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Veröffentlicht am 11.06.2019

Die Überwindung der Trauer

Für immer Rabbit Hayes
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Klappentext:
Die 41-jährige Mia Hayes ,genannt „Rabbit“, stirbt an Krebs. Sie hinterlässt eine große Lücke im Leben ihrer Eltern, ihrer Geschwister, ihrer besten Freundin - und vor allem der 12-jährigen ...

Klappentext:
Die 41-jährige Mia Hayes ,genannt „Rabbit“, stirbt an Krebs. Sie hinterlässt eine große Lücke im Leben ihrer Eltern, ihrer Geschwister, ihrer besten Freundin - und vor allem der 12-jährigen Tochter Juliet.Rabbits Mutter verliert ihren unerschütterlichen Glauben und fast auch die Liebe zu ihrem Mann. David, Rabbits Bruder, muss mit der auferlegten Vaterrolle zurechtkommen,denn Juliet lebt jetzt bei Ihm.Grace,Rabbits schwester, findet heraus, dass auch in ihr die Gefahr schlummert zu erkranken - das lässt sie zu drastischen Maßnahmen greifen.Und Juliet könnte ihre Mutter mehr gebrauchen denn je: sie hat sich zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt.

Meine Meinung:

Das erste Buch habe ich,auf die Empfehlung meiner Tochter hin, gelesen. Ich wollte mich zuerst nicht mit diesem schwierigen Thema beschäftigen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch jedoch nicht mehr aus der Hand legen.
So war ich natürlich gespannt, ob das nachfolgende Buch meiner Erwartungshaltung gerecht werden kann. Diese Frage lässt sich eindeutig mit ja beantworten.
Erneut schafft es die Autorin das traurige Thema auf eine Weise zu vermitteln, bei der sich lachen und weinen die Waage halten. Das ist unter anderem, auch dadurch gegeben, dass ein ganz spezieller Humor immer wieder einfließt.
Jeder in der Familie hat seine eigene Art mit der Trauer umzugehen,das wird ganz eingehend geschildert. Es treffen viele Gegensätze knallhart aufeinander,jedoch ist immer die innere Verbundenheit zu spüren.

Fazit:

Ein sehr emotionales und berührendes Buch, was ich in sehr kurzer Zeit gelesen habe.
Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus, verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Susanne und Kelmi

Wir sehen uns unter den Linden
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Inhalt übernommen:

Ost - Berlin nach dem zweiten Weltkrieg. Von ihrem geliebten Vater, einem überzeugten Sozialisten und Lehrer, hat Susanne gelernt an eine bessere Welt zu glauben. Ohne je das Vertrauen ...

Inhalt übernommen:

Ost - Berlin nach dem zweiten Weltkrieg. Von ihrem geliebten Vater, einem überzeugten Sozialisten und Lehrer, hat Susanne gelernt an eine bessere Welt zu glauben. Ohne je das Vertrauen in die Menschheit zu verlieren, hat er gegen das Naziregime gekämpft - und wurde vor den Augen seiner 16-jährigen Tochter kurz vor Kriegsende erschossen.
Um sein Vermächtnis zu erfüllen, widmet sich Susanne von ganzem Herzen dem Aufbau eines neuen Deutschland.
Erst als sie den lebenslustigen Koch Kelmi kennen - und liebenlernt, beginnt sie allmählich zu begreifen, was um sie herum passiert. Zu tief jedoch ist der Glaube an den Sozialismus in ihr verwurzelt, zu stark das Band, dass sie mit dem toten Vater verbindet.
Dann kommt der 13. August, und plötzlich verstellt die Mauer Susanne jegliche Möglichkeit eine Alternative ...

Meine Meinung:

Erneut ist es der Autorin gelungen, mich von Anfang an in die Geschichte hereinzuziehen. Obwohl ich schon mehrere Bücher gelesen habe, welche diesen Zeitraum behandeln, war es in sofern Neuland, weil es direkt im Kern des Geschehens, nämlich in Ost - Berlin spielt.
Der Werdegang der Protagonistin, von einer überzeugten Sozialistin, zur Zweiflerin am System der DDR, wurde sehr gut vermittelt.
Auch die anderen Personen, hauptsächlich ihre Familie, hier vor allem ihre Tante Hille waren gut dargestellt,großes Kopfkino.
Das zum Teil offene Ende, lässt viel Spekulationsraum übrig.

Veröffentlicht am 29.05.2019

Ein weiterer spannender Fall

Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)
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Inhalt übernommen:

Gina Angelucci, Spezialistin für ungelöste Fälle bei der Münchener Kripo, ist aus der Elternzeit zurückgekehrt. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck die Leichen eines Mannes und einer ...

Inhalt übernommen:

Gina Angelucci, Spezialistin für ungelöste Fälle bei der Münchener Kripo, ist aus der Elternzeit zurückgekehrt. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck die Leichen eines Mannes und einer Frau gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte lang verscharrt waren, übernimmt Gina die Ermittlungen.
Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt.
War die Tote eine Zwangsarbeiterin?
Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerkt sie nicht, dass jemand ihr privates Glück zerstören will.

Meine Meinung:

Ich habe bis jetzt alle Romane mit den beiden Protagonisten gelesen und mich schon sehr auf das neueste Werk gefreut ,ich wurde wiederum nicht enttäuscht.
Die Autorin hat es geschickt verstanden, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden.
Auch wenn es einige Bedenken seitens ihres Vorgesetzten gibt,stürzt sich die engagierte Kommissarin zusammen mit ihrem Kollegen in die Ermittlungen. Obwohl die Ereignisse schon so lange zurückliegen, gelingt es ihr Stück für Stück Licht in das Dunkel zu bringen.
Mit großem Interesse habe ich auch das Privatleben von Gina und ihrem Mann,der sich derzeit in Elternzeit befindet,verfolgt. Wie Sie den Alltag mit einem behinderten Kind meistern, wurde eingehend thematisiert.
Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit gelesen und kann es wärmstens weiter empfehlen.
Hoffentlich dauert es nicht solange, bis es ein Nachfolgebuch gibt.

Veröffentlicht am 28.05.2019

Gemeinsam sind wir stark

Im Freibad
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Inhalt übernommen:

Rosemary hat ihr ganzes Leben in Brixton verbracht.Jetzt ändert sich alles, was ihr vertraut ist. Die Bücherei schließt, aus dem Gemüseladen wird eine hippe Bar. Und das Freibad, in ...

Inhalt übernommen:

Rosemary hat ihr ganzes Leben in Brixton verbracht.Jetzt ändert sich alles, was ihr vertraut ist. Die Bücherei schließt, aus dem Gemüseladen wird eine hippe Bar. Und das Freibad, in dem sie schon ihr ganzes Leben lang jeden Morgen schwimmt, soll einem Luxusbau weichen.
Kate ist neu in London und einsam. Für ihre Zeitung berichtet sie über das Freibad, obwohl sie sich nicht gerne im Badeanzug zeigt.
Kate und Rosemary werden Freundinnen und beschließen, den Pool gemeinsam zu retten.Denn er ist weit mehr als ein Ort zum Schwimmen - er ist das Herz der Nachbarschaft.

Meine Meinung:

Nach dem farbenfrohen, aber unscheinbaren Cover, hatte ich eine leichte, lockere Geschichte über Freundschaft erwartet.
Umso überraschter war ich davon,was die Autorin unter diesem Titel versteckt hat,nämlich ein regelrechtes Kleinod.
Zusammen mit den beiden Protagonistinnen erfährt man etwas über ein Viertel,in welchem Nachbarschaftshilfe groß geschrieben wird. Man lernt die verschiedenartigsten Menschen kennen, die alle auf irgendeine Weise einen Bezug zum Freibad haben.
Indem Kate die Geschichte Rosemarys erfährt ,lernt sie gleichzeitig viel über ihr eigenes Leben und wie sie diesem eine Wendung zum Guten geben kann.
Dabei schafft die Autorin es außerdem, den verschiedenen Personen ein klares Bild zu geben ihnen sozusagen Leben einzuhauchen.Ich hatte Kate und ihre Familie,ihre Arbeitskollegen,Rosemary und ihren heißgeliebten Mann George,die kleine Buchhandlung mit den liebenswerten Inhabern und viele Personen mehr ,deutlich vor Augen.
Obwohl es etliche melancholische Momente gab, fehlte auch die richtige Prise Humor nicht.
Eigentlich habe ich gar keinen Bezug zum Schwimmen, jedoch fühlte ich mich in diesem besonderen Freibad pudelwohl.

Fazit:

Ein Buch, was zu meinen Lesehighligts zählt und was ich wärmstens empfehle.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Dunkle Familiengeschichte

Alles was ich dir geben will
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Klappentext:

Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt,dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die ...

Klappentext:

Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt,dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen . Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße?
Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardia Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen - und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen.

Meine Meinung:

Die mir bis dahin unbekannte Autorin hat mich von Anfang an in die Geschichte hinein gezogen.
In einem eindrucksvollen,aber völlig unaufgeregten Schreibstil,entwickelt sie eine Familiengeschichte, die ihresgleichen sucht.
Der Roman ist eine Mischung aus Familiengeschichte und Krimi,letzterer entbehrt jedoch der reißerischen Affekte, ohne an Spannung zu verlieren.
Vielmehr sind es die psychologischen Aspekte, die mich dazu brachten, dem Buch atemlos zu folgen.
Stück für Stück blättert die Autorin eine Familiengeschichte auf, in der keine Handlung zu schmutzig ist, wenn sie dazu dient, das Ansehen hochzuhalten.
Obwohl ich zwischendurch immer einige Lösungsideen hatte, wurde ich zum Schluss noch einmal überrascht.

Fazit:

Ein Buch, was ich sehr gerne gelesen habe und dem ich sehr verdiente fünf Sterne gebe.
In Zukunft werde ich nach weiteren Büchern dieser Autorin Ausschau halten.