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Veröffentlicht am 11.08.2019

Es ist erst der Anfang

Eve of Man (I)
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"Sie ist die Antwort auf ihre Gebete,
die letzte Hoffnung der Menschen.
Mit angehaltenem Atem haben sie auf ihre Ankunft gewartet. Und tatsächlich hat
sie gegen jede Wahrscheinlichkeit überlebt.
Eve, so ...

"Sie ist die Antwort auf ihre Gebete,
die letzte Hoffnung der Menschen.
Mit angehaltenem Atem haben sie auf ihre Ankunft gewartet. Und tatsächlich hat
sie gegen jede Wahrscheinlichkeit überlebt.
Eve, so nannten sie das erste Mädchen,
das nach 50 Jahren geboren wurde." (Auszug Klappentext)

Eve – die sie nun in einem goldenen Käfig hoch oben über der Stadt aufwachsen lassen, bis sie mit ihrem 16ten Lebensjahr soweit ist, für den Fortbestand der Menschheit zu sorgen. Doch dabei hatten die Verantwortlichen nicht damit gerechnet, dass sich Eve vorher verlieben könnte und damit alles aufs Spiel setzt, an dem sie gearbeitet haben.

Meinung:
Ich mochte das Buch ganz gern, auch wenn noch recht wenig passiert.
Man bekommt zunächst einen guten Eindruck von Eve und ihrer Umgebung, die eigens für sie geschaffen wurde. Ein goldener Käfig, der die einzige gebärfähige Frau des Planeten vor den großen Übeln der Welt schützen soll. In dieser Blase wächst Eve zu einem naiven kleinen Mädchen heran, das erst spät beginnt Fragen zu stellen und für sich zu kämpfen. Das macht sie im Moment als Person noch nicht sonderlich interessant, die Wandlung zum Schluss lässt hier aber auf Potenzial im zweiten Band hoffen.

Allgemein glaube ich, dass es erst nach dem Buch so richtig losgeht und wir die „echte“ Welt wirklich kennenlernen. In diesem Band wurde sie nur sehr vage beschrieben, sodass man sich kein wirklich gutes Bild machen konnte. Ob das Absicht war oder einem schlechten World-Building zugrunde liegt weiß ich nicht sicher. Ich hoffe aber ganz klar auf Ersteres. Denn für mich ist die Welt inklusive der Charaktere bisher zu blass geblieben, was sich beim nächsten Teil ändern muss.
Ich hatte beim Lesen manchmal das Gefühl eines Pilotfilms, der einen ersten Einblick gibt und neugierig machen soll, auf das was noch kommt. Neugierig bin ich, aber ich denke das Prinzip funktioniert nicht bei Jedem. Durch die mangelnde Spannung gehen die Autoren ein ordentliches Risiko ein. Mal sehen, ob es sich lohnt, da es hohe Erwartungen an einen weiteren Teil setzt, die erstmal erfüllt werden wollen.

Fazit:
Potenzial ist da, aber da muss noch mehr kommen. Ich bin aber angefixt und hoffe auf einen spannungsreicheren zweiten Teil.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Zurück bei Freunden

Renegades - Geheimnisvoller Feind
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Im zweiten Teil der Superheldenreihe Renegades treffen wir wieder auf lieb gewonnene Charaktere, die mit gewohnt großen Problemen zu kämpfen haben. Loyalitäten werden auf die Probe gestellt, die Liebe ...

Im zweiten Teil der Superheldenreihe Renegades treffen wir wieder auf lieb gewonnene Charaktere, die mit gewohnt großen Problemen zu kämpfen haben. Loyalitäten werden auf die Probe gestellt, die Liebe die nicht sein darf entwickelt sich weiter und die zwei feindlichen Lager rüsten zum großen Kampf. Wer wird das Kräftemessen gewinnen? Und werden sich Nova und Adrian einander offenbaren?

Meinung:

Ich liebe sie alle. Egal ob Renegades oder Anarchisten, sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen, weshalb ich ab Seite 1 wieder mitten im Geschehen war. Gleich tauchte das spannende Ende des ersten Teils wieder vor dem geistigen Auge auf und ich habe mich so auf einen actionreichen zweiten Band gefreut.
Leider ist dies der Autorin nur zeitweise gelungen. Ich mochte die umgesetzten neuen Ideen super gerne (ihr könnte euch hier wirklich auf Knaller gefasst machen), allerdings waren auch deutliche Durststrecken dabei. Viel Hin und Her in Novas Kopf, das für mich hätte deutlich kürzer ausfallen dürfen. Das Dilemma ihres Lebens ist mittlerweile nun wirklich jedem klar.
Im Gegensatz dazu mochte ich Adrian, der sich in diesem Buch wirklich weiterentwickelt hat und auch als Einzelgänger punkten konnte. Allgemein gefiel mir der nähere Blick auf die Renegades, ihre Strukturen und Politik. Sie wirkten deutlich nahbarer als bisher und es wurden wieder interessante neue Fähigkeiten hinzugefügt.

Punkten konnte die Autorin auch mit ihrer offenen Haltung gegenüber den Gruppierungen. Es gibt kein klares gut oder böse, was es von vielen anderen Büchern dieser Art unterscheidet. Hier darf jeder selbst mitdenken und entscheiden. Dafür gibt es ganz klar Pluspunkte. Abzüge gibt es für die unnötigen Längen, die einem leider das Gefühl eines typischen Zwischenbandes vermitteln.

Fazit:
Die Ideen haben mich abgeholt, der innere Kampf nicht. Ich vergebe 3,5 ♥ für den zweiten Band und hoffe so sehr auf mehr Action in Band 3, den ich definitiv lesen werde.

Veröffentlicht am 29.04.2019

Alte Schule

Dreizehn Gäste
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Bei „Dreizehn Gäste“ handelt es sich um die Neuauflage, eines bereits 1936 erstmals veröffentlichten Krimis. Der Autor Farjeon darf mit mehr als 60 veröffentlichten Krimis/Thrillern dabei durchaus zu den ...

Bei „Dreizehn Gäste“ handelt es sich um die Neuauflage, eines bereits 1936 erstmals veröffentlichten Krimis. Der Autor Farjeon darf mit mehr als 60 veröffentlichten Krimis/Thrillern dabei durchaus zu den großen Vertretern dieses Goldenen Zeitalters der Kriminalromane gezählt werden.
Die Neuauflage bleibt optisch dem Stil der damaligen Zeit treu, was sich so natürlich auch in der Geschichte widerspiegelt. Die Haptik hingegen hebt sich von der Masse ab. Das Buch wirkt im ersten Moment wie ein klassisches Hardcover, ist aber eigentlich ein leinengebundenes „Softcover“. Beim Ersten in die Handnehmen war ich überrascht von der Beweglichkeit, finde die Kombi aus Optik und Haptik aber sehr gelungen.

Die Geschichte im Stile einer Agatha Christie oder eines Arthur Conan Doyle gefiel mir im Ansatz ebenso gut.

Allein die klassische Szenerie eines abgelegenen Herrenhauses, einer Party und einem plötzlichen Mord schickte mich in das Zeitalter zurück.
Sein Übriges tat der Schreibstil dazu, der für mich typisch für dieses Erscheinungsjahr ist. Nicht immer ganz einfach zu lesen, stets gewählt ausgedrückt, manchmal etwas verschroben. Genau wie die Charaktere. Wir treffen auf eine sehr bunte Mischung bei den besagten dreizehn Gästen, die alle auf ihre Art Interesse wecken. Besonders John als stiller Beobachter der Szene, macht den Plot deutlich interessanter, da er viel über sein Gehör arbeitet und sich so manches blind zusammenreimt. Abgesehen davon liebe ich klassische Detektivarbeit, die hier nicht zu kurz kommt.
Selbiges kann man von der Spannung aber leider nicht behaupten. Der Autor lässt den Bogen immer wieder sinken, sodass ein dauerhaftes Gefühl der Neugierde bei mir nicht aufkommt. Dies ist in meinen Augen allerdings in diesem Genre ein zentraler Punkt, der erfüllt sein sollte, weshalb ich am Ende nur bei einer leicht überdurchschnittlichen Wertung lande. Etwas mehr Spannung und die Geschichte hätte ein Volltreffer sein können.

Fazit:
Für Freunde von Hitchcock, Christie, Doyle und Co. auf jeden Fall einen Versucht wert. Mir hat zum Highlight die Spannung gefehlt.

Veröffentlicht am 19.04.2019

Optisch ein Knaller, Inhalt Mittelmaß

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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Worum geht es in Fire and Frost ?
Es geht um eine Welt in der Feuer und Eis in ewigen Krieg liegen, in dem seit Jahren der mächtige Frostkönig die Oberhand hat. Um seine Macht weiter zu stärken, ist er ...

Worum geht es in Fire and Frost ?
Es geht um eine Welt in der Feuer und Eis in ewigen Krieg liegen, in dem seit Jahren der mächtige Frostkönig die Oberhand hat. Um seine Macht weiter zu stärken, ist er im ganzen Land auf der Suche nach Firebloods wie Ruby, die die Magie der Flammen für sich nutzen können. Sein Ziel ist es, sie alle auszulöschen. Als seine Soldaten eines Tages in Rubys Dorf kommen, verhaften sie das Mädchen und bringen ihre Mutter vor ihren Augen um. Noch im Gefängnis schwört sie dem grausamen König Rache und als der junge Frostbloodkrieger Arcus ihr ein Angebot macht, kann sie trotz Misstrauen nicht ablehnen. Der Handel: Er befreit sie aus dem Gefängnis, dafür tötet sie den König.

Meinung:
Der Aufbau der Geschichte funktioniert nach dem klassischen Schema für Jugend/Fantasybücher. Kampf, Verrat, Liebe, besondere Fähigkeiten und eine kleine Dreiecksgeschichte treffen aufeinander und bilden mit einem schönen Setting einen soliden Hintergrund. Die Idee der Fähigkeiten, die sich Eis und Feuer zunutze machen, gefiel mir, ebenso wie die entsprechende Umgebung dazu. Auch die Figuren der Geschichte mochte ich trotz vorhersehbaren Handelns. Leider kam die durchschlagende Spannung bei mir nicht so auf. Ich war nicht desinteressiert oder so, aber eben auch nicht so gefesselt, wie es sich ein Autor sicherlich wünschen würde. Dafür wiederholte sich einfach zu vieles, vor allem in den Kampfszenen und die ständigen Beschreibungen der doch so hübschen blauen Augen nahmen den Dampf zusätzlich raus.
Die Intrigen hingegen waren genau nach meinem Geschmack und für mich gut und schlüssig aufgebaut. Ebenso wie der Trainingsprozess den Ruby durchläuft.

Fazit:
Optisch ein Highlight, das inhaltlich nicht ganz mithalten konnte. Trotzdem eine solide Unterhaltung.

Veröffentlicht am 05.09.2018

Schöne Idee, gutes Setting, viel Naivität

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit, Band 1
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Das Autorinnenduo Rose Snow bringt mit "Ein Augenblick für immer" den Auftakt einer neuen Jungend/Romance-Reihe an den Start.

In dieser Reihe geht es um die junge, deutsche June, die für ihren Abschluss ...

Das Autorinnenduo Rose Snow bringt mit "Ein Augenblick für immer" den Auftakt einer neuen Jungend/Romance-Reihe an den Start.

In dieser Reihe geht es um die junge, deutsche June, die für ihren Abschluss ein Jahr lang nach England geht, um dort eine renommierte Schule zu besuchen, die sie auf ihr Studium vorbereiten soll. Während ihres Auslandsjahres wohnt June bei ihrem Onkel und ihren zwei gut aussehenden Cousins auf einem herrschaftlichen Anwesen in Cornwall. Einem Anwesen, das neben allerlei Komfort auch zahlreiche Geheimnisse birgt. Eins davon wird Junes Leben nachhaltig verändern, denn es weckt in ihr eine alte Gabe, von der sie nie auch nur geahnt hat.

Meinung:
Ein Buch, das in etwa hält, was der Klappentext verspricht. Als Leser bekommt man in erster Linie eine Liebesgeschichte, bzw. in diesem Fall eine Dreiecksgeschichte und nebenbei noch einen magischen Faktor. Die Liebelei steht allerdings klar im Vordergrund und untergräbt den Fantasyaspekt. Ob dem Leser das gefällt, ist natürlich Geschmackssache, ich finde es aber positiv das der Klappentext schon vor der Dreiecksgeschichte warnt.
Diese finde ich an sich auch nicht so schlimm, mag in diesem Fall allerdings die Art und Weise von Blake nicht. Man hat das Gefühl er sei einem Jahrhundert entsprungen, in dem Frauen keinerlei Rechte haben und man dringend das Denken für sie übernehmen muss. Dagegen tut June wenig. Sie versucht ihn anzuzicken, sobald sie aber in seine wahnsinnig blauen Augen schaut, rudert sie wieder zurück. Kein schönes Vorbild für die Zielgruppe und für mich ein Stern Abzug.

Ansonsten gefällt mir die Geschichte wirklich gut. Das Setting in Cornwall ist traumhaft und sehr lebendig beschrieben. Auch die Nebenfiguren sagen mir zu und mildern June und Blakes Makel ein wenig. Was mir noch fehlt ist der magische Anteil. Angerissen wurde er schon, aber was wirklich dahintersteckt, kam nur am Schluss ansatzweise zum Vorschein. Hier freue ich mich auf den nächsten Band, der hoffentlich etwas mehr Fokus auf die Magie legen wird.

Fazit:
Ein angenehmer Einstieg mit viel Potenzial, der aber weniger machohaft hätte sein sollen.