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Veröffentlicht am 22.06.2019

Eine Liebesgeschichte der anderen Art

Rosalie liebt Trüffel & Trüffel liebt Rosalie
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Herr Siebert kommt in die Buchhandlung von Frau Dur und dabei erzählen die beiden sich die Geschichte der Schweine Rosalie und Trüffel. Eine wunderbare Schweineliebe, die unter dem Apfelbaum begann, doch ...

Herr Siebert kommt in die Buchhandlung von Frau Dur und dabei erzählen die beiden sich die Geschichte der Schweine Rosalie und Trüffel. Eine wunderbare Schweineliebe, die unter dem Apfelbaum begann, doch auch hier hat der Alltag seine Tücken…

Die Geschichte von Rosalie und Trüffel habe ich noch nicht gelesen, dafür nun aber ja mal gehört. Gesprochen wird die Buchhändlerin Frau Dur von Daniela Hoffmann (Julia Roberts-Sprecherin) und Hubertus Bengsch (Richard Gere-Sprecher). Für mich harmonieren die beiden sehr gut miteinander.

Das Hörspiel wechselt sich in der Darstellung immer wieder ab, so sind erst die beiden im Gespräch, erzählen dann die Geschichte von Rosalie und Trüffel weiter, außerdem hört man beispielsweise noch ein Paar am Nebentisch (Dur+Siebert sind zum Essen gegangen). Zu Beginn war das erst nicht ganz klar, was hier wer ist, mit der Zeit dann aber schon.

Die Geschichte rund um die Schweine Rosalie und Trüffel ist sehr unterhaltsam erzählt, man fühlt die Liebe der beiden regelrecht mit, merkt natürlich auch, wie sie von Freunden abgeblockt werden, da diese vermeintlich keine Zeit haben. Und natürlich kehrt auch bei Rosalie und Trüffel der Beziehungsalltag ein, in dem es gilt Kompromisse zu finden.

Für mich war es ein wunderbar kurzweiliges Hörspiel, das zum Mitfühlen und träumen einlädt, unterhaltsam, emotional und durchaus lustig. Die Sprecher (es sind noch einige mehr außer den o.g.) habe ich allesamt als passend empfunden, vor allem Daniela Hoffmann hat eine sehr angenehme, schöne Stimme.

Von mir gibt’s 5 von 5 Sternen für dieses tolle und unterhaltsame Hörspiel.

Veröffentlicht am 13.06.2019

Hamburg – wunderbare Stadt an der Alster.

Baedeker Reiseführer Hamburg
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Dieser praktische Reiseführer enthält einiges an Wissen über Hamburg, beispielsweise die Sturmflut von 1962, aber auch etwas über die dort ansässige Luftfahrtindustrie (Airbus vs. Boeing). Außerdem enthält ...

Dieser praktische Reiseführer enthält einiges an Wissen über Hamburg, beispielsweise die Sturmflut von 1962, aber auch etwas über die dort ansässige Luftfahrtindustrie (Airbus vs. Boeing). Außerdem enthält der randvoll mit Informationen versehene Reiseführer auch einen großen Cityplan.

Vor Reisen bereite ich mich grundsätzlich gerne schon einmal auf das entsprechende Reiseziel vor und lese mich gerne in Reiseführer ein. Dieser von Baedeker war sehr praktisch und nun möchte ich ihn mal vorstellen.

Hinter der Klappbroschur vorne findet man direkt „Baedeker Wissen“ aufgeführt, eine Übersicht, angefangen bei den Werften und Docks bis hin zum „Fischmarkt um fünf“ und zur Sturmflut 1962. Dabei findet sich direkt die Seitenangabe, auf der man dann ausführliche Berichte darüber findet. Weiter findet man eine Übersicht über Top-Sehenswertes, schließlich dann erst einmal Hintergrundwissen von und über Hamburg, Zahlen, Fakten, berühmte Persönlichkeiten. Weiter geht es mit dem „Erleben & Genießen“, von Abendlokalitäten über Essen & Trinken bis hin zu Festen kann man hier einiges erfahren. Natürlich dürfen auch Ausflugtipps nicht fehlen, die für Kinder geeignet sind, ebenso darf Kunst und Kultur nicht zu kurz kommen, aber natürlich auch das Shoppen wird nicht vergessen. Selbstverständlich gibt es noch Übernachtungsmöglichkeiten aufgeführt, bevor dann anschließend verschiedene Touren zu finden sind.

Den Touren schließen sich Sehenswürdigkeiten von A bis Z (Fast, W wie „Willkommhöft“ an, darauf folgen praktische Informationen (rund um die Anreise, Preise, etc.) Hinten im Buch findet man dann in einer praktischen Plastikhülle einen entnehmbaren Stadtplan, unter der Klappbroschur den Plan für den ÖPNV abgedruckt.

Dieser eher mächtige Reiseführer (über 300 Seiten) ist vollgepackt mit sämtlichen Informationen und viel Wissen, das hat mir gut gefallen. Vor allem in Vorbereitung auf den Kurztrip nach Hamburg war er sehr hilfreich und auch interessant. Handlich ist er in gewisser Weise auch, aber unterwegs möchte ich ihn aufgrund seiner Wuchtigkeit eher nicht ständig dabei haben – aber das muss ja auch nicht.

Sehr hilfreich habe ich auch sämtliche Rundum-Informationen empfunden, über verschiedenste Museen, Restaurants, etc. – hier bekommt man direkt die Angaben, die man benötigt. (Lage, ggf. Preisklasse, etc.). Insofern war dieser Reiseführer für mich sehr praktisch, ich habe einiges neues über Hamburg erfahren, der entnehmbare Stadtplan war auch sehr praktisch und es ist hinsichtlich des Wissens ein wirklich toller „Informant“. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 09.06.2019

Manches hält Mann eben im Kopf nicht aus.

Mörder
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Veikko Bartel schildert in diesem Buch die Fälle von Mördern, die er als Strafverteidiger vertreten hat. Vom betrogenen Ehemann bis über das absolute Genie, das aber menschlich sehr schlecht behandelt ...

Veikko Bartel schildert in diesem Buch die Fälle von Mördern, die er als Strafverteidiger vertreten hat. Vom betrogenen Ehemann bis über das absolute Genie, das aber menschlich sehr schlecht behandelt wurde und deshalb zum Mörder wurde – diese und weitere Fälle hat er hier zusammengetragen.

Da mir bereits „Mörderinnen“ vom Autoren „gut gefallen“ (schwierige Formulierung bei einem Buch mit einer solchen Thematik), war ich auch auf „Mörder“ mehr als gespannt. Der Schreibstil hat mir auch in diesem Buch gut gefallen, in einer sachlich, klaren Art und Weise wird gut verständlich wiedergegeben, wie die verschiedensten Männer getötet haben. Außerdem erfährt man, was sie dazu brachte, bekommt Informationen über familiäre oder auch berufliche Hintergründe. Inhaltlich war das für mich alles gut zu verstehen, Fremdwörter oder Fachbegriffe kommen, wenn in einem verständlichen Maß vor.

Die Schilderungen sind so geschrieben, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Ich habe es als unheimlich spannend empfunden, wie sich hier ein Puzzleteil dem anderen fügt – und sich so die gesamte Geschichte um die jeweilige Tat ergibt. Quasi rückblickend. Die Fälle schildert er eher nüchtern und sachlich, wobei man selbst vielleicht doch auch Emotionen dabei empfindet – von einer gewissen Trauer, vielleicht gar auch Wut bis hin zum Mitleid. Man sollte also einfach nicht unbedingt pauschal urteilen, wie es sonst viel zu oft getan wird.

Für mich war „Mörder“ ein wirklich interessantes, spannendes und unterhaltsames Buch. Ich finde es spannend mehr über menschliche Abgründe zu erfahren, denn manchmal sieht man manches ja so überhaupt nicht, hat keine Ahnung vom familiären bzw. persönlichen Geschehen. Entsprechend vergebe ich hier 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Lenny geht die landschaftlich schönste Route.

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Gerade erst ist Nele in eine neue PR-Agentur in Hamburg gewechselt, weil sie eine neue Herausforderung sucht, in der bisherigen Agentur ihrem ehemaligen Freund aber auch nicht mehr begegnen will. Doch ...

Gerade erst ist Nele in eine neue PR-Agentur in Hamburg gewechselt, weil sie eine neue Herausforderung sucht, in der bisherigen Agentur ihrem ehemaligen Freund aber auch nicht mehr begegnen will. Doch sie will sich so schnell nicht wieder verlieben, denn von Männern hat sie die Nase gestrichen voll. In der neuen Agentur geht es arbeitstechnisch gleich drunter und drüber, eine neue Kampagne betrifft den Politiker Rüdiger Hofmann-Klasing, dessen Werte im Keller sind. Also muss sein Image aufpoliert werden. Leider ist RHK, wie er dann in der Agentur abgekürzt wird, kein wirklich einfacher Mensch und es wird eine größere Herausforderung. Und dann ist da noch Claas, Nele’s neuer Chef. Der doch irgendwie ganz süß ist, merkt Nele. Und auch Lenny, ihr Bruder mit Down-Syndrom, braucht Nele’s Hilfe, denn er möchte endlich eine eigene Wohnung und auch eine Ausbildung zum Tierpfleger machen. Es geht also turbulent zu bei Nele.

Bücher von Petra Hülsmann haben mir in der Vergangenheit schon unheimlich gut gefallen, entsprechend hab ich mich sehr gefreut mal ein Hörbuch von ihr zu hören. Gesprochen wurde das Buch von Nana Spier, die eine sehr sympathische und auch wandelbare Stimme hat. Das hat es leicht gemacht, hier gut unterscheiden zu können, welche Personen sie gerade spricht, denn sie hat die Stimme immer wieder entsprechend verstellt. Natürlich ergab sich auch anhand der Begegnungen, welche Personen gerade sprechen. Aber stimmlich ist es eben doch auch toll, wenn man das auseinander halten kann.

Die Geschichte hat mir ziemlich gut gefallen. Auf gesamt sechs CDs, die alle gut eine Stunde Spieldauer haben, wird man wirklich gut unterhalten. Vielleicht hat man gelegentlich schon mal eine knappe Vorahnung was als nächstes wie passieren könnte, man sollte aber nicht zu fest der Überzeugung sein, dass dem auch so ist. Ich fand es richtig toll, dass man die Geschichte wirklich nicht so vorhersehen konnte, dass es tolle und ungeplante Überraschungen gab. Dennoch war die Geschichte sehr liebenswert und zuhörenswert. Auch gab es tolle und emotionale Momente. Gerade wenn Lenny etwas zum Besten gibt. Menschen mit Down-Syndrom sind oftmals so viel ehrlicher und Es waren kleine Aussagen, an denen man doch immer wieder merkt, wie wichtig manche Sachen im Leben sind.

Die Zeit des Hörbuch-Hörens verging für mich wie im Flug. Ich habe mich immer wieder schon gefreut, wenn ich wusste, dass ich die nächste CD anhören kann. Die Geschichte war sehr unterhaltsam, lustig und emotional. Hatte tolle „hach“-Momente, wenn man als Frau eben auch mal ein bißchen mit-seufzt und sich für Nele freut. Was mir auch noch super gefallen hat, war das Erscheinen der Personen im Buch. Denn Nele wohnt mit Anni in einer WG – und Anni kennt man schon aus dem Buch „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“. Das fand ich echt toll, dass man die Personen hier schon teilweise kannte. Für mich war das ein schöner Effekt.

Von mir gibt es für diese wunderbare Geschichte von Petra Hülsmann natürlich 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung. Für mich ein sehr gelungenes Hörbuch – auch dank der tollen Sprecherin Nana Spier.

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Veröffentlicht am 16.05.2019

Ein Blick hinter die Fassade von Mörderinnen.

Mörderinnen
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Veikko Bartel ist als Strafverteidiger tätig und hat so schon die verschiedensten Mandanten verteidigt. Unter ihnen auch Frauen, ja Mörderinnen. In diesem Buch erzählt er die vier spektakulärsten Fälle.

Bücher ...

Veikko Bartel ist als Strafverteidiger tätig und hat so schon die verschiedensten Mandanten verteidigt. Unter ihnen auch Frauen, ja Mörderinnen. In diesem Buch erzählt er die vier spektakulärsten Fälle.

Bücher rund um das Thema „Mord und Totschlag“, um Gerichtsprozesse und ähnliche Themen ziehen mich immer wieder magisch an. Nachdem ich von „Mörderinnen“ schon einiges gehört und gesehen hatte, wollte ich das Buch auch unbedingt lesen. Das habe ich nun getan.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch liest sich angenehm, gut verständlich. Für mich kamen keine wirklichen Fremdwörter oder Fachbegriffe vor, alles gut zu verstehen, ich hatte keine Schwierigkeiten beim Lesen.

Die einzelnen Fälle schildert Veikko Bartel sehr klar und sachlich und die Schicksale bewegen durchaus. So blickt man dank seiner Schilderungen auch hinter die Fassade der Menschen und erfährt, was sie bewogen hat, so zu handeln. Man merkt, wie der Autor hier alles sachlich schildert und eben familiäres erläutert und nicht einfach pauschal urteilt. Das hat mir gut gefallen. Natürlich sind die begangenen Straftaten nicht wirklich zu entschuldigen, kennt man, aber die Hintergründe so hat man doch einen anderen Blick auf die Taten. Man sollte also nicht direkt urteilen, sondern sich auch manchmal näher mit den Beweggründen befassen.

Inhaltlich beginnt das Buch mit dem Fall einer Kindsmörderin, was wahrlich harter Tobak ist. Hier muss wohl jeder Mensch bei den Schilderungen tief Luft holen, denn was passiert ist, ist heftig. Da der Autor hier aber nichts unnötig in die Länge zieht bzw. endlos ausformuliert, sondern auch hier sachlich und klar schildert, ist es „lesbar“. (Bei einem Thriller hätte man das Ganze wohl noch drei Seiten länger geschildert, das möchte ich damit ausdrücken. Hier ist das nämlich nicht der Fall und das ist auch gut so und in Ordnung.)

Für mich ein interessantes und durchaus lesenswertes Buch, welches mal wieder aufgezeigt hat, dass es immer verschiedene Sichtweisen gibt, dass man manche menschlichen Beweggründe überhaupt nicht einmal erahnen kann. Von mir gibt es für dieses spannende und gut verständlich geschriebene Buch, das ich recht schnell gelesen hatte, 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.