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Veröffentlicht am 08.05.2019

Die Tür mit dem X

DOORS X - Dämmerung
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Auf der Suche nach der jungen Großerbin Anna-Lena van Dam schickt ihr Vater ein Team von sechs der unterschiedlichsten Charaktere in die Höhlen unter dem alten Familienanwesen. Hier unten entdeckt die ...

Auf der Suche nach der jungen Großerbin Anna-Lena van Dam schickt ihr Vater ein Team von sechs der unterschiedlichsten Charaktere in die Höhlen unter dem alten Familienanwesen. Hier unten entdeckt die Expedition 3 Türen, die mit unterschiedlichen Zeichen versehen sind. 3 Türen und damit 3 Wege, die die junge Erbin gegangen sein könnte.
Die Wahl unserer Protagonisten führt nach einem kurzen Umweg durch eine alternative Zukunft durch die Tür mit dem X. Hier hinter zeigt sich eine Welt, die voller verstörender Ängste und Schrecken ist. Neben diesen Hindernissen, begegnet das Team dem mysteriösen Ritter und seinen Leuten, die die Geheimnisse der Türen seit Jahrhunderten für ihre Machenschaften zu Nutzen scheinen und die nicht gewillt sind ihre Macht zu teilen.

Mein persönlicher zweiter DOORS-Teil führt irritierenderweise zunächst durch die Tür mit dem ! und erst über Umwege durch die Tür mit dem X. Dieses Mal wird die Gruppe getrennt und es entstehen mehrere Handlungsstränge, die letztlich wieder zusammen führen. Im Gegensatz zum Teil mit dem ?, werden hier auch einige Hintergründe der Protagonisten geschildert und ein Teil ihrer Geschichten erzählt, die sie zu der Expedition geführt haben. Der Klappentext erzählt von einer mysteriösen Zukunft in die sich das Team begibt von der aber kaum berichtet wird und die letztlich nur einen kleinen Abstecher über wenige Seiten ausmacht. Hier merkt man leider, dass die Geschichten insgesamt nicht sehr lang sind und vor allem beim Überspringen der ersten 84 Seiten nicht mehr viel Geschichte übrig bleibt. Mir fehlt zeitweise wirklich eine detailliertere und ausführlichere Handlung, die dem ganzen mehr Spannung verleihen würde. Auch hier ist das Ende sehr offen gehalten, was mich wirklich stört. Denn wie soll eine Geschichte die jedes Mal anders endet denn weitergehführt werden?
Alles in allem ist das Buch eine kurzweilige Unterhaltung, die ihre spannenden Momente hat. Trotzdem ist viel Potenzial, das mit dieser tollen Idee einhergeht verschenkt wurden.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Willkommen in MUC

MUC
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Knapp einhundert Jahre ist es her, dass die Menschheit durch das große Sterben beinahe ausgelöscht wurde. Ein Großteil des menschlichen Wissens ging verloren und nur wenige Fortschritte aus der alten Zeit ...

Knapp einhundert Jahre ist es her, dass die Menschheit durch das große Sterben beinahe ausgelöscht wurde. Ein Großteil des menschlichen Wissens ging verloren und nur wenige Fortschritte aus der alten Zeit blieben den Überlebenden erhalten. Pia ist isoliert vom Rest der Welt in einem kleinen Bergdorf aufgewachsen. Hier war sie stets eine Außenseiterin, denn entgegen allen Anderen hat Pia nicht die typischen roten Haare der Überlebenden. Um nicht in eine Ehe gezwungen zu werden macht sich Pia auf den Weg nach MUC, eine der letzten großen Städte der Menschheit. Doch MUC ist nicht das Paradies, das sie sich erträumt hat und der Weg in die Stadt beschwerlich und gefährlich.

MUC ist der erste Band einer Reihe um unsere Heldin Pia und beschreibt ihre Reise in die Stadt und ihre Anfänge hier. Nach dem großen Sterben sind viele wissenschaftliche Errungenschaften vergessen wurden und selbst der Gebrauch eines Dosenöffners ist für Pia eine Neuheit. Leider empfand ich diese völlige Unkenntnis einfacher Alltagsgegenstände phasenweise als sehr anstrengend. Besonders der erste Teil des Buches war flüssig und spannend zu lesen. Pias Kampf um das Überleben in einer Welt dessen Zivilisation fast vollkommen zerfallen ist, hat mich sehr fesseln können. Leider entwickelt sich die Geschichte innerhalb der Grenzen von MUC zu einer überflüssigen Liebesgeschichte zwischen Pia und einem Sohn des Propheten, die absolut keinen Tiefgang hat und völlig unglaubwürdig ist. Zuerst verfällt sie völlig seinem Aussehen, nur um dann überraschenderweise seinen schlechten Charakter zu entdecken. Ein sinnloser Versuch etwas Romantik in die Geschichte einzubauen. Auch der halbherzige Versuch eine Erklärung für Pias Überleben trotz ihres schwarzen Haares zu finden, war für mich nicht gut in die Geschichte eingebracht. Das spannende Ende konnte mich etwas versöhnlicher stimmen und brachte noch mal eine interessante Wendung.
Wer Dystopien schätzt sollte nichts Besonderes erwarten, für eine kurzweilige Unterhaltung ist aber gesorgt und einige spannende Szenen helfen über den unnötigen Versuch eine Liebesgeschichte in die Handlung zu integrieren hinweg.

Veröffentlicht am 08.03.2026

Geisterjagd

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Melody Bittersweet sieht Geister, eine Gabe, die jede Frau in ihrer Familie besitzt. Seit Generationen sprechen die Bittersweet Frauen im Auftrag der Toten. Doch Melody möchte ihr eigenes Geschäft aufziehen, ...

Melody Bittersweet sieht Geister, eine Gabe, die jede Frau in ihrer Familie besitzt. Seit Generationen sprechen die Bittersweet Frauen im Auftrag der Toten. Doch Melody möchte ihr eigenes Geschäft aufziehen, sie möchte den Toten helfen weiterzuziehen. Ihr erster Auftrag führt sie in ein altes Herrenhaus in dem drei Brüder festsitzen, seit sie gestorben sind. Melody muss die Tragödie enträtseln wegen derer die drei nicht weiterziehen können. Dabei steht ihr nicht nur ihr größter Konkurrent Leo Dark im Weg, sondern auch ein nervtötender Journalist namens Fletcher Gunn, der nicht an Geister glaubt.

Melody kann Geister sehen, wie auch ihre Mutter und Großmutter mit denen sie sich ein Haus teilt. Um ein gewisses Maß an Unabhängigkeit zu erreichen (was mehr oder minder gelingt) gründet sie zusammen mit ihrer besten Freundin und einem Assistenten ihr Geschäft als Geisterjägerin. Hinzu kommen noch ein alter Van, ein eigensinniger Hund und nicht zu vergessen die beiden „Love-Interests“ und natürlich die drei Geisterbrüder. Alles in allem eine Menge Charaktere, wobei jeder exzentrischer erscheint als der andere. Jede einzelne Figur in der Geschichte wirkt übertrieben, was mir persönlich einfach zu viel war. Der Fokus der Geschichte liegt zudem kaum auf der Geistergeschichte, sondern ganz eindeutig auf der Romance, wobei ich mich schon frage, was Melody eigentlich an den beiden Männern findet. Sowohl Fletcher als auch Leo versuchen sie zu sabotieren und kleinzureden. Trotzdem fühlt sich Melody zu ihnen hingezogen, obwohl sie betont, dass sie sie nicht ausstehen kann (aber natürlich findet sie sie trotzdem heiß…). Das war leider gar nicht nachvollziehbar für mich. Wenn auch vorhersehbar, so mochte ich die Geschichte um Isaac und seine Brüder gerne. Wobei mir hier auch das Ende viel zu übertrieben dargestellt wurde.

Insgesamt war es schon eine unterhaltsame Geschichte. Die Charaktere waren mir jedoch zu überzogen dargestellt und die Romance zu sehr im Fokus und zu wenig nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Das Schicksal des Lebens

Wisteria – Die Liebe des Todes (Belladonna 3)
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Blythe hat mit dem Schicksal einen Pakt geschlossen, um ihren Vater zu retten. Nun muss sie Aris, das Schicksal in persona, heiraten, den sie absolut nicht ausstehen kann. Doch ihre Abneigung beruht auf ...

Blythe hat mit dem Schicksal einen Pakt geschlossen, um ihren Vater zu retten. Nun muss sie Aris, das Schicksal in persona, heiraten, den sie absolut nicht ausstehen kann. Doch ihre Abneigung beruht auf Gegenseitigkeit. Während sich die beiden Frischvermählten das Leben schwer machen, entdecken sie dennoch ein paar Gemeinsamkeiten, die sie zueinander ziehen. Auf Aris magischem Anwesen begegnen Blythe immer wieder Bilder des Lebens und auch Blythe selbst scheint über Fähigkeiten zu verfügen von denen sie bisher nichts geahnt hat.

„Wisteria“ ist der abschließende Band der Belladonna-Reihe, wobei zuletzt noch eine zusätzliche Novelle erschienen ist. Im dritten Band geht es vornehmlich um Blythe und Aris, die wir bereits aus den anderen Teilen der Reihe kennen. Die Annäherung der Beiden war durchaus unterhaltsam, dennoch zieht sich ihr Kennenlernen für mich zu sehr in die Länge, bevor die Handlung Fahrt aufnimmt. Ich finde es sehr schade, dass Signa und der Tod keine zentrale Rolle in der Geschichte einnehmen. Hier sind vor allem der Untertitel des Buches und auch der Klappentext ziemlich irreführend. Auch wenn ich die Wortgefechte zwischen Blythe und Aris sehr genossen habe, haben mir die Hauptfiguren aus den ersten beiden Bänden dennoch gefehlt, besonders da es sich um den letzten Band der Trilogie handelt. Auch bleiben mir zu viele Fragen am Ende offen und auch die Handlung selbst war mir zu vorhersehbar. Leider war der Abschluss der Trilogie für mich der schwächste Band der Reihe, konnte mich aber dennoch unterhalten. Ich bin gespannt, ob sich mit der zusätzlich erschienen Novelle noch ein paar offene Fragen beantworten lassen.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Kurzgeschichten mit weihnachtlichem Thema

Weihnachten mit Agatha Christie
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Der Sammelband vereint kurze Geschichten mit dem Thema Weihnachten aus der Feder der berühmten Krimiautorin Agatha Christie. Hierbei treffen wir auch auf altbekannte Charaktere, wie Miss Marples und Hercule ...

Der Sammelband vereint kurze Geschichten mit dem Thema Weihnachten aus der Feder der berühmten Krimiautorin Agatha Christie. Hierbei treffen wir auch auf altbekannte Charaktere, wie Miss Marples und Hercule Poirot, jedoch leider nur in 2 der Geschichten. Einige Kurzgeschichten haben für mich ein zu religiöses Thema. Auch wenn ich weiß, dass dies für Weihnachten durchaus angemessen ist, hat es mir persönlich nicht zugesagt. Ich war sehr enttäuscht davon, dass die Geschichte von Hercule Poirot mehr oder minder zweimal abgedruckt war. Bei „Das Geheimnis des Plumpuddings“ handelt es sich um eine überarbeitete und längere Version von „Ein Weihnachtsabenteuer“, welches ebenfalls in dem Buch abgedruckt wurde. So erhält man einfach nur eine etwas ausführlichere und minimal abgewandelte Version der ersten Geschichte, die jedoch auf die gleiche Art und Weise aufgelöst wird. Das hätte man sich meiner Meinung nach wirklich sparen können. Insgesamt war es ein recht kurzweiliges und unterhaltsames Buch, jedoch bevorzuge ich die Krimis der Autorin deutlich mehr.

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