig.

Sarah J. Maas mag damit eher einen dahin plätschernden Band mit kleineren angedeuteten Spannungsmomenten, was weitere Bücher angeht, erschaffen haben, aber ihr Schreibstil leidet nicht darunter. Ich war nach einem anfänglichen Einfinden schnell gefesselt und konnte mir in so mancher Situation eine Träne nicht verdrücken. Für mich war der kurze Besuch in Velaris wie ein Heimkommen um die lieb gewonnenen Freunde mal kurz zu erspähen und zu gucken, was sie so treiben. Auf welche Art und Weise jeder bewältigt, was er durch gemacht hat und um dahin zu schmelzen… Sehr!
Warum lest ihr besser selbst. Für mich hat sich das Buch auf jeden Fall gelohnt.

Veröffentlicht am 31.03.2019

Ein geniales Finale

Illuminated Hearts 3: Verräterschatten
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Der Cliffhänger von Band 2 kostete mich wirklich viele Nerven. Der Teufel persönlich musste diese vierte Prüfung für Feli und Shadow ausgesucht haben und wir stecken schon zu Beginn des Buches mitten drin ...

Der Cliffhänger von Band 2 kostete mich wirklich viele Nerven. Der Teufel persönlich musste diese vierte Prüfung für Feli und Shadow ausgesucht haben und wir stecken schon zu Beginn des Buches mitten drin im Geschehen. Und das ist nicht mal alles. Ein Katz´ und Maus – Spiel beginnt und die Autorin verlangt uns so viel ab. Das finale Buch dieser phänomenal romantischen Reihe kostet euch alles. Schweiß, Tränen, Verzweiflung, Bauchkribbeln, Trauer pur, bis hin zu unendlichen Glücksgefühlen. Oder eben nicht…

Seid schon mal gewappnet und packt die Taschentücher aus!

Asuka Lionera ist ja dafür bekannt wirklich spannende Abenteuer aus dem Ärmel zu zaubern. Hier dürfen wir zwar auch ihre überaus romantische Ader kennen lernen, aber in der zweiten Hälfte des Buches holt sie eine Spannung in die Story, die mir die Nerven flattern lassen hat!
Ihre Schreibweise ist locker und leicht, nimmt aber diesen ernsten Charakter an, wenn es um die Erzählung der zwei Protagonisten geht. Ja, wir müssen mit einigen gefühlvollen Szenen rechnen, die ich persönlich sehr schön finde, aber das Buch braucht eben auch ein bisschen Zeit, bis es abenteuerlicher wird. Dafür geht euch danach so die Muffe, dass euch der Anfang wie ein wundervoller Abendspaziergang vorkommt. Im Gegensatz zur zweiten Hälfte, die nicht nur die Situation atemberaubender macht, sondern auch alles aufrollt, was Feli und ihre Familengeschichte angeht. Und ihr dürft mir glauben, dass ich da echt aus den Wolken gefallen bin.

Ein Kampf, der schon über Jahrzehnte andauert, soll nun seine Vollendung erfahren.
Doch ist es richtig dabei über Leichen zu gehen?

Ein Verräter wird sich offenbaren und auch wenn ich den Hass zuerst teilen kann, so verstehe ich ihn. Doch kann Feli das auch?

Eine Prüfung steht den beiden Liebenden bevor, die alles vorher erlittene in den Schatten stellen wird. Was ist wichtiger? Das Leid der Welt beenden oder das Eigene?

Ich werde euch nicht mehr verraten. Aber eins kann ich euch sagen.

Dieser Abschluss hat mich zum Weinen und Flehen gebracht. Mein Herz war zerrissen und hat weh getan. Das Ende war fulminant, zauberhaft und wunderschön durchdacht. Ich liebe es!

Veröffentlicht am 28.03.2019

Eine ganz besondere Geschichte

Zusammen sind wir unendlich
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Wann beginnen wir endlich mal, jeden Menschen so zu nehmen, wie er ist?
Wann hört es auf, die gesellschaftliche Meinung, was “angebracht” ist,
in den Vordergrund zu stellen?
Wann wird Toleranz und Respekt, ...

Wann beginnen wir endlich mal, jeden Menschen so zu nehmen, wie er ist?
Wann hört es auf, die gesellschaftliche Meinung, was “angebracht” ist,
in den Vordergrund zu stellen?
Wann wird Toleranz und Respekt, die so viele Leute heutzutage predigen, auch den Menschen entgegen gebracht, die nicht der Norm entsprechen?
Es gibt so viel Gerede darüber, und trotzdem lassen wir uns in Schubladen pressen, nur um nicht dem Mob zum Opfer zu fallen. Das. Ist. Furchtbar!

“Zusammen sind wir unendlich” enthält genau so eine Geschichte. Ein Ausschnitt aus dem Leben eines Mädchens, das nicht so ist, wie man es erwartet. Wenn Sophia glücklich ist, muss man schon genau beobachten, was sich in ihrem Gesicht verändert. Genauso ist das mit Traurigkeit oder Wut. Schenkt man ihr genug Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen, sieht man, wenn ihre Augen sich einen Ticken aufhellen oder ihre Wangen sich röten. Denn mehr bekommt man von ihr nicht. Sophia kann ihre Emotionen nicht nach außen tragen. Genauso schafft sie es nicht, soziale Zusammenhänge zu erkennen. Warum ist ihre beste Freundin Elsie sauer auf sie, nur weil sie nicht nachfragt, wie sich diese ihre Zukunft vorstellt? Auch erkennt sie nicht, wenn ein Junge mehr Interesse an ihr zeigt, oder warum die Mitschüler Sophia früher ausgelacht haben, wenn sie über ihre größte Liebe philosophiert hat. Die Mathematik. Das junge Mädchen packt ihr Leben in Zahlen, Tabellen und hat dazu noch ein Gedächtnis wie ein Elefant. Sie ist hochintelligent, wirkt arrogant und unnahbar, dabei wird sie einfach total missverstanden. Im Grunde ihres Wesens hat Sophia einfach nur Angst. Angst davor, nicht genug zu sein. Ihre Existenz nicht bedeutend genug für die Nachwelt darstellen zu können. Nichts weltbewegendes zu hinterlassen. Und der Druck ihres Umfeldes verbessert das nicht gerade.

Wir bewegen uns in ihrer Geschichte meistens auf dem Pfad einen Weg zu finden, nicht mehr so sonderbar zu sein. Dabei macht die Autorin es uns mit ihrer besonders leichten und flüssigen Schreibweise einfach die Schülerin kennen zu lernen, ihr näher zu kommen und ihre verrückte Gedankenwelt nachvollziehen zu können. Ich habe beobachten können, wie frische Verliebtheit auf eine ganz besondere Art und Weise entstehen kann und wie zwei Menschen versuchen eine Bindung einzugehen, die wirklich nicht leicht ist. Dabei macht Sophia für sich selbst einen riesigen Entwicklungsschritt und ich hab mich so für sie gefreut. Sie leidet manchmal schon ziemlich und kämpft mit ihrer Art das Leben zu sehen.

Wenn Sophia der Kopf im Buch ist, so ist Joshua das Herz. Ein bisschen vertrottelt, ein wenig eigenartig. Vielleicht von außen betrachtet. Nach dem ersten Kapitel wundert man sich über ihn. Josh ist wirklich eine seltsame Persönlichkeit zu Beginn. Man könnte ihm schon eine leichte Besessenheit anhängen. Dazu der verschrobene Kleidungsstil, sein merkwürdiges Zimmer mit den unendlich vielen Büchern und kaputten Uhren und seinem riesigen Arsenal an Zaubertricks. Er ist gewöhnungsbedürftig. Aber dann lernt man ihn kennen und ich konnte nicht anders. Ich hab ihn tief in mein Herz gelassen. Seine ganze Einstellung ist unglaublich. Er hat zwar wahnsinnige Angst, sich für eine Universität und damit einen Berufsweg zu entscheiden, aber dafür ist er unfassbar empathisch und warmherzig. Seine Ausstrahlung lässt sich für mich nur schwer in Worte fassen. Er liest in Sophia wie in einem offenen Buch, dabei kann das sonst absolut niemand. Anhand weniger Blicke weiß Josh sofort was los ist und reagiert. Das er dazu nicht irgendwelche popeligen Kaffeeeinladungen aussprechen will, sondern einfach unglaubliches auf sich nimmt, um seine Herzensdame ganz besonders auf sich aufmerksam zu machen, hat meinen Bauch kribbeln lassen. Ich war hingerissen von seiner Art.

Melissa Keil hat mich auf ganzer Länge überzeugt. Da das Buch in zwei Sichten, nämlich von Sophia und Joshua, geschrieben wurde, taucht man in zwei stark gegensätzliche Denkweisen ein und das macht “Zusammen sind wir unendlich” zu einem Erlebnis der besonderen Art. Sophia steckt in ihrer mathematischen, durchkalkulierten Welt mit ein wenig trockenem Humor. Und bei Joshua kommen die Emotionen. Es ist nicht so, dass sich das im Laufe des Buches nicht langsam vermischt. Aber man merkt die Unterschiede der Charaktere so gut und das hat mich beeindruckt. Dabei schreibt die Autorin so sprachgewaltig, dass ich sofort gefesselt war. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen!

Ich schwärme und schwärme, dabei hab ich euch noch nicht mal von den Nebencharakteren erzählt. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber so viel: Ich liebe sie. Die beste Freundin Elsie mit dem großen Herzen. Ihre vielen Brüder mit der liebevollen Art, die einfach in der Familie liegen muss. Dazu der spektakulär bescheuerte Damien, den einfach gar nix juckt und der trotzdem eine wichtige kleine Rolle einnimmt, oder die Clique aus Joshua’s Freundeskreis…. der Kater Narda, das Skelett Felipe und und und… es ist fantastisch.

Die Story ist verdammt ernst. Das Thema gewichtig. Aber durch die auflockernden Nebendarsteller, sowie Situationen, in denen ich mich richtig amüsiert habe, bekommt “Zusammen sind wir unendlich” einen trockenen Humor, viele tiefgehende Emotionen und ein gute Portion jugendliche Lockerheit. Es ist eine abgerundete wunderschöne Geschichte.

Wer also mit ein wenig Klugscheißerei, Mathematik- und Physiknerds, einem Hang zur Zauberei und Magie, sowie einer zauberhaften, speziellen Liebesgeschichte klar kommt, der sollte dieses Buch unbedingt lesen!