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Veröffentlicht am 12.05.2024

Inhalt, den man bei diesem Cover nicht erwartet

Die Tiermagierin – Schattentanz
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Diese Reihe ist ein ziemlich unterschätzter Schatz im Bereich der Fantasy. Wer keine Lust auf Rowling und die fantastischen Tierwesen hat, kann gerne zu der Tiermagierin- Trilogie von Maxim M. Martineau ...

Diese Reihe ist ein ziemlich unterschätzter Schatz im Bereich der Fantasy. Wer keine Lust auf Rowling und die fantastischen Tierwesen hat, kann gerne zu der Tiermagierin- Trilogie von Maxim M. Martineau greifen.
Ein wunderschöner schreibstil, durchdachte Charaktere und ein sehr liebevolles Worldbuiling fesseln den leser an Leenas und Nocs Geschichte. Plott-Twist, die ich nicht erwartet habe und eine spannende Atmosphäre ließen mich das Buch in einem Rutsch durchlesen. Ich war froh, den zweiten Teil schon im Regal stehen zu haben.
Leider finde ich das Cover etwas unpassend, da es eine cosy Liebesgeschichte vortäuscht. Dem ist aber nicht so. Die englischen Cover überzeugen mich hier mehr.
Nichtsdesto trotz finde ich das Cover sehr schön und vor allemd as Konzept, dass die Ranken an Band 2 anschließen und miteinander "verwachsen."
Romantasy vom Feinsten und eine Empfehlung von mir.
Ich freue mich sehr auf Band 2 und 3 und auf das Spin-Off, das mittlerweile rausgekommen ist.
Mehr davon bitte :D

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Veröffentlicht am 30.05.2019

Drei Könige

Drei Könige -
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England, im Winter 1461: Der Krieg zwischen den Herrscherhäusern Lancaster und York hat viele Opfer gekostet. Richard von York, der nach der Krone griff, ist tot, König Henry wird abgesetzt und gefangen ...

England, im Winter 1461: Der Krieg zwischen den Herrscherhäusern Lancaster und York hat viele Opfer gekostet. Richard von York, der nach der Krone griff, ist tot, König Henry wird abgesetzt und gefangen gehalten. Die Königsgattin setzt den Kampf gegen das Haus York fort. Doch ihr Triumph ist nur von kurzer Dauer. Der junge Edward von York will England wieder in der Hand eines starken Königs sehen. In einem Sog von Niedertracht und Verrat wird Blut die Erde des Reiches tränken ...

Ja, so also der 3. Teil der Rosenkriege. York ist gestorben. Vielleicht hat das viele Leute gefreut beim Lesen, da der Antagonist sein Leben verloren hat. Doch leider ist das falsch, denn wie Conn Iggulden es so schön sagt, Väter hinterlassen Söhne und diese dürsten jetzt nach Rache.
(Wobei Iggulden nicht ganz richtig liegt, wie er den Tod der Männer und auch des jungen Edwards beschreibt, aber das ist nur nebensächlich und so genau nicht belegt.)
Ich möchte hier nun gar nicht zu sehr auf den Inhalt eingehen, sondern mich auf den Schreibstil und die historische Korrektheit beziehen. Hierzu muss man sagen, dass die Übersetzerin gute Arbeit geleistet hat. Das Buch lässt sich gut lesen. Sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch. Iggulden nutzt keine unnötig komplizierten Begriffe, was aber jeder weiß, der schon Band eins und zwei gelesen hat. Die Personen sind per Stammbaum dargestellt, sodass sich jeder einen schnellen Überblick verschaffen kann. Auch die Charakterentwicklungen sind gut dargestellt. Das einzige, was teilweise sehr unrealistisch wirkt, sind die Schlachten. Jedoch ist dies nicht Igguldens Fehler, denn die Fakten, auf die Iggulden sich bezieht, sind wahr. Ein gigantisches Heer verliert gegen wenige tausende Soldaten. So traurig wie es klingt, es muss so gewesen sein.
Historische Abweichungen gibt Iggulden in seinen historischen Anmerkungen am Ende des Buches wieder, sodass man ihn also nicht der Verbreitung von unwahren Fakten beschuldigen kann. Band drei beschreibt den zweiten Höhepunkt der Romanreihe, beendet die Rosenkriege jedoch nicht. Das Buch endet damit, dass Richard Neville, Earl of Warwick in Frankreich auf seine verhasste Feindin Margareth stößt. Das Buch endet also mit einen Auftakt in die nächste Spannung. Man wird aus gutem Grund dafür angeregt, Band vier auch noch zu lesen.

Kurz gesagt: Band drei setzt die großartige Romanreihe von Conn Igguldens Rosenkriegen fort. Jeder, der sich für historische Romane interessiert, sollte diesen Roman und seine Vorgänger sowie Nachfolger gelesen haben! (Meine Meinung.) Guter Schreibstil, anschauliche Charaktere und fesselnd.

Veröffentlicht am 04.06.2019

Sturmvogel

Sturmvogel
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Meinung (kann SPOILER enthalten):
Bevor ich hier meine Meinung sage, möchte ich vorab anmerken, dass ich schon über ein großes Fachwissen über die Rosenkriege verfügt habe und hier Vieles vermutlich ein ...

Meinung (kann SPOILER enthalten):
Bevor ich hier meine Meinung sage, möchte ich vorab anmerken, dass ich schon über ein großes Fachwissen über die Rosenkriege verfügt habe und hier Vieles vermutlich ein wenig anders sehen könnte.

Ich werde mal mit dem Prolog beginnen. Für viele scheint er zunächst kein Zusammenhang mit dem Geschehen zu haben, dass in dem restlichen Buch folgt, jedoch kann man die Erbfolge und den frühen Tod des schwarzen Prinzen von Wales bereits als Beginn der Rosenkriege sehen. Denn durch dessen Tod ist das Königtum nach Edwards III. Tod auf dessen (gemeint ist der schwarze Prinz) minderjährigen Sohn übergegangen: Richard II.. Und erst durch dessen Versagen war es überhaupt möglich, dass Henry IV. von Lancaster den Thron besteigt. Er war der Sohn des jüngsten Sohnes von Edward III. und der erste Lancaster König. Und dadurch wurde der zweitälteste Sohn (York) übergangen. Kurz gesagt: Die Grundlage der Rosenkriege. York vs. Lancaster. So viel dazu. Vielleicht macht das einiges klarere, was negativ auf das Buch scheinen könnte.

Nun zur historischen Korrektheit. Ja, Conn Iggulden ist nicht immer eins zu eins mit der Zeit im Einklang, jedoch stellt er dies in seinen historischen Anmerkungen klar. (Ich sage das nur, weil ich schon Rezessionen gelesen habe, die das Buch deshalb mehr als nur schlecht dastehen lassen haben).

Und zum Schluss zum eigentlichen Inhalt. Ich werde versuchen, mich kurz zu fassen.
Die Charaktere konnte ich leider nicht ganz neutral sehen, da ich durch meine "Forschung" über die Rosenkriege schon so einiges weiß und ich die Charaktere aus vielen verschiedenen Blickwinkeln kennen gelernt habe. Aber genau deshalb finde ich, dass Conn Iggulden die Charaktere gut getroffen hat. Yorks Charakter stimmt mit der Historie überein, ebenso Henrys Charakter und der vieler anderer. Dass Iggulden "Derry Brewer" erfunden hat, ist kein Nachteil, denn es kann durchaus sein, dass es jemanden an Henrys Seite gab, der ihm so nahe stand. Es ist durchaus realistisch. Das einzige, was vielleicht nicht ganz so passend ist, ist Derrys Einfluss und Macht auf alles und jeden. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt.
Die geschehen sind gut beschrieben und übersichtlich. Wohlbemerkt, die Namen sind teilweise sehr verwirrend, da wirklich jeder zweite Mann John oder Richard hieß und jede zweite Frau Margareth, aber wenn man sich ein wenig mit dem Stammbaum beschäftigt, sollte auch dies kein Problem sein.
Anzumerken ist noch, dass das Buch eigentlich nicht ganz beziehungsweise kaum über die Rosenkriege geht. Ein großer Teil des Romans bezieht sich auf die unmittelbare Vorgeschichte, nicht aber auf die Rosenkriege direkt. Jedoch ist "Sturmvogel" auch erst der erste von vier Bänden.
Natürlich ersetzen die Romane von Conn Iggulden nicht das intensive Beschäftigen mit der Materie selbst, doch man kann behaupten, dass man einen groben Überblick über die Geschehnisse erlangt. In Buch 1 baut man vielleicht noch keine ganz so enge Beziehung zu den Charakteren auf, jedoch, wenn man - und ich denke nicht, dass dies sehr schwer ist - auch die Fortsetzungen zu "Sturmvogel" liest, wird man am Ende von Band vier eine Bindung zu den Charakteren haben. Jedenfalls war es bei mir und meinem Freund so.
Auch die Übersetzerin hat gute Arbeit geleistet. Conn Iggulden wirft in seinem Roman nicht mit unnötig komplizierten Fachbegriffen umher und das Buch lässt sich dank der guten Übersetzungsarbeit gut lesen. Der Roman fesselt seinen Leser mit Spannungshöhen und auch mit Überraschungen.
Manche Szenen sind möglicherweise etwas zu detailliert geschrieben. Z.B. der Aufstand um Jack Cade herum. (Nebenbei, während der Regierungszeit von Richard II. gab es auch einen Bauernaufstand, der weitaus "harmloser" ablief, als dieser während Henrys VI. Regierungszeit).
Kurz und knapp:
Das Buch ist fesselnd, gut geschrieben und mitreißend. Für jeden, der Englands Mittelalter und historische Romane liebt, ein Muss! (Das entspricht nur meiner Meinung.)

Veröffentlicht am 15.02.2025

Interessante Idee mit holpriger Umsetzung

Shanghai Story
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Shanghai Story

Der Roman hat mir insgesamt recht gut gefallen, auch wenn mir viele Schwächen, aber auch Stärken aufgefallen sind.
Zunächst der Einstieg. Ich fand das erste Kapitel sehr interessant. Uns ...

Shanghai Story

Der Roman hat mir insgesamt recht gut gefallen, auch wenn mir viele Schwächen, aber auch Stärken aufgefallen sind.
Zunächst der Einstieg. Ich fand das erste Kapitel sehr interessant. Uns werden verschiedene Charaktere mit verschiedenen Schicksalen vorgestellt. Das erste Kapitel stellt gleichzeitig auch das letzte Kapitel dar und das letzte Kapitel das erste Kapitel. Der Anfang ist das Ende ist der Anfang. So ungefähr.
Leider verschwinden nach dem ersten Kapitel viele der dort kennengelernten Charaktere wieder und wir erfahren nicht mehr viel über sie.
Ab dem zweiten Kapitel liegt der Fokus auf Leos Familie. Eko, Yoko, Yumi, Kiko und eben Leo. Es ist recht interessant, zu lesen, wie jedes Mitglied der Familie denkt. So sind die Kapitel meist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Kein Charakter der Familie wird ausgelassen, wir tauchen in jede einzelne Gedankenwelt ein. Was sehr interessant ist.
Gegen Ende erfahren wir sich etwas über das Kindermädchen. Kiko vermisst dieses sehr. Auf Kikos Prinzessinen-Tag Kapitel folgt dann ein doch recht umfangreiches Kapitel über das neu aufgetauchte Kindermädchen. Auf der einen Seite ist es schön, etwas darüber zu erfahren, auf der anderen Seite, war es für mich sehr aus dem Familien - Kontext gerissen.
Und da kommen wir zu meinem Kritikpunkt. Die Kapitel sind nicht sehr zusammenhängend. Mir ist bewusst, dass die Idee des Buches ist, von der Zukunft in die Gegenwart zu erzählen. Aber das gelingt leider nur bedingt gut, da die Kapitel nicht aufeinander aufbauen. Sie alle haben viel mehr ihre eigene Thematik. Mal intensiver, mal oberflächlicher behandelt.
Vielleicht habe ich das Buch auch missverstanden. Soweit ich weiß, wird im Chinesischen von rechts nach links gelesen. Würde man diese Leserichtung auf den übersetzten Roman anwenden, würde die Geschichte wieder lineal gelesen werden.
Ob dies nun eine Anspielung auf die asiatische Kultur ist oder nicht, bleibt reine Interpretation.
Die Charaktere waren in Ordnung, wobei mir beinahe alle bis auf Yoko und Leo nicht wirklich sympathisch waren. Und auch Leo war es nur bedingt. Zu Yumi, Kiko und Eko konnte ich keinerlei Bindung aufbauen und keine Empathie empfinde.
Das Cover finde ich passend zum Inhalt. Es ist recht nüchtern mit Elementen, die den Inhalt wiederspiegeln. Der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen, nur bei einem Kapitel war ich etwas verwirrt, da mir nicht sofort bewusst war, aus welcher Perspektive erzählt wurde. Aber darüber kann man leicht hinweg sehen, da es dem Inhalt und Zusammenhang im Kapitel in sich nicht geschadet hat.
Im Gesamtbild fand ich den Roman sehr interessant. Eine Idee ist es auf jeden Fall. Leider ist die Umsetzung etwas auf der Strecke geblieben. Aber wenn daran noch etwas gefeilt wird, hätte ich großes Interesse, noch einmal einen Roman mit diesem Aufbau zu lesen.

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Eher ein Spinn-off als ein dritter Teil

Wisteria – Die Liebe des Todes (Belladonna 3)
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Vorab, diese Rezension kann und wird Spoiler enthalten.

Schon von Belladonna und Foxglove war ich sehr überzeugt. Ich mochte den Schreibtsil von Adalyn Grace. Es gelingt der Autorin, den Leser zu fesseln. ...

Vorab, diese Rezension kann und wird Spoiler enthalten.

Schon von Belladonna und Foxglove war ich sehr überzeugt. Ich mochte den Schreibtsil von Adalyn Grace. Es gelingt der Autorin, den Leser zu fesseln. Zum einen mit der spannenden Geschichte, die sie erzählt und zum anderen mit der Sympathie ihrer Charaktere.

Band drei soll sich nun um Blythes Schicksal drehen und um die Beziehung von Signa zum Tod. Wo ich auch schon zu meinem ersten Kritikpunkt komme. Auf der Rückseite des Buches im Klappentext wird Spannung aufgebaut und beschrieben, dass Signa um ihre Beziehung mit dem Tod kämpfen muss. Leider ist das im Buch kein bisschen der Fall, denn das gesamte Werk wird aus Blythes Sicht (ab und zu auch vereinzelt aus Aris' Sicht) erzählt. Es dreht sich nicht mehr um Signa und den Tod, weshalb ich finde, dass der Klappentext falsche Tatsachen vorspielt.
Der Teil mit Blythe stimmt dagegen. Und das ist der Grund, weshalb ich nicht wirklich finde, dass dies der Abschlussband der Trilogie sein soll. Die Hauptcharaktere werden komplett ausgetauscht. An Signas Stelle tritt Blythe und an die Stelle des Todes das Schicksal. Versteht mich nicht falsch, das an sich finde ich nciht schlimm, ich habe Aris' in mein Herz geschlossen und habe sehr gerne seine Liebesgeschichte mit Blythe gelesen, aber es ist eben anders, als ich es mir vorgestellt habe. Erwartet habe ich Signa, die weiterhin die Geschichte erzählt und eben nahe an Blythes Seite steht.
Zudem finde ich Signas Teil der Geschichte viel zu knapp gehalten. Im Endeffekt erfahren wir mal eben, von wem ihre Mutter getötet wurde, aber weder das warum, noch das wie. Alles bleibt offen, nichts wird geklärt.
Das Ende geht ohnehin etwas viel zu schnell. Die Ereignisse werden einfach kurz erklärt und das war's. Hier hätte ich mir etwas anderes gewünscht oder von mir aus auch einen vierten Teil.

Trotz allem habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es war spannend und hat Spaß gemacht.

Je~

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