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Veröffentlicht am 14.06.2019

Traumhaft schön! Ich liebe die Penderwicks-Reihe!

Die Penderwicks im Glück (Die Penderwicks 5)
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Was war meine Freude groß gewesen, als ich entdeckte, dass der fünfte Band von den Penderwicks dieses Jahr endlich auch auf Deutsch erscheinen wird! Ich liebe, liebe, liebe diese Reihe! Die ersten vier ...

Was war meine Freude groß gewesen, als ich entdeckte, dass der fünfte Band von den Penderwicks dieses Jahr endlich auch auf Deutsch erscheinen wird! Ich liebe, liebe, liebe diese Reihe! Die ersten vier Bände sind so wundervoll! Die Cover, die Geschichten – einfach nur schön! Auf den fünften Band habe ich mich wirklich schon riesig gefreut; ich war schon so gespannt, was mich in diesem wohl erwarten wird.

Nach langer Zeit kehren die Penderwicks nach Arundel zurück. Der Anlass dafür ist Rosalinds Hochzeit, die demnächst auf Arundel gefeiert werden soll. Lydia kann es abwarten, endlich diesen einzigartigen Ort kennenzulernen, von dem ihre Schwestern ihr schon so viel erzählt haben. Dort angekommen, verfällt sie dem besonderen Zauber Arundels dann auch sofort. Allzu viel Zeit fürs Erkunden und Entdecken bleibt aber vorerst nicht, denn vor der Hochzeit muss noch so einiges erledigt werden. Zusammen mit Batty macht sich Lydia daran, das große Anwesen auf Vordermann zu bringen (Batty, die Spinnenflüsterin, wird dabei voll zum Einsatz kommen!). Kleider müssen auch noch genäht und die biestige Mrs Tifton, die ganz plötzlich auftaucht, muss schleunigst wieder vertrieben werden. Zum Glück wissen die Penderwicks mit trubeligen Situationen umzugehen und lassen sich auch durch stressige Hochzeitsvorbereitungen nicht so schnell aus der Ruhe bringen.

Hach ja, die Penderwicks. Ich warne mal lieber vor, dies wird eine sehr schwärmerische Rezension werden. Die Penderwicks-Serie zählt einfach zu meinen absoluten Lieblingskinderbuchreihen. Nach den ersten vier wundervollen Bänden konnte mich nun auch Teil 5 hellauf begeistern.

Bevor ich mit dem Schwärmen loslege, muss ich hier allerdings erst noch etwas loswerden: Ich habe gelesen, dass es sich hier um den letzten Band handeln soll. Das finde ich so unendlich schade, ich möchte mich einfach noch nicht von den Penderwicks verabschieden. Klar, irgendwann muss natürlich jede Buchreihe mal ein Ende finden, aber bei so Herzensreihen, wie es die Penderwicks bei mir sind, trifft es einen schon sehr wenn man weiß, dass man gerade den Finalband in Händen hält und es keinen weiteren Nachschub geben wird, schnief.

Aber genug gejammert. Dies soll ja schließlich eine rundum positive und begeisterte Rezension werden und keine Trauer-Rezi. :D

Obwohl es bei mir nun schon wieder gute vier Jahre her ist, dass ich den vierten Band gelesen habe, habe ich wunderbar in die Handlung hineingefunden. Ich bin hier nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet.

Man kann diesen Band vermutlich auch recht gut ohne das Wissen aus den vorherigen Bänden lesen, da alles Wichtige erklärt wird, aber ich rate hier dennoch ganz dringend, die chronologische Reihenfolge einzuhalten! Der Lesespaß ist einfach so viel höher, wenn man es wie ich macht und den fünften Band nach seinen vier Vorgängern liest. Man trifft dann auf so viele liebgewonnene Charaktere und man kann so wunderbar mitverfolgen, wie sich alle von Band 1 an weiterentwickeln.

Im ersten Band (mein persönlicher Lieblingsband) sind die Penderwick-Schwestern alle noch Kinder. Die Kleinste zum Beispiel, Batty, ist erst 4 Jahre alt. Seitdem sind sehr viele Jahre vergangen, sodass wir in Band 5 auf vier erwachsene Penderwick-Schwestern treffen. Ich fand es so schön zu erfahren, was aus den vier Mädchen geworden ist. Batty ist mittlerweile 19 und studiert in Boston Musik. Skye lebt in Kalifornien und schreibt dort an ihrer Doktorarbeit in Astrophysik. Jane wohnt noch ganz in der Nähe ihres Elternhauses und schreibt nach wie vor gerne Geschichten und Rosalind arbeitet auf einer Farm in Cameron und wird demnächst heiraten.

Obwohl wir es hier mit so vielen Erwachsenen zu tun bekommen, ist dieser Band aber natürlich dennoch ein Kinderbuch, keine Sorge. Die Rolle der Protagonistin übernimmt nämlich Lydia, die 11-jährige Halbschwester der vier Penderwick-Schwestern. Es wird einem sofort deutlich, dass Lydia wie ihre vier großen Schwestern ein total liebenswertes, süßes und sympathisches Mädchen ist. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen und konnte mich dank der besonderen Erzählweise von Jeanne Birdsall auch als erwachsene Leserin großartig in Lyida hineinversetzen.

Zusammen mit Lydia dürfen wir hier einen ganz, ganz wundervollen Ort wieder besuchen: Arundel. Auf Arundel hatten die vier Penderwick-Schwestern im ersten Band Urlaub gemacht und schon da wurde es so herrlich idyllisch und traumhaft schön beschrieben. Für mich ist Arundel irgendwie der geheime Garten, Narnia und Peter Pans Nimmerland in einem. Es ist ein magischer Ort, und das ganz ohne Magie. Zauberei gibt es in den Penderwicks-Büchern natürlich nicht, die Geschichten sind absolut realistisch. Dennoch verströmt Arundel so etwas Verwunschenes und Geheimnisvolles und ist das reinste Paradies für Kinder, Abenteurer und Entdecker.

Auch in diesem Band konnte mich Arundel wieder komplett verzaubern. Ich hatte hier beim Lesen ein angenehmes Dauerbauchkribbeln und wäre am liebsten in das Buch hineingekrabbelt, um Arundel selbst mal zu erkunden. Schon schade, dass das Hineinreisen in Büchern nicht möglich ist. Die anschaulichen Beschreibungen von diesem zauberhaften Fleckchen Erde lösen in mir irgendwie immer so ein richtiges Fernweh aus. Ich bin mir sehr sicher, dass ich mich auf Arundel pudelwohl fühlen würde. :)

Dass die Autorin den fünften Band an diesem herrlichen Ort spielen lässt, hat mir ganz besonders gut gefallen. Aber auch sonst konnte mich hier einfach alles begeistern. Die Schwestern sind, obwohl sie so viel älter sind, irgendwie immer noch die gleichen und haben ihre einzigartigen Merkmale beibehalten. Da Rosalind auf Arundel heiraten möchte, treffen wir hier auf die gesamte Penderwick-Familie und dürfen dazu auch noch ein paar neue Charaktere kennenlernen (und auch Personen wieder begegnen, die leider nicht so nett sind. Ich sag nur Mrs Tifton).
Wen wir hier zum Beispiel neu kennenlernen dürfen, ist die 10-jährige Alice. Mit ihr wird sich Lydia anfreunden und wie die Freundschaft der beiden beschrieben wird, ist so herzerwärmend und zum Schmunzeln schön! Lydia und Alice sind einfach beide zwei ganz liebe, aufgeweckte und abenteuerlustige Mädchen, bei denen man gar nicht anders kann als sie gernzuhaben.

Was genau Lydia alles zusammen mit ihren Geschwistern, ihrer neuen Freundin und den beiden Hunden Feldspat und Sonate auf Arundel erleben wird, werde ich hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen, ich bin so verliebt in die Geschichte. Sie ist so harmonisch, sommerlich und witzig, sie ist mitreißend und turbulent und sie ist, ja, ich weiß, ich wiederhole mich, so wunderschön! Ich versuche hier einfach gerade deutlich zu machen, wie viel mir diese Reihe bedeutet. Band 5 hat mir nur noch mal vor Augen geführt, dass ich die Penderwicks zurecht so sehr liebe.
Die Geschichten dieser liebenswürdigen Familie sind einfach für Jedermann, egal ob Jung und Alt, Mädchen oder Junge, absolut lesenswert. In meinen Augen haben die Penderwicks-Bücher definitiv das Zeug zu einem Klassiker!

Fazit: Warmherzig, lustig, sommerlich und so, so schön - auch der fünfte Penderwicks-Band konnte mich von den ersten Seiten an verzaubern! In dieser liebevollen Kinderbuchreihe sind einfach alle Bände traumhaft schön. Die Bücher haben so etwas wunderbar Zeitloses und Unbeschwertes und machen einfach rundum glücklich. Sie handeln von Familie, Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und Abenteuer und sie lassen garantiert in jedem erwachsenen Leser den großen Wunsch aufkommen, noch einmal wieder Kind sein zu dürfen. Der fünfte Band der Penderwicks hat mir ein unvergessliches Leseerlebnis beschert. Ich kann das Buch absolut empfehlen und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 12.06.2019

Romantisch, humorvoll, zuckersüß!

ROYALS - Prinz Charming gesucht
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Als ich das erste Mal über „Royals“ gestolpert bin, wusste ich einfach sofort, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Das Cover mit den pinken Handschuhen und der pinken Tasche hat es mir irgendwie richtig ...

Als ich das erste Mal über „Royals“ gestolpert bin, wusste ich einfach sofort, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Das Cover mit den pinken Handschuhen und der pinken Tasche hat es mir irgendwie richtig angetan und der Klappentext sprach mich einfach sofort an. Von Rachel Hawkins hatte ich bisher noch nichts gelesen, „Royals – Prinz Charming gesucht“ sollte also mein erstes Buch von ihr sein.

Die 17-jährige Daisy führt ein ganz normales Leben zusammen mit ihren Eltern in Florida. Na ja, okay, normal war es vielleicht mal. Seit Daisys große Schwester Ellie und der Kronprinz von Schottland ein Paar sind, kann man irgendwie nicht mehr so wirklich von einem gewöhnlichen Leben sprechen. Noch mehr verändern tut es sich, als Ellie und ihr charmanter Prinz verkünden, dass sie demnächst heiraten werden. Zur Vorbereitung auf die Hochzeit müssen Daisy und ihre Eltern den Sommer über in Schottland bei der royalen Familie verbringen. Na super. Daisy ist alles andere als begeistert von dieser plötzlichen Sommerumplanung. Anstatt mit ihrer besten Freundin nach Key West zur Key Con zu fahren, muss sie sich nun mit den königlichen Chaoten und jeder Menge Zicken rumschlagen. Sie muss die königlichen Gepflogenheiten erlernen, muss sich an das kalte Klima in Schottland gewöhnen und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, lässt Daisy einfach kein Fettnäpfchen aus und stolpert von einer peinlichen Situation in die nächste. Zum Glück ist da aber Miles, der ihr dabei helfen soll, sich am Hofe zurechtzufinden. Miles ist zwar schon etwas arrogant, aber auch wahnsinnig gutaussehend...

Ich hatte einen wunderbaren Einstieg in das Buch. Der Schreibstil von Rachel Hawkins ist super, er ist locker-leicht, lebendig und spritzig modern. Für mich hat er sich richtig angenehm lesen lassen, ich bin hier nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch quasi inhaliert.

„Royals“ hat mir genau das beschert, was ich mir erhofft habe. Die Story ist so schön humorvoll, romantisch und zuckersüß. Mich hat sie bestens unterhalten, ich war hier durchweg am Schmunzeln und am Grinsen. Hinten in der Buchklappe steht, dass „Royals“ perfekt für Meg Cabot-Fans ist und yes, dem stimme ich vollkommen zu! Ich selbst bin ein großer Fan von Meg Cabots Büchern und habe wirklich alle ihre Jugendromane, die auf Deutsch erschienen sind, gelesen. Vom Humor und Stil her erinnert „Royals“ tatsächlich an Meg Cabots Werke. Vermutlich werden die meisten sofort an „Plötzlich Prinzessin“ denken. Wer nun aber befürchtet, es hier mit einem müden Abklatsch von der Mia Thermopolis-Reihe zu tun bekommen, kann ich beruhigen: Dem ist auf jeden Fall nicht so. „Royals“ erzählt eine sehr eigenständige und irgendwie auch total andere Story. Dennoch kann ich mir aber nur zu gut vorstellen, dass die, die „Plötzlich Prinzessin“ lieben, auch von „Royals“ hellauf begeistert sein werden. Ich zumindest bin es, sehr sogar. :D

Erfahren tun wir alles aus der Sicht von Daisy in der Ich-Perspektive. Sie habe ich vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen. Daisy ist liebenswert, witzig und so schön sarkastisch. Sie hat stets einen flotten Spruch auf Lager und ist wahrlich nicht auf den Mund gefallen. Mit ihr ist Rachel Hawkins eine richtig tolle, toughe Protagonistin gelungen, bei der man als Leser gar nicht anders kann, als sie gernzuhaben.

Wen ich ebenfalls große Klasse fand, waren Daisys Eltern. Hach, die beiden werden so herrlich schrullig dargestellt, allen voran der Vater, der früher mal ein bekannter Rockstar war. Allerdings hatte er mit seiner Band nur einen großen Hit und sein Ruhm war auch nur von sehr kurzer Dauer. Irgendwie ist Daisys Dad cool und uncool zugleich. Ich habe mich köstlich über ihn amüsiert, muss aber schon gestehen, dass ich sehr froh und erleichtert darüber bin, dass er nicht mein Daddy ist. Ihn kann man nur als peinlich bezeichnen. Zumindest aus der Sicht der Tochter. ;D
Aber Daisys Dad ist schon echt ein lieber Kerl. Ihn mochte ich richtig gerne.

Wen ich leider so gar nicht leiden konnte, ist Daisys große Schwester Ellie. Keine Ahnung, ich fand sie irgendwie so schrecklich kühl und ernst und so extrem egoistisch. Ihre Familie tut echt viel für sie, aber Ellie scheint das gar nicht so richtig zu würdigen sondern als selbstverständlich anzusehen. Besonders Daisy muss doch so einiges einstecken. Sie muss durch die Heirat auf den Trip zur Key Con verzichten, zu der sie mit ihrer allerbesten Freundin Isabel fahren wollte und auf die sie sich schon so gefreut hatte. Sie muss jederzeit damit rechnen, dass sie als die kleine Schwester der Verlobten des Kronprinzen von Schottland ins Visier der Presse gerät...Und auch sonst muss Daisy ständig auf Dinge verzichten, damit Ellie ihren Willen bekommt. Also nein, Ellie war definitiv keine Sympathieträgerin für mich.

Bei den anderen Charakteren kann ich nun auch nicht behaupten, dass ich sie alle mochte. Fand ich aber nicht schlimm, ich mag das total gerne, wenn man es in Büchern mit Figuren zu tun bekommt, über die man sich aufgrund ihrer furchtbaren Art so schön aufregen kann. :D
Wen ich anfangs etwas unsympathisch fand, war Miles. An ihm hat mich zuerst etwas gestört, allerdings kann ich noch nicht mal sagen, was genau. Großartig aber fand ich das Zusammenspiel von Miles und Daisy. Ihre Dialoge sind stellenweise so herrlich schlagfertig. Im Verlaufe des Buches hat sich mein Bild von Miles auch noch gewandelt. Ihn habe ich zum Ende hin noch richtig liebgewonnen.

Insgesamt bekommt man es hier mit so einigen ziemlich schrägen Charakteren zu tun. Das königliche schottische Hofleben ist schon echt eine Welt für sich. Kein Wunder, dass Daisy von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert. Ich glaube, mir wäre es vermutlich ähnlich ergangen. Ich konnte Daisy absolut verstehen, dass sie nichts von diesem Königsgedöns hält und sich von dem königlichen Trubel lieber fernhält. So ein Royalleben ist irgendwie gar nicht so cool, wie man immer denkt.

Ich kann euch versichern, Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf. Die Story ist durchweg turbulent und mitreißend. Allerdings muss dazu gesagt sein, dass sie auch etwas kitschig und klischeehaft ist. Wer sich an so etwas stört, wird hier vermutlich öfters mal mit den Augen rollen. Mir machen Klischees nie groß was aus, für mich gehören sie zu einer solchen Art von Teeniebuch einfach dazu. Auch dass die Geschichte nicht allzu sehr in die Tiefe geht, fand ich überhaupt nicht schlimm. „Royals“ ist einfach so ein richtiger Wohlfühlschmöker mit einem wunderbar schottischen Flair, der einem vergnügliche, prickelnd schöne Lesestunden beschert.

Ebenfalls klasse fand ich die witzigen Blogartikel, die man zwischendurch zu lesen bekommt. Sie machen die Story nur noch authentischer und unterhaltsamer.

Bei „Prinz Charming gesucht“ handelt es sich, wie ich mittlerweile weiß, um den ersten Band einer Reihe. Allerdings bekommt man es hier mit keinem fiesen Cliffhanger am Ende zu tun. Das Buch ist in sich abgeschlossen. Da bin ich nun mal sehr gespannt, wie es wohl in der Fortsetzung weitergehen wird. Auf Englisch gibt es sie schon und ich hoffe so sehr, dass sie auch noch ins Deutsch übersetzt werden wird. Mir hat Band 1 von „Royals“ echt gut gefallen, ich kann es jedem, der auf süße, witzige, leichtherzige Geschichten steht sehr empfehlen. Und für Meg Cabot-Fans ist das Buch in meinen Augen ein großes Muss!

Fazit: Romantisch, zuckersüß und zum Schmunzeln schön! Meine Erwartungen konnte der erste Band der „Royals“- Reihe komplett erfüllen. Ich habe das Buch richtig weggesuchtet und habe mich beim Lesen köstlich amüsiert. Die Story ist so herrlich humorvoll, die Charaktere sind teilweise so schön schräg und die schlagfertigen Dialoge zaubern uns Lesern immer wieder ein breites Grinsen auf die Lippen. Mir hat das Buch ein wunderbar königliches Lesevergnügen beschert. Ich kann es wärmsten empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 11.06.2019

Spannend, witzig, magisch schön! Mit Meja Meergrün kann man einfach die tollsten Abenteuer erleben!

Meja Meergrün (Bd. 5)
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Seit Band 1 bin ich ein großer Meja Meergrün-Fan. Bisher konnten mich alle Abenteuer des aufgeweckten Meermädchens hellauf begeistern. Meine Freude war daher natürlich groß, als ich entdeckte, dass dieses ...

Seit Band 1 bin ich ein großer Meja Meergrün-Fan. Bisher konnten mich alle Abenteuer des aufgeweckten Meermädchens hellauf begeistern. Meine Freude war daher natürlich groß, als ich entdeckte, dass dieses Jahr ein neuer Meja-Band erscheinen wird. Ich war schon so gespannt, was mich in „Meja Meergrün rettet den kleinen Eisbären“ wohl erwarten wird.

Die Eltern von Meja Meergrün sind endlich von ihrer Forschungsreise zurück. Allzu lange hält es sie aber nicht zu Hause in der Unterwasserstadt Lyckhav. Eine besorgniserregende Nachricht erreicht die Meergrüns aus dem Eisland, in welcher sie der Eisbärprofessor Knut Knudsen um Hilfe bittet. Das Nordmeer wird immer wärmer und die Eisberge drohen zu schmelzen. Mama und Papa Meergrün machen sich sofort auf ins Eisland und Meja darf ihre Eltern tatsächlich auf dieser aufregenden Reise begleiten! Am Nordpol angekommen wartet auf das mutige Meermädchen schon die erste große Mission: Der kleine Eisbärjunge Nalle treibt ganz alleine auf einer Eisscholle aufs offene Meer hinaus. Da er nicht schwimmen kann, schwebt er in großer Gefahr! Für Meja steht natürlich sofort fest, dass sie dem kleinen Eisbärenkind helfen muss. Ein neues magisches Abenteuer erwartet sie.

Sieht das Cover nicht super niedlich aus? Natürlich sehen auch die Cover der anderen Meja Meergrün-Bände absolut bezaubernd aus, aber das von Band 5 finde ich besonders goldig, ich bin so verliebt in diesen knuffigen kleinen Eisbären. Die Wiebke Rauers kann schon echt toll zeichnen, sie zählt mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsillustratorinnen.

Wie das Cover, so ist auch die Geschichte, die einen hier erwartet, total süß und wunderschön. Sie lädt von den ersten Seiten an zum Träumen ein und lässt einen durchweg Mitfiebern. Ich habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen und bin mal wieder ganz begeistert. Mit Meja Meergrün kann man einfach die tollsten Abenteuer erleben. Langeweile mit Meja? Ein Ding der Unmöglichkeit, sag ich euch. Sie kann man wirklich zurecht als die Pippi Langstrumpf der Meere bezeichnen. Mit ihrer lebensfrohen, vorlauten, mutigen und liebenswerten Art erinnert sie irgendwie schon ein bisschen an die bekannte Buchfigur von Astrid Lindgren. Meja muss man einfach gernhaben. Mit ihr ist Erik Ole Lindström eine einzigartige Buchheldin gelungen, mit der wir hoffentlich noch viele weitere Abenteuer erleben werden!

Wer von euch hat denn eigentlich schon die Bekanntschaft mit Meja gemacht? Wenn eure Antwort „Ich noch nicht“ lautet, rate ich euch, dies in Band 1 nachzuholen. In der richtigen Reihenfolge muss man die Meja-Bände in meinen Augen zwar nicht unbedingt lesen, da sie ziemlich in sich abgeschlossen sind, aber zumindest das Wissen aus dem ersten Band sollte man meiner Meinung nach haben, ehe man zu den Fortsetzungen greift. Ich persönlich würde allerdings dennoch empfehlen, die Bücher chronologisch zu lesen, da der Lesespaß dann einfach höher ist.

Ich hatte einen wundervollen Einstieg in das Buch. In der Unterwasserstadt Lyckhav fühle ich mich mittlerweile schon richtig zu Hause, an diesen Ort kehre ich immer nur zu gerne wieder zurück. Ich liebe diese kunterbunte Unterwasserwelt mit all ihren außergewöhnlichen Bewohnern. Die Kümmerkröte Padson, der kleine Seehund Bollarbi, der Delfinjunge Caspar, der Seestern Lille – alle haben sie hier wieder ihren Auftritt. Auch Mejas Eltern sind in diesem Band dabei, sie spielen in dieser Meja-Geschichte sogar eine sehr große Rolle.

Anders als in den Bänden davor, in denen Mejas Eltern immerzu auf Forschungsreise waren, sind sie in diesem Band endlich mal zu Hause bei ihrer Meermädchentochter. Wie ihre kleine Meja, so sind auch Mama und Papa Meergrün zwei ganz besondere, herzensgute Meermenschen. Hach, diese zauberhafte Kinderbuchreihe wimmelt einfach nur so vor lauter sympathischen Charakteren. Die Eisbärfamilie, die wir hier neu kennenlernen dürfen, ist auch so freundlich und lieb; sie muss man ebenfalls sofort ins Herz schließen.
Natürlich treiben in der Unterwasserwelt aber auch weniger nette Kreaturen ihr Unwesen. Da werde ich nur mal lieber nicht näher ins Detail gehen, ich möchte ja schließlich nicht spoilern. Nur so viel noch: Meja und ihre Freunde werden auch in diesem Band auf ein paar sehr unangenehme Zeitgenossen treffen…

Was genau Mama, Papa und Meja Meergrün alles auf ihrer Reise ins Eisland erleben werden, werde ich hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Ich kann es wirklich nur empfehlen, es ist so fantasievoll, spannend, witzig und magisch schön. Besonders gut gefallen hat mir, dass dieser Band ein sehr wichtiges Thema behandelt: Die Klimaerwärmung. Auf eine sehr kindgerechte Weise wird hier vermittelt, wie gefährlich es für die Polargebiete ist, wenn sich das Meer weiter so erwärmt: Die Eisberge beginnen zu schmelzen.
Das Buch enthält einfach so viele tolle Themen und Werte. Neben der wichtigen Thematik Klimaerwärmung handelt es auch von Familie, Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und den Glauben an sich selbst.

Zu meinen absoluten Highlights zählen mal wieder die großartigen Illustrationen von Wiebke Rauers. Wie oben bereits erwähnt, ich liebe ihre Bilder! An denen kann ich mich einfach nie sattsehen. Ihre Illustrationen sind so herrlich bunt und farbenfroh und so unglaublich niedlich. Mejas regenbogenfarbene Haare gefallen mir immer besonders gut und die runden Kulleraugen der Meeresbewohner finde ich so putzig. Die Illustrationen geben das Geschehen im Text erstklassig wieder und schaffen eine wunderbar fröhliche Atmosphäre.

Zum Vorlesen kann ich auch diesen Meja Meergrün-Band ganz besonders empfehlen. Der Schreibstil ist so lebendig und mitreißend, sodass sich die Geschichte prima vorlesen lässt. Zum Selberlesen sollte man schon etwas geübter im Lesen sein, da die Sätze teilweise recht lang sind und die Schrift etwas klein ist.

Ich hoffe nun sehr, dass wir uns auch noch auf einen sechsten Band freuen dürfen. So, wie das fünfte Abenteuer endet, gehe ich schon davon aus, dass es ein erneutes Wiedersehen mit Meja und ihren Freunden geben wird. :D

Fazit: Spannend, witzig, magisch schön! Mit dem fünften Band der Meja Meergrün-Reihe ist Erik Ole Lindström erneut ein herrlich fantasievolles Kinderbuch gelungen, welches Jung und Alt ein wunderbares (Vor-)Leseerlebnis beschert. Es erzählt eine zauberhafte Geschichte über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Magie und dem wichtigen Thema Klimaerwärmung. Das Buch wimmelt nur so vor lauter liebenswerten Charakteren und es ist so traumhaft schön illustriert. Wer das fröhlich-freche Meermädchen Meja Meergrün noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern! Mit Meja und ihren Freunden kann man die tollsten Abenteuer erleben! Der fünfte Band erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 06.06.2019

Emotional, zutiefst berührend und so wunderschön!

Jeden Tag ein Wort von dir
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Ist das Cover nicht ein Traum? Also bei war es hier ganz große Liebe auf den ersten Blick, ich finde es so wunderhübsch. Vermutlich hätte ich mir das Buch allein deswegen zugelegt, bin ein absolutes Coveropfer. ...

Ist das Cover nicht ein Traum? Also bei war es hier ganz große Liebe auf den ersten Blick, ich finde es so wunderhübsch. Vermutlich hätte ich mir das Buch allein deswegen zugelegt, bin ein absolutes Coveropfer. Hier sprach mich allerdings auch der Klappentext auf Anhieb an. Für mich stand hier einfach sofort fest, dass ich „Jeden Tag ein Wort von dir“ unbedingt lesen möchte.

Sasha war ein liebenswertes, lustiges und sehr aufgewecktes Mädchen. Sie hat ein glückliches Leben bei ihren Adoptiveltern geführt und war bei allen beliebt. Dann aber erhält sie mit siebzehn Jahren die schreckliche Diagnose, dass sie Krebs hat. Sasha kämpft, verliert aber schließlich den Kampf gegen ihre Krankheit. Obwohl ihre allerbeste Freundin Rocki wusste, dass Sasha sterben wird, fällt es ihr schwer mit diesem schlimmen Verlust und dieser großen Trauer, die fortan in ihr herrscht, klarzukommen. Es soll sich aber noch herausstellen, dass Sasha auch nach ihrem Tod noch bei ihr ist und zwar auf eine ganz besondere Weise. Rocki erhält kurz nach der Beerdigung ihrer Freundin eine Botschaft von ihr und dieser werden noch viele weitere folgen. Durch die Nachrichten wird Rocki Elijah kennenlernen, Sashas leiblichen Bruder. Zusammen werden sie sich auf eine Reise durch Sashas Kindheit begeben. Ein Bootsausflug, ein DVD-Marathon, ein Konzertbesuch und noch vieles mehr erwartet die beiden. Elijah wird durch diese Erinnerungen erfahren, was für ein außergewöhnlicher Mensch seine kleine Schwester war. Und wen er auch noch besser kennenlernen wird, ist Rocki. Rocki und Elijah werden sich auf dieser emotionalen Reise immer näher kommen und schließlich ineinander verlieben.

Wow, was für ein Buch! Ich liebe es, es ist so herzergreifend, traurig und wunderschön! Deckt euch vor dem Lesen nur ja gut mit Taschentüchern ein, glaubt mir, ihr werdet sie brauchen. Die Geschichte, die einen hier erwartet, nimmt einen emotional einfach so mit. Ich weine eher selten bei Büchern los, aber hier habe ich stellenweise dann doch mit den Tränen kämpfen müssen. Die Autorin beschreibt alles so gefühlvoll und echt, einfach Wahnsinn, sag ich euch. Auch wenn man noch nicht groß mit dem Tod in Berührung gekommen ist und noch nicht einen derart schlimmen Verlust erlitten hat wie unsere Protagonistin Rocki, kann man dennoch alles so unglaublich gut nachfühlen. Cheyanne Young hat einen wundervollen Schreibstil, ihr gelingt es einfach perfekt uns Leser auf die reinste emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitzunehmen, bei der garantiert die meisten zu den Taschentüchern greifen werden.

Schon die ersten Seiten sind so traurig. Wir lernen Rocki und ihre beste Freundin Sasha kennen und man kann als Leser gar nicht anders, als beide Mädchen sofort ins Herz zu schließen. Sie sind einfach beide so lieb und sympathisch. Die beiden sind total verschieden, aber vermutlich passen sie gerade deswegen so gut zusammen. Sasha ist sehr offen und bei allen beliebt, Rocki dagegen ist zurückhaltend und stand schon immer im Schatten ihrer besten Freundin. Was sie aber überhaupt nicht stört. Die beiden verbindet eine ganz besondere und sehr innige Freundschaft. Zu sehen, wie lieb sich die beiden haben und dabei zu wissen, dass es bald mit der gemeinsamen Zeit vorbei sein wird, zerreißt einem einfach das Herz.

Die Autorin erzählt zu Beginn des Buches von Sashas Krankheit und ihrem Leidensweg und das auf eine zutiefst bewegende Weise. Ich konnte mich so gut in Rocki hineinversetzen und habe richtig mitgelitten. Wir erfahren hier alles aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive, sodass man als Leser alles hautnah miterlebt. Rockies Gefühle, ihr Schmerz, ihre Trauer – alles wird so intensiv und einfühlsam beschrieben.
Ich stelle mir das so schrecklich vor, einem geliebten Menschen dabei zusehen müssen wie er immer schwächer wird und dann sogar dabei zu sein, wenn er schließlich stirbt. Und dann die Zeit danach, wenn dieser jemand plötzlich weg ist, man aber dennoch irgendwie weiterleben muss und versuchen muss, mit diesem schweren Verlust klarzukommen.

Zum Glück wird Rocki Elijah kennenlernen, Sashas leiblichen Bruder. An Elijah habe ich mein Herz sofort verloren. Wie seine kleine Schwester, so ist auch er so jemand, der man sofort gernhaben muss. Mir tat Elijah unendlich leid, denn er musste schon so viel Mist durchmachen. Anders als seine Schwester, die das Glück hatte, von zwei reichen, herzensguten Menschen adoptiert zu werden, ist Elijah von einem Pflegeheim ins nächste gewandert. Man wünscht ihm einfach so sehr, dass er das glückliche Leben erhalten wird, das er verdient hat. Ob er es vielleicht mit Rocki endlich bekommen wird? Als Leser spürt man das Knistern zwischen beiden vom ersten Moment an. Wie sich die beiden immer näher kommen und schließlich ineinander verlieben, wird so authentisch und wunderschön beschrieben.

Zusammen mit Rocki und Elijah begeben wir uns hier auf eine ganz besondere Reise. Es ist wirklich beeindruckend, was Sasha da alles organisiert hat und das, obwohl sie so schwer krank war. Ihre E-Mails, Briefe und Videos sind so berührend. Was genau Sasha alles auf die Beine gestellt hat und was Rocki und Elijah dank ihr alles erleben werden, werde ich hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr unbedingt tun solltet! Für mich ist „Jeden Tag ein Wort von dir“ ein absolutes Highlight. Ich hatte hier durchweg Gänsehaut beim Lesen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da mich die Story so mitgerissen hat. „Jeden Tag ein Wort von dir“ ist ein wunderbarer Roman über Liebe, Freundschaft, Verlust, Trauer und Hoffnung, über das Loslassen und das Weitermachen. Es ist ein Buch voller wunderschöner, trauriger, glücklicher und magischer Momente. Ich habe großartige Lesestunden mit dem Buch verbracht; ich kann es wirklich nur empfehlen.

Fazit: Was für ein zutiefst berührendes, emotionales, trauriges und wunderschönes Buch! Mir hat „Jeden Tag ein Wort von dir“ unglaublich gut gefallen. Ich habe hier mit den Tränen gekämpft, ich habe mitgelitten, mitgefühlt und war durchweg am Mitfiebern. Cheyanne Young ist hier ein ganz besonderes und so wundervolles Buch über Freundschaft, Liebe, Tod, Verlust, Trauerbewältigung und noch so manchem mehr gelungen. Ich kann „Jeden Tag ein Wort von dir“ absolut empfehlen! Aber Vorsicht: Hier herrscht definitiv Taschentuchalarm! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 04.06.2019

Eine tolle Fortsetzung! Spannend, witzig und so schön illustriert!

Storm und die Fußballgötter
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Letztes Jahr hatte ich den ersten Storm-Band gelesen und war von diesem ganz begeistert. Auf die Fortsetzung habe ich mich daher schon sehr gefreut. Ich war schon so gespannt, was mich in „Storm und die ...

Letztes Jahr hatte ich den ersten Storm-Band gelesen und war von diesem ganz begeistert. Auf die Fortsetzung habe ich mich daher schon sehr gefreut. Ich war schon so gespannt, was mich in „Storm und die Fußballgötter“ wohl erwarten wird.

Der kleine Junge Storm, der Erfinder des Fußballspiels, dient nach seiner Flucht aus der Klosterschule den Wikingern aus dem Dorf Reydarfjordurthoft als Sklave. Kein leichter und angenehmer Job. Storm hofft sehr, dass seine Zeit als Sklave bald vorbei ist. Er hat seinen Traum nicht aufgegeben, ein echter Wikinger und Seefahrer zu werden! Dafür muss er allerdings erst die alles andere als einfache Wikingerprüfung bestehen. Ob er sie wohl meistern wird? Nun, wer Storm kennt, der weiß, dass er nicht so schnell aufgibt, um an sein Ziel zu gelangen. Und vielleicht können ihm ja die Götter, auf die er in den hohen Bergen treffen wird, bei seinem neuen Abenteuer ein bisschen helfen.

Auch mit dem zweiten Storm-Band ist Jan Birck ein wundervolles Kinderbuch gelungen, welches mir die richtig schöne Lesestunden beschert hat. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist genauso spannend, fantasievoll und liebenswert wie die aus dem Reihenauftakt. Hier folgt wirklich einer mitreißenden und witzigen Szene der nächsten, sodass man durchweg am Mitfiebern und Schmunzeln ist.

Kennt ihr denn eigentlich schon den Jungen Storm, den Erfinder des Fußballspiels? Wenn eure Antwort Nein lautet, rate ich euch, lieber in Band 1 die Bekanntschaft von Storm zu machen. In meinen Augen wäre es hier schon besser, die chronologische Reihenfolge einzuhalten, da der Lesespaß dann einfach höher ist. Für das Verständnis wird es aber nicht unbedingt notwendig sein, da alles wichtige kurz erklärt wird.

Nachdem wir in Band 1 erfahren haben, wie das Fußballspielen entstanden ist, war ich nun sehr gespannt, was wir als nächstes mit Storm erleben werden. Eine neue Sportart wird er nicht erfinden, so viel kann ich ja schon mal verraten. Auch dieser Band handelt wieder sehr viel vom Fußballspielen. So dürfen wir zum Beispiel auf eine sehr originelle Weise erfahren, wie eigentlich die Fußballregeln entstanden sind. :D
Obwohl ich mit Fußball nicht wirklich was anfangen kann, war ich hier von den ersten Seiten an mit Feuereifer dabei und habe das Buch im Nu durchgelesen. Ich bin also das perfekte Beispiel dafür, dass man kein großer Fußballfan sein muss, um Storms Abenteuer zu lieben. Fußballbegeisterten Kindern (und durchaus auch Erwachsenen) kann ich die Storm-Reihe aber natürlich ganz besonders ans Herz legen. Diese werden hier auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen.

Was ich einfach nur genial fand, war die Wikingerprüfung. Die war so spannend! Bei den Beschreibungen der verschiedenen Aufgaben konnte ich das Buch gar nicht mehr aus Hand legen, da ich so am Mitfiebern war und unbedingt erfahren wollte, wie sich Storm bei der Prüfung schlagen wird. Ob er sie bestehen wird? Tja, das werde ich hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr unbedingt tun solltet!

Womit mich Jan Birck ebenfalls wieder hellauf begeistern konnte, sind die Charaktere. Die meisten durfte ich schon in Band 1 kennenlernen und schon da haben sie mir unheimlich gut gefallen. Sie werden allesamt so ulkig und herrlich schräg beschrieben.
Auch die Figuren, die hier neu dazustoßen, fand ich richtig super. Da wären zum Beispiel die Götter, auf die wir zusammen mit Storm treffen werden. Also, wie die hier dargestellt werden, einfach toll.
Die Wikinger haben aber natürlich auch wieder dazu beigetragen, dass ich aus dem Grinsen stellenweise gar nicht mehr herausgekommen bin.
Mein Liebling ist aber nach wie vor der Buchheld dieser Reihe: Storm. Mit ihm ist Jan Birck ein ganz besonderer Protagonist gelungen. Storm ist stark, mutig, extrem clever und einfach so jemand, den man sofort ins Herz schließen muss. Ich finde Storm richtig klasse und da bin ich definitiv nicht die Einzige. Das Wikingermädchen Vidgis, ein sehr temperamentvolles Mädel, sag ich euch, scheint Storm ebenfalls sehr gernzuhaben. Die Liebe kommt hier also auch noch mit ins Spiel, was mir sehr gut gefallen hat. Die Szenen werden so süß und zum Schmunzeln schön beschrieben.

Meine persönlichen Highlights waren ganz klar wieder die farbigen Illustrationen. Der Jan Birck kann einfach so unglaublich schön zeichnen, ich liebe seine Bilder! An denen kann mich einfach nie sattsehen. Zu meiner großen Freude wurde auch dieser Band mit vielen, vielen Zeichnungen versehen. Egal ob die kleine Bildchen, die etwas größeren, die ganzseitigen Illustrationen oder doppelseitigen – mir haben sie allesamt wahnsinnig gut gefallen. Sie schaffen eine wunderbare Atmosphäre und lassen ein richtiges Abenteuerfeeling aufkommen. Letzteres kommt natürlich auch durch das Setting zustande, welches total cool und sehr anschaulich beschrieben wird.

Zum Vorlesen kann ich die Storm-Reihe ganz besonders empfehlen. Ich habe auch diesen Band wieder für mich alleine gelesen, kann mir aber nur zu gut vorstellen, dass er für die tollsten Vorlesestunden sorgen wird. Es gibt sehr viel wörtliche Rede und laute Ausrufe, sodass man die Geschichten herrlich lebendig vortragen kann.
Zum Selberlesen eignet sich die Reihe auch wunderbar. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr einfach gehalten. Kinder ab etwa 8 Jahren, die schon geübter sind im Lesen, sollten hier keine Probleme beim Durchschmökern haben.

Lustig-spannende Fußballspiele, eine aufregende Wikingerprüfung, ein Public-Viewing-Balkon, auf dem Odin, Thor und Loki gerne chillen, Tischkicker spielende Schicksalsgöttinnen, Popcorn futternde Götter, verschämte Fürze, begeisterte Anfeuerungsrufe, ein pfiffiger Buchheld, der sich nicht unterkriegen lässt – klingt das nicht alles toll und richtig witzig? Nicht zu vergessen die großartigen Illustrationen und das fantastische Setting. Ich kann die Storm-Reihe wirklich nur empfehlen. Auf den dritten Band freue ich mich jetzt schon sehr. Ich bin schon so gespannt, welches wikinigermäßig starke Fußballabenteuer wir wohl als nächstes mit Storm erleben werden.

Fazit: Spannend, witzig, fantasievoll und so wunderschön illustriert! Mit dem zweiten Band der Storm-Reihe ist Jan Birck eine wundervolle Fortsetzung gelungen, welche von den ersten Seiten an zum Mitfiebern einlädt und große Lust auf mehr macht! Fußballfans werden hier ganz auf ihre Kosten kommen, allerdings sind die Storm-Bücher auch für Nicht-Fußballfreunde absolut lesenswert. Ob zum Vor- oder zum Selberlesen – ich kann „Storm und die Fußballgötter“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!