Profilbild von Tanpopo

Tanpopo

Lesejury Star
offline

Tanpopo ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tanpopo über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2019

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Luna und der Katzenbär - Ein magischer Ausflug
0

Udo Weigelt stellt in diesem Band eine für Kinder (und Eltern) häufig etwas schwierige Situation vor – das erste Mal allein zu Haus. Meist beginnt es auch überall gleich – genauso wie im Buch – ich muss ...

Udo Weigelt stellt in diesem Band eine für Kinder (und Eltern) häufig etwas schwierige Situation vor – das erste Mal allein zu Haus. Meist beginnt es auch überall gleich – genauso wie im Buch – ich muss nur mal kurz weg, bin gleich wieder da. Tja und dann eilen wir Erwachsenen los in der Hoffnung dass unsere Kleinen die Situation schon meistern.

Bei Luna ist das ja nicht anders – Mama will nur schnell was einkaufen und sie ist ja jetzt schon ein „großes Mädchen“ und allein ist sie auch nicht, denn Karlo ist ja da.

Meinem Sohn hat die Geschichte gut gefallen und er wäre auch ganz gerne mit einem fliegenden Teppich auf Reisen gegangen. Dass Luna den „kleinen Ausflug“ macht fand er toll, denn schließlich würde er sich auch Sorgen machen, wenn ich zu lange weg bleiben würde.

Die Bilder haben uns beiden wieder sehr gefallen und mein Kleiner sieht sie sich, wie auch die anderen Bände im Bett immer wieder gerne einmal an und ist stark motiviert Lesen zu lernen, wenn er im Sommer in die Schule kommt.

Veröffentlicht am 24.05.2019

Zufällig darüber gestolpert

Luna und der Katzenbär
0

Wie fühlt man sich als Kind in einer neuen Stadt, ohne die alten Freunde? Da hilft es bestimmt sich am heißgeliebten Kuscheltier zu halten. Doch was, wenn man es nicht wiederfindet? Luna ergeht es genau ...

Wie fühlt man sich als Kind in einer neuen Stadt, ohne die alten Freunde? Da hilft es bestimmt sich am heißgeliebten Kuscheltier zu halten. Doch was, wenn man es nicht wiederfindet? Luna ergeht es genau so. Am ersten Abend im neuen Haus kann sie leider ihr Lieblingskuscheltier nicht mehr finden. Doch mit kindlicher Phantasie scheint sie sich Abhilfe schaffen zu können und entdeckt in all den Umzugskartons einen kleinen roten Stoffpanda, der von jetzt ab ihr neuer Freund werden soll.

Udo Weigelt geht sehr fantasievoll und aus einer wirklich unbedarften kindlichen Perspektive an die Thematik des Neuanfangs und Freundschaftschließens in einer neuen Umgebung heran. Auch wenn das Buch selber nicht in einzelne Kapitel unterteilt ist, kann man an vielen Stellen das Vorlesen ohne Probleme unterbrechen und so das Buch gut einteilen.
Zudem ist die Schrift aus meiner Sicht hinreichend groß und sprachlich altersgerecht formuliert, dass Kinder im Grundschulalter das Buch selber entdecken können.

Veröffentlicht am 24.05.2019

Jeder hat seinen eigenen Kopf

Luna und der Katzenbär vertragen sich wieder
0

Die Idee das Zimmer des jeweils anderen einzurichten finden Luna und Karlo sofort toll und gehen mit viel Spaß und Fantasie an die Arbeit. Das Resultat ist für beide jedoch eine kleine Enttäuschung – sie ...

Die Idee das Zimmer des jeweils anderen einzurichten finden Luna und Karlo sofort toll und gehen mit viel Spaß und Fantasie an die Arbeit. Das Resultat ist für beide jedoch eine kleine Enttäuschung – sie haben sich so viel Mühe gemacht, dass Zimmer des anderen nach ihren eigenen Vorstellungen einzurichten, dass sie nicht darüber nachdachten, ob der eigene Geschmack dem anderen auch gefallen könnte. Aber gemeinsam finden beide einen Weg, wie sie sich Wohl fühlen können.

Udo Weigelt hat sich auch hier einmal mehr schön in die Welt kleiner Kinder eingefühlt und erzählt seine Geschichte sanft und mit ganz leichtem Humor. Mir hat das Buch deshalb sehr gefallen und ich lese es gerne meinem Sohn vor.

Auch diesen Band kann ich Eltern zum Vorlesen nur ans Herz legen und Grundschulkinder werden das Buch sicher auch mögen. Immerhin ist es wunderschön illustriert.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Klassische Fantasy gelungen auf Kinderniveau transformiert

Podkin Einohr, Band 1: Der magische Dolch
0

Zu Frostnacht, einem traditionellen Feiertag der Kaninchen kehrt ein Barde in einen Bau ein und erzählt den anwesenden Kaninchenkindern die Geschichte von Podkin Einohr, einem Helden, den die gesamte ‚Kaninchenheit‘ ...

Zu Frostnacht, einem traditionellen Feiertag der Kaninchen kehrt ein Barde in einen Bau ein und erzählt den anwesenden Kaninchenkindern die Geschichte von Podkin Einohr, einem Helden, den die gesamte ‚Kaninchenheit‘ kennt. Doch seine Geschichte handelt nicht von dem gestanden Helden Podkin, sondern von dem Kaninchenjungen Podkin, dessem Bruder Puk und seiner Schwester Paz, den grausamen Gorm und wie Podkin allmählich zum Helden wird, denn niemand wird als Held geboren.

Es handelt sich von der Grundidee um absolut klassische Highfantasy mit Helden wider Willen; grausamen und gnadenlosen Gegnern; einer Welt, die gerettet werden muss; unverhoffter Hilfe; Mythen; Legenden und Magie. Also alles, was man als Erwachsener aus entsprechender Literatur kennt. Hier ist die Geschichte jedoch für größere Kinder geschrieben worden und ich finde, dass Kieran Larwood das großartig umgesetzt hat.

Es gibt durchaus Szenen, die nicht unbedingt feinfühlig sind (Aber bei Grimms Märchen stört das ja auch niemanden). Solche Handlungen werden jedoch immer wieder durch eingeschobene Szenen relativiert. Ganz regelmäßig lässt der Autor den erzählenden Barden seine Geschichte unterbrechen und mit den Kaninchenkindern interagieren. Das nimmt aus bedrohlichen Handlungen der eigentlichen Geschichte ein wenig den Spannungsbogen heraus, aber im positiven Sinne.

Neben den für Kinder immer sehr schönen Themen von Freundschaft und Zusammenhalt kann man hier aber auch miterleben wie Verlust zu Wut und Hass führen können und dass man sich in einer harten Welt auch durchkämpfen muss.

Mir hat diese Fantasy-Geschichte wirklich gut gefallen und stellt für mich einen richtig tollen Einstieg für Kinder am Ende des Grundschulalters in die Highfantasywelt dar.

Veröffentlicht am 19.05.2019

Mord im Berlin der 20er

Leo Berlin
0

Ich muss gestehen ich war ein wenig skeptisch als mir der Roman empfohlen wurde. Als gebürtiger Berliner der eine große Vorliebe für die 20er und 30er Jahre hat, war ich mir nicht sicher, ob eine Autorin ...

Ich muss gestehen ich war ein wenig skeptisch als mir der Roman empfohlen wurde. Als gebürtiger Berliner der eine große Vorliebe für die 20er und 30er Jahre hat, war ich mir nicht sicher, ob eine Autorin die wie sie selbst schrieb ‚Berlin aus dem Urlaub kannte‘ hier einen guten Roman schreiben könnte. Aber ich ließ mich überraschen und wurde tatsächlich sehr positiv überrascht.

In dem Roman in dem die wichtigsten Charaktere eingeführt werden, besteht die Handlung darin, dass ein Wunderheiler der der High-Society erschlagen in seiner Wohnung aufgefunden wird und Kommissar Leo Wechsler mit seinem kleinen Team ermitteln muss.
Schon am Anfang gelingt es hier der Autorin wunderbar auf die Kulisse Berlins der 20er Jahre einzugehen. Die verschiedenen Orte werden so erzählt das man sie problemlos wiedererkennt und einige Orte die so noch existieren werden so vermittelt wie ich sie als Berliner kenne. Es war wirklich schön zu lesen.
Das Buch lebt unter anderem auch von den Konflikten die abseits der Mordfalles existieren. Das Zusammenleben mit Wechslers Schwester, Missgunst innerhalb der Abteilung, die Armut in Teilen der Bevölkerung und die Unruhen der 20er Jahre.

Aufgrund der Tatsache, dass man immer wieder die Gedanken des Mörders mitbekommt weiß der Leser sehr schnell wer der Täter ist. Ich empfinde dies aber als kein Manko des Romans, sondern sogar als einen Gewinn. Es war spannend zu lesen was der Täter dachte und wie er das Verhalten seiner Umwelt für sich interpretierte.

Ein wirklich guter, spannender Krimi und eine gelungener Auftakt der Leo Wechsler Reihe.