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Veröffentlicht am 14.10.2016

Tolle Fortsetzung einer Jugendreihe!

Magisterium
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Zum Inhalt:

Auch im dritten Band der Magisterium-Reihe werden die drei Freunde Call, Aaron und Tamara wieder vor einige magische Probleme gestellt. Nach dem positiven Ende von Band 2 sieht zunächst alles ...

Zum Inhalt:

Auch im dritten Band der Magisterium-Reihe werden die drei Freunde Call, Aaron und Tamara wieder vor einige magische Probleme gestellt. Nach dem positiven Ende von Band 2 sieht zunächst alles rosig aus und es scheint ein entspanntes drittes Lehrjahr für die drei jungen Magier zu werden. Doch bereits bei der Ehrenfeier im Präsidium geschieht Unvorhersehbares: ein grausamer Mord. Ab diesem Tag sind Call, Aaron und Tamara nirgendwo sicher und müssen sich bei jeder Person in ihrem Umfeld fragen: Könnte es sich hierbei um den Mörder und Spion handeln? Ein turbulentes magisches Schuljahr beginnt…

Meine Meinung:

Wie bereits bei den Vorgänger-Bänden hat mich auch das Cover von Band 3 total begeistert. Das diesmal in grüner Schrift bedruckte, dunkel gehaltene Cover zieht mit seinen weißen Verschnörkelungen definitiv die Blicke eines jeden Buchliebhabers auf sich!
Auch sprachlich konnten mich Holly Black und Cassandra Clare abermals überzeugen. Mit ihren frischen, unkomplizierten und nicht selten humorvollen Textpassagen lassen sie die gesamte Reihe definitiv zu einem sprachlichen Lesegenuss werden! Als „erwachsene Leserin“ stolperte ich beim Lesen an einigen Stellen über die jugendlich angehauchte Sprache, aber das ist ja für ein Jugendbuch genau richtig so!
Inhaltlich hat mich das Buch vor allem aufgrund der direkt zu Beginn aufgebauten Spannung überzeugt! Diese Spannung bleibt nahezu über die gesamte Handlung hinweg bestehen, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Permanent rätselt man als Leser/-in mit, wer wohl der Spion sein könnte und verdächtigt so auch in den vorherigen Bänden liebgewonnene Charaktere. Auch der Humor kommt in „Der Schlüssel aus Bronze“ jedoch nicht zu kurz. Zahlreiche Witze und ironische Textpassagen sorgen immer wieder für Auflockerung.
Wie auch in den Bänden 1 & 2 hat mir der Handlungsort der Reihe sehr gut gefallen: das unterirdische Magisterium mit seinen verzwickten sowie geheimnisvollen Gängen und Höhlen. Auch in Band 3 lernt der Leser neue Bereiche dieses Komplexes kennen wie beispielsweise die Höhle, in welcher die gefährlichen Elementarier gefangen sind – diesen Abschnitt fand ich deshalb auch besonders spannend!
Inhaltlich sind mir beim Lesen jedoch leichte Schwächen aufgefallen, aufgrund derer ich das Buch mit 4 anstatt mit 5 Sternen bewerte. Zum einen war die magische Prüfung für meinen Geschmack deutlich zu knapp dargestellt. Ich hatte sehr gespannt auf diese hingefiebert und auf einige spannende Szenen im Feuerlabyrinth gehofft, doch leider war die Prüfung dann auch viel zu schnell wieder vorbei. Außerdem fand ich einige Aspekte im letzten Abschnitt des Buches zu durchschaubar und Aaron und Callum erschienen mir hier doch sehr naiv! Als Leser hätte man am liebsten eingegriffen und sie vor ihren nächsten Schritten gewarnt.
Letztendlich hat mich das „Finale“ aber dennoch sehr überrascht, weil es für mich in dieser Ausgestaltung unvorhersehbar war. Das hat mir gut gefallen, da ich ein Fan von interessanten, unberechenbaren Wendungen bin!

Fazit:

Insgesamt ein toller dritter Band, der sowohl sprachlich als auch inhaltlich nahtlos an seine beiden Vorgänger anknüpft. Aufgrund der zu Anfang des Buches eingestreuten Rückblenden lässt sich das Buch auch lesen, ohne Band 1 & 2 zu kennen, ich würde dies aber dennoch empfehlen. Ich gebe hiermit eine klare Leseempfehlung ab, vor allem an diejenigen, die in die jugendliche Zielgruppe passen bzw. an alle, die einfach gerne Jugendbücher lesen. Ich bin schon sehr gespannt, was in den beiden letzten Bänden noch alles auf die Magierlehrlinge zukommen wird!

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Veröffentlicht am 24.11.2016

Eine durchwachsene Fortsetzung der sonst so starken Smoky-Reihe

Die Stille vor dem Tod
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Wenn man bei „Die Stille vor dem Tod“ eine typische McFadyen-Fortsetzung der Smoky-Reihe erwartet, liegt man definitiv falsch! Klappentext und Cover lassen zunächst darauf schließen, doch durch ein Interview ...

Wenn man bei „Die Stille vor dem Tod“ eine typische McFadyen-Fortsetzung der Smoky-Reihe erwartet, liegt man definitiv falsch! Klappentext und Cover lassen zunächst darauf schließen, doch durch ein Interview mit dem Autor, welches von Bastei Lübbe veröffentlicht wurde (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=JpAkB__YoGg), war mir bereits klar, dass die Handlung diesmal anders sein muss. Denn McFadyen schildert darin, dass etwas passieren musste, dass die Protagonistin Smoky Barrett zerbrechen lässt, weil es unrealistisch ist, dass sie nach all den erlebten Schicksalsschlägen einfach immer so weitermacht. In dieser Bemerkung stimme ich dem Autor definitiv zu. Aber dennoch hätte ich mir einen anderen Handlungsverlauf gewünscht.

Der Start des Buches ist zunächst sehr spannend und fulminant! Es gibt viele Tote à la Cody McFadyen und man kann die Geschehnisse nicht so ganz einsortieren. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, weil ich so gespannt auf den eigentlichen Start der Ermittlungen war! Leider wurde dieser dann jedoch sehr stark verzögert, da erst einmal Smokys Psyche an oberster Stelle stand. Die Geschehnisse haben unsere Ermittlerin stark mitgenommen und man erkennt sie in einigen Sequenzen kaum wieder – diese Entwicklung empfinde ich als realistisch, da kein Mensch mit so viel Leid, wie sie es erleben musste, problemlos klarkommen kann! Dennoch stört dieser „Psycho-Einschub“ den Lesefluss meiner Meinung nach enorm und lässt einen für zu lange Zeit vergeblich auf die typischen Ermittlungs- und Verhörszenen warten.
McFadyen erläutert im oben genannten Interview, dass es für ihn schwierig gewesen sei, das Buch zu schreiben. Leider merkt man dies auch insbesondere an dieser Stelle des Buches. Unschön fand ich beispielsweise die Traumsequenzen, die aus Smokys Sicht geschildert werden. Diese waren für mich sehr wirr und an vielen Stellen auch einfach unverständlich. Auch das Gespräch zwischen Smoky und ihrem Psychiater Childs hat die Handlung stark ausgebremst, da der Dialog einfach zu langatmig konzipiert war.
Besonders gut hat mir hingegen das Verhör von Rebecca im Gefängnis gefallen – hier hat man gemerkt, dass McFadyen am Werke war und ein Meister des Spannungsaufbaus in Verhörszenen ist! Auch die Momente, in denen Smoky Zeit mit ihrer Familie und insbesondere ihrem neugeborenen Sohn Christopher verbringt, fand ich sehr schön und liebevoll beschrieben. Von solchen tollen Szenen hätte es einfach viel mehr geben müssen! Nach dem Spannungsaufbau zu Beginn flachte die Spannung in der Mitte des Buches einfach zu sehr ab und hatte Schwierigkeiten, wieder in Fahrt zu kommen.

Insbesondere das Ende ließ den Leser dann recht verwirrt zurück, da nur äußerst wenige Fragen geklärt wurden und der Großteil des Falles ungelöst blieb. Dies bietet zwar Stoff für einen nächsten Band, ein weniger großer Cliffhänger hätte mir aber definitiv besser gefallen! Bei McFadyens Werken ist man ein solch offenes Ende auch einfach nicht gewohnt…

Fazit:
Insgesamt eine durchwachsene Fortsetzung der sonst so starken Smoky-Reihe! Nach einem spannenden und ereignisreichen Beginn folgten leider zu viele „Durststrecken“ und auch das Ende konnte mich leider aufgrund zu vieler offen gebliebener Fragen nicht begeistern! Wer McFadyens Thriller-Reihe liebt, sollte das Buch aber trotzdem lesen, um für den folgenden Band im Bilde zu sein – ansonsten wird man diesen nämlich meiner Meinung nach nur schwer verstehen können. Hoffentlich findet McFadyen dann auch wieder zu seiner alten Form zurück!

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