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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2016

Was ist damals geschehen?

Die stille Kammer
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Susan Webster ist gerade dabei zu versuchen, ihr Leben wieder zu ordnen: Sie saß 3 Jahre in der forensischen Psychiatrie, da sie schuldig gesprochen wurde, ihren damals 3 Monate alten Sohn Dylan aufgrund ...

Susan Webster ist gerade dabei zu versuchen, ihr Leben wieder zu ordnen: Sie saß 3 Jahre in der forensischen Psychiatrie, da sie schuldig gesprochen wurde, ihren damals 3 Monate alten Sohn Dylan aufgrund von postnataler Depression getötet zu haben. Susan hat bis heute keine Erinnerung an die Tat, die Beweise sprachen jedoch eindeutig gegen sie. Ihr Ehemann Mark hat sie verlassen und sich von ihr scheiden lassen. Ihre einzige Verbündete ist ihre beste Freundin Cassie, die sie in der Haft kennengelernt hat. Nun lebt sie unter falschem Namen in einer englischen Kleinstadt und versucht gerade, sich dort unentdeckt einzuleben. Doch plötzlich findet Susan Hinweise die darauf hindeuten, dass ihr kleiner Sohn vielleicht doch noch am Leben sein könnte. Nach dem ersten Schock macht sich Susan zusammen mit Cassie und dem Journalisten Nick auf die Suche nach der Wahrheit.
Dieses Hörbuch konnte mich mit einer angenehmen Synchronstimme und einer spannenden Story überzeugen.
Die Geschichte wird meist aus der Perspektive von Susan erzählt. Jedoch fließen immer wieder kurze Passagen ein, die sich um Ereignisse einer Jungen-Clique von vor 20 Jahren drehen. Wie diese kurzen Einschübe mit der Hauptgeschichte zusammenpassen wird erst nach und nach enthüllt, was die Spannung weiter steigert. Das Erzähltempo und der Spannungsbogen ziehen sich konstant von Anfang bis Ende und man kann die ganze Zeit miträtseln und mitgrübeln, wie die Dinge zusammenhängen könnten. Durch interessante Drehungen und Wendungen kommt zusätzlich Leben in die Geschichte und nichts ist, wie es scheint.
Ein überzeugendes Debüt von Jenny Blackhurst, das Lust auf weitere Bücher der Autorin macht!

Veröffentlicht am 17.10.2016

von Gier und Neid

Teufelsgold
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Hendrik ist Investmentbanker, aber nicht sonderlich glücklich in seinem Job. Daher beschließt er, sich als Seminarleiter selbstständig zu machen. Als Thema wählt er das Streben nach Erfolg und Reichtum, ...

Hendrik ist Investmentbanker, aber nicht sonderlich glücklich in seinem Job. Daher beschließt er, sich als Seminarleiter selbstständig zu machen. Als Thema wählt er das Streben nach Erfolg und Reichtum, indem der Teilnehmer seine innere Einstellung ändert und dadurch reich wird. Für ihn selbst scheint der Plan aufzugehen, denn endlich hat er den Erfolg, den er anderen reichen Leuten bisher immer geneidet hat. Dabei ist er sich auch nicht zu schade, eher fragwürdige Methoden anzuwenden. Privat könnte sein Glück mit Miriam und ihrer gemeinsamen Tochter Pia perfekt sein. Doch auch dort geht er immer wieder andere Wege. Hendrik bleibt beruflich und privat rastlos und unzufrieden, es scheint immer etwas zu geben, was er noch mehr begehrt, die Neid und Gier in ihm auslöst, die ihn nicht mehr loslässt. Durch ein altes Buch erfährt er vom Stein der Weisen, mit dem Mann Gold herstellen kann. Dieser Gedanke lässt ihn nicht mehr los und so nimmt er Kontakt zu seinem Bruder Adalbert auf, um zu versuchen, das Geheimnis zu lüften. Doch nicht nur diese beiden sind auf der Suche nach dem Stein der Weisen, sondern außerdem noch ganz andere, mächtigere Personen…

Andreas Eschbach hat mit „Teufelsgold“ seinen neuesten Thriller veröffentlicht und ich bin von der Story nicht enttäuscht: Mit einem sehr gelungenen Mix aus Finanzthemen, Historie, ein wenig Mystery und Science Fiction versteht er es, den Leser zu fesseln und gleichzeitig zum Nachdenken anzuregen. Dies ist typisch für Bücher von Eschbach und ist etwas, was mir persönlich an seinen Büchern sehr gut gefällt: Fundiert recherchiertes Wissen und gute Unterhaltung, die den Leser mitgrübeln lässt und auch nach der Lektüre noch nachdenklich stimmt.
Die Protagonisten sind dabei keineswegs flach und „nur lieb und nett“, sondern haben deutliche Ecken und Kanten und sind auch mal unsympathisch. Allen voran der Hauptakteur Hendrik, dessen Handeln man als Leser an einigen Stellen nicht wirklich nachvollziehen kann. Er ist kein „typischer, sympathischer Held“, sondern er ist selbstsüchtig, ich-bezogen und generell unzufrieden, egal wie viel er erreicht hat. Er baut sein ganzes Leben auf Blendungen und Unwahrheiten auf. Doch dieses Verhalten macht ihn natürlich auch interessant, auch wenn man beim Lesen immer mal den Kopf schütteln muss und Hendrik gerne die Meinung sagen möchte.
Die Handlungen der Vergangenheit werden meist in Form des alten Buches erzählt. Dabei ist besonders die optisch sehr ansprechende Gestaltung dieser Seiten hervorzuheben. Man hat dann den Eindruck, wirklich in einem alten, vergilbten Buch mit rissigen und porösen Seiten zu lesen.

Veröffentlicht am 20.09.2016

Sport und Ernährung bringen den Erfolg

Das Turbo-Stoffwechsel-Prinzip
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Das Buch beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, wie man besser und effektiver fit und schlank wird. Zu Beginn werden interessante Grundlageninformationen vermittelt zum Thema Diäten und Abnehmen. Dabei ...

Das Buch beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, wie man besser und effektiver fit und schlank wird. Zu Beginn werden interessante Grundlageninformationen vermittelt zum Thema Diäten und Abnehmen. Dabei werden zum Einen schon bekannte Dinge berichtet, als auch Neues vermittelt. Danach folgen Kapitel über den Stoffwechsel und die richtige Ernährung. Das Thema wird informativ und schlüssig aufbereitet, es gibt immer wieder Grafiken und Tabellen zur Veranschaulichung. Außerdem viele leckere Rezepte. Ein Kapitel beschäftigt sich mit einem speziellen Sportprogramm, das auf 8 Wochen ausgelegt ist und kontinuierlich Erfolge bringen soll.
Der Ratgeber ist informativ und auch lehrreich, dazu gut verständlich geschrieben. Die Konzepte sind möglicherweise nicht ganz neu, jedoch stimmig und gut in einem Buch verpackt.
Ich habe dieses Buch als ebook genutzt, würde aber persönlich eher die Printversion empfehlen, da ich dies für ein solches Konzept praktischer finde.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannend und packend geschrieben!

Tödlicher Auftrag
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Jack Delay ist ein ehemaliger Scharfschütze der US Armee. Nach einer starken Verwundung musste er jedoch aus dem Dienst ausscheiden. Seitdem versucht er sich als Autor, um sich etwas dazuzuverdienen. Daher ...

Jack Delay ist ein ehemaliger Scharfschütze der US Armee. Nach einer starken Verwundung musste er jedoch aus dem Dienst ausscheiden. Seitdem versucht er sich als Autor, um sich etwas dazuzuverdienen. Daher kommt ihm das Angebot sehr gelegen, für Ron Duquest die Buchversion eines Horrorfilms zu schreiben. Nachdem er die ersten Kapitel verfasst hat erhält er plötzlich ein Paket: Darin befindet sich ein Scharfschützengewehr (das gleiche wie damals in der Armee) mit Munition und die Aufforderung, eine noch unbenannte Person zu töten. Ansonsten würde seine Freundin Kit sterben. Kurzerhand wollen sich Jack und Kit aus der Schusslinie bringen: Sie lassen das Gewehr zurück und entschließen sich zur Flucht! Doch die geheimen Auftraggeber spüren sie immer wieder auf. Eine packende Hetzjagd durch die USA beginnt…
Joe Haldeman hat mit „Tödlicher Auftrag“ einen sehr spannenden und packenden Thriller geschaffen, der den Leser nicht los lässt. Besonders gut gefällt mir, dass dieser Thriller sozusagen aus 2 parallelen Büchern besteht: Zum Einen wird die Gegenwart aus Jacks Perspektive erzählt, zum Anderen das Manuskript des Horrorfilms, das Jack im Laufe des Buches schreibt. Die Horrorfilm-Abschnitte sind kursiv gedruckt und werden somit deutlich vom Rest der Story abgegrenzt. Sie tragen jedoch zur Steigerung der Spannung bei, da sich die Inhalte zum Teil mit den tatsächlichen Geschehnissen überschneiden. Diese Technik habe ich bisher so noch nicht gesehen/gelesen und es gefiel mir sehr gut!
Etwas störend waren die recht häufigen und auch teils sehr auffälligen Rechtschreibfehler in der mir vorliegenden Printversion. Laut Aussage des Verlages wurde die ebook-Version nochmals lektoriert, so dass die vielen Fehler nicht mehr auftauchen sollten. Daher wird sich dies nicht auf meine Beurteilung auswirken.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Packender Thriller, spannende Verschwörungstheorien und unerwartete Wendungen

Die achte Offenbarung
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In den USA: In einem Labor gibt es einige Ungereimtheiten bezüglich einiger Proben eines tödlichen Virus. Der Ermittler Wheeler versucht, die Zusammenhänge zu entschlüsseln…
In Deutschland: Paulus Brenner ...


In den USA: In einem Labor gibt es einige Ungereimtheiten bezüglich einiger Proben eines tödlichen Virus. Der Ermittler Wheeler versucht, die Zusammenhänge zu entschlüsseln…
In Deutschland: Paulus Brenner ist Historiker und führt ein beschauliches Leben an einem Lehrstuhl, als der Amerikaner Liebermann ihn überraschend kontaktiert: Er übergibt Paulus ein altes, verschlüsseltes Manuskript. Dieses soll angeblich im 2. Weltkrieg von Paulus‘ Großmutter an Liebermanns‘ Großvater übergeben worden sein, um es vor den Nazis zu schützen. Nun soll Paulus das verschlüsselte Geheimnis des Buches lüften. Doch dies ist gar nicht so leicht, denn der Autor hat verschiedene Verschlüsselungsmethoden verwendet, die man nur durch Hinweise im Text lösen kann. So beginnt eine Odyssee durch halb Deutschland, bei der Paulus auf die Studentin Mele trifft, die ihn vor einigen Verfolgern rettet, denn das Geheimnis des Manuskript birgt große Gefahren…
„Die achte Offenbarung“ ist ein packender Thriller kombiniert mit Verschwörungstheorien. Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, birgt überraschende Wendungen und bleibt so bis zum Schluss spannend. Die verschiedenen Entschlüsselungstheorien sind anschaulich erklärt, so dass der Leser sozusagen an der Entschlüsselung des Textes beteiligt ist und miträtseln kann. Die Charaktere sind interessant, jedoch nehmen zwischenmenschliche Themen z.T. etwas zu viel Raum ein, da man als Leser lieber wissen würde, wie die Schnitzeljagd weitergeht.
Alles in allem jedoch ein gelungener Thriller mit viel Abwechslung und Spannung.