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Veröffentlicht am 01.01.2021

Glennon Doyles Geschichte

Ungezähmt
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Glennon Doyle ist eine wirklich starke und bewundernswerte Frau, die ihren eigenen Weg geht, auch wenn das bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen. Doch so war sie nicht immer. Viele Jahre hat sie sich ...

Glennon Doyle ist eine wirklich starke und bewundernswerte Frau, die ihren eigenen Weg geht, auch wenn das bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen. Doch so war sie nicht immer. Viele Jahre hat sie sich den Erwartungen ihrer Familie und ihrer Umwelt gefügt. Sie war unglücklich verheiratet mit einem Mann, der sie betrog, betäubt ihre Gefühle mit Alkohol und Drogen und erkrankte schon in jungen Jahren an Bulimie. In diesem Buch erzählt sie, wie sie zu der unabhängigen und glücklichen Frau geworden ist, die sie heute ist. Wie sie ihr Leben in die Hand genommen und in den Griff bekommen hat. Und ihre große Liebe in Amy gefunden hat, mit der sie inzwischen verheiratet ist. Man merkt, dass Glennon Doyle stolz auf ihre Entwicklung ist - zu Recht!

So bemerkenswert ich die Geschichte von Glennon Doyle auch finde, war mir persönlich aber die Erzählweise an vielen Stellen zu geschwollen und gewollt philosophisch. Mehr als einmal habe ich mich während des Lesens gefragt, ob es wirklich Leute gibt, die so sprechen wie in den Dialogen im Buch. Auch war es mir insgesamt etwas zu wirr. Die Autorin erzählt nicht chronologisch von der Ereignissen, die sie verändert haben, sondern springt in der Zeit mehrfach hin und her, was es schwieriger macht, ihrer Entwicklung zu folgen. Hier hätte ich mir stärker einen roten Faden gewünscht.

Fazit:

Interessante Biografie einer Frau, die nicht immer mit beiden Beinen im Leben stand. Mit dem Schreibstil und der Struktur des Buches wurde ich aber leider nicht so recht warm.

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Veröffentlicht am 23.04.2019

Liebe statt Telefonsex

Kaschmirgefühl
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Inhalt:
Eines Abends ruft Gottlieb bei einer Sexhotline an. Am anderen Ende ist Marie. Doch anstatt Telefonsex zu haben, reden die beiden miteinander - die ganze Nacht lang. Gottlieb ist von Anfang an ...

Inhalt:
Eines Abends ruft Gottlieb bei einer Sexhotline an. Am anderen Ende ist Marie. Doch anstatt Telefonsex zu haben, reden die beiden miteinander - die ganze Nacht lang. Gottlieb ist von Anfang an angetan von Maries Stimme und aus anfänglicher Rumgeplänkerei wird schnell mehr...

Meine Meinung:
Die Liebe über eine Sexhotline finden - ist das wirklich möglich? Laut Autor Bernhard Aichner ja. In "Kaschmirgefühle" erzählt er die Geschichte von Gottlieb und Marie. Gottlieb ist Pfleger in einem Hospiz und hat täglich mit dem Tod zu tun. Marie hingegen verdient ihr Geld mit Telefonsex. Wie es der Zufall will, ruft Gottlieb eines abends über die Sexhotline bei Marie an. Oder ist es vielleicht doch nicht nur Zufall..?

Das wunderschöne Cover hat mir auf Anhieb gefallen und auch der Klappentext klang vielversprechend. Als ich das Buch dann das erste Mal in der Hand hielt, war ich jedoch überrascht wie dünn es ist. Es gibt keine wirkliche Erzählung, keinen Erzähler im klassischen Sinne. Stattdessen besteht das Buch aus den reinen Dialogen von Gottfried und Marie, der belauscht sie auf den gerade einmal 188 Seiten quasi bei ihren Telefongesprächen. Es ist unterhaltsam und irgendwie auch faszinierend. Die Idee der Buches fand ich wirklich speziell und interessant, aber bei einem Liebesroman hätte ich persönlich mehr Gefühle erwartet. Wirkliche Romatik kam bei mir beim Lesen beispielsweise leider nicht auf.

Je länger man als Leser Gottfried und Marie bei ihren Telefonaten lauscht, desto mehr fragt man sich, was von ihren Erzählungen der Wahrheit entspricht und was sie sich lediglich ausdenken. Für meinen Geschmack war dies zu viel. Ich hätte mir mehr Tiefe bzw. Wahrheit gewünscht. So wusst ich gar nicht, ob ich die beiden überhaupt richtig kennengelernt habe. Auch das Ende konnte mich leider nicht so 100%ig begeistern - ich hatte mir irgendwie mehr erhofft.

Fazit:
Unterhaltsam zu lesen, aber inhaltlich hatte ich mir irgendwie mehr erhofft - vorallem vom Ende.