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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2019

Ein spannender Krimi

Kalte Tage
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Petra und Jan wollen in die Flitterwochen aufbrechen, als ein Schuss Jan trifft. Er bricht zusammen und fällt in ein Koma.
Nils und Petra ermitteln in alle Richtungen, wer der Schütze sein könnte.
Keine ...

Petra und Jan wollen in die Flitterwochen aufbrechen, als ein Schuss Jan trifft. Er bricht zusammen und fällt in ein Koma.
Nils und Petra ermitteln in alle Richtungen, wer der Schütze sein könnte.
Keine leichte Zeit für Petra, denn sie bangt, ob Jan überhaupt noch aus dem Koma aufwacht. Ihre ganze freie Zeit verbringt sie bei ihm am Bett.
Dann werden zwei Staatsanwältinnen erschossen.
Zeitgleich ermittelt Petra auch in ihrem privaten Fall mit der Toten aus ihrem Brunnen und findet endlich eine Spur.
Akribisch recherchiert das ganze Team.
Welche Verbindungen gibt es zwischen den Staatsanwälten?
Wer ist der mysteriöse Gedichteschreiber?

Dies ist der 6. Teil aus der Reihe um die Kommissarin Petra Taler. Sie können aber alle unabhängig gelesen werden, da es in sich geschlossene Geschichten sind. Wenn es nötig ist, nimmt Angela L. Forster Bezug dazu.

Dieser Krimi ist wieder besonders spannend und zieht sich durch die gesamte Geschichte.
Erst zum Schluss überrascht sie den Leser mit einem Täter, den man nicht auf dem Radar hatte.

Die Charaktere sind wieder ausgesprochen lebensnah und detailgetreu beschrieben. Ihre bildhafte Sprache trägt zur sehr guten Unterhaltung bei.
Man kann alles gut nachvollziehen.

Kurz wird auch Bezug auf einen Pelzfell Skandal genommen, der auf Missstände hinweist.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und lässt sich sehr gut lesen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 04.07.2019

Amelie Sanders in Gefangenschaft

Als hätte der Himmel mich vergessen
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Amelie Sanders schildert hier die schockierende Wahrheit ihrer Kindheit. Schonungslos schreibt sie darüber, wie sie gedemütigt, manipuliert und misshandelt wurde. Bis zu ihrem 21. Lebensjahr lebte sie ...

Amelie Sanders schildert hier die schockierende Wahrheit ihrer Kindheit. Schonungslos schreibt sie darüber, wie sie gedemütigt, manipuliert und misshandelt wurde. Bis zu ihrem 21. Lebensjahr lebte sie in Gefangenschaft.

Ich bin zutiefst betroffen und erschüttert über diesen langen Leidensweg. Dieser lässt sich auch nicht so einfach in Worte fassen.

Ausgehungert, dehydriert, verwahrlost, ohne eigenen Willen und ohne jegliche Zuwendung und Liebe wächst sie auf. Eingesperrt in ihrem Zimmer tristet sie ihr Dasein. Selbst Toilettengänge werden ihr vorgegeben.

Keiner hat hingeschaut und hinterfragt, warum Amelie nicht spricht und so verschreckt ist.

Sie hat meinen tiefsten Respekt und mein aufrichtiges Bedauern, dass sie so eine schwere Kindheit hatte und heute noch an diesen Folgen leidet. Wieviel Leid hat sie ertragen. Ihr wurden so viele Jahre geraubt, dass kann keiner mehr gutmachen. Eine kleine Seele so zu zerstören ist ein Verbrechen.
Dass so eine Straftat verjährt, ist absolut unzulässig.

Sie schildert das Buch in Rückblenden im Wechsel mit der Zeit nach der Befreiung.

Das Buch hat mich sehr erschüttert und ist so traurig. Ich musste es mehrmals aus der Hand legen, da ich nicht weiter lesen konnte. Es ist eine sehr schwere Kost.

Es lässt mich sprachlos zurück und regt zum Nachdenken an. Manchmal ist es anders als es scheint. Lasst uns in Zukunft genauer hinschauen, wenn was verdächtig erscheint.

Ich bewundere Amelie, dass sie heute so offen darüber spricht und wünsche ihr alles Gute und dass die Wunden heilen.

Veröffentlicht am 16.04.2019

Ein Thriller der Meisterklasse

Liebes Kind
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44/2019 Rezension -unbezahlte Werbung

Romy Hausmann

Liebes Kind

Lena und ihre Kinder werden in einer abgedunkelten Hütte gefangen gehalten. Es gelten strenge Regeln wie bestimmte Zeiten ...

44/2019 Rezension -unbezahlte Werbung

Romy Hausmann

Liebes Kind

Lena und ihre Kinder werden in einer abgedunkelten Hütte gefangen gehalten. Es gelten strenge Regeln wie bestimmte Zeiten zum Essen, Lernzeiten und Toilettengänge. Eine Sauerstoffzufuhr erhält sie am Leben.
Eines Tages gelingt ihr mit Hannah die Flucht. Dabei wird sie von einem Auto angefahren.
Ist ihr Alptraum damit zu Ende oder geht er jetzt erst richtig los?
Matthias Beck ist seit 14 Jahren auf der Suche nach seiner Tochter Lena, die seither vermisst ist. Er bekommt eine Nachricht des damals ermittelten Kommissars, dass es sich bei der Verletzten um seine Tochter handeln könnte. Sie hat an der Stirn auch eine Narbe. Bei einem Besuch stellt er aber fest, dass die Verletzte nicht seine Lena ist.

Wer aber ist die Person, die erst mal aussagt, Lena zu sein? Warum verhält sich ihre Tochter Hannah so komisch?

Romy Hausman hat hier einen Thriller geschaffen, der einem unter die Haut geht. Ich hatte die ganze Zeit ein Gänsehautfeeling.

Der Plot und der Aufbau sind sehr gut durchdacht.
Die Spannung von Anfang bis Ende ungewöhnlich hoch.
Real und authentisch sind die Szenen dargestellt.
Sie hat Figuren geschaffen, mit denen man mitfühlt und mitleidet. Der Autismus von Hannah wurde sehr gut dargestellt. Die Gedankengänge und die daraus resultierende Handlungen sind sehr gut nachvollziehbar.

Es gibt verschiedenen Handlungsstränge, die am Ende gekonnt zusammen laufen.
Es ist absolut nicht vorhersehbar, wie die Geschichte endet. Am Ende überrascht uns die Autorin mit einem Täter, den man nicht auf dem Radar hatte.

Das Buch raubt einen den Atem. Es bleiben bewegende Eindrücke zurück. Mich hat es von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, man will es keine Minute aus der Hand legen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
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Veröffentlicht am 16.04.2019

Absolut fesselnder Thriller

Der Schrei der Füchsin
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18. Rezensionsbuch 2019

Jonna Steen Autorin

Der Schrei der Füchsin

Runa, leidenschaftliche Kiterin vergisst die Zeit und kann sich nur mit knapper Not aus der herannahenden Flut auf eine ...

18. Rezensionsbuch 2019

Jonna Steen Autorin

Der Schrei der Füchsin

Runa, leidenschaftliche Kiterin vergisst die Zeit und kann sich nur mit knapper Not aus der herannahenden Flut auf eine Rettungsbake retten. Auch in ihrem Privatleben läuft es nicht so, wie es sein soll. Mit Damian hat sie sich einen Ehemann ausgesucht, der wie ihr Vater gewalttätig ist.
Runa musste mit 17 Jahren ihr Elternhaus verlassen und ihre 5 jährige Schwester Stella zurück lassen.
Das Verhältnis zu ihr ist gestört. Stella lebt in geordneten Verhältnissen, hat einen reichen Mann und einen 5 jährigen Sohn, den sie mit übertriebener Fürsorge umgibt.
Runa hütet ein Geheimnis. Sollte Stella je davon erfahren, würde es das Leben aller verändern. Sie gibt das Geheimnis an Stellas Mann preis und das weitere Geschehen nimmt seinen Verlauf.

Welches gravierende Geheimnis umgibt die Schwestern? Mehr möchte ich wirklich nicht verraten.

Wow, was für eine Geschichte. Die ging mir unter die Haut und ich musste manchmal innehalten. Sie hielt mich von Anfang bis Ende gefangen und erschütterte mich. Die Spannung war von Anfang an hoch und die dramatischen Ereignisse spitzen sich zu.
Es werden immer wieder Rückblicke gewährt, so dass man sich langsam ein Bild machen konnte, was in der Vergangenheit geschehen war. Aber auch die Gegenwart ist schockierend.
Der Plot und der Aufbau ist wahrlich eine Glanzleistung. Die Szenen sind real und authentisch dargestellt. Die Charaktere haben mich überzeugt.

Ein absolut überzeugender Thriller, spannend und schockierend.
?????+

Veröffentlicht am 03.02.2024

Ein spannender und grenzüberschreitender Kriminalroman

Grenzfall – In den Tiefen der Schuld
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Polizeiinspektor Bernhard Krammer vermisst seine Kollegin Roza Szabo und findet kurz darauf in ihrer Wohnung eine Leiche, die eine Tauchermaske trägt. Eine erste Spur zu Roza führt an den Walchensee. ...



Polizeiinspektor Bernhard Krammer vermisst seine Kollegin Roza Szabo und findet kurz darauf in ihrer Wohnung eine Leiche, die eine Tauchermaske trägt. Eine erste Spur zu Roza führt an den Walchensee. Er bittet um Amtshilfe bei Kommissarin Alexa Jahn in Weilheim. Es scheint, dass Roza vor jemandem auf der Flucht ist. Doch vor wem und warum?

Dieser Fall ist bereits der vierte grenzüberschreitende Fall von Krammer und Jahn. Zunächst wirft Rozas Verschwinden Fragen auf. Doch Krammers Spuren reichen bis nach Ungarn, und Alexa wird von ihrem Kollegen Florian Huber am Walchensee unterstützt. Sie besprechen ihre Erkenntnisse und es werden immer mehr Details enthüllt.
Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und enthält Rückblenden, die ich zunächst nicht einordnen konnte. Dabei wird immer deutlicher, dass etwas ganz Großes dahintersteckt.
Alexa und ihr Vater Bernhard kommen sich endlich näher und rücken etwas in den Vordergrund, was ich bisher vermisste.
Die Autorin hat den Grund, warum Roza verschwunden ist, geschickt in eine fesselnde Kriminalgeschichte eingebunden und am Ende sehr gut zusammengeführt.

Fazit: Es empfiehlt sich, die vorherigen Bücher zu lesen, um einen Überblick über die Hauptcharaktere zu bekommen. Ich fand diesen Krimi eine der besten dieser Reihe. Die Spannung ist von Anfang an sehr groß und erfüllte alle meine Erwartungen. Der Schreibstil ist ausgezeichnet, und ein kleiner Hinweis am Ende des Buches lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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