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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2019

Kleine Scheißer in großen Gärten – Eine Vorstadtmutter schlägt sich durch

Kleine Scheißer in großen Gärten
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Raus aus der Stadt und rein in deren Speckgürtel. Ein Haus in einer ruhigen Sackgasse auf dem Land. Genau das will Benni-Mama, und bald darauf wohnt sie mit ihrer Familie in einer ganz anderen Welt.

Eltern, ...

Raus aus der Stadt und rein in deren Speckgürtel. Ein Haus in einer ruhigen Sackgasse auf dem Land. Genau das will Benni-Mama, und bald darauf wohnt sie mit ihrer Familie in einer ganz anderen Welt.

Eltern, aber wohl vor allem die Mütter, werden viele geschilderte Situationen so oder so ähnlich kennen und Benni-Mama verstehen. Mir persönlich waren die einzelnen Situationen zu oberflächlich gehalten. Was aber vielleicht daran gelegen haben könnte, dass die vorhandenen Steilvorlagen bei mir als Nicht-Mama keine Erinnerungen an ähnliche Begebenheiten ausgelöst haben.

Es ist ein unterhaltsames kurzweiliges Buch, welches sich gut lesen lässt. Benni-Mama hat einen angenehmen Erzählstil, und das Buch ist schnell ausgelesen. „Kleine Scheißer in großen Gärten“ ist Teil zwei einer Reihe, kann aber unabhängig gelesen werden.

Am Ende des Buches ist ein Bildchen, welches genau zeigt, wo die einzelnen Nachbarn ihre Häuser haben. Zu Beginn des Buches werden diese mit ihren Eigenheiten kurz vorgestellt. Der Leser kann somit jederzeit nachsehen, wo und bei wem sich die Handlung gerade abspielt.

Veröffentlicht am 05.05.2019

Das erotische Potential meines Kleingärtnervereins

Das erotische Potential meines Kleingärtnervereins
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Eine Singlefrau mit Schrebergarten ist auf der Suche nach einem Partner. Während dieser Suche richtet sich Brenda mit ihrer Freundin Anke in ihrem etwas anderen Schrebergarten gemütlich ein und bekommt ...

Eine Singlefrau mit Schrebergarten ist auf der Suche nach einem Partner. Während dieser Suche richtet sich Brenda mit ihrer Freundin Anke in ihrem etwas anderen Schrebergarten gemütlich ein und bekommt Einblicke in die ganz eigene Welt der Kleingärtner.

Mit viel Witz beschreibt die Autorin den Beginn ihrer Arbeit im Kleingarten und der Partnersuche im Internet. Daneben lernt der Leser den einen oder anderen Kleingärtner und seine Eigenheiten näher kennen.

Die Figuren dürften alle ein reales Vorbild haben oder aus mehreren zusammengestellt sein. Wahrscheinlich wird so mancher Leser Ähnlichkeiten mit einer ihm bekannten Person feststellen. Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet und auf ihre Art sympathisch. Es macht Freude, sie durch das Buch zu begleiten.

Ein angenehmer Schreibstil und die bildliche Beschreibung des Gartens sorgen für ein entspanntes Lesevergnügen. Mit seinen 240 Seiten ist die Geschichte schnell gelesen. Wer sich einen Kleingarten zulegen möchte, bereits einen hat oder gerne Geschichten darüber liest, wird seine Freude an diesem Buch haben. Es ist ein schöner, entspannender Zeitvertreib, Brenda, Anke, den Kleingarten und die Partnersuche zu verfolgen.

Veröffentlicht am 24.03.2019

Siam Affairs

Siam Affairs
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Der Ex-FBI-Agent William LaRouche ist als Trauzeuge zu Penelopes Hochzeit nach Bankok eingeladen. Während die Vorbereitungen zu dieser Hochzeit laufen, entführen Unbekannte den plastischen Chirurgen Somram ...

Der Ex-FBI-Agent William LaRouche ist als Trauzeuge zu Penelopes Hochzeit nach Bankok eingeladen. Während die Vorbereitungen zu dieser Hochzeit laufen, entführen Unbekannte den plastischen Chirurgen Somram Wattana, und der Geschäftsmann Bernhard von Osterlow verschwindet spurlos. Kurz darauf werden im Fluss Müllbeutel gefunden. Diese beinhalten neben normalem Müll auch Körperteile.

Mehrere Erzählstränge machen die Geschichte abwechslungsreich. Die Vorbereitungen zur Hochzeit, die Entführung und das Verschwinden von Hotelgast von Osterlow erhalten etwa gleich viel Platz in diesem Buch. Die einzelnen Stränge sind interessant, insbesondere wenn klar ist, wie sie zusammenpassen.

Ich habe mir beim Lesen allerdings etwas mehr Schwerpunkt auf William LaRouche gewünscht. Es scheint mir so, als gäbe es in diesem Thriller keinen „echten“ Hauptcharakter, denn es wird vielen Figuren Raum gegeben. Dabei geht allerdings auch etwas die Tiefe verloren, und weniger wäre hier eventuell mehr gewesen.

Auch im dritten Roman um William LaRouche überzeugt das Autorenteam mit einer ruhigen Sprache und einem angenehmen Schreibstil. Benötigte Beschreibungen von Taten und Opfern liefern nur das unbedingt notwendige Wissen, das ganze Ausmaß bleibt dem Kopfkino des Lesers überlassen.

Die Spannung ist bis zum Finale auf einem guten Niveau. Auch wenn den Leser keine große Wendungen erwarten, ist die Geschichte solide und gut durchdacht. Wer einen „ruhigeren“ Thriller lesen möchte, ist bei diesem Roman genau richtig.

„Siam Affairs“ ist der dritte Teil der Asian-Crime-Reihe mit Wiliam LaRouche und kann durchaus mit dem zweiten Teil „Asian Princess“ mithalten. Die Geschichte ist abgeschlossen, aber um die Figur William LaRouche wirklich zu verstehen, sollten die Bücher in der Reihenfolge gelesen werden.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Mach mir den Garten, Liebling – (k)ein Landlust-Roman

Mach mir den Garten, Liebling!
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Luisa lebt für ihre Arbeit, da sind 14-Stunden-Arbeitstage keine Seltenheit. Bürointrigen allerdings auch nicht. Sie hofft auf eine Beförderung, aber stattdessen wird ihr und ihren Kollegen ein neuer Chef ...

Luisa lebt für ihre Arbeit, da sind 14-Stunden-Arbeitstage keine Seltenheit. Bürointrigen allerdings auch nicht. Sie hofft auf eine Beförderung, aber stattdessen wird ihr und ihren Kollegen ein neuer Chef präsentiert. Zu allem Überfluss muss sie sich jetzt auch noch um Tante Ruths Schrebergarten kümmern, denn Ruth kommt nach einem Jahr in Italien zu Besuch. Luisa hat zur Gartenpflege einen Gärtner engagiert – was dieser allerdings angerichtet hat, ist eine Katastrophe. Jetzt ist ihr schnelles Improvisationstalent gefragt.

„Mach mir den Garten, Liebling“ ist ein unterhaltsamer Roman. Der Kleingarten bildet den Rahmen um das Geschehen in Luisas Leben. Dieses ist das reinste Chaos und bietet, genau wie die Geschichte, viel Gelegenheit zum Schmunzeln.

Die von Ellen Berg geschaffenen Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben alle irgendwo eine kleine Macke, welche selbst den neuen Chef sympathisch wirken lässt. Auch die Entwicklungen der Figuren sind mit viel Feingefühl geschrieben.

Es gibt jedoch keinen großen Spannungsbogen und keine großartige Dramatik. Manchmal kommt die Problemlösung zu einfach daher, und die Figur hat keine Chance, an Herausforderungen zu wachsen.

Das Buch ist eine entspannende Lektüre, eine kleine Auszeit vom Alltag. Hier ist ein gemütlicher Lesetag garantiert.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Asian Princess

Asian Princess
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Die thailändische Milliardärstochter Suwannee ist verschwunden. Der Ex-FBI-Agent William LaRouche ist ein erfolgreicher Privatermittler in New York und wird von Suwannees Vater beauftragt, herauszufinden, ...

Die thailändische Milliardärstochter Suwannee ist verschwunden. Der Ex-FBI-Agent William LaRouche ist ein erfolgreicher Privatermittler in New York und wird von Suwannees Vater beauftragt, herauszufinden, was seiner Tochter in Heidelberg zugestoßen ist. Williams Mutter stammt aus der Gegend, und so lernt er während seiner Ermittlungen gleichzeitig seine deutsche Verwandtschaft kennen.

„Asian Princess“ ist der zweite Roman mit William LaRouche. Im Gegensatz zum ersten Buch „Bangkok Rhapsody“ fehlt es diesmal an Tiefe, dabei ist die Geschichte interessant. Die Charaktere sind oberflächlich und haben mich emotional nicht erreicht. Die Weiterentwicklung von William ist jedoch deutlich sichtbar.

Das Buch ist wie sein Vorgänger in ruhiger Sprache verfasst. Die Verbrecher und Opfer erhalten nur den unbedingt nötigen Raum, so dass sich jeder Leser seine eigenen Details hinzudenken kann. Somit dürfte jeder Leser seine ganz eigene „Thrill-Erfahrung“ haben. Spannungsmäßig ist die Geschichte auf einem gleichmäßigen Niveau, ohne große Höhen und Tiefen aufzuweisen. Trotzdem liest sich der Roman schnell.

Bereits früh hatte ich den Verdacht, wer der Täter sein könnte. Möglich, dass mir dies auch etwas die Spannung genommen hat, denn für mich gab es keine unerwarteten Wendungen. Mit „Asian Princess“ hat Thomas Einsingbach einen durchschnittlichen Roman geschaffen. Für meinen Geschmack fehlte diesmal der Thriller-Faktor, mit dem „Bangkok Rhapsody“ noch überzeugen konnte.

Auch, wenn das Buch nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann, ist die Geschichte selbst gut gemacht und als Fortsetzung ganz passabel. Die Romanreihe sollte in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden, auch wenn die Fälle selbst abgeschlossen sind.

Ich danke der mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.