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Lena1985

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2017

Anders als erwartet !!

Sag, wer stirbt
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„Sag, wer stirbt“ ist der Debütroman der Autorin Samantha King. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf dieses Werk, gerade auch dadurch bedingt, dass die Autorin selbst Psychotherapeutin ...

„Sag, wer stirbt“ ist der Debütroman der Autorin Samantha King. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf dieses Werk, gerade auch dadurch bedingt, dass die Autorin selbst Psychotherapeutin ist. Das Szenario, welches man hier geboten bekommt, ist furchterregend. Ich glaube, niemand möchte einer solchen Situation ausgesetzt sein. Jeder Mensch, der entweder eigene Kinder hat oder in seinem Umfeld Kinder hat, die ihm sehr wichtig sind, könnte und würde eine solche Entscheidung nie freiwillig treffen wollen. Was aber, wenn man unter Druck steht und nur ein Kind retten kann? Die psychische Belastung in diesem Fall erscheint mir wahnsinnig hoch. Nach welchen „Werten“ soll man eine Entscheidung treffen? Abgesehen davon, glaube ich sind nur die wenigstens Menschen überhaupt in der Lage klar denken zu können, wenn sie und dazu ihre Kinder akut bedroht werden. Man will alles tun, um sie zu beschützen, das ist wohl eine instinktive Handlung. Von der Protagonistin Maddie in „Sag, wer stirbt“ kann man wirklich guten Gewissens sagen, dass die Rolle als Mutter, quasi ihre Berufung ist. Sie liebt ihre Kinder über alles, würde alles für sie tun, damit es ihnen gut geht. Sie hatte sich damals dafür entschieden, nicht arbeiten zu gehen, sondern voll und ganz für ihre Kinder da zu sein. Nun nach dem traumatischen Ereignis steht Maddie oftmals neben sich. Es ist kaum möglich es zu verarbeiten, zu vergessen erst recht nicht. Ganz besonders die Lücken in ihrer Erinnerung machen ihr schwer zu schaffen. Ihr Alltag hat sich völlig verändert. Ich muss sagen, dass es mir dennoch schwer fiel, ihr emotional gerecht zu werden. Die Charaktere wurden allesamt interessant und facettenreich gestaltet.

Aufbau, Struktur & Stil:
Die Handlung in „Sag, wer stirbt“ wird dem Leser aus Sicht der Protagonistin und Mutter Maddie, in der Ich-Perspektive geschildert. So bekommt man einen sehr intensiven und umfassenden Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Meist fällt es mir so wesentlich leichter, mich in die Charaktere hineinzuversetzen. Im Fall von Maddie ist es mir leider nicht wirklich gelungen. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, wie das Werk aufgebaut wurde. Ich persönlich finde es in einem Thriller rein vom Spannungsbogen her, gefühlt ein wenig überraschend, mit dem eigentlichen „Höhepunkt“ der Geschichte zu beginnen. Wobei ich gedacht habe, ich lasse mich mal überraschen. Man merkt aber, dass ein Stück weit die Spannung fehlt, mir ging es zumindest so. Die Handlung wird in vier Teile aufgeteilt und nach dem ersten Teil hat mich die Autorin immer wieder mit Wendungen erschrecken können, mit denen ich so nie gerechnet habe. Nach und nach baut sich die Spannung nun auf. Der Schreibstil ist recht bildlich und so konnte ich mich in die Situationen gut hineinversetzen und sie mir vor Augen halten. Im Laufe der Geschichte kam ich auch an Maddie heran und begann ihr Verhalten besser zu verstehen.

Fazit:
„Sag, wer stirbt“ ist kein Thriller im eigentlichen Sinne, ich glaube, wenn man mit dieser Information an die Geschichte herangeht, fährt man besser. Ich hatte so gewisse Erwartungen, die so nicht erfüllt wurden. Dennoch hat die Handlung gefesselt und auch berührt.

Veröffentlicht am 12.11.2017

Zuviele Wechsel in der Perspektive behinderten den Lesefluss !!

Herrscherin der tausend Sonnen
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Prinzessin Rhee Ta'an beherrscht das Schwert meisterhaft und will nur eins: Rache. Nachdem ihre Familie ausgelöscht wurde, ist sie für den korrupten Kronregenten lediglich eine Marionette. Jetzt, mit fast ...

Prinzessin Rhee Ta'an beherrscht das Schwert meisterhaft und will nur eins: Rache. Nachdem ihre Familie ausgelöscht wurde, ist sie für den korrupten Kronregenten lediglich eine Marionette. Jetzt, mit fast 16, wird sie die Kaiserkrone tragen und hofft, endlich die Mörder ihrer Angehörigen zu bestrafen. Doch dann entkommt Rhee selbst nur knapp einem Anschlag und muss untertauchen. Zur gleichen Zeit verschwindet ihr vermeintlicher Mörder – Pilot Alyosha, eben noch galaktischer Superstar, nun von der Regierung gejagter Verbrecher. Aly und Rhee ahnen noch nicht, dass das Schicksal der ganzen Galaxie in ihren Händen liegt: Eine dunkle Macht droht ihre Welt in einen interplanetaren Krieg zu stürzen ...
Meine Meinung:
"Herrscherin der tausend Sonnen" ist der Debütroman der Autorin Rhoda Belleza. Der Inhalt hat mich gleich angesprochen, daher wollte ich dieses Werk sehr gerne lesen. Davon abgesehen finde ich es wirklich spannend immer wieder neue Autoren und ihre Bücher für mich zu entdecken. Die Geschichte spielt in einer fremden Galaxie. Wir begleiten dabei mehrere Charaktere durch ihr Leben, sodass man als Leser sehr unterschiedliche Blickwinkel auf die Ereignisse erhält. Das hat mir wirklich gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass es mich zu Beginn der Geschichte wirklich verwirrt hat. Die verschiedenen Perspektiven sind allesamt gut gekennzeichnet, und wechseln von Kapitel zu Kapitel, dennoch haben mich die vielen Namen und Handlungsorte ein wenig durcheinander gebracht. Leider hat es mir da auch wenig geholfen, dass die Charaktere und Planeten vorab alle benannt wurden. Zwischendurch habe ich immer wieder mal nachgeschaut, was aber dann den Lesefluss behindert hat. So habe ich es zumindest empfunden. Es fiel mir auch schwer einen emotionalen Bezug zu den Charakteren aufzubauen. Vielleicht lag es daran, dass man als Leser zu wenig Zeit mit den einzelnen Charakteren verbringen konnte. Gut gefallen haben mir der bildliche Schreibstil der Autorin, der es mir leicht machte, mir die Situationen vor Augen zu halten ebenso wie die Ausarbeitung der Gefühle. Man kann wirklich durch die detaillierten Beschreibungen gut nachempfinden, warum beispielsweie die Prinzessin so stark auf Rache aus ist.
Leider konnte mich die Geschichte nicht dauerhaft fesseln, ich gebe daher knappe 3 Funkelchen.

Veröffentlicht am 12.07.2017

Zu wenig Spannung, dafür verwirrende Handlung, eher ein psychologischer Spannungsroman !!

Don't You Cry - Falsche Tränen
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Klappentext:
"Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, ...

Klappentext:
"Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr."

"Don't you cry" war der erste Titel, den ich von der Autorin Mary Kubica gelesen habe. Der Klappentext versprach, meiner Meinung nach, viel Spannung. Leider habe ich einige Zeit gebraucht, um mich von der Handlung fesseln zu lassen. Zwar befindet man sich als Leser schnell mitten im Geschehen, für meinen Geschmack dauerte es jedoch zu lange, bis die Autorin zur eigentlichen Handlung kam. Die Spannung wurde nur sehr langsam aufgebaut, natürlich fragt man sich während des Lesens, was der Mitbewohnerin/Studentin Esteher wohl passiert sein könne, die Umstände ihres Verschwindens erscheinen doch recht mysteriös. Aber wirklich mitreißen konnte mich all das nicht. Auch hatte ich den Eindruck, dass sich die Gedankengänge der Protagonistin Quinn, die wir als Leser durch das Geschehen begleiten, schon zu einem recht frühen Zeitpunkt regelmäßig wiederholen. Dadurch bekam ich den Eindruck, die Handlung würde sich nur zäh in die Länge ziehen. Gut gefallen haben mir die Ereignisse rund um Alex, welcher ein weiterer wichtiger Charakter ist. Seine Lebensgeschichte empfinde ich als interessant und ich habe ihn recht schnell auch sympathisch gefunden. Die Handlungsstränge wechseln regelmäßig zwischen Quinns Ich-Perspektive und der Geschichte von Alex, wodurch normalerweise viel Abwechslung eintreten sollte. Leider hat mich der Wechsel in diesem Werk eher verwirrt. Erst gegen Ende des Buchs klären sich einige Dinge auf und lassen ein logisches Gesamtbild entstehen.

Ich kann hier leider nur drei von fünf Funkelchen geben.

Veröffentlicht am 25.05.2017

Geheimnisvoll, tolle Idee, aber mir fehlte ein wenig Spannung !!

Winterseele. Kissed by Fear
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Klappentext:
"Niemand weiß, dass Elizabeth Caldwell die Gabe besitzt, Gefühle in menschlicher Gestalt zu sehen. Sehnsucht, Mitleid, Wut - sie alle halten sich von Elizabeth fern, denn sie zeigt als einzige ...

Klappentext:
"Niemand weiß, dass Elizabeth Caldwell die Gabe besitzt, Gefühle in menschlicher Gestalt zu sehen. Sehnsucht, Mitleid, Wut - sie alle halten sich von Elizabeth fern, denn sie zeigt als einzige Sterbliche keine Reaktion auf ihre Berührung. Allein der Angst und Schrecken verbreitende Fear wird bei ihr schwach. Er ist besessen davon herauszufinden, welche Macht Elizabeth zu dem gemacht hat, was sie ist ..."

Meine Meinung:
"Winterseele.Kissed by fear" ist der Debütroman der Autorin im deutschsprachigen Raum. Der Inhalt des Buchs, aber auch die Gestaltung des Covers haben mich schnell angesprochen und neugierig gemacht. Die Idee hinter dem Roman gefällt mir persönlich sehr gut, leider hat mich die Umsetzung an einigen Stellen nicht überzeugen können.
Die Handlung wird aus Sicht von Liz(Elizabeth) geschildert, Kelsey Sutton hat hier die Perspektive in der Ich-Form gewählt. Eigentlich immer ein Grund für mich sich zu freuen, hier erging es mir jedoch so, dass ich kaum eine Verbindung zu der Protagonistin aufbauen konnte. Natürlich ist es angesichts der Geschichte mehr als logisch, dass sie selbst nur emotionslos wirkt. Aber gerade dieser Punkt bereitete mir beim Lesen Schwierigkeiten. Oftmals hatte ich Mitleid mit ihr, weil sie immer eine Außenseiterin ist und so wie es erzählt wird, ist Missachtung der Mitschüler das Beste, was ihr passieren kann. Sie wird gepiesackt, wo es nur geht. Auch im Elternhaus bringt man ihr keinerlei Zuneigung, sondern eher das Gegenteil, entgegen. Liz empfindet es nicht so, wie man selbst als Leser, aber ich hätte an ihrer Stelle große Lust gehabt, einfach auszureißen.
Die Gestaltung der Charaktere mochte ich jedoch, auch wenn sie an gelegentlich zu arg in die Kategorien "Gut und Böse" passen, da fehlte mir ein wenig die Feinabstimmung.
Es dauerte eine Weile, bis ich in der Geschichte angekommen war. Danach ließ sich das Buch jedoch flüssig lesen. Die Spannung wurde recht langsam, dann jedoch konstant aufgebaut. Der bildliche Schreibstil hat mir sehr zugesagt, es fiel mir leicht, mir die Situationen vorzustellen.

Veröffentlicht am 21.10.2016

Hoher Gruselfaktor !!

Die Blutschule
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Klappentext:
"Eine unbewohnte Insel im Storkower See Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten. Die Teenager Simon und ...

Klappentext:
"Eine unbewohnte Insel im Storkower See Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten. Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird. "


Die Handlung wird aus Sicht des Protagonisten Simon erzählt.

Besonders interessant und spannend fand ich die Einträge, die man aus dem Tagebuch von Simon stammen, während er in einer geschlossenen Psychiatrie sitzt und die Erlebnisse aufarbeiten soll. Hiervon hätten für mich sehr gerne mehr Anteile im Buch vorhanden sein dürfen.

Allerdings konnte für mich während der eigentlichen Handlung, nicht wie ich es sonst von dem Autor gewohnt bin, konstant Spannung aufgebaut werden. Viel mehr wurde hier auch einiges an Mystik eingebaut, womit ich leider nicht soviel anfangen kann. Für mich sollten die Handlungen oder Schlussfolgerungen logisch erklärbar oder zusammenhängend sein. Das Ende hat mich ein wenig überrascht, wobei es recht offen gestaltet ist, rein theoretisch könnte man die Geschichte weiter fortsetzen.

Gefallen hat mir, trotz einiger wirklich grausamer Szenen, die in diesem Buch vorkommen, wieder einmal der bildgewaltige Schreibstil. Ich konnte mich direkt in die Szenen hineinversetzen und ich das Kopfkino lief pausenlos. Dennoch ist es für mich kein typisches Buch, welches ich von (Max Rhode alias Sebastian Fitzek) erwartet hätte. Er hat mich überrascht, dass er einfach mal einen neuen Stil ausprobiert hat. Wünschen würde ich mir jedoch, dass er sich bzw. seinem fesselnden Schreibstil, der einen nicht mehr loslässt treu bleibt.

Die Charaktere waren für mich leider nicht so überzeugend. Sympathisch fand ich sie alle nicht. Herausragend, jedoch im negativen Sinne, war der Polizist Raik. Seine Handlungsweise wird mir wohl noch einige Zeit im Kopf bleiben. Sie war für mich einfach ein sehr sehr abschreckendes Beispiel für Selbstjustiz.


Alles in allem, war das Buch nicht schlecht, aber auch nicht herausragend.