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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2019

interessante Kommissarin

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
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Auf dem Austernfest auf der Inselgruppe Doggerland hat die Kommissarin Karin Eiken Horby ein paar Gläser Wein zu viel getrunken. Am Morgen danach findet sie sich in einem Hotelzimmer neben ihrem schnarchendem ...

Auf dem Austernfest auf der Inselgruppe Doggerland hat die Kommissarin Karin Eiken Horby ein paar Gläser Wein zu viel getrunken. Am Morgen danach findet sie sich in einem Hotelzimmer neben ihrem schnarchendem Chef wieder. Und übel ist ihr auch noch. Sie möchte, da ihr mit Ende 40 die ganze Situation peinlich ist, heimlich und still das Zimmer verlassen, doch der Alkoholkonsum hat ihr Übelkeit bereitet. Glücklicherweise wird ihr Chef nicht wach.
Beim nächsten Fall, der Ermordung einer Frau, betrifft die Exfrau ihres Chefs. So kann dieser nicht nur ermitteln, er benötigt für die entsprechende Nacht auch ein Alibi.
Ein typisch spannender Skandinavienkrimi der mit einer interessanten und vielschichtigen Kommissarin punktet.

Veröffentlicht am 08.05.2019

mystisch, gruselig und komisch

Mörderische Renovierung
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Der 23-jährige Lovecraft Fan A. und seine Freundin, die stumme Punkerin Niamh, erben ein großes altes Haus. Der letzte Bewohner ist aus dem Fenster gestürzt - bei geschlossenem Fenster. Im Axton House ...

Der 23-jährige Lovecraft Fan A. und seine Freundin, die stumme Punkerin Niamh, erben ein großes altes Haus. Der letzte Bewohner ist aus dem Fenster gestürzt - bei geschlossenem Fenster. Im Axton House soll es spuken, doch das ist nicht einzig Merkwürdige daran.
In einem interessanten jugendlichem Schreibstil, mystisch, gruselig und auch komisch, wird in Erzählweise, in Tagebuchaufzeichnungen, mit Briefen und Notizen die Handlung betrachten. Auch die Typografie passt sie diesem an und macht auch optisch etwas her. Ein Buch, das besonders junge und junggebliebene Leser ansprechen dürfte.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Vorhersage des eigenen Todeszeitpunktes

Die Unsterblichen
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Im jüdischen Viertel New Yorks, in der Lower East Side, lebt im Jahre 1969 die Familie Gold mit ihren vier Kindern zwischen 7 und 14 Jahren. Während der Sommerferien langweilen sich die Vier und als sie ...

Im jüdischen Viertel New Yorks, in der Lower East Side, lebt im Jahre 1969 die Familie Gold mit ihren vier Kindern zwischen 7 und 14 Jahren. Während der Sommerferien langweilen sich die Vier und als sie von einer Wahrsagerin hören, die ihr Todesdatum vorhersagen kann, wollen sie es wissen. Durch dieses Wissen verändert sich ihr Leben. Simon geht 1980 nach San Francisco, er verliebt sich dort. Die Zauberkünstlerin Klara verträumt ihr Leben während Daniel nach den Ereignissen 9/11 in New York als Arzt zur Army geht und Varya sich mit der Erforschung des Alters beschäftigt.
Interessant und spannend geschrieben erfahren wir die Veränderungen im Leben dieser vier Kinder und Heranwachsenden. Das Thema des eigenen Todes beschäftigt einen schon, doch wissen, wann es soweit ist, will wohl keiner.

Veröffentlicht am 08.05.2019

ins Leben gehen

Gehen. Weiter gehen
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Ein kleines Kind, dass Laufen lernt, fängt an sich seine eigene Welt zu erobern. Das Gehen ist für uns alle wichtig, die Bewegung an sich für unseren Körper, aber auch für den Geist und die Seele. Pilger ...

Ein kleines Kind, dass Laufen lernt, fängt an sich seine eigene Welt zu erobern. Das Gehen ist für uns alle wichtig, die Bewegung an sich für unseren Körper, aber auch für den Geist und die Seele. Pilger des Jakobsweges berichten von der geistigen Frische, mit der sie den Weg zurücklegen. Durch das Spazierengehen werden die Gedanken in andere Bahnen gelenkt, der Stress des Alltags geht zurück. Der Norweger Erling Kagge hat das Gehen zu seiner Passion erklärt und hat andere Geher, Philosophen und Schriftsteller zu ihren Erfahrungen befragt.
Ein Buch über das Selbstverständliche das in der heutigen technischen Welt immer mehr verdrängt wird.

Veröffentlicht am 08.05.2019

auf eigenen Füßen stehen

Mulans Töchter
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Im China im 5. Jahrhundert als Mulan von sich reden gemacht. Nach dem Einberufungsbefehl des Kaisers hat sie sich als Mann verkleidet und ist anstelle ihres alten und kranken Vaters in den Krieg gezogen. ...

Im China im 5. Jahrhundert als Mulan von sich reden gemacht. Nach dem Einberufungsbefehl des Kaisers hat sie sich als Mann verkleidet und ist anstelle ihres alten und kranken Vaters in den Krieg gezogen. Die Autorin beschäftigt sich jedoch in erster Linie mit den chinesischen Frauen der Gegenwart, die sich zwar von den geschnürten Füßen befreien konnten, ansonsten immer noch über ihren Mann definiert werden. Gutes Aussehen und eine gute Partie stehen an erster Stelle. Doch immer mehr Frauen wollen nun auf eigenen Füßen stehen und sich in den Männerdomänen bewähren.
Das Thema der Emanzipation beschäftigt alle, hier wird unter dem Aspekt der Besonderheiten in China eine zusätzliche Würze hinein gebracht. Ein interessantes Sachbuch gut lesbar.