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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2019

Spannender Auftakt einer Fantasy-Trilogie

Spiegelscherben / Spiegelscherbenmelodie
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Die sechzehnjährige Thea hat ein Stipendium erhalten für das Musikinternat Sankt Engelbert. Doch der Start gelingt ihr nicht wirklich gut, die anderen Schüler halten sich für etwas Besseres, mit den Lehrern ...

Die sechzehnjährige Thea hat ein Stipendium erhalten für das Musikinternat Sankt Engelbert. Doch der Start gelingt ihr nicht wirklich gut, die anderen Schüler halten sich für etwas Besseres, mit den Lehrern wird sie auch nicht richtig warm. Und dann stellt sie fest, dass sich in ihrem Wohntrakt drei Geisterjungen aufhalten. Thea muss dafür kämpfen, dass das Stipendium weiter bezahlt wird. Zudem laufen die Vorbereitungen für das Halloweenfest – einer der Höhepunkte der Schule, aber auch ein Abend voller Gefahren für die drei Geisterjungen. Denn ein Geisterjäger ist auf der Suche nach ihnen, er wird bei diesem Fest nach ihnen jagen…

Die Hauptperson, Thea, wird dem Leser sehr schnell sympathisch werden, auch wenn sie selbst lernen muss, sich so anzunehmen, wie sie ist. Ihre Situation ist nicht ganz einfach, als Stipendiatin an einer Eliteschule, die sich vieles selbst beibringen musste und deshalb einige Wissenslücken aufweist. Doch zum Glück trifft sie auf den Geisterjungen Felix, der seinerzeit als Schülersprecher schon viel soziales Feingefühl hatte und dies auch heute noch gerne auslebt. So entsteht eine Freundschaft, die für beide Seiten sehr erfüllend ist. Und da Freunde füreinander eintreten, ist es klar, dass Thea den drei Geisterjungen hilft gegen den Geisterjäger: eine wunderbare Hommage an die Freundschaft, ungeachtet aller (scheinbaren) Hindernisse! Da die Geschichte abwechselnd aus Theas und aus Felix‘ Sicht erzählt wird, hat der Leser einen umfassenden Überblick über die Geschehnisse. Der Spannngsbogen wird durch das Geheimnis über das Schicksal der drei Geisterjungen sehr hoch gehalten. Das Ende allerdings lässt auf eine schnelle Fortsetzung der Geschichte hoffen, denn nun will ich es ja gerne wissen.

Das Buch ist ein guter Einstieg in die Trilogie um die Spiegelscherbengeschichte, spannend und mit vielen offenen Fragen, die den Leser neugierig auf die Fortsetzung hinterlassen.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Geheimnisvolle Welt voller Gefahren und Intrigen

Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019
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Miles Singer arbeitet als Arzt an einem Krankenhaus mit Soldaten, die gerade aus dem Krieg zurückkehren. Er ist erfolgreich und beliebt, doch er hat etwas zu verbergen: Er hat die Aura einer Hexe. Um seinen ...

Miles Singer arbeitet als Arzt an einem Krankenhaus mit Soldaten, die gerade aus dem Krieg zurückkehren. Er ist erfolgreich und beliebt, doch er hat etwas zu verbergen: Er hat die Aura einer Hexe. Um seinen geliebten Beruf als Arzt ausüben zu können, hat er sich von seiner Familie losgesagt, denn dort müsste er als Gehilfe seiner Schwester tätig sein, ohne selbst sein Schicksal bestimmen zu können. Eines Abends wird ein Verletzter ins Krankenhaus gebracht, der im Sterben Miles‘ magische Fähigkeiten erkennt. Er behauptet, vergiftet worden zu sein. Kurz danach wird Miles von seiner Vergangenheit ereilt – er wird erkannt von seiner Schwester, die ihn in den Schoß der Familie zurückbringen will. Doch da ist auch der Amartine, der ihm zur Seite stehen will, um den Mord an dem Verletzten aufzudecken…

Es ist eine ganz andere, komplexe Welt, die die Autorin C.L. Polk in ihrem Fantasyroman vor dem Leser entstehen lässt. Es dauert eine Weile, bis die Rahmenbedingungen dieser Welt klar sind. Es gibt jede Menge Geheimnisse und Intrigen aufzudecken, bis Miles klar sieht, welche Aufgabe ihn erwartet und wo er Gleichgesinnte finden kann. Doch es ist eine Freude, die Personen und Gegebenheiten um Miles herum zu erkunden, die Autorin hat dies sehr spannend in Szene gesetzt, so dass man sehr schnell in der Erzählung versinkt. Das Buch enthält Elemente eines Kriminalromans, die bestens in den Plot eingebunden sind. Manches allerdings bleibt immer noch unklar, kein Wunder, denn es wird eine Fortsetzung geben, und so endet das Buch auch mit einem ziemlich gemeinen Cliffhanger.

Dieser Fantasy-Roman eröffnet eine Welt voller Geheimnisse und Gefahren, die zu erkunden viel Spaß macht, aber auch voller Spannung ist. Sehr gerne empfehle ich sie weiter.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Auf verdeckter Mission

Lavendel-Tod
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Molly Preston soll auf verdeckter Mission herausfinden, welche krummen Machenschaften bei einer Bank in Südfrankreich betrieben werden. Sie hat dafür die Stelle eines Praktikums angenommen, in der Rolle ...

Molly Preston soll auf verdeckter Mission herausfinden, welche krummen Machenschaften bei einer Bank in Südfrankreich betrieben werden. Sie hat dafür die Stelle eines Praktikums angenommen, in der Rolle der Studentin Marie Bonnieux, wobei sie bei der Renovierung einer kleinen Kapelle mithilft. Als ein Mord geschieht, ist sie plötzlich mittendrin in einem ungelösten Kriminalfall von 1912, als bei einem Banküberfall eine größere Menge Geld geraubt wurde, die man aber nie fand…

Dieses Buch ist die überarbeitete Version von „Lavendel-Coup“, das bereits 2015 erschien. Die Autorin Carine Bernard hat eine Vorliebe für Frankreich, und das merkt man diesem Buch schnell an, wenn sie die Gegend und die Menschen der Provence beschreibt. Molly Prestons verdeckte Mission scheint auch nur auf den ersten Blick harmlos zu sein, bald schon gerät sie in Gefahr, und so kann der Leser mit ihr auf höchstem Niveau ermitteln und Zusammenhänge erschließen.

Dieser eher unblutige Krimi lässt eine spannende Geschichte entstehen, die in die Region der Provence gut eingebettet ist. Als angenehmer Nebeneffekt kommen leichte Urlaubsgefühle auf… Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Spannungsgeladen

Ich - Im Dunkel der Angst
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Die Schwestern Hanna und Pia wollen in einem Villenviertel von Warnberg einen neuen Abschnitt in ihrem Leben beginnen. Während Pia, ehemalige Lehrerin, erfolglos versucht schwanger zu werden, plagt sich ...

Die Schwestern Hanna und Pia wollen in einem Villenviertel von Warnberg einen neuen Abschnitt in ihrem Leben beginnen. Während Pia, ehemalige Lehrerin, erfolglos versucht schwanger zu werden, plagt sich Hannah mit dem Gedanken, ein Kind totgefahren zu haben. Doch die beiden finden auch hier keine Ruhe, ihre Vergangenheit holt sie ein. Bei Pia sind es die Gedanken an die Schülerin Greta, die vor einem Jahr Selbstmord beging. Und da ist Gretas Mutter, die damit nicht zurechtkommt…

Die Autorin Astrid Korten hat sich bereits mit einigen Thrillern einen Namen gemacht. Mit diesem Buch entwirft sie eine bedrohliche Geschichte um die Themen Mobbing, Schuld und Schuldzuweisungen. Denn Greta schied aus dem Leben, weil sie gnadenlos gemobbt wurde. Wer aber trägt Schuld an diesem Tod? Gretas Mutter macht die Lehrerin dafür verantwortlich, die bei all den Geschehnissen weggesehen hat. Doch ist alles wirklich so einfach? – Nein, wer die Bücher von Astrid Korten kennt, wird diese Antwort sofort wissen. Die Lektüre hinterlässt den Leser schaudernd über eine Geschichte, die voller Grauen steckt.

Das Buch ist nicht leicht zu lesen, zu schwer wiegen die Themen darin. Der flüssige Schreibstil lädt dennoch dazu ein, das Buch in fliegender Eile durchzulesen. Mich hat die Thematik sehr überzeugt, ich konnte die Geschehnisse gut nachvollziehen, wenn ich auch kleine Fragen zu den Motivationen der handelnden Figuren hatte. Ein Buch, das ich auf Grund der aufrüttelnden Themen sehr gerne weiter empfehle.

Veröffentlicht am 28.04.2019

Spannender Venedig-Krimi

Venezianische Rache (Ein Luca-Brassoni-Krimi 6)
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Als der junge Künstler Paolo Grande im Museum nahe der Accademiabrücke einen Anschlag auf ein Gemälde verübt, ahnt noch keiner, dass er kurz danach ermordet wird. Kommissar Luca Brassoni ist eigentlich ...

Als der junge Künstler Paolo Grande im Museum nahe der Accademiabrücke einen Anschlag auf ein Gemälde verübt, ahnt noch keiner, dass er kurz danach ermordet wird. Kommissar Luca Brassoni ist eigentlich schon auf dem Sprung in den Urlaub, doch dann muss er für diesen Fall einspringen. Es ist sein Cousin Caruso, der den entscheidenden Hinweis findet, damit bringt er sich aber in größte Gefahr…

Die Autorin Daniela Gesing verlegt die Handlung ihrer Romane um den Ermittler Luca Brassoni nach Venedig, und dieser Fall entführt den Leser in eine geheimnisvolle Lagunenstadt, die sowohl ihre touristischen wie auch ihre eher unbekannte Seiten zeigt. Und obwohl das Buch bereits der sechste Fall des venezianischen Ermittlers ist, fällt der Einstieg auch in diesen Krimi leicht, denn der Fall ist in sich abgeschlossen. Sehr schnell ist man mitten in den Ermittlungen drin und rätselt munter mit nach den Motiven sowohl des Ermordeten wie auch des Täters selbst sowie zur Identität des Letzteren. Auch das Privatleben der Ermittler wird passend mit einbezogen, weder zuviel noch zuwenig, sondern genau richtig dosiert. Der angenehme Schreibstil und die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch ein paar Seiten zu lesen.

Dieser Krimi hat mir einige spannende Lesestunden beschert und mich dabei auch noch in ein Venedig entführt, das ich gerne mal besuchen möchte. Klar empfehle ich dieses Buch gerne weiter und vergebe vier von fünf Sternen.