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Milli0910

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2019

Ein Agententhriller

Die stille Tochter
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Das Cover des Buches finde ich außergewöhnlich, was es in meinen Augen wieder sehr gut macht. Es sieht nicht aus wie 80% der anderen Thriller- Cover, was passend zum Buch ist- auch kein typischer Thriller. ...

Das Cover des Buches finde ich außergewöhnlich, was es in meinen Augen wieder sehr gut macht. Es sieht nicht aus wie 80% der anderen Thriller- Cover, was passend zum Buch ist- auch kein typischer Thriller. Das Cover des Buches finde ich gut gestaltet. Die kraftvollen Farben auf schlichtem Grund machen das Buch zu einem Hingucker.

Inhalt:
Das Buch beginnt gleich hochspannend, man wird geradezu in die Geschichte hineingeworfen. Oslo 2016: Ein Mann findet während des Badens im See eine Frauenleiche. Handelt es sich um die 1982 verschwundene, ehemalige Ostberliner Schwimmerin Christel Heinze, die 1973 während eines Schwimmwettbewerbes in Oslo aus der DDR geflüchtet war? Kurz darauf wird Arvid Storholt ermordet, ein erfolgreicher Doppelagent, welcher 1982 verdächtigt wurde,etwas mit dem Verschwinden seiner Freundin Christel zutun zu haben. Tommy Bergmann ermittelt für den norwegischen Geheimdienst. Gibt es eine Verbindung zwischen der toten Unbekannten und dem ermordeten Sowjetagenten? Tommy Bergmann entdeckt durch unkonventionelle Ermittlungsmethoden Geheimnisse und findet Spuren, die auch ihm selbst mehr und mehr gefährlich werden können.

Meine Meinung:
Den letzten Band der Serie fand ich leider nicht so stark wie die ersten beiden, wenn auch nicht schlecht. Trotzdem habe ich gehofft, dass dieser vierte Teil wieder an die Stärke der ersten beiden herankommen kann. Dieser Wunsch wurde mir Gott sei Dank erfüllt! Die Charaktere sind allesamt wieder gut gelungen und die spannende Handlung macht das Buch zu einem echten Pageturner. Zwar fand ich die verschiedenen Zeitebenen und Schauplätze zu Beginn etwas kompliziert, dies konnte sich jedoch schnell wieder legen. Wenn der Krimi dadurch auch keine leichte Kost mehr ist. fand ich die Aufklärung und die Hintergründe sehr schlüssig. Ebenso fand ich das Halten der Spannungskurve bis zu der Auflösung sehr gelungen. Dennoch finde ich nicht, dass dies ein Thriller in seiner herkömmlichen Art ist. Vielmehr ein Agententhriller mit starkem Einschlag in einen Kriminalroman. Bemerkenswert finde ich, zu guter Letzt, wie subtil Sveen sein Wissen als Regierungsberater hat einfließen lassen, um so Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen zu lassen.

Fazit:
Ein Thriller der anderen Art, welcher mich gerade dadurch begeistern konnte. Ich habe den Thriller/ Krimi innerhalb einer Woche durchgelesen, da er seine Spannung konstant gehalten hat und ich es nur schwer aus der Hand legen konnte.

Veröffentlicht am 15.05.2019

Ein verlogenes Leben

So schöne Lügen
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Das Cover des Buches ist sehr elegant und hochwertig gestaltet. Mit dem Titel "So schöne Lügen" und einem Blick auf den Klappentext regt das Buch einen sofort dazu an, lesen zu wollen.

Inhalt:
Das Buch ...

Das Cover des Buches ist sehr elegant und hochwertig gestaltet. Mit dem Titel "So schöne Lügen" und einem Blick auf den Klappentext regt das Buch einen sofort dazu an, lesen zu wollen.

Inhalt:
Das Buch handelt von einem Mädchen namens Louise. Sie ist Ende 20 und lebt in der riesigen Stadt New York. Sie ist ein einfaches und eher ärmliches Mädchen, welches mehrere Jobs hat, um sich über Wasser zu halten. Seit ihrer Ankunft in der Stadt der grenzenlosen Möglichkeiten träumt sie davon, als Schriftstellerin entdeckt zu werden. Eines Tages lernt sie Lavinia kennen. Lavinia ist ein ziemlich spezieller und oberflächlicher Mensch, dazu noch sehr reich. Sie wirkt als Charakter unsympathisch, teilt ihr gesamtes Leben auf Sozialen Netzwerken und es ist ihr egal, ob sie gemocht wird oder nicht. Louise und Lavinia werden "beste Freundinnen", Louise zieht bei Lavinia ein. Sie wird mitgenommen in die fremde, aber glamouröse Welt voller Partys, Alkohol, Freunden und Unbeschwertheit. Ist dies wirklich eine wahre Freundschaft oder macht Louise Lavinia etwas vor, damit sie nicht wieder zurück muss in ihr altes, trostloses Leben?

Meine Meinung:
Das Buch hat mir gut gefallen. Die Story des Buches ist sehr interessant und gut umgesetzt. Man kann sich wunderbar in die Charaktere hineinversetzen, besonders bei Louise. Lavinia hingegen wirkt eher gefühlslos und kalt, was es bei ihr schwieriger macht. Die Handlung der Geschichte steigt immer weiter an Spannung, sodass man sich bei jedem Höhepunkt fragt, was jetzt noch als nächstes passieren soll.
Negativ zu benennen bleibt leider nur der Schreibstil der Autorin, welcher außergewöhnlich und sicher nicht für Jedermann geeignet ist.

Fazit und Empfehlung:
Das Buch ist aus meiner Sicht eine klare Empfehlung wert. Jeder, der gerne Romane liest, in denen es um Freundschaft und Lügen geht, in denen zwei Welten aufeinander treffen, kommt hier auf seine Kosten.

Veröffentlicht am 26.04.2019

Niemals in der Niemalswelt

Niemalswelt
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Das Cover des Buches hat mich- als kleines Coveropfer- sehr sehr angesprochen. In seiner Schlichtheit ist es dennoch sehr schön anzuschauen und bleibt ein Blickfang.

Inhalt:
Beatrice, die von allen ...


Das Cover des Buches hat mich- als kleines Coveropfer- sehr sehr angesprochen. In seiner Schlichtheit ist es dennoch sehr schön anzuschauen und bleibt ein Blickfang.

Inhalt:
Beatrice, die von allen jedoch nur Bee genannt wird, hat gerade das erste Jahr des Colleges hinter sich gebracht und hilft ihren Eltern während der Ferien in deren Cafe aus. Ein Jahr zuvor ist ihr Freund Jim auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen. Diesen Vorfall hat Bree noch nicht verarbeitet, weshalb sie sich immer weiter von ihren Freunden isoliert hat. Dennoch laden diese sie nach diesem Jahr zu einer Party ein, zu welcher Bee sich nach anfänglichen Überlegungen doch aufmacht. Durch einen Autounfall geraten die Freunde in die “Niemalswelt”, einer Welt, die zwischen Leben und Tod existiert. Aus dieser Welt, so wird ihnen von dem Wächter erklärt, kann nur einer von ihnen entkommen- die anderen müssen sterben. Wer das sein wird, müssen die Freunde jeden Abend, sogesehen nach dem Unfall, demokratisch bestimmen. Schnell stellt sich heraus, dass auch Jims Tod etwas mit ihrer Situation zutun hat und dass die Aufklärung desselben ihnen helfen kann. Sobald die Abstimmung nicht eindeutig ist, und es mehr als nur eine Gegenstimme gibt, sind sie erneut in der Zeitschleife gefangen. Sie beginnen sich mit dem Tod von Jim zu befassen- um der Zeitschleife zu entkommen und ihr eigenes Leben zu retten.

Meine Meinung:
Obwohl mir sowohl das Cover total gefallen hat, ich vom Klappentext überzeugt war und die Leseprobe mich gefesselt hatte, war ein kleiner Rest Skepsis geblieben. Nicht aufgrund einer schlechten Idee, sondern weil ich Sorge hatte, einen schlechten Abklatsch von “Und täglich grüßt das Murmeltier”, “Happy Deathday”, “Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei” etc. zu lesen. Jedoch wurde ich- Gott sei Dank- eines Besseren belehrt. Es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig, den Protagonist*innen ist nicht über mehrere hundert Seiten das Gleiche passiert. Durch die Verbindung der Geschichte von den Freunden und die Aufklärung von Jims Tod waren auch sehr viele Elemente eines Thrillers vorhanden, welche dafür gesorgt haben, dass Hochspannung herrscht. Der Schreibstil war flüssig, es war anzumerken, dass es ein Jugendroman ist. Teilweise lasen sich die langen und verschachtelten Sätze etwas holprig, man fand sich im Allgemeinen jedoch gut zurecht. Leider möchte ich nun noch einen negativen Punkt ansprechen: Die Charaktere. Zwar waren diese alle sehr liebenswert und detailliert, aber nicht zu detailliert beschrieben, jedoch erfüllte jeder von ihnen ein riesen Klischee. Die Zicke, der Nerd, das schüchterne Mädchen aus ärmlicheren Verhältnissen, den Schwulen und die ohne eigene Meinung. Wie bereits gesagt, mit weniger Klischee hätte ich mit den Charakteren mehr anfangen können.

Fazit:
Dieses Buch ist meiner Meinung nach nicht nur für Jugendliche ein Lesevergnügen. Pessl hat in diesem Buch eine Grenze zwischen Leben und Tod erweitert und in dieser eine mehr oder weniger logische neue Welt erschaffen. Mit ausgereifteren Charakteren und mehr als nur einer Sichtweise mit Sicherheit ein noch größerer Lesespaß.

Veröffentlicht am 26.04.2019

Liebe auf der Flucht

Das Licht in meiner Dämmerung
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Nachdem ich die Dirty- Reihe von Sarah Saxx mehr als nur einmal voller Freude gelesen habe, habe ich mir auch dieses Buch gerne auf meine E- Bookreader geladen. Wie auch in eben benannter Reihe schafft ...

Nachdem ich die Dirty- Reihe von Sarah Saxx mehr als nur einmal voller Freude gelesen habe, habe ich mir auch dieses Buch gerne auf meine E- Bookreader geladen. Wie auch in eben benannter Reihe schafft Sarah Saxx es, mich mit ihrem Schreibstil zu packen, auch wenn es dieser Geschichte meiner Meinung nach etwas an Story fehlt.

Das Cover hat mich wiedermal sehr angesprochen: Es ist auf seine eigene Weise gleichzeitig sehr schlicht gehalten und doch ist es magisch- außergewöhnlich.

Zum Inhalt:
Das Buch steigt rasant mitten in die Geschehnisse ein, durch welche sich Eleonore, grade noch bei einem Bummel durch den Juwelierladen, in den Fängen von Entführern wiederfindet. Kaum kann sie sich aus deren Fängen befreien, muss sie vor den Mördern ihres Bruders flüchten. Durch die Ich- Perspektive des Erzählens wird dem Leser schnell deutlich, wie viele Gefühle auf Eleonor einbrechen und wie sie diese zu bewältigen versucht. Als sie auf Ethan trifft, nimmt er sie unter seinen Schutz und gibt alles, um ihr zu helfen. Durch Sprünge in der Erzählperspektive, erfährt man auch von Ethans Vergangenheit und seinem Kampf mit sich selber. Wie es die Autoren von Liebesromanen so wollen, verlieben sich die beiden mehr und mehr ineinander..an diese Stelle wieder gefallen haben mir die Erotikszenen, welche trotz der Klischeelastigkeit nicht zu übertrieben waren.

Meine Meinung:
Einzig als störend empfand ich tatsächlich, dass sich die Flucht doch sehr in die Länge gezogen hat. Ein paar Nebencharaktere hätten dem vielleicht positiv entgegengewirkt. Nichtsdestotrotz empfand ich diesen Roman als einen sehr gelungenen, welchen ich immer wieder lesen und dank des tollen Covers auch gerne in meinem Bücherregal stehen hätte.

Veröffentlicht am 26.04.2019

Liebesratgeber der anderen Art

Liebeskummer ist ein Arschloch
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Ich habe dieses Buch verschlungen und ich liebe es! Ich hätte das vorher auch nicht gedacht aber es hat sich einfach total gelohnt, es zu lesen.
Ich habe so gelacht, obwohl Liebeskummer nicht das einfachste ...


Ich habe dieses Buch verschlungen und ich liebe es! Ich hätte das vorher auch nicht gedacht aber es hat sich einfach total gelohnt, es zu lesen.
Ich habe so gelacht, obwohl Liebeskummer nicht das einfachste Thema ist. Die Autorin schafft es, durch ihre offene Art schnell eine Beziehung zum Leser aufzubauen Das kann auch daran liegen, dass sie sehr viel von sich selbst preisgibt. Und auch wenn nicht alles auf meine Situation passt, sind hier doch viele Dinge angesprochen, die ich selber so oder so ähnlich erlebt habe. All das in verständlicher Sprache, ohne großes Psychogelaber. Es geht um Gefühle, aber auch darum mal auf den Kopf zu hören wenn uns die Gefühle überrumpeln. Ich habe es echt genossen.

Beim lesen gab es oft Situationen in denen ich mich gefragt habe, warum es dieses Buch nicht schon viel früher gab. Es hätte mir auf jeden Fall viel Kummer erspart.
Mit sehr viel Humor geht es um das Thema Liebeskummer. Jeder kennt ihn und jeder hatte ihn schon.
Senna zeigt einen Weg, wie man besser damit umgeht.
Es geht um Liebe, Respekt und das man sich selber lieben sollte.
Der Schreibstil ist erfrischend locker und lustig.
Alles in allem ein tolles, humorvolles Buch- beruhend auf einem doch ernsten Thema.