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Veröffentlicht am 20.10.2016

ღRezension zu >Road to Forgiveness< von Martina Riemerღ

Road to Forgiveness
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Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht, was vor allem an dem tollen Schreibstil der Autorin liegt, der leicht und flüssig zu lesen ist und gleichzeitig so unglaublich emotional. Ich konnte mich ...

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht, was vor allem an dem tollen Schreibstil der Autorin liegt, der leicht und flüssig zu lesen ist und gleichzeitig so unglaublich emotional. Ich konnte mich in beide Protagonisten sofort hineinversetzen und so ging es mir bis zum Ende dieses wundervollen Buches. Nathan und Ava sind sehr starke Protagonisten, die beide schon schwere Schicksalsschläge hinter sich haben und mit gebrochenen Herzen aufeinandertreffen. Man spürt einfach von der ersten Sekunde an, dass sie sich brauchen und gegenseitig Halt geben können, deswegen habe ich auch jeder Begegnung so entgegengefiebert. Ganz langsam entsteht eine Romanze, die viel tiefer geht, als man zu Beginn vielleicht erwarten könnte. Und genau das ist an dieser Geschichte auch so authentisch. Die beiden erscheinen mir nicht wie zwei fiktive Figuren, weil sie so viel Leben und Gefühl mit sich bringen, was sie mir natürlich noch näher gebracht hat. Ich habe sofort gemerkt, dass Martina Riemer ein Händchen für authentische Charaktere hat – und für mich steht nun fest, dass ich auch ihre restlichen Bücher lesen werde.

Die Geschichte ist sehr emotional und behandelt teilweise auch wirklich schwierige Themen – besonders war sie ständige Schuldfrage angeht. Doch die Autorin geht die Dinge behutsam und mit viel Gefühl an, so dass ich mich zu keiner Zeit überfordert oder unwohl gefühlt habe. Ja, das Herz wurde mir hin und wieder schwer, aber das zeugt nur davon, wie unglaublich gut die Autorin die Gefühle beschreiben konnte, die Ava und Nathan durchleben. Ich habe gelacht, geweint, gehofft, gebangt. Ich habe eine regelrechte Achterbahn der Gefühle durchlebt – was will ich von einem Buch mehr erwarten?

Fazit:

„Road to Forgiveness“ ist eine sehr emotionale und tiefgründige Liebesgeschichte, die mich von der ersten Seite an gepackt hat. Der wundervolle Schreibstil der Autorin hat mich eine ganze Bandbreite an Gefühlen durchleben lassen und mir ihre Charaktere so nahe gebracht, dass sie mir nun wie Freunde erscheinen. Ich vergebe 5/ 5 Leseeulen und eine Leseempfehlung für alle Fans von tiefgründigen und gefühlvollen Liebesgeschichten.

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

Veröffentlicht am 13.10.2016

ღRezension zu >Angellfall: Nacht ohne Morgen< von Susan Eeღ

Angelfall - Nacht ohne Morgen
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Was war ich gespannt auf dieses Buch! Engel sind an sich nämlich nicht so meins, aber seit „Erwacht“ mag ich „spezielle“ Engelgeschichten eben doch. Seit ich das Cover und den Klappentext dieses Buches ...

Was war ich gespannt auf dieses Buch! Engel sind an sich nämlich nicht so meins, aber seit „Erwacht“ mag ich „spezielle“ Engelgeschichten eben doch. Seit ich das Cover und den Klappentext dieses Buches gesehen habe, wusste ich einfach, dass dies eines der Bücher sein würde, die eben besonders sind – einzigartig. Und genau so ist es auch.

Die Autorin liefert uns eine Geschichte, die in keine Schublade passt. Es ist eine Mischung aus verschiedenen Dingen. Die Engel sind hier nämlich nicht die Guten, die die Menschheit schon irgendwie in die richtige Richtung lenken werden, weil wir uns verirrt haben, hier sind sie zur Abwechslung mal die Bösen, die das Chaos, die Vernichtung, die Zerstörung ausgelöst haben. Und das gefällt mir unheimlich gut. Es ist die düstere Atmosphäre, die den Reiz dieser Geschichte ausmacht und die mich von der ersten Seite an fasziniert hat.

Aber das ist natürlich längst nicht alles, denn die Autorin hat nicht nur ein Händchen für Dystopien der besonderen Art, sie kann auch noch authentische, starke und einfach perfekte Charaktere zu Leben erwecken. Penryn ist ein Mädchen nach meinem Geschmack: stark, loyal, zielstrebig, aber auch ein klein wenig verrückt. Ich konnte mich vom ersten Satz an in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Und auch Raffe hat mich vom ersten Moment an beeindruckt. Er würde genau in mein Beuteschema passen und deswegen kann ich natürlich verstehen, weshalb es Penryn immer schwerer fällt, ihn zu verabscheuen. Er ist einfach ein Bad Boy mit Tiefe, jemand, den man ruft, wenn die Welt gerade untergeht und der dann schon alles irgendwie wieder richten wird. Ich habe mich sofort in ihn verliebt. Und so ging es mir mit jedem Wort, jeder Zeile, jedem Kapitel dieses Buches. Ich bin schlichtweg begeistert.

Fazit:

„Angelfall“ ist eine fantastische Dystopie, die mich von der ersten Zeile an überzeugen konnte. Die Charaktere sind stark und authentisch, die Geschichte ist spannend und das Setting ist düster und apokalyptisch. Was will man mehr von einer Dystopie? Ich vergebe die goldene Leseeule und eine Leseempfehlung für alle, die Dystopien lieben und die finstere Typen (Engel) mögen.

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

Veröffentlicht am 10.10.2016

ღRezension zu >Ben & Judy: Riskier dein Herz< von Nicole Obermeierღ

Ben & Judy. Riskier dein Herz
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Geschichten wie diese passen genau in mein Beuteschema und so wurde ich auch bei diesem Buch nicht enttäuscht. Nicole Obermeier hat einen tollen, flüssigen Schreibstil, der es mir leicht gemacht hat mich ...

Geschichten wie diese passen genau in mein Beuteschema und so wurde ich auch bei diesem Buch nicht enttäuscht. Nicole Obermeier hat einen tollen, flüssigen Schreibstil, der es mir leicht gemacht hat mich in die Geschichte einzufinden und die Figuren in mein Herz zu schließen. Die Autorin hat ein Händchen dafür Konflikte aufzuführen, vor denen wir wohl alle schon einmal gestanden haben. Für Heranwachsende ist dieses Buch jedenfalls genau das richtige, denn Nicole Obermeier findet gemeinsam mit ihren Protagonisten und viel Feingefühl für jedes Problem eine Lösung. Noch dazu sorgt sie damit beim Leser für genau das richtige Gefühl, um sich am Ende damit wohlzufühlen.

Judy ist eine tolle Protagonistin, in die sich wohl jede junge Frau in diesem Altern hineinversetzen kann. Ich jedenfalls kann ihre Gefühlslage voll und ganz nachvollziehen, denn auch ich wusste mit zarten 18 Jahren und meinem Abi in der Tasche nicht wirklich, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Aber eine Entscheidung muss her. Nicht nur die Eltern leisten ihren Beitrag, dass man sich unter Druck gesetzt fühlt, auch die Freunde und man selbst machen es einem nicht leicht. Und so hängt Judy quasi in den Seilen, hangelt sich von einem Praktikum ins nächste, um den passenden Beruf für sie zu finden, fühlt sich aber nirgends so richtig zu Hause, bis sie in einem Café beginnt, wo ihr die Arbeit tatsächlich mal Spaß macht – wäre das nicht die neue Kollegin. Toni macht es einem anfangs nicht leicht sie zu mögen und dennoch trägt sie natürlich ihren Teil zur Geschichte bei. Durch ihre frechen Kommentare bringt sie die richtige Würze ein, beweist aber auch immer wieder, dass sie eigentlich einen weichen Kern hat. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und Ben tritt auf den Plan. Er ist der typische Frauenschwarm von nebenan – denkt man, denn eigentlich steckt in ihm viel mehr, als man zu Beginn vermuten mag. Ben und Toni haben eine schwierige Vergangenheit hinter sich, was es besonders ihm nicht leicht macht sich auf Beziehungen einzulassen und Vertrauen zu fassen. Auch in ihn konnte ich mich gut hineinversetzen, sodass mir natürlich beide Protagonisten gut gefallen haben und ich ihrer Beziehung entgegenfieberte. Die Liebe, die sich zwischen ihnen in genau der richtigen Geschwindigkeit entwickelt, ist realistisch und einfach wundervoll beschrieben. Davon möchte ich auf jeden Fall mehr!

Fazit:

„Ben & Judy“ ist eine tolle, tiefgründige und mitreißende Liebesgeschichte für zwischendurch. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und die Atmosphäre ist locker-leicht, aber auch emotional. Ich vergebe 5/ 5 Leseeulen und eine Leseempfehlung für alle, die Liebesgeschichten mögen und sich vielleicht gerade selbst an der Schwelle zum Erwachsensein befinden.

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

Veröffentlicht am 26.09.2016

ღRezension zu >The Deal< von Elle Kennedyღ

The Deal – Reine Verhandlungssache
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Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht, was vor allem an dem tollen Schreibstil der Autorin lag. Sofort fand ich mich mitten in der Geschichte wieder und habe gleich gemerkt, dass ich hier keins ...

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht, was vor allem an dem tollen Schreibstil der Autorin lag. Sofort fand ich mich mitten in der Geschichte wieder und habe gleich gemerkt, dass ich hier keins dieser gewöhnlichen Collegebücher vor mir habe. Natürlich gibt es auch hier die üblichen Schicksalsschläge, die es unseren Protagonisten nicht leicht machen. Aber Hannah und Garrett waren für mich so authentisch und liebevoll gestaltet, dass sie sich einfach vom Rest abheben. Vor allem mit Hannah konnte ich mich sofort identifizieren. Sie ist eine starke, ehrgeizige Frau, die gleichzeitig aber auch zurückhaltend und schüchtern ist. Dabei ist sie aber keins dieser Mauerblümchen. Garrett ist der Eishockeystar der Uni: gutaussehend, extrovertiert, für jeden Spaß zu haben, aber auch zielstrebig, loyal und intelligent. Ich habe mich ziemlich schnell in ihn verliebt und konnte seinem Charme kaum widerstehen.

Die beiden Protagonisten treffen eine Vereinbarung, die beiden nützen soll, und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Eine Freundschaft entsteht, die beide so sicher nicht erwartet haben. Dabei ecken sie immer mal wieder aneinander, aber gerade das macht sie auch aus, denn beide haben ihre Ecken und Kanten, und dafür liebe ich die Autorin. Diese Geschichte bedient nicht alle möglichen Klischees, sondern geht ihren ganz eigenen Weg und lässt sich dabei Zeit. Die Liebesgeschichte entwickelt sich nicht in einer Hauruckaktion und total übertriebener Leidenschaft, sondern entsteht langsam, dafür aber mit einer unglaublichen Tiefe. Auch die Nebencharaktere sind mit Liebe gestaltet und haben Tiefe, weswegen ich mich auf die Folgebände schon riesig freue.

Ich lese ja wirklich viel in diesem Genre, aber ich muss sagen, dass dieser Roman wirklich etwas Besonderes für mich ist. Nicht nur der Schreibstil ist locker und leicht, so dass die Seiten dahin fliegen und das Buch in einem Rutsch ausgelesen ist, auch die Emotionen, die die Autorin in ihre Story gepackt hat, sind greifbar und haben sich direkt auf mich übertragen. Ich habe gelacht, geweint, mich gefreut und mitgefühlt. Was will ich mehr von einem Buch?

Fazit:

„The Deal: Reine Verhandlungssache“ mag von außen vielleicht wie ein typische New Adult Roman wirken, aber dieses Buch bietet viel mehr. Liebevoll gestaltete, starke Charaktere, eine authentische Liebesgeschichte und ein tolles Setting machen dieses Buch zu etwas Besonderem. Ich vergebe die goldene Leseeule und eine Leseempfehlung für alle, die romantische, humorvolle Liebesgeschichten mögen.

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

Veröffentlicht am 15.09.2016

ღRezension zu >Heart of Ivy: Geliebter Feind< von Amy Engelღ

Heart Of Ivy - Geliebter Feind
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Anfangs hatte ich nicht gedacht, dass mir dieses Buch vielleicht nicht ganz so gut gefallen würde. Nicht, weil es nicht spannend war, sondern weil es mich einfach nicht wirklich überrascht hat. Die Story ...

Anfangs hatte ich nicht gedacht, dass mir dieses Buch vielleicht nicht ganz so gut gefallen würde. Nicht, weil es nicht spannend war, sondern weil es mich einfach nicht wirklich überrascht hat. Die Story ist leider sehr voraussehbar. Aber darüber konnte ich am Ende getrost hinwegsehen, denn dieses Buch besticht durch ganz andere Eigenschaften. Die Charaktere sind so liebevoll und authentisch gezeichnet, dass sie mir mittlerweile eher wie Freunde als Buchfiguren vorkommen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Ivy und Bishop war für mich absolut nachvollziehbar und ich konnte richtig fühlen, wie sie sich nach und nach verändert hat. Ich kann Ivy sehr gut verstehen und ihre Reaktionen und Gedanken nachvollziehen. Auch wenn ich natürlich bereits sehr früh ihre Schwester durchschaut hatte, konnte ich dennoch verstehen, weshalb Ivy das Offensichtliche nicht gesehen hat. Trotzdem hätte ich sie hin und wieder gern geschüttelt. Einfach, weil ich Ivy und Bishop ihr Glück gegönnt hätte. Die beiden passen so perfekt zueinander, dass mir die Distanz zwischen ihnen beinahe das Herz zerrissen hat. Die Autorin hat ein Händchen dafür, die Emotionen ihrer Charaktere so auszudrücken, dass sie direkt auf mich übergegangen sind.

Auch das Setting hat mir wirklich gut gefallen – auch wenn es nichts Neues war. In dieser Story geht es vor allem um die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Zukunft, nachdem ein Atomkrieg weite Teile der Welt ausgelöscht hat und sich die Menschen umstrukturieren mussten. Ivys und Bishops Überlegungen waren für mich verständlich und ich fand es wirklich toll, dass die Autorin immer wieder Schwierigkeiten und Konflikte aufgezeigt hat, die für mich perfekt in ein solches Jugendbuch passen.

Fazit:

Heart of Ivy ist ein tolles Jugendbuch. Die Dystopie regt zum Nachdenken an, beschäftigt den Leser auch noch nach dem Lesen und kann durch liebevoll und authentisch gezeichnete Charaktere und starke Emotionen absolut überzeugen. Ich vergebe 5/5 Leseeulen und eine klare Leseempfehlung für alle Liebhaber von emotionalen, tiefgründigen Dystopien.

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben