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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2019

Man muss es lesen

Boy Erased
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Boy Erased ist eine autobiographische Erzählung .Diese Geschichte ist bitter real. Garrard ist der Sohn eines gläubigen Predigers und er fühlt sich unrein, denn er träumt nicht wie andere junge Männer ...

Boy Erased ist eine autobiographische Erzählung .Diese Geschichte ist bitter real. Garrard ist der Sohn eines gläubigen Predigers und er fühlt sich unrein, denn er träumt nicht wie andere junge Männer von Frauen sondern von anderen Männern. Für ihn ist das ein Schock und er versucht das zunächst für sich zu behalten. Doch dann wird er eines Tages vergewaltigt und sein Vergewaltiger ruft seine Eltern und erzählt ihnen von Garrads Neigungen. Sie reagieren und stecken ihn in ein Konservations“lager“. Und was dort abgeht, was der Autor erlebt hat werde ich nie vergessen. Und trotz allem erzählt der Autor alles Gelassen, er hat in seinem Schreibstil etwas ruhiges und er baut keine Spannung auf. Es fühlt sich an als wolle er das geschehene verarbeiten mit seinem Werk und ich habe tiefes Mitleid beim Lesen für ihn empfunden. Die Geschichte hört sich nach 1930 an ist aber heute immer noch real und das ist das bittere. Homsexualität wird in Teilen Amerikas immer noch nicht aktzeptiert. Nur wenige Bundesstaaten haben die „Behandlung“ von Homosexualität verboten. Hier in Deutschland ist dies auch immer noch erlaubt und Jens Spahn kam erst heute mal wieder auf die Idee, diese „Homoheilung“ zu verbieten.Was teils sehr homophobe Meinungen auf den Plan ruft. Bisher hat er es noch nicht umgesetzt. Wenn man die Geschichte von Garrard Conley liest verliert man teils den Glauben an die Menschheit.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Absolutes Must-Read

Fünf Tage in Paris
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Die Familie Malegard möchte den 70. Geburtstag von Paul in Paris feiern. Dafür kommt die Familie in einem Hotel unter, doch dort gibt es einige Schwierigkeiten. Das Wasser tritt über die Ufer der Seine ...

Die Familie Malegard möchte den 70. Geburtstag von Paul in Paris feiern. Dafür kommt die Familie in einem Hotel unter, doch dort gibt es einige Schwierigkeiten. Das Wasser tritt über die Ufer der Seine und stürzt die gesamte Stadt ins Chaos. Während der Feier erleidet Paul einen Schlaganfall und Linden sein Sohn, plagt sein Gewissen. Er muss mit seinem Vater reden, darüber das er schwul ist und glücklich mit Sascha zusammen ist. Doch nicht nur Linden offenbart sich nach und nach, nein es ist noch viel mehr passiert und all das prasselt wie die Fluten jetzt los. 5 Tage, die diese Familie verändern, denn jeder von ihnen verbirgt etwas. Für mich waren es 3 oder 4Stunden und sie waren wirklich intensiv und ich habe die Geschichte genossen, sie ist wie eine Tasse Tee, sie versprüht ein Warmes Gefühl voll Hoffnung. Tatiana De Rosnays Schreibstil war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig und als ich mich daran gewöhnt habe, war ich gefangen und war fasziniert davon, wie sie all die Handlungsstränge Stück für Stück entfaltet hat. In diesen wenigen Seiten steckt so viel, das ist unbeschreiblich. Die Geschichte rund um die Malegards fühlt sich real an, sie ist an keiner Stelle kitschig, denn so sind einige Familien. Die Katastrophe in Paris ist ebenfalls ein sehr interessanter Handlungspunkt und mir haben vor allem die Vergleiche zur großen Flut von 1910 gefallen. Lindens Entwicklung war interessant mit zu verfolgen, dies war dank seinen Rückblenden stets möglich. Für mich ist dieses Buch keinesfalls schlicht, denn auch in seiner Erzählweise ist besonders. Ich kann euch „Fünf Tage“ in Paris nur wärmstens ans Herz legen. Was mir an der Geschichte gefällt, ist das nicht nur das Wasser steigt sondern auch die Emotionen und das nicht nur bei den Personen in der Geschichte sondern auch bei mir als Leser.

Veröffentlicht am 18.01.2019

I WANT MORE

H.O.M.E. - Das Erwachen
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REZENSIONEN
HOME – DAS ERWACHEN VON EVA SIEGMUND |REZENSION


Werbung |Rezensionsexemplar

Heute möchte ich euch Home von Eva Siegmund vorstellen.


ISBN 3570312305
EAN 9783570312308
Seiten 445 ...



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REZENSIONEN
HOME – DAS ERWACHEN VON EVA SIEGMUND |REZENSION


Werbung |Rezensionsexemplar

Heute möchte ich euch Home von Eva Siegmund vorstellen.


ISBN 3570312305
EAN 9783570312308
Seiten 445 Seiten
Veröffentlicht 10. Dezember 2018
Verlag/Hersteller cbt
Autor Eva Siegmund
Erwacht aus einem perfekten Traum?
Die siebzehnjährige Zoë hat ein perfektes Leben: Sie besucht eine Eliteakademie, gemeinsam mit ihrer großen Liebe Jonah. Doch plötzlich findet sie sich in einem heruntergekommenen Krankenhaus wieder. Angeblich lag sie zwölf Jahre im Koma und fragt sich nun verzweifelt: War alles nur ein Traum? Gemeinsam mit Kip, dessen Bruder Ähnliches durchlebt hat, deckt Zoë ein atemberaubendes Geheimnis auf. Sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht und ob sie ihr perfektes Leben wirklich zurückhaben will …

Quelle :Cbt Verlag

Endlich halte ich das neue Buch von Eva Siegmund in den. Händen und ich habe es gestern förmlich inhaliert. Die Geschichte handelt von Zoë, die in einer besonderen Akademie lebt und dort alles lernt um auf eine wichtige Mission zu gehen. Doch plötzlich wacht sie auf. Sie lag 12 Jahre im Koma und ist für die Ärzte ein Rätsel.

Sie kann alles. Mathematik, Waffenumgang und viel mehr, doch wo hat sie das gelernt ?Ihre eigentliche Familie ist ihr völlig fremd und auch die Welt. Denn die Dürre hat Deutschland völlig zerstört und in Berlin ist man niemals sicher. Hier leben 8 Millionen Menschen. Mit ihrem Bruder begibt sie sich auf die Suche nach Antworten.

Eva Siegmund hat einen spannenden Pageturner erschaffen, der direkt zu einem meiner absoluten Jahreshighlights wurde und mich nicht mehr losließ. Authentische Charaktere wie Zoë , deren Leben komplett auf den Kopf gestellt wurde und auch Tom und Kip machen das Buch zu einem echten Lesegenuss und in meinen Augen hat die Autorin erneut eine beeindruckende dystopische Version von Berlin erschaffen. Zwischendrinne haben sozusagen auch „Die Bösen“ ihre Szenen.

Einfach ein faszinierendes Jugendbuch, das jeder lesen sollte. Das faszinierende hieran ist wohl, das ich mir nichtnausmalen konnte, was mich am Ende der Geschichte erwartet und was alles eine Finte ist.

Die Autorin legt ihren Protagonisten nämlich einige Steine in den Weg und zaubert so ihr bisher Bestes Buch, welches wirklich ein absoluter Pageturner ist.

Das Cover finde ich wirklich faszinierend, es zeigt die zwei Welten, die Eva Siegmund in ihrem Buch erschaffen hat.

Veröffentlicht am 18.01.2019

Beeindruckend

Stella
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Die Geschichte handelt vom Schweizer Friedrich, der 1942 nach Berlin geht um dort Kunst zu erlernen. In dieser Schule lernt er Kristin kennen, die ihn in das Nachtleben Berlin entführt.
Alles könnte so ...

Die Geschichte handelt vom Schweizer Friedrich, der 1942 nach Berlin geht um dort Kunst zu erlernen. In dieser Schule lernt er Kristin kennen, die ihn in das Nachtleben Berlin entführt.
Alles könnte so perfekt für Friedrich sein, doch dann enthüllt Takis Würger Kristins wahre Identität. Sie heißt Stella, sie ist Jüdin und soll ihr eigenes Leben mit Verrat retten.

Takis Würger zeichnet hier enorm eindrucksvoll ein Bild von Naivität. Friedrich versucht alles auszublenden und wird mit dem Leben konfrontiert. Besonders beeindruckt hat mich die Tatsache, das es Stella wirklich gab und Takis Würger diese Eckpunkte in seine Fiktion eingeflochten hat. Die Protagonisten sind ein Beispiel für Menschen die die Augen verschließen. Sie denken nur daran wie es ihnen geht und nicht andere. Ein Satz am Ende ist einfach wirklich der pure Beweis das Friedrich mit einer rosaroten Brille durch das Leben geht. Ich war fassungslos und wütend.

Manchmal wusste ich nicht ob ich Mitleid oder Verachtung für das Paar empfinden soll. Die Geschichte ist relativ einfach geschrieben, was ist gut fand.

Atmosphärisch muss man sich als Leser auf eine bedrückende Stimmung einstellen. Während die beiden in ihrer Komfortzone bleiben bewegt sich die Wekt natürlich weiter, hier hat der Autor aufgelistet, was draußen passiert.

Dieser Roman ist in meinen Augen ein wahrer Geniestreich. Ein Buch darüber wie naiv Menschen sein können und das nicht jeder immer nur an das Miteinander denkt. Es wurde damals gefragt ob man Stella trauen würde, die Antwort muss jeder für sich selbst rausfinden.

Veröffentlicht am 18.01.2019

Ein Meisterwerk - eben typisch Silvera

Am Ende sterben wir sowieso
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Die Geschichte ist ein sehr interessantes Gedankenspiel. Mateo und Rufus bekommen beide eine Nachrricht vom Todesboten. Sie haben nur noch 24h zu leben und werden irgendwann am Tag sterben. Beide könnten ...

Die Geschichte ist ein sehr interessantes Gedankenspiel. Mateo und Rufus bekommen beide eine Nachrricht vom Todesboten. Sie haben nur noch 24h zu leben und werden irgendwann am Tag sterben. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein. Rufus hat niemanden mehr, nur seine Bande die Plutos die hinter ihm stehen. Matteo hat noch seine beste Freundin und seinen Vater, der im Koma liegt.

Während Rufus eher der Raufbold bisher gewesen ist, ist Matteo ein eher zurückgezogener Mensch der sein Leben bisher noch nie richtig genießen konnte. Die beiden finden sich über die App Last Friends und beschließen gemeinsam den letzten Tag miteinander zu verbringen. Bevor sich die beiden anschreiben schreiben sie noch mit anderen, allerdings wollen viele nur Sex was beide ignorieren. Das suchen sie nämlich nicht.

Beide Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen. Rufus will den letzten Tag auf der richtigen Bahn verbringen und das bewundere ich. Matteo will einfach aus sich selbst herrauskommen und beide entwickeln sich während der Geschichte. Wie? Das müsst ihr selbst lesen.

Dieser Autor macht mich immer fertig. Adam Silvera ist in seinen Büchern immer persönlich sehr präsent und genau das bewundere ich auch an seinen Büchern. Ich liebe seinen Stil wie er einen in mehreren Perspektiven fesselt und wirklich einen Komplettüberblick liefert. Er nimmt einen wirklich emotional mit. Diese Geschichte kann man nicht ohne Emotionen lesen. Man muss lachen und weinen. Es ist wie eine Achterbahnfahrt. Der Leser hat keine Kontrolle. Adam Silvera macht deutlich, was am Wichtgsten im Leben ist und zwar das man sein Leben gemeinsam mit jemanden verbringt und aus sich raus kommt.

Die Geschichte ließt sich wie ein Rausch aus dem man nicht mehr rausmöchte. Jedes Mal wenn ich diese Geschichte lese kann ich nicht aufhören auch wenn ich alle Geschehnisse kenne. Mich beeindruckt so vieles an dieser Geschichte. Die Emotionen, Die Nebenperspektiven in die man reinschauen kann. Trotz das sich das Buch flüssig liest , ist dieses Meisterwerk wie eine Selbstfindung. Die Gedanken werden euch euer komplettes Leben überblicken lassen und ihr werdet euch selbst die Frage stellen, was ihr machen würdet, wenn ihr nur noch 24 Stunden zu Leben habt.

Emotional, nachdenklich stimmend und einzigartig – eben ein typischer Silvera,

Lest dieses Buch, ihr werdet es defintiv nicht bereuen, Denn jede Minute die wir Leben ist ein Wunder und dieses Wunder müssen wir nutzen.

Das Cover spiegelt das Buch sehr gut wieder. Der Tod beobachtet uns, wir können ihm nicht entkommen.

Eine tiefgründige Lektüre, die nachdenklich stimmt.