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Veröffentlicht am 28.04.2019

Eine schöne Geschichte

Der Hain hinter dem Herrenhaus
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Das Buch fasziniert mich allein schon wegen dem verspielten Cover, aber die zauberhaften Ornamente und vor allem die Widmung werde ich lange im Kopf behalten:


“Für alle, die das Gefühl haben, nicht ...

Das Buch fasziniert mich allein schon wegen dem verspielten Cover, aber die zauberhaften Ornamente und vor allem die Widmung werde ich lange im Kopf behalten:


“Für alle, die das Gefühl haben, nicht die Erwartungen zu erfüllen.
Das müsst ihr nicht. Ihr seid schon perfekt.”

(Widmung “Der Hain hinter dem Herrenhaus”)

Dieser Satz zieht sich auch durch die gesamte Handlung. Denn Konstantin ist ein Mann, der Geld, Kunst, Frauen und das schöne Leben liebt. Seinem Charme kann man sich kaum entziehen und er genießt es im Mittelpunkt zu stehen. Das gefällt seinen Eltern aber leider gar nicht, sodass sie ihn raus werfen. Er ist nicht der typische Held der Geschichte und das ändert sich auch bis zum Ende hin nicht wirklich. Konstantin erfährt zwar plötzlich, was es heißt eine “gute Partie” zu sein, jedoch hilft ihm das auch nicht, um sofort glücklich zu werden. Er hat Probleme damit seine alten Eigenschaften umzukrempeln und verfällt oft in alte Muster zurück. Er ist zwar nicht perfekt, aber irgendwie mag ich seine Ausstrahlung. Gerade durch seine Ecken und Kanten wirkt er echt und greifbar. Dadurch, dass wir das Buch aus der Ich – Perspektive lesen konnten, tauchen wir in die Gedanken des jungen von Heerstein ein und ich habe mich gut in ihn rein versetzen können. Was ich eben gerade hier interessant finde, ist die Tatsache, dass Jenny Woods ihren Protagonisten zwar damit kämpfen lässt, welche Erwartungen er erfüllen soll, sich die Pointe aber trotzdem anders verhält.

Sandrin, die Haushälterin und der Advokat waren sympathische Charaktere, die das ganze aufgelockert haben. Ich mag sie zwar gern, aber obwohl ich schnell erkannt habe, dass in Sandrin mehr steckt, fehlt mir hier ein wenig der Hintergrund. Ich hätte mir gerade bei ihr ein bisschen mehr Tiefe gewünscht.

Die Schreibweise der Autorin hat mir gut gefallen. Passend zur Epoche wirkt es zwar etwas umständlich, aber dieser Wortstil gab mir das passende Gefühl für das Setting. Die Beschreibungen sind malerisch, ein wenig düster angehaucht und mit kleineren Steampunk Elementen versehen, was mich begeistern konnte.

Was ich leider etwas schade fand, war die Aufteilung der Handlung. Es hat, wenn man die Länge des Buches betrachtet, etwas gedauert, bis das mystische zur Geltung kam und dann ging gerade am Ende alles so ratzfatz, dass ich nicht wirklich hinterher kam. Ein paar Seiten mehr wären dann vielleicht schön gewesen und hätten mich mehr in diese Welt des magischen Hain´s eintauchen lassen.

Alles in allem ist “Der Hain hinter dem Herrenhaus” eine atmosphärische, kleine Geschichte mit tollen Wesen, spannenden Momenten und zartem Gefühl. Erzählt ist das Buch in der Art “Armer Lebemann erbt viel Geld und plötzlich geht das Abenteuer los” mit humorvollen Szenen und einer schönen Grundidee, die mich in der Umsetzung dann teilweise überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 16.04.2019

Ich hab mich amüsiert ^^

Just One Night: Gute Mädchen gibt es schon zu viele ...
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Violet ist ein eineiiger Zwilling. Doch während Daisy die ausgeflippte Männeraufreißerin und selbstbewusste Reiseführerin ist, beschäftigt sich Violet lieber mit Design und hält sich im Hintergrund. Sie ...

Violet ist ein eineiiger Zwilling. Doch während Daisy die ausgeflippte Männeraufreißerin und selbstbewusste Reiseführerin ist, beschäftigt sich Violet lieber mit Design und hält sich im Hintergrund. Sie versucht eigentlich nicht aufzufallen und hatte einen Plan für ihre Zukunft. Bis… jaaaa….. bis Job, Wohnung und Freund auf einmal weg sind und ihre durchgeknallte Schwester mal wieder eine ihrer Spezialideen hat. Die 26-Jährigen tauschen den Platz und so beginnt ein irreführendes Hin und Her mit viel Spaß für den Leser, einigen Geheimnissen und einem attraktiven Tourist, der Violet zwar auf die beste Weise verrückt macht, jedoch nicht der ist, für den sie ihn hält.

Jana Aston hat eine tolle Art ihre Story zu erzählen. Mit einem leichten, frechen Humor, witzigen Schlagabtäuschen und intensiven, leidenschaftlichen Situationen malt sie eine zauberhafte Liebesgeschichte. Dabei gibt es ein wenig Tiefgang durch Zukunftsängste, süsse Gespräche und zwei Charaktere, die sich gegenseitig helfen sich weiter zu entwickeln. Ihre leichte Art zu Schreiben fesselt den Leser schnell ans Buch und man wird super unterhalten.

Durch Violets ehrliche Art und ihre dazu im Gegensatz stehende Schüchternheit ist so niedlich und wirkt so unschuldig. Dabei kann sie auch anders und hat es faustdick hinter den Ohren. Man mag sie schon auf den ersten Seiten und ich musste oft so schmunzeln wegen ihrem offensichtlichen Zwiespalt.

Jennings ist der geborene Verführer, dabei steckt in ihm ein sehr feinfühliger Mann. Wie er oft auf den ersten Blick bemerkt, das etwas vor sich geht, wofür er noch keine Erklärung hat, ist beeindruckend. Und wie er damit umgeht nochmal mehr. Ich mag seine bodenständige Art und die Ausstrahlung ist umwerfend.

Von den anderen Charakteren hätte ich gern ein klein wenig mehr mitbekommen. Die sind mir doch etwas zu flach gehalten und was mich auch ein klein wenig enttäuscht hat, ist die Vorhersehbarkeit in der Handlung. Da hätte meiner Meinung nach noch ein wenig mehr Potenzial ausgeschöpft werden können.

Die Geschichte von Violet hatte ich dennoch schnell durch, da man viel lacht und die Leichtigkeit der Handlung, sowie die Liebesgeschichte absolut überzeugt. Sie ist etwas klischeebeladen, aber irgendwie auch zuckersüß und einfach was für’s Herz. Ich freue mich auf Daisy’s Geschichte und kann das Buch gut für Zwischendurch empfehlen.

Veröffentlicht am 16.04.2019

Da wird man doch gerne gebissen ^^

Don't Bite
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Wer braucht schon Gedankenkontrolle, wenn das Essen auf zwei Beinen freiwillig ins Haus kommt? Und wer braucht die Kraft Feuer zu entzünden, wenn es Feuerzeuge gibt? Quentin auf jeden Fall nicht. Als einziger ...

Wer braucht schon Gedankenkontrolle, wenn das Essen auf zwei Beinen freiwillig ins Haus kommt? Und wer braucht die Kraft Feuer zu entzünden, wenn es Feuerzeuge gibt? Quentin auf jeden Fall nicht. Als einziger verwandelter Spross von Graf Dracula lässt es sich der junge Kerl lieber gut gehen. Aber nicht mit Onkel Vlad, denn der schickt ihn postwendend – im Sarg – nach Rumänien.
Er soll ein echter Vampir werden.
Feuer machen. Wolf töten.
Fehlt ja nur noch, dass er einer Frau die Steinkeule über den Kopf ziehen muss
und sie in seine Höhle verschleppt.
Tja. Oder die Frau kommt halt freiwillig….

Mit dem blassen, großen Kerl, der plötzlich vor ihr im Schatten der ortsnahen Burg steht, hätte Abby bei ihrem ersten Ausflug in den Sommerferien bei der Oma nicht gerechnet. Sonst war dieser fast schon magische Ort immer verlassen. Aber Angst hat sie… naja sagen wir nicht lange, und eigentlich wieder doch. Denn sich mit einem echten Vampir zu arrangieren braucht seine Zeit. Am besten fand ich da die Taschentröte. Dieses kleine Ding wird unserem lieben Quentin gehörig das Hirn durch pusten.

Doch Anna Katmore wäre nicht sie selbst, würden wir hier nur eine kitschige Liebesgeschichte aufgetischt bekommen. Ein Werwolf im Schafspelz, mutige kleine Säbelzahntiger und seltsame Großmütter spielen auch noch eine große Rolle. Und so gibt es immer wieder was neues zu entdecken.

Die Charaktere haben mir echt Spaß bereitet. Über die rumänische Oma musste ich oft staunen, da sie schon eine außergewöhnliche Ausstrahlung hat. Aber diese Details… naja. Ihr kommt schon selbst drauf. Über Abigail hab ich geschmunzelt, lauthals gelacht, aber auch abartig mit ihr gelitten. Vor allem zum Ende hin sind mir kurz Niagarafälle aus den Augen geflossen. Sie ist so echt, so greifbar und ihre bodenständige, erstmal stark misstrauischer Art mit dem frechen Mundwerk hat es mir leicht gemacht, mich mit ihr zu identifizieren. Es gibt nichts schlimmeres als Mädchen, die in Vampirbüchern die Welt verklären. Sie ist einfach besser und hat ordentlich was im Kopf.

Quentin hat mir nach kurzer Zeit mein Herz gestohlen. Ja, zu Beginn ist er echt ein verzogener Bengel, aber er ist auch so wahnsinnig sensibel und liebevoll. Im Grunde seines Herzens ist er ein totaler Romantiker und er lernt so viel dazu. Seine Entwicklung ist sichtbar und zum Schluss steht da ein beeindruckender junger Mann. Mit seiner empathischen Art und den schlagfertigen Antworten, mit dieser Natürlichkeit im Umgang mit der Situation hat er mich gekriegt. Er ist authentisch dar gestellt und ein richtiger Vampir. Zum Glück ohne Glitzer.

Der Hergang der Geschichte hat mich unterhalten, aber nicht vollständig fesseln können. Ich fand es schon interessant, wie immer wieder Spannungsspitzen eingebaut wurden. Aber ab und zu hätte es für meinen Geschmack etwas knackiger sein dürfen. Ich stolperte ab und zu über ein paar Längen und so mancher Verlauf war mir etwas zu vorhersehbar. Die gewichtigen Situationen und das Ende gingen mir dann ein klein wenig zu schnell. Hier hätte ich irgendwie noch ein bisschen mehr erwartet. Dafür gab es andere Überraschungen, die mir dann wiederum richtig gut gefallen haben.

Dafür ist die Schreibweise von Anna Katmore ganz toll. Leicht und locker, flüssig und abwechslungsreich im Sprachgebrauch. Man fliegt meistens über die Seiten und lässt sich von ihrer malerischen Art zu beschreiben in die wunderschöne Landschaft von Rumänien führen. Außerdem ist diese aufkommende Romanze zwischen den Hauptcharakteren absolut intensiv und wunderschön. Wenn sie aufeinander treffen, fliegen die Funken und die Spannung baut sich hier immer wieder auf.

Die Emotionen waren demnach sehr mitreißend. Es hat sich von klein an aufgebaut und explodiert dann quasi in einem Feuerwerk der Gefühle. Das müsst ihr selbst erleben. Es ist schwer ihre Verbindung zu erklären und ihr braucht vielleicht sogar Taschentücher.

“Don’t bite” ist ein Vampirbuch, dass mich unterhalten und berühren konnte, jedoch nicht komplett überzeugen. Für Zwischendurch ist es definitiv empfehlenswert und ich hatte ein paar angenehme Lesestunden.

Veröffentlicht am 07.04.2019

Mega Setting

Das Zylinderkabinett oder das Mädchen, das nicht dorthin gehörte
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Jeder kennt die Geschichte über Alice im Wunderland. Doch dass dieses besondere Wunderland auch andere Geschichten hervorbringen kann, hätte ich nicht gedacht. So nimmt Fabienne Siegmund uns mit auf die ...

Jeder kennt die Geschichte über Alice im Wunderland. Doch dass dieses besondere Wunderland auch andere Geschichten hervorbringen kann, hätte ich nicht gedacht. So nimmt Fabienne Siegmund uns mit auf die besondere Reise durch das Zylinderkabinett mit dem Hässchen Puschkin und einem Mädchen, das nicht weiß, wer es ist.

Die Novelle der Autorin hat eine absolut magische Ausstrahlung. Das Setting voller Karten, der Schuhmaus, dem Joker, dem Schmuckfrosch und vielen anderen einzigartigen Charakteren ist super beschrieben. Sofort war ich in ihrer verrückten und farbenfrohen Welt gefangen.

Auch der Weg den das Zauberkaninchen und die kleine Tänzerin zurück legen, um für sie den Weg zurück in ihre Welt zu finden, ist ganz toll durchdacht und dar gestellt.

Es gibt kleine Spannungsspitzen, wie die Begegnung mit der Puschelwuschelohrenkatze, und viel Abwechslung. Was mir ein bisschen gefehlt hat, waren die Emotionen. Ich konnte mich nicht ganz so gut in das Mädchen rein versetzen und mir hat es nicht so gut gefallen, immer nur aus der Sicht vom Kaninchen zu lesen. Die Aufgaben, die quasi im Hintergrund vollbracht werden mussten und die das Mädchen alleine angeht, wurden nur nebensächlich mit wenigen Worten erzählt. Das fand ich einfach schade. Die Pointe allerdings hat mir sehr gut gefallen und die Idee, sowie vor allem das Setting fand ich schön gestaltet.

“Das Zylinderkabinett” ist ein kurzer Ausflug in eine fantasiereiche Welt mit niedlichen Wesen und einer angenehmen Handlung. Knackig und erfrischend um der Welt für eine kurze Zeit zu entfliehen.

Veröffentlicht am 18.02.2019

Spannend und brutal

Spinnenglut
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Es hört und hört nicht auf. Selbst Wochen später lauern Gin immer noch ständig neue Killer auf. Jeder will die Spinne umlegen, sich dadurch einen Namen machen und die Unterwelt wieder beherrschen. Blöd ...

Es hört und hört nicht auf. Selbst Wochen später lauern Gin immer noch ständig neue Killer auf. Jeder will die Spinne umlegen, sich dadurch einen Namen machen und die Unterwelt wieder beherrschen. Blöd nur, dass sich unsere Lieblingsprofikillerin nicht so leicht austricksen lässt. Eigentlich ist sie es auch wirklich leid ständig aufmerksam sein zu müssen, Blut an den Händen zu haben und ihr Leben davon bestimmen zu lassen, aber Gin wäre nicht sie selbst, würde sie nicht jeden in ihrem Umfeld beschützen. Als eine ihre Kellnerinnen vom Drogenkönig von Southland ins Visier genommen wird, und selbst ihre eigene Schwester Krieg gegen Beauregard Benson führen möchte, steht Gin zwischen den Stühlen. Töten oder ausliefern? Und wer ist für die Rune auf der Droge “Burn” verantwortlich? Es wird wieder spannend.

Der elfte Band der “Elemental Assassin – Reihe” braucht etwas Zeit, bis die Handlung so richtig anläuft. Es ist aber total verständlich, weil es erst richtig authentisch wirkt, dass auch mal eine Profikillerin die Nase voll von ihrem Zweitjob hat. Die Überlegungen, die sie anstellen muss, sind in diesem Fall auch wirklich nachvollziehbar. Doch wir lieben die Abenteuer mit den Leuten aus dem Pork Pit und es wäre nicht typisch für Jennifer Estep, würde nicht wieder ein Auftrag erfüllt werden müssen.

Allerdings hat das Buch für mich auch zwei Seiten. Auf der einen bin ich begeistert von dem coolen Auftritt und der Handlung, wenn es um den Vampir Benson und seine Magie geht. Es ist ein spannender und brutaler Kampf, gespickt mit vielen trockenen, humorvollen Szenen und einer Menge Zusammenhalt, was die Wahlfamilie angeht. Nach dem anfänglichen rein finden in die Geschichte, konnte mich der Hergang und die Spannung wunderbar an die Geschichte fesseln.

Auf der anderen Seite bin ich etwas verhalten, was das Ende angeht und was die Autorin damit für die nächsten Bücher ankündigt. Es ist nicht so als wäre ich nicht etwas überrascht, aber irgendwie ist die Befürchtung da, dass das etwas zu ähnlich zu den Vorfällen mit Mab wird. Wir werden es sehen.

Die Schreibweise ist locker und leicht wie man es von Jennifer Estep gewohnt ist. Das Setting wird toll beschrieben und man findet sich gedanklich wieder voll im Geschehen wieder. Ich liebe ihre Art zu erzählen und die Spannung aufzubauen. Völlig hat sie mich dieses Mal zwar nicht überzeugt, aber definitiv unterhalten.