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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2016

Schöne Geschichte

Die Spuren meiner Mutter
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Ich habe bereits sehr viele Bücher von Jodi Picoult gelesen und wurde dabei noch nie so richtig enttäuscht, von daher war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk "Die Spuren meiner Mutter", von dem ich ...

Ich habe bereits sehr viele Bücher von Jodi Picoult gelesen und wurde dabei noch nie so richtig enttäuscht, von daher war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk "Die Spuren meiner Mutter", von dem ich mir sehr viel versprochen habe. Zum Glück wurde ich dabei nicht enttäuscht, denn die Autorin konnte mich wieder direkt in ihren Bann ziehen.

Auffällig ist hier wieder einmal, wie angenehm der Schreibstil von Jodi Picoult ist. Dieser liest sich nicht nur sehr leicht und flüssig, sondern besitzt auch eine gewisse Melancholie, die mir sehr gefällt. Die Dialoge sind gut ausgearbeitet und die Figuren sind liebevoll gezeichnet, sodass man sie nicht nur ausreichend kennen lernt, sondern sie auch zum Großteil sympathisch findet.

Hierbei geht es um die dreizehnjährige Jenna, die bei ihrer Großmutter aufwächst, da ihre Mutter bereits seit Jahren verschwunden ist und ihr Vater in einer Psychiatrie lebt. Jenna kann bis heute nicht verstehen, wieso ihre Mutter nie gefunden werden konnte und lässt sich auch nicht von der Angst, dass Alice möglicherweise tot sein könnte, abschrecken. Nachdem Polizei und andere Stellen ihr nicht helfen konnten, wendet sie sich an Serenity, eine Wahrsagerin, die durchaus schon Erfolge feiern konnte.

Die Suche nach der Mutter wird interessant und spannend dargestellt, dazu ist die Melancholie auf nahezu jeder Seite spürbar. Ebenfalls sehr interessant fand ich das Thema Elefanten, das in "Die Spuren meiner Mutter" stets präsent ist. Sehr interessant ist auch die die Wahrsagerin Serenity, die mir gut gefallen hat. Wer sie ebenfalls interessant findet, sollte unbedingt die E-Short "Serenitys Gabe" lesen.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker, denn dieses passt nicht nur gut zur Geschichte, sondern besticht auch noch mit Elefanten und einem wunderbaren Farbton. Auch die Kurzbeschreibung hat mir direkt gefallen, sodass ich dem Buch sehr gerne ein Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Die Spuren meiner Mutter" ist ein einfühlsamer, spannender und melancholischer Roman mit gut ausgearbeiteten Figuren, der mich direkt in den Bann ziehen konnte. Wer Jodi Picoult im Allgemeinen mag und auch nicht vor den Themen Elefanten und Wahrsagerei zurückschreckt, wird hier seinen Lesespaß finden.

Veröffentlicht am 24.10.2016

Schonungslos und spannend

Das Floß
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"Das Floß" ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung "Blut" erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten der „Story Selection“-Reihe von ...

"Das Floß" ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung "Blut" erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten der „Story Selection“-Reihe von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich Stephen King wieder einmal überzeugen konnte.

Gleichzeitig muss man auch sagen, dass der Autor einem hier wahrlich schwere Kost bietet, denn diese Kurzgeschichte ist durchaus brutaler und blutiger als so manch andere Geschichte aus der "Story Selection"-Reihe, die wöchentlich bei Heyne erscheint. Dennoch bleibt Stephen King seinem Schreibstil treu und beschreibt die Geschichte stets spannend und schonungslos, was mir wieder einmal sehr gefallen hat.

Hier geht es um Deke, Randy, Rachel und LaVerne, die allesamt mehr oder weniger aus einer Laune heraus zu einem abgelegten See fahren und dort mit einem kleinen Boot den See überqueren möchten. Schnell stellen sie jedoch fest, dass etwas an dem See nicht stimmt und so beginnt direkt der blutige Horror.

An sich ist das eine tolle Idee und konnte mich auch größtenteils überzeugen. Mein Problem war allerdings, dass ich sämtliche Figuren gänzlich unsympathisch fand, sodass mir deren Schicksal letztendlich schon fast egal war. Dies ist ein wenig schade, denn wäre wenigstens eine der Figuren ein wenig sympathischer, hätte ich wohl auch deutlich mehr mitgefiebert.

Das Cover ist nicht besonders ansprechend und enthält lediglich den Namen des Autors und den Titel. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, denn diese liest sich so erschreckend, dass ich direkt mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: Auch wenn "Das Floß" deutlich brutaler und blutiger als manch andere Kurzgeschichte aus der Feder von Stephen King ist, konnte mich die Geschichte dennoch überzeugen, sodass auch diese schnell verschlungen war. Somit kann ich "Das Floß" nur empfehlen.

Veröffentlicht am 23.10.2016

Interessanter Lesespaß

Die Flügel der Freiheit
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Obwohl mir schon häufiger Bücher von Tilman Röhrig empfohlen wurden, ist "Die Flügel der Freiheit" tatsächlich das erste Werk, das ich von dem Autor gelesen habe. Dabei hatte ich hohe Erwartungen und wurde ...

Obwohl mir schon häufiger Bücher von Tilman Röhrig empfohlen wurden, ist "Die Flügel der Freiheit" tatsächlich das erste Werk, das ich von dem Autor gelesen habe. Dabei hatte ich hohe Erwartungen und wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Tilman Röhrig verwendet dabei einen interessanten Schreibstil, der komplett ohne Längen auskommt und sich flüssig und leicht liest. Interessant ist dabei auch, dass man hier die Realität mit fiktiven Ereignissen gemischt hat, was eine perfekte Mischung ist und mich in den Bann ziehen konnte. Dazu sind die Figuren allesamt gut ausgearbeitet und besitzen eine gewisse Tiefe. Ich muss zwar sagen, dass mir nicht alle von ihnen tatsächlich sympathisch waren, allerdings kann ich damit sehr gut leben.

Wer hier zunächst denkt, dass es sich hierbei um eine Art Biographie von Luther handelt, der wird hierbei wohl ein wenig enttäuscht sein, denn hier gibt es so viel mehr zu entdecken, sodass man einen rundum gelungenen Roman erhält. Besonders interessant ist dabei u.a. auch eine Liebesgeschichte zwischen Dorothea und Bartel, aber auch die Themen Politik oder auch Religion. Wer also gerne historische Romane liest, der wird mit diesem Werk mehr als zufrieden sein.

Das Cover wirkt sehr edel und passt perfekt zu einem historischen Roman, dazu passt das Cover dazu auch noch hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung ist gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich "Die Flügel der Freiheit" sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Die Flügel der Freiheit" ist eine spannende Geschichte mit einer tollen Thematik, sodass ich durch die knapp 480 Seiten nur so geflogen bin und das Buch sehr genossen habe. Somit kann ich diesen historischen Roman nur empfehlen.

Veröffentlicht am 23.10.2016

Spannende Geschichte

Plötzlich Banshee
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Bücher, die im großen Stil oftmals von allen Seiten gehypt werden, haben es bei mir häufig sehr schwer, da ich da enorm skeptisch bin und bei solchen Hype-Büchern oftmals auf die Nase gefallen bin. Dennoch ...

Bücher, die im großen Stil oftmals von allen Seiten gehypt werden, haben es bei mir häufig sehr schwer, da ich da enorm skeptisch bin und bei solchen Hype-Büchern oftmals auf die Nase gefallen bin. Dennoch war ich bei "Plötzlich Banshee" so neugierig, dass ich es unbedingt versuchen wollte und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Nina MacKay besitzt zwar an sich einen recht einfach gehaltenen Schreibstil, allerdings hat mich dies nicht gestört und ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. "Plötzlich Banshee" liest sich nicht nur sehr leicht und flüssig, sondern besitzt dazu auch noch jede Menge Humor und Sarkasmus. Gleiches gilt auch für die Figuren, die oftmals sehr schlagfertig sind und das Herz auf der Zunge tragen.

Mit Alana lernt man eine sehr interessante und sympathische Figur kennen, die als Privatdetektivin arbeitet und dabei die Fähigkeit besitzt, zu erkennen, wann ein Mensch sterben muss. Obwohl ihr Freund Clay bereits den verdacht geschöpft hat, dass sie möglicherweise eine Banshee sein könnte, glaubt Alana zunächst nicht daran, bis sie allerdings erkennen muss, dass sie alle Anzeichen für eine Banshee besitzt. Dass sie damit auch anderen Menschen auffällt, ganz besonders Detective Dylan Shane, hilft ihr dann auch nicht, ihre Arbeit als Privatdetektiv normal nachzugehen - besonders nicht, als einige Todesfälle und Entführungen die Stadt überschatten...

Da ich bereits einige Bücher über Banshees gelesen habe, war ich zunächst ein wenig skeptisch, allerdings muss ich sagen, dass Nina MacKay das Thema sehr gut umgesetzt hat, dem Ganzen eine tolle Prise Humor eingeschenkt hat und mich auch die Figuren überzeugen konnten. Sowohl Alana als auch Clay oder auch Dylan fand ich allesamt interessant und auch oftmals sympathisch, sodass ich ihre Geschichte sehr gerne verfolgt habe.

Dazu mangelt es der Geschichte auch nicht an Spannung. Besonders das Ende ist hierbei sehr gelungen, da ich oftmals noch nicht wusste, wohin das Ganze führen wird, allerdings muss ich letztendlich sagen, dass ich mit dem Ausgang zufrieden bin.

Zu dem Cover kann man eigentlich nur sagen, dass es der absolute Knaller ist und mit seinen vielen Farben einfach sehr gut aussieht. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich auf Anhieb überzeugen, sodass ich "Plötzlich Banshee" sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Plötzlich Banshee" ist eine gut ausgearbeitete, spannende und vor allem humorvolle Geschichte, die mich aufgrund der vielseitigen Figuren direkt in den Bann ziehen konnte. Ich bin somit begeistert und freue mich auf viele Bücher von der Autorin.

Veröffentlicht am 23.10.2016

Schöne Texte

Jetzt, Baby
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Nachdem ich bereits "Eines Tages, Baby" und "Wir können alles sein, Baby" von Julia Engelmann gelesen habe und dabei oftmals sehr skeptisch aufgrund einiger Texte war, war ich umso entspannter auf ihr ...

Nachdem ich bereits "Eines Tages, Baby" und "Wir können alles sein, Baby" von Julia Engelmann gelesen habe und dabei oftmals sehr skeptisch aufgrund einiger Texte war, war ich umso entspannter auf ihr neuestes Werk "Jetzt, Baby", welches ebenfalls Poetry-Slam Texte beinhaltet. Hier muss ich sagen, dass ich "Jetzt, Baby" als bislang beste Textsammlung empfinde, da mich die Texte stellenweise sehr berührt und zum Nachdenken angeregt haben.

„Jetzt, Baby“ besteht aus zahlreichen Texten und Illustrationen von Julia Engelmann, die sich bei der Ausarbeitung des Buches wieder einmal wirklich große Mühe gegeben hat. Ich muss zwar sagen, dass ich auch hier einige Texte wieder als sehr kommerziell und zu durchdacht empfunden habe, allerdings muss ich auch sagen, dass mir sehr viele Texte sehr zugesagt und aus dem Herzen gesprochen haben, sodass man aus den Texten definitiv einiges mitnehmen kann.

Positiv ist auch, dass die Texte sich mittlerweile deutlich erwachsener und reifer lesen. Julia Engelmann hat zwar immer eine gewisse Tiefe in ihre Texte gelegt, allerdings empfand ich diese weitaus tiefgründiger als ihre bisherigen Veröffentlichungen. Dazu fand ich die Themen wie Geschwisterliebe, Loyalität und die Akzeptanz, dass die Zeit vergänglich ist, sehr interessant und bin froh, dass das Thema "Liebe" hierbei nicht allzu stark im Vordergrund liegt, sondern sich die Autorin eher mit Themen auseinandersetzt, die in der heutigen Zeit kaum noch zählen.

Wunderschön ist wieder einmal die Aufmachung des Buches. Obwohl dies wieder relativ dünn ist, hat man sich dennoch wieder sehr viel Mühe gegeben. Dies fängt mit der Covergestaltung an und endet mit den Zeichnungen im Buch, die gut zu den einzelnen Texten passen. Die Kurzbeschreibung ist wieder einmal schwammig, allerdings habe ich hierbei auch nicht allzu viel erwartet, da man die Texte schließlich nicht vorweg nehmen kann.

Kurz gesagt: "Jetzt, Baby" ist für mich die bislang beste Textsammlung von Julia Engelmann, die mich mit ihren Texten berühren und zum Nachdenken anregen konnte. Ich bin somit begeistert und freue mich bereits auf weitere Werke von ihr.